Conrad Fankhauser: Unterschied zwischen den Versionen
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Sein fachliches Können wurde folgerichtig mehrfach mit Preisen bei diversen Fotobewerben ausgezeichnet. So befand man anno [[1932]] in der "Allgemeinen Photographischen Zeitung" über eine Lichtbildausstellung in Graz: "Conrad Fankhauser bringt drei große Winterlandschaften, die in ihrer Vollendung wohl nicht mehr zu übertreffen sind!" Und weiter in der Ausgabe von [[1933]]: "Zu den besten Stücken der Ausstellung zählen zweifellos Conrad Fankhausers Innenaufnahmen des [[Benediktinerstift Admont|Admonter Stiftes]] und seine Bilder aus dem Gesäuse. Hier ist die hohe Schule des Fachphotographen zu bewundern, der bis in die zartesten Einzelheiten des Bildvorwurfs eindringt und sie mit der Kamera zu meistern versteht." Auch einen [[1930]] von der "Illustrierten Woche" ausgelobten Wettbewerb gewann Conrad mit dem Motiv "Der Dorfbrunnen von [[Weng im Gesäuse|Weng]]". Überregionale Bekanntheit erreichte er nicht nur im Rahmen zahlreicher Ausstellungen, sondern vor allem mit jenen Fotografien, die in diversen Büchern sowie in auflagenstarken Zeitschriften und Illustrierten publiziert wurden. | Sein fachliches Können wurde folgerichtig mehrfach mit Preisen bei diversen Fotobewerben ausgezeichnet. So befand man anno [[1932]] in der "Allgemeinen Photographischen Zeitung" über eine Lichtbildausstellung in Graz: "Conrad Fankhauser bringt drei große Winterlandschaften, die in ihrer Vollendung wohl nicht mehr zu übertreffen sind!" Und weiter in der Ausgabe von [[1933]]: "Zu den besten Stücken der Ausstellung zählen zweifellos Conrad Fankhausers Innenaufnahmen des [[Benediktinerstift Admont|Admonter Stiftes]] und seine Bilder aus dem Gesäuse. Hier ist die hohe Schule des Fachphotographen zu bewundern, der bis in die zartesten Einzelheiten des Bildvorwurfs eindringt und sie mit der Kamera zu meistern versteht." Auch einen [[1930]] von der "Illustrierten Woche" ausgelobten Wettbewerb gewann Conrad mit dem Motiv "Der Dorfbrunnen von [[Weng im Gesäuse|Weng]]". Überregionale Bekanntheit erreichte er nicht nur im Rahmen zahlreicher Ausstellungen, sondern vor allem mit jenen Fotografien, die in diversen Büchern sowie in auflagenstarken Zeitschriften und Illustrierten publiziert wurden. | ||
[[Datei:Fotografien von Conrad Fankhauser Admont.jpg|thumb|Fotografien von Conrad Fankhauser aus Admont und dem [[Gesäuse]] im Jahr [[1928]].]] | |||
=== Ende eines Traditionsbetriebes === | === Ende eines Traditionsbetriebes === | ||
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Auch Konrad junior verfügte über fachliches Talent, doch gelang es ihm nicht, aus dem Schatten seines dominanten Vaters zu treten. Wohl führte er auch manche Hilfsarbeiten im Atelier durch, sein zugewiesener Aufgabenbereich bestand jedoch in der Führung des Kiosks am Kirchplatz. Über drei Jahrzehnte lang stand der allseits "Kuni" Genannte und immerzu hochprozentigen Getränken Zugeneigte in seinem Verkaufshäuschen und wurde damit zu einem originellen Inventar im Ortsbild von Admont. In den letzten Jahren lebte der zeitlebens unverheiratet gebliebene Konrad mehr schlecht als recht von den zunehmend spärlicher werdenden Einnahmen aus dem Kioskgeschäft und befand sich daher stets in Geldnöten. Dies führte mitunter dazu, dass er die Werke seiner Vorfahren in den Wirtshäusern von Admont verkaufte bzw. an kalten Wintertagen stapelweise deren Fotografien und Filmstreifen im Ofen verbrannte. | Auch Konrad junior verfügte über fachliches Talent, doch gelang es ihm nicht, aus dem Schatten seines dominanten Vaters zu treten. Wohl führte er auch manche Hilfsarbeiten im Atelier durch, sein zugewiesener Aufgabenbereich bestand jedoch in der Führung des Kiosks am Kirchplatz. Über drei Jahrzehnte lang stand der allseits "Kuni" Genannte und immerzu hochprozentigen Getränken Zugeneigte in seinem Verkaufshäuschen und wurde damit zu einem originellen Inventar im Ortsbild von Admont. In den letzten Jahren lebte der zeitlebens unverheiratet gebliebene Konrad mehr schlecht als recht von den zunehmend spärlicher werdenden Einnahmen aus dem Kioskgeschäft und befand sich daher stets in Geldnöten. Dies führte mitunter dazu, dass er die Werke seiner Vorfahren in den Wirtshäusern von Admont verkaufte bzw. an kalten Wintertagen stapelweise deren Fotografien und Filmstreifen im Ofen verbrannte. | ||
Nach dem Antritt seiner Pension verkaufte Konrad [[1982]] Haus und Atelier, womit sich die Pforten des jahrzehntelang bestehenden Traditionsbetriebes für immer schlossen. Seine letzten Lebensjahre verbrachte Konrad zunächst im Altersheim von [[Unterburg]] bzw. im Pflegeheim von [[Hall (Gemeinde)|Hall]], wo er am [[5. Juni]] [[1999]] verstarb. Mit diesem Datum endete nach 134 Jahren die Stammbaum-Linie der Fankhauser-Familie in Admont. Nachdem | Nach dem Antritt seiner Pension verkaufte Konrad [[1982]] Haus und Atelier, womit sich die Pforten des jahrzehntelang bestehenden Traditionsbetriebes für immer schlossen. Seine letzten Lebensjahre verbrachte Konrad zunächst im Altersheim von [[Unterburg]] bzw. im Pflegeheim von [[Hall (Gemeinde)|Hall]], wo er am [[5. Juni]] [[1999]] verstarb. Mit diesem Datum endete nach 134 Jahren die Stammbaum-Linie der Fankhauser-Familie in Admont. Nachdem [[1997]] der Kiosk abgerissen und auch das Familiengrab aufgelassen wurde, erinnert nur noch eine Tafel am ehemaligen Geschäftshaus in der Bahnhofstraße an die angesehene Fotografendynastie Fankhauser. | ||
== Literatur == | |||
* [[Ernst Kren|Kren Ernst ]]: "[[Fankhauser - Eine Admonter Fotografendynastie]]" | |||
== Quellen == | == Quellen == | ||