Wilderei im Ennstal: Unterschied zwischen den Versionen
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* [[1746]], April: Hans Georg Aigner vom Söldbauerngut beschwerte bei der Landeshauptmannschaft über die Jäger der Herrschaft Steyr, weil er von diesen der Wilderei bezichtigt und angeschossen worden war. Der Landeshauptmann ordnet daraufhin ein Verhör aller beteiligten Personen für den [[20. Mai]] 1746 an, jedoch gibt es keine weiteren Urkunden oder Informationen über den Ausgang dieses Falles. | * [[1746]], April: Hans Georg Aigner vom Söldbauerngut beschwerte bei der Landeshauptmannschaft über die Jäger der Herrschaft Steyr, weil er von diesen der Wilderei bezichtigt und angeschossen worden war. Der Landeshauptmann ordnet daraufhin ein Verhör aller beteiligten Personen für den [[20. Mai]] 1746 an, jedoch gibt es keine weiteren Urkunden oder Informationen über den Ausgang dieses Falles. | ||
* [[1799]], [[15. September]]: Im Burgholz in der Pfarre Wolfern im oberösterreichischen Grenzgebiet wurde Franz Groiß, Hufschmied zu Judendorf, als Wilderer gestellt. Allerdings hatte man lediglich die Schüsse gehört, aber kein Wild gefunden. Der so Gestellte beteuerte, auf einen Fisch geschossen zu haben. | * [[1799]], [[15. September]]: Im Burgholz in der Pfarre Wolfern im oberösterreichischen Grenzgebiet wurde Franz Groiß, Hufschmied zu Judendorf, als Wilderer gestellt. Allerdings hatte man lediglich die Schüsse gehört, aber kein Wild gefunden. Der so Gestellte beteuerte, auf einen Fisch geschossen zu haben. | ||
* [[1812]], [[16. Oktober]], wurde auf der Engelalm im Forst Großraming ein Wilderer gestellt. | * [[1812]], [[16. Oktober]], wurde auf der Engelalm im Forst Großraming ein Wilderer gestellt. | ||
* [[1817]], [[24. Oktober]], wurde [[Kaspar Sulzbacher]] in [[Weißenbach an der Enns]], Ortsteil Bichl , gestellt. | * [[1817]], [[24. Oktober]], wurde [[Kaspar Sulzbacher]] in [[Weißenbach an der Enns]], Ortsteil Bichl , gestellt. | ||
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== Sonderkommission gegen Wilderer == | == Sonderkommission gegen Wilderer == | ||
* [[2011]], [[30. September]], [[Bezirk Liezen]]: | * [[2011]], [[30. September]], [[Bezirk Liezen]]: | ||
Innerhalb einer Woche hatten bisher unbekannte Täter im Bezirk Liezen drei Hirsche erlegt. Bei zwei der getöteten Tiere waren die Häupter fachmännisch abgetrennt und die Trophäen mitgenommen worden. Um den Wilderern das Handwerk zu legen, hatte die Polizei die „Soko Hirsch“ eingerichtet. | Innerhalb einer Woche hatten bisher unbekannte Täter im Bezirk Liezen drei Hirsche erlegt. Bei zwei der getöteten Tiere waren die Häupter fachmännisch abgetrennt und die Trophäen mitgenommen worden. Um den Wilderern das Handwerk zu legen, hatte die Polizei die „Soko Hirsch“ eingerichtet. | ||
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== Ennstaler Wilderer == | == Ennstaler Wilderer == | ||
Ein besonderer Wilderer war der Alpinist [[Georg Steiner|Irg Steiner]]. Auf seinen Wilderer-Streifzügen durchkämmte er die Berge und Wälder bis in die kaiserlichen Jagdreviere Oberösterreichs und Salzburgs. Wenn die Jäger oder Bauern, auf deren Gründen er sich die [[Gämse]]n schoss, wieder einmal hinter ihm her waren, hieß es für den Irg untertauchen, wenn's auch oft nur die nächste Bettdecke war (was die reiche Kinderschar erklärt). Einmal haben sie ihn doch erwischt und er landete im Gefängnis, bei Wasser und Brot. Als diese eintönige Ernährung dem Irg nicht mehr behagte, verbog er kurzerhand mit seinen Bärenkräften die Gitterstäbe seines Gefängnisses derart, dass er hindurch schlüpfen konnte. Nachdem er sich nächtens bei einer ihm wohlgesonnenen Bäuerin mit Speck und Krapfen versorgt hatte, legte er sich wieder in seine Zelle und bog die Gitterstäbe gerade. | Ein besonderer Wilderer war der Alpinist [[Georg Steiner|Irg Steiner]]. Auf seinen Wilderer-Streifzügen durchkämmte er die Berge und Wälder bis in die kaiserlichen Jagdreviere Oberösterreichs und Salzburgs. Wenn die Jäger oder Bauern, auf deren Gründen er sich die [[Gämse]]n schoss, wieder einmal hinter ihm her waren, hieß es für den Irg untertauchen, wenn's auch oft nur die nächste Bettdecke war (was die reiche Kinderschar erklärt). Einmal haben sie ihn doch erwischt und er landete im Gefängnis, bei Wasser und Brot. Als diese eintönige Ernährung dem Irg nicht mehr behagte, verbog er kurzerhand mit seinen Bärenkräften die Gitterstäbe seines Gefängnisses derart, dass er hindurch schlüpfen konnte. Nachdem er sich nächtens bei einer ihm wohlgesonnenen Bäuerin mit Speck und Krapfen versorgt hatte, legte er sich wieder in seine Zelle und bog die Gitterstäbe gerade. | ||
== Gedenktafeln == | |||
Beim [[Kaiblinggatterl]] erinnert eine Tafel an den Jäger Karl Steiner, der von Wildererhand meuchlings erschossen wurde. | |||
== Weblinks == | == Weblinks == | ||