Jacob Wichner: Unterschied zwischen den Versionen
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Wenig freundlich und ziemlich kurz wurde.ich anfangs von dem Archivar und Bibliothekar Pater Jakob Wichner empfangen, als ich ihn | Wenig freundlich und ziemlich kurz wurde.ich anfangs von dem Archivar und Bibliothekar Pater Jakob Wichner empfangen, als ich ihn | ||
in seiner Werkstätte aufsuchte, wo ich an der Wand einen Band der gesammelten Urkunden sah, die noch der Bearbeitung und Ordnung harrten. Ich konnte es ihm nicht verdenken; kommen ja doch täglich so viele Unberufene, denen es nur darum zu tun ist, eine Urkunde aus dem Mittelalter sich zeigen. zu lassen oder den berühmten Bibliotheksaal zu besichtigen. Doch bald erheiterte sich sein Angesicht; der ernste, schweigsame Mann, der jahrein, jahraus hier waltet und schafft wie ein Bergmann in seiner Grube und von der Welt nichts kennt wie seine Kodizes und Bücher, ward wider Gewohnheit gesprächig, seine Augen glänzten unter den buschigen Brauen, seine ausdrucksvollen Züge wurden belebt und es war eine Lust, ihm zuzuhören, als er erzählte, wie es ihm gelang, nach dem Brande das Archiv wieder herzustellen." Ja, das muß eine Riesenarbeit gewesen sein, das reichhaltige Hauptarchiv hatte sich zur Zell der Brandkatastrophe (25. April 1865) in einem gewölbten Lokale des Erdgeschosses befunden, mit einer eisernen Türe verschlossen; man hatte es für feuerfest gehalten, jedoch sich getäuscht. Nur jene Urkunden wurden gerettet, welche in der Prälatur unter gebracht waren, aber auch von diesen kam bei der hastigen Übertragung vieles in Unordnung und der für sie neugeschaffene Raum mußte anfangs auch als Kräutermagazin für die Stiftsapotheke dienen. Hieraus mag man ermessen, welches Chaos Pater Jakob zu bewältigen hatte. Seiner Sachkenntnis und rastlosen Tättgkeit ist es zu danken, daß Admont auch nach dem Brande wieder ein Archiv besitzt, welches durch seinen inneren Gehalt und äußeren Umfang manches ähnliche Institut über trifft. Mit Recht konnte daher Pater Jakob am Schlüsse seines Berichtes über das Admonter Sttftsarchiv in seinein gegenwärtigen Zustande sagen: "Wenn wir im Jahre 1865 auf den Ruinen der Abtei in die Klage ausbrcchen mußten: "Fuimus….kni Ilium ct ingens | in seiner Werkstätte aufsuchte, wo ich an der Wand einen Band der gesammelten Urkunden sah, die noch der Bearbeitung und Ordnung harrten. Ich konnte es ihm nicht verdenken; kommen ja doch täglich so viele Unberufene, denen es nur darum zu tun ist, eine Urkunde aus dem Mittelalter sich zeigen. zu lassen oder den berühmten Bibliotheksaal zu besichtigen. Doch bald erheiterte sich sein Angesicht; der ernste, schweigsame Mann, der jahrein, jahraus hier waltet und schafft wie ein Bergmann in seiner Grube und von der Welt nichts kennt wie seine Kodizes und Bücher, ward wider Gewohnheit gesprächig, seine Augen glänzten unter den buschigen Brauen, seine ausdrucksvollen Züge wurden belebt und es war eine Lust, ihm zuzuhören, als er erzählte, wie es ihm gelang, nach dem Brande das Archiv wieder herzustellen." Ja, das muß eine Riesenarbeit gewesen sein, das reichhaltige Hauptarchiv hatte sich zur Zell der Brandkatastrophe (25. April 1865) in einem gewölbten Lokale des Erdgeschosses befunden, mit einer eisernen Türe verschlossen; man hatte es für feuerfest gehalten, jedoch sich getäuscht. Nur jene Urkunden wurden gerettet, welche in der Prälatur unter gebracht waren, aber auch von diesen kam bei der hastigen Übertragung vieles in Unordnung und der für sie neugeschaffene Raum mußte anfangs auch als Kräutermagazin für die Stiftsapotheke dienen. Hieraus mag man ermessen, welches Chaos Pater Jakob zu bewältigen hatte. Seiner Sachkenntnis und rastlosen Tättgkeit ist es zu danken, daß Admont auch nach dem Brande wieder ein Archiv besitzt, welches durch seinen inneren Gehalt und äußeren Umfang manches ähnliche Institut über trifft. Mit Recht konnte daher Pater Jakob am Schlüsse seines Berichtes über das Admonter Sttftsarchiv in seinein gegenwärtigen Zustande sagen: "Wenn wir im Jahre 1865 auf den Ruinen der Abtei in die Klage ausbrcchen mußten: "Fuimus….kni Ilium ct ingens gloria", so kann jetzt nun mit stolzem auf die Pforten des Admonter Archives die Wappendevise des fürstlichen Hauses Hohenlohe geschrieben werden: "Es flammis orior" | ||
Am Mittwoch den 21.Oktober 1903 um halb 12 Uhr Mittags erlag Jacob Wichner einem schmerzlichen, mit großer Geduld ertragenen Leiden (einer bösartige Neubildung). | Am Mittwoch den 21.Oktober 1903 um halb 12 Uhr Mittags erlag Jacob Wichner einem schmerzlichen, mit großer Geduld ertragenen Leiden (einer bösartige Neubildung). | ||
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== Werke == | == Werke == | ||
Seine Bücher erschienen in der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s. Er stellte unter anderem umfangreiche Aufzeichnungen über die stiftischen Bergbaubetriebe und damit auch über den [[Kupferbergbau in der Teichen]] zusammen. [[1891]] erschien seine Arbeit über das "[[Kloster Admont und seine Beziehungen zum Bergbau und zum Hüttenbetrieb]] | Seine Bücher erschienen in der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s. Er stellte unter anderem umfangreiche Aufzeichnungen über die stiftischen Bergbaubetriebe und damit auch über den [[Kupferbergbau in der Teichen]] zusammen. [[1891]] erschien seine Arbeit über das "[[Kloster Admont und seine Beziehungen zum Bergbau und zum Hüttenbetrieb]]". Wichner stellt seiner Einleitung den alten Bergmannspruch voran: | ||
:"''Das Bergwerk will haben Verstand'' | :"''Das Bergwerk will haben Verstand'' | ||
:''und eine treue Hand.'' | :''und eine treue Hand.'' | ||
:''Wer das Bergwerk will bauen,'' | :''Wer das Bergwerk will bauen,'' | ||
:''muss Gott und dem Glück vertrauen. | :''muss Gott und dem Glück vertrauen."'' | ||
===Auszug der Werke Wichners=== | ===Auszug der Werke Wichners=== | ||