Karl Eisler: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Karl Eisler''' (* [[21. Jänner]] [[1888]] in [[Liezen]];† [[19. Dezember]] [[1945]] in [[Schladming]]) war [[Fotograf]] und wurde ein [[Shoah Opfer|Opfer]] des [[Nationalsozialismus]]. | [[Datei:Karl eisler.jpg|mini|Karl Eisler, ca. 1925.]] | ||
[[Datei:Karl Eisler.jpg|thumb|Links um 1925, rechts um 1945.]] | |||
'''Karl Eisler''' (* [[21. Jänner]] [[1888]] in [[Liezen]]; † [[19. Dezember]] [[1945]] in [[Schladming]]) war [[Fotograf]] und wurde ein [[Shoah Opfer|Opfer]] des [[Nationalsozialismus]]. | |||
==Leben== | ==Leben== | ||
Karl Eisler wurde als eines von zehn Kindern des Emanuel und Maria Eisler geboren. Seine Brüder waren unter anderen Sigmund und Adolf, beide Opfer des [[Nationalsozialismus]]. Er besuchte ab dem [[1. Oktober]] [[1893]] die vierklassige gemischte Volksschule in [[Liezen]]. Karl konvertierte zum katholischen Glauben und wurde am [[21. August]] [[1920]] in Liezen in der katholischen Kirche getauft. | |||
Karl Eisler wurde als eines von zehn Kindern des Emanuel und Maria Eisler geboren. Seine Brüder waren unter anderen Sigmund und Adolf, beide Opfer des [[Nationalsozialismus]]. | |||
Am [[10. Dezember]] [[1923]] heiratete er die röm.-kath. Maria/Marie, | Am [[10. Dezember]] [[1923]] heiratete er die röm.-kath. Maria/Marie, geborene Koller (* [[27. Jänner]] [[1890]] in St. Peter am Ottersbach, Südoststeiermark) in [[Schladming]]. Das Ehepaar hatte zwei Kinder, Maria (* [[8. Dezember]] [[1921]] in der Stadt Salzburg) und Karl junior (* [[1. März]] [[1924]] in Schladming). Beide Kinder wurden katholisch getauft. | ||
Die Familie lebte in | Die Familie lebte in Schladming. Karl Eisler führte ein eigenes Fotogeschäft und Fotostudio am [[Hauptplatz (Schladming)|Hauptplatz]] 17. Ab [[1929]] lebte er mit seiner Familie in dem von ihnen von [[Johann Angerer]] erworbenen Wohnhaus [[Dachsteingasse (Schladming)|Dachsteingasse]] 100. | ||
Durch seine Heirat mit der als Arierin geltenden Maria | Durch seine Heirat mit der als Arierin geltenden Maria Koller lebte Karl Eisler während der NS-Zeit in "privilegierter Mischehe". (1) | ||
[[1938]] musste die Familie unter dem Druck der politischen Verhältnisse | [[1938]] musste die Familie unter dem Druck der politischen Verhältnisse Schladming verlassen. Das Haus der Familie wurde arisiert durch den Gemüsehändler Erich Knaus. Die Familie versuchte in Folge durch verschiedene Wohnungswechsel in Wien unterzutauchen. Karl Eisler und sein Sohn konnten zweimal einer Verhaftung entgehen, wurden aber zwangsweise als Arbeiter im Straßenbau eingesetzt. Die Gesundheit von Karl Eisler litt dadurch enorm. | ||
Nach dem Krieg erwirkte Karl Eisler in einem Restitutionsverfahren, dass Knaus einem Vergleich für das arisierte Haus (Dachsteingasse 100) zustimmte. (3) | Nach dem Krieg erwirkte Karl Eisler in einem Restitutionsverfahren, dass Knaus einem Vergleich für das arisierte Haus (Dachsteingasse 100) zustimmte. (3) | ||
Am [[19. Dezember]] [[1945]] verstarb Karl Eisler überraschend bei einem Aufenthalt in Schladming und wurde auf dem [[Katholischer Friedhof Schladming|katholischen Friedhof]] beerdigt. Die Familie erfuhr von seinem Tod erst nach dem Begräbnis. (2) | |||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
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* [https://www.doew.at Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes] | * [https://www.doew.at Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes] | ||
* 1) Heribert Thaller, Schladming, Mitteilung | * 1) Heribert Thaller, Schladming, Mitteilung | ||
* 2) Edith Kohlross, | * 2) Edith Kohlross, geborene Eisler, Enkelin Karl Eisler | ||
* 3) Nationalfonds | * 3) Nationalfonds | ||
* Fotos: Das steirische Ennstal von | * Fotos: Das steirische Ennstal von 1918–1938, Dissertation, Zölß | ||
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