Ennstal: Unterschied zwischen den Versionen

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==Begriffserläuterung==
==Begriffserläuterung==
Der Begriff Ennstal stammt aus dem Jahre 1005, als König Heinrich II. in einer Urkunde „Ensitala“ erwähnt. Spätere Urkunden sind zusätzlich Beleg für die Bezeichnung.<ref>PÜRCHER Alois, Erlebnis Ennstal Schladminger Tauern. Graz 2000, S. 22.</ref>
Der Begriff Ennstal stammt aus dem Jahre 1005, als König Heinrich II. in einer Urkunde „Ensitala“ erwähnt. Spätere Urkunden sind zusätzlich Beleg für die Bezeichnung.<ref>Pürcher Alois: ''Erlebnis Ennstal Schladminger Tauern'', Graz, 2000, S. 22.</ref>


==Orte in Salzburg==
==Orte in Salzburg==
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==Geschichte==
==Geschichte==
===Geschichte der Besiedelung===
===Geschichte der Besiedelung===
Die ersten Menschen kamen während der mittleren Altsteinzeit(400.000 – 40.000 vor unserer Zeitrechnung) in die heutige [[Steiermark]]. Hinweise auf Besiedelung finden wir in der Salzofenhöhle in Lieglloch im [[Totes Gebirge|Toten Gebirge]]. Durch die neolithische Revolution wurden die Menschen sesshaft und gaben das Jagen und Sammeln auf. Um 4000 kamen die ersten Menschen ins Ennstal, um sich dort sesshaft zu machen. Bevorzugt wurde die breiteste Stelle des Ennstals, also der Bereich um das [[Schloss Trautenfels]]. Bergbau und Holz für die Sicherung der Stollen und zur Herstellung von Kohle waren wesentliche Beschäftigungsfelder. Die Diversifikation des Handwerks stiftete den Bau von Handelsverbindungen an, die in Form von Verkehrswegen und Gebirgsübergängen realisiert wurden.<ref>PÜRCHER Alois, Erlebnis Ennstal Schladminger Tauern. Graz 2000, S. 18.</ref>
Die ersten Menschen kamen während der mittleren Altsteinzeit(400&nbsp;000 – 40&nbsp;000 vor unserer Zeitrechnung) in die heutige [[Steiermark]]. Hinweise auf Besiedelung finden wir in der Salzofenhöhle in Lieglloch im [[Totes Gebirge|Toten Gebirge]]. Durch die neolithische Revolution wurden die Menschen sesshaft und gaben das Jagen und Sammeln auf. Um 4000 kamen die ersten Menschen ins Ennstal, um sich dort sesshaft zu machen. Bevorzugt wurde die breiteste Stelle des Ennstals, also der Bereich um das [[Schloss Trautenfels]]. [[Bergbau im Ennstal|Bergbau]] und [[Holz]] für die Sicherung der Stollen und zur Herstellung von [[Holzkohle|Kohle]] waren wesentliche Beschäftigungsfelder. Die Diversifikation des Handwerks stiftete den Bau von Handelsverbindungen an, die in Form von Verkehrswegen und Gebirgsübergängen realisiert wurden.<ref>Pürcher Alois: ''Erlebnis Ennstal Schladminger Tauern'', Graz, 2000, S. 18.</ref>


====Illyrer====
====Illyrer====
Mit den Illyrern entsteht die weltweit bekannte [[Hallstattkultur]], die einer ganzen Periode ihren Namen gab. 700-500 v. Christus war die Hochphase dieser Zeit, die gekennzeichnet war durch die außerordentliche Bedeutung der Salzgewinnung. Die ganze Region inklusive dem Ennstal wurde davon erfasst. Zu dieser Zeit ist die Landschaft des Tals mit sumpfigen Böden geprägt. Südhänge waren daher vermehrt besiedelt und landwirtschaftlich genützt. Gegenstände aus der Hallstattzeit sind Zeugen der Lebensweise der Bevölkerung in dieser Region. Die Kleidung war Großteils aus Leder und Schafwolle, teilweise auch mit farbigen Mustern. Unterkunft boten Holz- oder Blockhäuser, die mit [[Almhütte|Almhütten]] vergleichbar sind.<ref>PÜRCHER Alois, Erlebnis Ennstal Schladminger Tauern. Graz 2000, S. 18-19.</ref>  
Mit den Illyrern entsteht die weltweit bekannte [[Hallstattkultur]], die einer ganzen Periode ihren Namen gab. 700-500 v. Christus war die Hochphase dieser Zeit, die gekennzeichnet war durch die außerordentliche Bedeutung der Salzgewinnung. Die ganze Region inklusive dem Ennstal wurde davon erfasst. Zu dieser Zeit ist die Landschaft des Tals mit sumpfigen Böden geprägt. Südhänge waren daher vermehrt besiedelt und landwirtschaftlich genutzt. Gegenstände aus der Hallstattzeit sind Zeugen der Lebensweise der Bevölkerung in dieser Region. Die Kleidung war Großteils aus Leder und Schafwolle, teilweise auch mit farbigen Mustern. Unterkunft boten Holz- oder Blockhäuser, die mit [[Almhütte|Almhütten]] vergleichbar sind.<ref>Pürcher Alois: ''Erlebnis Ennstal Schladminger Tauern'', Graz, 2000, S. 18-19.</ref>  


====Kelten====
====Kelten====
Die Illyrer wurden von den [[Kelten]] vertrieben. Das Ennstal wurde nun dem keltischen Königreich [[Noricum]] einverleibt. Um 500 v. Christus gab es eine befestigte Anlage am [[Kulm_(Ennstal)|Kulm]] bei Aigen. Darauf lässt sich schließen, dass das Ennstal strategisch von großer Bedeutung war. Zahlreiche Orts- und Flurnamen sind keltischen Ursprungs. Der Handel wurde ausgeweitet, womit der Sölkpass einer großen Wichtigkeit zukam. Weitere Pässe wie der Pyhrn, Glattjoch oder die Triebener Tauern ermöglichten einen regen Handel.<ref>PÜRCHER Alois, Erlebnis Ennstal Schladminger Tauern. Graz 2000, S. 20.</ref>  
Die Illyrer wurden von den [[Kelten]] vertrieben. Das Ennstal wurde nun dem keltischen Königreich [[Noricum]] einverleibt. Um 500 v. Christus gab es eine befestigte Anlage am [[Kulm (Ennstal)|Kulm]] bei [[Aigen im Ennstal]]. Darauf lässt sich schließen, dass das Ennstal strategisch von großer Bedeutung war. Zahlreiche Orts- und Flurnamen sind keltischen Ursprungs. Der Handel wurde ausgeweitet, womit der [[Sölkpass]] einer großen Wichtigkeit zukam. Weitere Pässe wie der [[Pyhrnpass]], [[Glattjoch]] oder die [[Triebener Tauern]] ermöglichten einen regen Handel.<ref>Pürcher Alois: ''Erlebnis Ennstal Schladminger Tauern'', Graz, 2000, S. 20.</ref>  


====Römisches Reich====
====Römisches Reich====
Mit der stetigen Ausdehnung der Römer kamen auch die Ennstaler in Kontakt mit dem Imperium. 15 v. Christus wurde das keltische Königreich Noricum vom römischen Reich friedlich annektiert. Noricum wurde römische Provinz. Das Ennstal bot den Römern eine Durchzugsmöglichkeit, vor allem für das Militär. Die römische Kultur hielt nun Einzug in das Tal. Vom Kaiser Maxentius Severus wurde die Heilkraft des Wassers zwischen Grimming und Kamm bestätigt. Die Endphase der Antike ist gekennzeichnet durch stetige Krisen und schließlich den Zerfall des römischen Reichs. Gründe sind das Eindringen von Stämmen im Zuge der [[Völkerwanderung]] in das Reichsgebiet, darunter auch in das Ennstal.<ref>PÜRCHER Alois, Erlebnis Ennstal Schladminger Tauern. Graz 2000, S. 20-21.</ref>  
Mit der stetigen Ausdehnung der Römer kamen auch die Ennstaler in Kontakt mit dem Imperium. 15 v. Christus wurde das [[Kelten|keltische]] Königreich Noricum vom römischen Reich friedlich annektiert. Noricum wurde römische Provinz. Das Ennstal bot den Römern eine Durchzugsmöglichkeit, vor allem für das Militär. Die römische Kultur hielt nun Einzug in das Tal. Vom Kaiser Maxentius Severus wurde die Heilkraft des Wassers zwischen [[Grimming]] und Kamm bestätigt. Die Endphase der Antike ist gekennzeichnet durch stetige Krisen und schließlich den Zerfall des römischen Reichs. Gründe sind das Eindringen von Stämmen im Zuge der [[Völkerwanderung]] in das Reichsgebiet, darunter auch in das Ennstal.<ref>Pürcher Alois: ''Erlebnis Ennstal Schladminger Tauern'', Graz, 2000, S. 20-21.</ref>  


====Slawen====
====Slawen====
Die slawische Besiedelung fand von 500 bis 600 statt. Aus dieser Zeit stammen Ortsnamen wie Schladming, Gröbming, Irdning, Lassing oder Liezen. Neben den Awaren kamen auch die Bajuwaren in das Gebiet des Ennstals. Letztere waren die ersten deutschen Siedler. Ab diesem Zeitpunkt wurde wieder vermehrt Ackerbau und Viehzucht betrieben, der Talboden und die Berghänge wurden nutzbar gemacht, Wälder wurden gerodet. Damals gab es Gehöfte sogar bis auf 1300 Meter. Später wurden sie aufgegeben bzw. nur mehr als Nebenhöfe (Lehen) geführt und nur mehr im Sommer bewirtschaftet. Das von Slawen besiedelte Land Karantanien wurde später von den christlichen Bayern annektiert und das Ennstal kam somit zum Fränkischen Reich.<ref>PÜRCHER Alois, Erlebnis Ennstal Schladminger Tauern. Graz 2000, S. 21; HAGSPIEL Bernadette / HAGSPIEL Erich (Hgg.), Faszination Ennstal. Ein fotografischer Streifzug durch das steirische Ennstal mit Blicken ins Ausseerland und das Paltental. Irdning 1993, S. 13. </ref>  
Die [[Slawen|slawische]] Besiedelung fand von 500 bis 600 statt. Aus dieser Zeit stammen Ortsnamen wie [[Schladming]], [[Gröbming]], [[Irdning]], [[Lassing]] oder [[Liezen]]. Neben den [[Awaren]] kamen auch die [[Bajuwaren]] in das Gebiet des Ennstals. Letztere waren die ersten deutschen Siedler. Ab diesem Zeitpunkt wurde wieder vermehrt Ackerbau und Viehzucht betrieben, der Talboden und die Berghänge wurden nutzbar gemacht, Wälder wurden gerodet. Damals gab es Gehöfte sogar bis auf 1&nbsp;300 [[m ü. A.]]. Später wurden sie aufgegeben bzw. nur mehr als Nebenhöfe (Lehen) geführt und nur mehr im Sommer bewirtschaftet. Das von Slawen besiedelte Land [[swiki:Karantanien]] wurde später von den christlichen Bayern annektiert und das Ennstal kam somit zum Fränkischen Reich.<ref>Pürcher Alois: ''Erlebnis Ennstal Schladminger Tauern'', Graz, 2000, S. 21; Hagspiel, Bernadette; Hagspiel, Erich (Hgg.): ''Faszination Ennstal. Ein fotografischer Streifzug durch das steirische Ennstal mit Blicken ins Ausseerland und das Paltental'', Irdning, 1993, S. 13. </ref>  


====Bayern====
====Bayern====
Mit Karl dem Großen wird um 830 die Grafschaft im Ennstal realisiert. Der Bezirk Liezen wurde dadurch in seiner jetzigen Form erstmals wesentlich geprägt. Zu dieser Zeit ist Admont in der Gegend vorherrschend, urkundlich erwähnt wurde es erstmals 859. 1074 wird das Stift gegründet und bewirkt einen wirtschaftlichen Aufschwung der Region. Um 1000 war das Ennstal Teil des Herzogtums Kärnten.<ref>PÜRCHER Alois, Erlebnis Ennstal Schladminger Tauern. Graz 2000, S. 21-22; HAGSPIEL Bernadette / HAGSPIEL Erich (Hgg.), Faszination Ennstal. Ein fotografischer Streifzug durch das steirische Ennstal mit Blicken ins Ausseerland und das Paltental. Irdning 1993, S. 13.</ref>  
Mit Karl dem Großen wird um 830 die Grafschaft im Ennstal realisiert. Der [[Bezirk Liezen]] wurde dadurch in seiner jetzigen Form erstmals wesentlich geprägt. Zu dieser Zeit ist [[Admont]] in der Gegend vorherrschend, urkundlich erwähnt wurde es erstmals [[859]]. [[1074]] wird das [[Benediktinerstift Admont|Stift]] gegründet und bewirkt einen wirtschaftlichen Aufschwung der Region. Um 1000 war das Ennstal Teil des Herzogtums Kärnten.<ref>Pürcher Alois: ''Erlebnis Ennstal Schladminger Tauern'', Graz, 2000, S. 21-22; Hagspiel, Bernadette; Hagspiel, Erich (Hgg.): ''Faszination Ennstal. Ein fotografischer Streifzug durch das steirische Ennstal mit Blicken ins Ausseerland und das Paltental'', Irdning, 1993, S. 13.</ref>  


====Traungauer, Babenberger und Habsburger====
====Traungauer, Babenberger und Habsburger====
Seit den Traungauern wurde das Tal weiter erschlossen. Trockenlegung der Sümpfe und Seen und Rodungen von Wäldern erschufen neuen Ackerboden und Wiesen. 1180 wurde die Steiermark zum Herzogtum erhoben. Mit dem Tod von Otakar 1192 wird die Steiermark Österreich eingegliedert. 52 herrschten die Babenberger, bis das Interregnum kam – die herrscherlose Zeit. Weniger die politischen Konflikte, sondern mehr der beschwerliche Alltag beschäftigten die Ennstaler. Heuschreckenplagen, Viehseuchen und Klimaveränderungen und die [[Pest]] erschwerten das Leben. Die Türken erreichten das Ennstal nie, weil die Burg Strechau die türkische Offensive stoppte. Mit dem Ende des Interregnums durch Rudolf I. herrschten die Habsburger über das Ennstal.<ref>PÜRCHER Alois, Erlebnis Ennstal Schladminger Tauern. Graz 2000, S. 22-23.</ref>
Seit den Traungauern wurde das Tal weiter erschlossen. Trockenlegung der Sümpfe und Seen und Rodungen von Wäldern erschufen neuen Ackerboden und Wiesen. 1180 wurde die Steiermark zum Herzogtum erhoben. Mit dem Tod von Otakar 1192 wird die Steiermark Österreich eingegliedert. 52 (? Jahr?) herrschten die Babenberger, bis das Interregnum kam – die herrscherlose Zeit. Weniger die politischen Konflikte, sondern mehr der beschwerliche Alltag beschäftigten die Ennstaler. Heuschreckenplagen, Viehseuchen und Klimaveränderungen und die [[Pest]] erschwerten das Leben. Die Türken erreichten das Ennstal nie, weil die [[Burg Strechau]] die türkische Offensive stoppte. Mit dem Ende des Interregnums durch Rudolf I. herrschten die Habsburger über das Ennstal.<ref>Pürcher Alois: ''Erlebnis Ennstal Schladminger Tauern'', Graz, 2000, S. 22-23.</ref>


==Geographie==
==Geographie==
===Die Entstehung des Ennstals===
===Die Entstehung des Ennstals===
Das Ennstal wurde glazial geformt. Während der Eiszeiten hat der Eisstrom des [[Gletscher|Gletschers]] das Tal geformt. Die Eisdecke hatte dabei eine Mächtigkeit von bis
Das Ennstal wurde glazial geformt. Während der [[Eiszeit]]en hat der Eisstrom des [[Gletscher]]s das Tal geformt. Die Eisdecke hatte dabei eine Mächtigkeit von bis zu 700 Meter. Während der Würmeiszeit reichte der Gletscher bis zum [[Gesäuseeingang]]. Durch Bergstürze, Hangrutschungen und Schottermassen aus den Seitenbächen haben sich Becken herausgebildet, die früher Seen waren und im Laufe der Zeit verlandeten. Beispiele sind das Selzthaler Becken, das Wörschacherbecken und das Irdningerbecken. Zeugen dieser verlandeten Seen sind heute noch vorhandene Nieder- und <nowiki>Hoch</nowiki>[[Moor|moore]]. Flaches Gefälle führte zur geringeren Fließgeschwindigkeit, dadurch begann die [[Enns]] zu mäandrieren. Die Fußsohle wurde höher und [[Hochwasser]] war die Folge. Das erklärt die Tatsache, dass das Tal damals wenig besiedelt wurde, weil es verkehrs- und siedlungsfeindlich war. Höhere Hanglagen und Schwemmfächer wurden daher bevorzugt. Reguliert wurde die Enns erst um 1860 unter Kaiser [[Franz Joseph I.]]. Ab diesem Zeitpunkt wurde der Talboden auch landwirtschaftlich genutzt. Die glaziale Serie macht sich auch in den Gebirgsstöcken bemerkbar.<ref>Hagspiel, Bernadette; Hagspiel, Erich (Hgg.): ''Faszination Ennstal. Ein fotografischer Streifzug durch das steirische Ennstal mit Blicken ins Ausseerland und das Paltental'', Irdning, 1993, S. 11-12.</ref>  
zu 700 Meter. Während der Würmeiszeit reichte der Gletscher bis zum [[Gesäuseeingang]]. Durch Bergstürze, Hangrutschungen und Schottermassen aus den Seitenbächen haben sich Becken herausgebildet, die früher Seen waren und im Laufe der Zeit verlandeten. Beispiele sind das Selzthaler Becken, das Wörschacherbecken und das Irdningerbecken. Zeugen dieser verlandeten Seen sind heute noch vorhandene Nieder- und Hochmoore. Flaches Gefälle führte zur geringeren Fließgeschwindigkeit, dadurch begann die Enns zu mäandrieren. Die Fußsohle wurde höher und Hochwasser war die Folge. Das erklärt die Tatsache, dass das Tal damals wenig besiedelt wurde, weil es verkehrs- und siedlungsfeindlich war. Höhere Hanglagen und Schwemmfächer wurden daher bevorzugt. Reguliert wurde die Enns erst um 1860 unter Kaiser [[Franz_Joseph_I.|Franz Joseph I]]. Ab diesem Zeitpunkt wurde der Talboden auch landwirtschaftlich genutzt. Die glaziale Serie macht sich auch in den Gebirgsstöcken bemerkbar.<ref>HAGSPIEL Bernadette / HAGSPIEL Erich (Hgg.), Faszination Ennstal. Ein fotografischer Streifzug durch das steirische Ennstal mit Blicken ins Ausseerland und das Paltental. Irdning 1993, S. 11-12.</ref>  


=== Klima ===
=== Klima ===
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Bei der Sonnenscheindauer gibt es kaum Unterschiede zum zentralen Ennstal ( Irdning 45% im Jahresdurchschnitt, beste Jahreszeit der Herbst mit bis zu 55% im Oktober).
Bei der Sonnenscheindauer gibt es kaum Unterschiede zum zentralen Ennstal ( Irdning 45% im Jahresdurchschnitt, beste Jahreszeit der Herbst mit bis zu 55% im Oktober).


==Tourismus==
==Fremdenverkehr ==
Die ersten Fremdenverkehrsgäste kamen in den 20er und 30er Jahren. Seit damals entwickelte sich das Ennstal zu einem der bedeutsamsten Tourismusziele Österreichs. Im Jahre 1992 gab es in der [[Dachstein-Tauern-Region]] bereits 23.000 Betten. Das Ennstal gilt im Winter als auch im Sommer als Urlaubsziel. Der boomende Tourismus hinterließ auch seine Spuren im Landschaftsbild.
Die ersten [[Fremdenverkehr]]<nowiki>sgäste</nowiki> kamen in den [[1920er]] und [[1930er]] Jahren. Seit damals entwickelte sich das Ennstal zu einem der bedeutsamsten Fremdenverkehrsziele Österreichs. Im Jahre 1992 gab es in der [[Dachstein-Tauern-Region]] bereits 23&nbsp;000 Betten. Das Ennstal gilt im Winter als auch im Sommer als Urlaubsziel. Der boomende Fremdenverkehr hinterließ auch seine Spuren im Landschaftsbild.
Neue Infrastruktur und der Rückgang der Beschäftigten im Agrarsektor prägten das Ennstal stark. Vor einigen Jahrzehnten lag der Anteil der Erwerbstätigen im Primärsektor noch bei 70%. Vor allem die Bergbauern mussten ihre Höfe aufgeben oder einer Nebenerwerbstätigkeit nachgehen.<ref>HAGSPIEL Bernadette / HAGSPIEL Erich (Hgg.), Faszination Ennstal. Ein fotografischer Streifzug durch das steirische Ennstal mit Blicken ins Ausseerland und das Paltental. Irdning 1993, S. 15.</ref>  
 
Neue Infrastruktur und der Rückgang der Beschäftigten im Agrarsektor prägten das Ennstal stark. Vor einigen Jahrzehnten lag der Anteil der Erwerbstätigen im Primärsektor noch bei 70 %. Vor allem die Bergbauern mussten ihre Höfe aufgeben oder einer Nebenerwerbstätigkeit nachgehen.<ref>Hagspiel, Bernadette; Hagspiel Erich (Hgg.):  ''Faszination Ennstal. Ein fotografischer Streifzug durch das steirische Ennstal mit Blicken ins Ausseerland und das Paltental'', Irdning, 1993, S. 15.</ref>  


== Bilder ==
== Bilder ==