Max Gerstle: Unterschied zwischen den Versionen

K Dateiname korrigiert
An.wagner (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 3: Zeile 3:


== Familie ==
== Familie ==
Max Gerstle kam als Kind von Ignaz Isak Gerstle (* [[4. Juli]] [[1809]] in Fellheim, Schwaben; † [[4. Februar]] [[1896]] in Wien), Bezirksvorsteher vom Alsergrund, Wien,  und Therese Gerstle (* [[22. September]] [[1808]]; † [4. August]] [[1894]] in [[Admont]]) zur Welt.  Im Jahr [[1865]] verlobt er sich mit Leopoldine von Flesch-Brunningen, Tochter von Isidor Vincenz Flesch. Die beiden hatten zwei Kinder, Max Isidor und Adele.  
Max Gerstle kam als Kind von Ignaz Isak Gerstle (* [[4. Juli]] [[1809]] in Fellheim, Schwaben; † [[4. Februar]] [[1896]] in Wien), Bezirksvorsteher vom Alsergrund, Wien,  und Therese Gerstle (* [[22. September]] [[1808]]; † [4. August]] [[1894]] in [[Admont]]) zur Welt.  Im Jahr [[1865]] verlobt er sich mit Leopoldine von Flesch-Brunningen, Tochter von Isidor Vincenz Flesch. Die beiden hatten zwei Kinder, Max Isidor und Adele. <ref>https://www.geni.com/people/Max-Gerstle/6000000010917055126</ref>


== Bezug der Familie Gerstle zu Admont ==
== Bezug der Familie Gerstle zu Admont ==
Gerstle kam [[1873]] nach Admont und gründete die [[Dampfsäge Admont]]. [[1892]] erfolgte der Bau des [[Leopoldinenbrunnen (Admont)|Leopoldinenbrunnes]] vor seinem Haus am heutigen [[Dr. Genger-Platz (Admont)|Dr. Genger-Platz]]. Das villenartige Gebäude kaufte er im Jahr [[1873]] vom späteren Admonter [[Bürgermeister der Marktgemeinde Admont|Bürgermeister]] [[Mathias Wilfinger]]. Er verkaufte sein Haus [[1907]] an den Gemeindearzt Dr. [[Josef Genger senior]].
Gerstle kam [[1873]] nach Admont und gründete die [[Dampfsäge Admont]]. [[1892]] erfolgte der Bau des [[Leopoldinenbrunnen (Admont)|Leopoldinenbrunnes]] vor seinem Haus am heutigen [[Dr. Genger-Platz (Admont)|Dr. Genger-Platz]]. Das villenartige Gebäude kaufte er im Jahr [[1873]] vom späteren Admonter [[Bürgermeister der Marktgemeinde Admont|Bürgermeister]] [[Mathias Wilfinger]]. Er verkaufte sein Haus [[1907]] an den Gemeindearzt Dr. [[Josef Genger senior]]. <ref>Hubert Walter - Häuserchronik Admont.</ref>


[[Datei:Dr.-Genger-Villa.jpg|mini|Die Villa Gerstle (heute: Dr.-Genger-Villa)]]
[[Datei:Dr.-Genger-Villa.jpg|mini|Die Villa Gerstle (heute: Dr.-Genger-Villa)]]


Im Jahr [[1878]] kaufte Max Gerstle das Sorger-Haus (heute Penny-Markt) für seine Eltern. [[1893]] erfolgt ein Neubau des [[Historische Gebäude in Admont|Sorger-Hauses]], welches nach dem Tod seiner Eltern seinem Sohn [[Max Gerstle junior]] und dessen Frau Helene als Unterkunft diente. Der junge Max Gerstle war Direktor der Dampfsäge und gründete [[1896]] die [[I. Steiermärkische Torfstrei und Torfmull-Fabrik in Admont]] ("Krumauer Moor"), welche er jedoch [[1899]] an Karl a. Zschörner &amp; Comp verkaufen musste.  
Im Jahr [[1878]] kaufte Max Gerstle das Sorger-Haus (heute Penny-Markt) für seine Eltern. [[1893]] erfolgt ein Neubau des [[Historische Gebäude in Admont|Sorger-Hauses]], welches nach dem Tod seiner Eltern seinem Sohn [[Max Gerstle junior]] und dessen Frau Helene als Unterkunft diente. <ref>Hubert Walter - Häuserchronik Admont.</ref>
Der junge Max Gerstle war Direktor der Dampfsäge und gründete [[1896]] die [[I. Steiermärkische Torfstrei und Torfmull-Fabrik in Admont]] ("Krumauer Moor"), welche er jedoch [[1899]] an Karl a. Zschörner &amp; Comp verkaufen musste.  


Im Jahr [[1900]] baute Max Gerstle senior die erste elektrische Beleuchtungsanlage in Admont. Das "Grazer Volksblatt" schreibt dazu im Mai 1900:  
Im Jahr [[1900]] baute Max Gerstle senior die erste elektrische Beleuchtungsanlage in Admont. Das "Grazer Volksblatt" schreibt dazu im Mai 1900:  
<blockquote>''Seit Beginn dieses Monats ist Admont so glücklich, elektrische Beleuchtung zu besitzen. Die zentrale für Kraft und Licht befindet sich in der Dampfsägefabrik des Herrn Gerstle, dessen Rührigkeit und Unternehmungsgeist wir diesen Fortschritt zu verdanken haben. Besonders wohlthätig für die vielen Fremden dürften die ganznächtigen Lampen auf den Straßen und Plätzen mit Rücksicht auf die nächtlichen Eilzüge sein. Das [[Stift Admont|Stift]] hat die elektrische Beleuchtung auf dem Musikchor, in der Kirche und in den sonstigen größeren Lokalitäten eingeführt.</blockquote>  
<blockquote>''Seit Beginn dieses Monats ist Admont so glücklich, elektrische Beleuchtung zu besitzen. Die zentrale für Kraft und Licht befindet sich in der Dampfsägefabrik des Herrn Gerstle, dessen Rührigkeit und Unternehmungsgeist wir diesen Fortschritt zu verdanken haben. Besonders wohlthätig für die vielen Fremden dürften die ganznächtigen Lampen auf den Straßen und Plätzen mit Rücksicht auf die nächtlichen Eilzüge sein. Das [[Stift Admont|Stift]] hat die elektrische Beleuchtung auf dem Musikchor, in der Kirche und in den sonstigen größeren Lokalitäten eingeführt.</blockquote>  


Nach dem Tod seiner Frau Leopoldine im Jahr [[1903]] und wirtschaftlichen Schwierigkeiten verkaufte er die Dampfsäge im Jahr 1904 an Karl Fürst Schwarzenberg.  
Nach dem Tod seiner Frau Leopoldine im Jahr [[1903]] und wirtschaftlichen Schwierigkeiten verkaufte er die Dampfsäge im Jahr 1904 an Karl Fürst Schwarzenberg. <ref>Hubert Walter - Häuserchronik Admont.</ref>


Die Familie Gerstle ist in der Familiengruft am [[Friedhof Admont|Admonter Friedhof]] beerdigt.  
Die Familie Gerstle ist in der Familiengruft am [[Friedhof Admont|Admonter Friedhof]] beerdigt.