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Indem er Ausflüge in die Berge – vor allem im steirischen und oberösterreichischen [[Salzkammergut]] – unternahm, kam die Gesundheit zurück, die Touren kräftigten seine Muskeln, gaben ihm auch Selbstvertrauen. Er habe die Wände angeschaut und aus der Struktur der Felsen herausgelesen, wohin er mit seinen Fähigkeiten klettern kann. | Indem er Ausflüge in die Berge – vor allem im steirischen und oberösterreichischen [[Salzkammergut]] – unternahm, kam die Gesundheit zurück, die Touren kräftigten seine Muskeln, gaben ihm auch Selbstvertrauen. Er habe die Wände angeschaut und aus der Struktur der Felsen herausgelesen, wohin er mit seinen Fähigkeiten klettern kann. | ||
Aufgrund der Routenwahl wird Preuss auch immer wieder als "Meister der alpinen Eleganz" und "Meister der Reduktion" genannt. Dass der beste Kletterer seiner Zeit in Vergessenheit geriet, hat politische Gründe. Paul Preuss war Jude und spätestens in den [[1930er]]-Jahren wurde das Andenken an ihn fast zur Gänze gelöscht, betont der Journalist und Preuss-Spezialist [[Lutz Maurer]]. Schließlich hatte der Antisemitismus auch auf die Alpenvereine übergegriffen. Zudem galten Preuss-Zitate wie "Wenn man an steilen Wänden mit absoluter Sicherheit nur turnen will, etwa an dreifachen Seilen oder aber einem aufgespannten Sprungtuch, dann soll man doch lieber zu Hause bleiben und seine Geschicklichkeit im Turnverein erproben." als Provokation, da sie nicht dem Zeitgeist entsprachen. Jenen 2 700 Meter hohen Berg in den italienischen Dolomiten, den Preuss einst auf abenteuerliche Weise erstmals bezwungen hatte und danach "Kleinste | Aufgrund der Routenwahl wird Preuss auch immer wieder als "Meister der alpinen Eleganz" und "Meister der Reduktion" genannt. Dass der beste Kletterer seiner Zeit in Vergessenheit geriet, hat politische Gründe. Paul Preuss war Jude und spätestens in den [[1930er]]-Jahren wurde das Andenken an ihn fast zur Gänze gelöscht, betont der Journalist und Preuss-Spezialist [[Lutz Maurer]]. Schließlich hatte der Antisemitismus auch auf die Alpenvereine übergegriffen. Zudem galten Preuss-Zitate wie "Wenn man an steilen Wänden mit absoluter Sicherheit nur turnen will, etwa an dreifachen Seilen oder aber einem aufgespannten Sprungtuch, dann soll man doch lieber zu Hause bleiben und seine Geschicklichkeit im Turnverein erproben." als Provokation, da sie nicht dem Zeitgeist entsprachen. Jenen 2 700 Meter hohen Berg in den italienischen Dolomiten, den Preuss einst auf abenteuerliche Weise erstmals bezwungen hatte und danach "Kleinste Zinne" nannte, wurde später von italienischen Alpinisten in "Torre Preuss" umbenannt. Eine schöne Würdigung für einen fast schon vergessenen Helden. Lutz Maurer: "Preuss ging gern Skitouren, fuhr Skirennen, leitete Skikurse und plante Handbücher über Bergsteigen und Skibergsteigen zu schreiben." | ||
Paul Preuss war noch im Jahr seines Todes der Erstbezwinger der Ostkante des Gosauer Däumlings zusammen mit G. v. Saar. | Paul Preuss war noch im Jahr seines Todes der Erstbezwinger der Ostkante des Gosauer Däumlings zusammen mit G. v. Saar. | ||