Sulzkar: Unterschied zwischen den Versionen

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== Geschichte ==
== Geschichte ==
Der Name "Sulzkar“ und ähnliche Begriffe wie Sulzenalm, Sulzenaualm oder Sulzfeld sind im Alpenraum häufig zu finden. Die "Sulz(e)“ kann mehrfach erklärt werden: es ist eine Salzleckstelle für Vieh oder für Wild. Die Salzlecken sind jedoch in jeder [[Alm]] zu finden und bilden keine Eigentümlichkeit dieses Kares. Andererseits bedeutet eine Sulze eine Fläche, in der Wasser entspringt oder aussickert. In Haselgebirgszonen kann dies salzhältiges Wasser sein, manchmal auch Sauerwasser.
Der Name "Sulzkar" und ähnliche Begriffe wie Sulzenalm, Sulzenaualm oder Sulzfeld sind im Alpenraum häufig zu finden. Die "Sulz(e)" kann mehrfach erklärt werden: es ist eine Salzleckstelle für Vieh oder für Wild. Die Salzlecken sind jedoch in jeder [[Alm]] zu finden und bilden keine Eigentümlichkeit dieses Kares. Andererseits bedeutet eine Sulze eine Fläche, in der Wasser entspringt oder aussickert. In Haselgebirgszonen kann dies salzhältiges Wasser sein, manchmal auch Sauerwasser.


Dieses Sulzkar mit salzigem Wasseraustritt in Verbindung zu bringen ist nicht möglich. Die Wasserproben weisen keine merkbare Salzkonzentration auf. Im Vergleich mit anderen Sulzkaren (z. B. ganz in der Nähe südlich des [[Zeiritzkampel]]s) ist die Deutung "Kar mit Quellen und Sickerwässern“ (Definition Hasitschka) die wahrscheinlichste. Nirgends im [[Gesäuse]] finden wir ein Hochkar mit derart vielen Wasseraustritten. Auch die [[Flurname]]n Brunnkar, Brunnetz, Wassermauer weisen auf diesen Wasserreichtum hin, und der einzige kleine See im Gesäuse liegt im Sulzkar.
Dieses Sulzkar mit salzigem Wasseraustritt in Verbindung zu bringen ist nicht möglich. Die Wasserproben weisen keine merkbare Salzkonzentration auf. Im Vergleich mit anderen Sulzkaren (z. B. ganz in der Nähe südlich des [[Zeiritzkampel]]s) ist die Deutung "Kar mit Quellen und Sickerwässern" (Definition Hasitschka) die wahrscheinlichste. Nirgends im [[Gesäuse]] finden wir ein Hochkar mit derart vielen Wasseraustritten. Auch die [[Flurname]]n Brunnkar, Brunnetz, Wassermauer weisen auf diesen Wasserreichtum hin, und der einzige kleine See im Gesäuse liegt im Sulzkar.


Seit dem späten [[11. Jahrhundert]] gehörte das Gesäuse dem [[Benediktinerstift Admont]]. Die Nutzung des Sulzkares im [[Mittelalter]] ist unklar. Im Jahre [[1434]] wurde das "Sulzchar“ in Schriften des
Seit dem späten [[11. Jahrhundert]] gehörte das Gesäuse dem [[Benediktinerstift Admont]]. Die Nutzung des Sulzkares im [[Mittelalter]] ist unklar. Im Jahre [[1434]] wurde das "Sulzchar" in Schriften des
Stiftes Admont erstmals genannt, [[1499]] in Verbindung mit Waldnutzung. [[1822]] schrieb der Admonter Geistliche P. [[Ignaz Sommerauer]] einen Aufsatz über die Sulzkaralm. Inhalt war die Erforschung der Viehkrankheit "Rausch“, die angeblich im Sulzkar häufiger auftrat als anderswo. Dazu untersuchte Sommerauer 16 besonders häufige Alpenkräuter.
Stiftes Admont erstmals genannt, [[1499]] in Verbindung mit Waldnutzung. [[1822]] schrieb der Admonter Geistliche P. [[Ignaz Sommerauer]] einen Aufsatz über die Sulzkaralm. Inhalt war die Erforschung der Viehkrankheit "Rausch", die angeblich im Sulzkar häufiger auftrat als anderswo. Dazu untersuchte Sommerauer 16 besonders häufige Alpenkräuter.


== Bilder ==
== Bilder ==
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* [[GIS]] ([https://gis.stmk.gv.at/wgportal/atlasmobile/map/Adressen%20-%20Orte%20-%20Grenzen/Grenzen%20-%20Regionale%20Gliederung gis.stmk.gv.at] Grenzen - Regionale Gliederung)
* [[GIS]] ([https://gis.stmk.gv.at/wgportal/atlasmobile/map/Adressen%20-%20Orte%20-%20Grenzen/Grenzen%20-%20Regionale%20Gliederung gis.stmk.gv.at] Grenzen - Regionale Gliederung)
*  [[Josef Hasitschka]]: "[[Die Geschichte der Sulzkaralm]]“
*  [[Josef Hasitschka]]: "[[Die Geschichte der Sulzkaralm]]"


[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Wissenschaft]]