Friedrich Simony: Unterschied zwischen den Versionen

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[[1843]] erreichte er nach zweitägigem Aufstieg mit zwei Begleitern den Gipfel des [[Hoher Dachstein|Dachsteins]] ([[15. September|15.]] bis [[17. September]]). Er verbrachte die Nacht auf dem Gipfel, bevor er wieder abstieg.  
[[1843]] erreichte er nach zweitägigem Aufstieg mit zwei Begleitern den Gipfel des [[Hoher Dachstein|Dachsteins]] ([[15. September|15.]] bis [[17. September]]). Er verbrachte die Nacht auf dem Gipfel, bevor er wieder abstieg.  


Es folgten zwei Winteraufenthalte mit weiteren Besteigungen des Hohen Dachsteins. Im Winter [[1846]]–[[1847]] war er längere Zeit im Dachsteinggebirge und bestieg dabei insgesamt vier Mal den Gipfel des Hohen Dachsteins. Bei seinem zweiten Winteraufenthalt prägte er den Begriff „[[Dachsteinkalk]]“, der in die geologische Literatur einging. Die Besteigungen des Hohen Dachsteins waren am [[14. Jänner|14.]], [[29. Jänner]], [[4. Februar|4.]] und [[6. Februar]] 1847.
Es folgten zwei Winteraufenthalte mit weiteren Besteigungen des Hohen Dachsteins. Im Winter [[1846]]–[[1847]] war er längere Zeit im Dachsteinggebirge und bestieg dabei insgesamt vier Mal den Gipfel des Hohen Dachsteins. Bei seinem zweiten Winteraufenthalt prägte er den Begriff "[[Dachsteinkalk]]“, der in die geologische Literatur einging. Die Besteigungen des Hohen Dachsteins waren am [[14. Jänner|14.]], [[29. Jänner]], [[4. Februar|4.]] und [[6. Februar]] 1847.


Diese Feldforschungen führte er bis [[1890]] durch und bestieg, damals 77-jährig, zum letzten Mal den Dachsteingipfel. Die Krönung seiner Arbeit war schließlich sein Buch „Das Dachsteingebiet“, das [[1895]] erschien. Simony dokumentierte den [[Schladminger Gletscher]], der als [[Kar]]-Karstgletscher bezeichnet wird, mehrfach − sowohl mit Bleistiftskizzen als auch mit Aquarellen und Fotografien.
Diese Feldforschungen führte er bis [[1890]] durch und bestieg, damals 77-jährig, zum letzten Mal den Dachsteingipfel. Die Krönung seiner Arbeit war schließlich sein Buch "Das Dachsteingebiet“, das [[1895]] erschien. Simony dokumentierte den [[Schladminger Gletscher]], der als [[Kar]]-Karstgletscher bezeichnet wird, mehrfach − sowohl mit Bleistiftskizzen als auch mit Aquarellen und Fotografien.


Sein Aufzeichnungssystem umfasste Skizzen, Fotografien und Messpunkte im Fels. Damit untersuchte er das Karlseisfeld (Hallstätter Gletscher) immer wieder. Unterhalb dieser Gletscherzunge befand sich sein erster Unterstand, aus dem später die [[Simonyhütte]] wurde. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten, die unter anderem auch Messungen enthielten, fertigte Simony vor allem aber auch durch unzählige Graphiken und Fotos an. Diese dokumentieren die Zeit des letzten Gletscherhöchststandes im Zeitraum zwischen [[1850]] und [[1880]]. [[1875]] nahm Simony erstmals einen Fotografen, [[Alois Elsenwenger]], mit auf den Dachstein. Simony war damals bereits über 60 Jahre alt. Erstmals [[1877]] veröffentlichte er dann seine Lichtbilder. Aus der Quelle geht nicht klar hervor, ob Simony vor 1875 schon selbst fotografiert hatte oder ob die ersten Bilder erst 1875 entstanden.
Sein Aufzeichnungssystem umfasste Skizzen, Fotografien und Messpunkte im Fels. Damit untersuchte er das Karlseisfeld (Hallstätter Gletscher) immer wieder. Unterhalb dieser Gletscherzunge befand sich sein erster Unterstand, aus dem später die [[Simonyhütte]] wurde. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten, die unter anderem auch Messungen enthielten, fertigte Simony vor allem aber auch durch unzählige Graphiken und Fotos an. Diese dokumentieren die Zeit des letzten Gletscherhöchststandes im Zeitraum zwischen [[1850]] und [[1880]]. [[1875]] nahm Simony erstmals einen Fotografen, [[Alois Elsenwenger]], mit auf den Dachstein. Simony war damals bereits über 60 Jahre alt. Erstmals [[1877]] veröffentlichte er dann seine Lichtbilder. Aus der Quelle geht nicht klar hervor, ob Simony vor 1875 schon selbst fotografiert hatte oder ob die ersten Bilder erst 1875 entstanden.
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In Österreich: Simonyhütte, Simonyhöhle, Simonywarte, [[Simonyscharte]], ein Simony-Gedenkstein in [[swiki:Hallstatt]], Simonystraßen in Wien, Linz und in anderen Gemeinden Österreichs, in der [[swiki:Venedigergruppe]] der [[swiki:Hohen Tauern|swiki:Hohen Tauern]] gibt es zwei Simonyspitzen, eine Simonyschneide und ein Simonykees (kees = Gletscher);
In Österreich: Simonyhütte, Simonyhöhle, Simonywarte, [[Simonyscharte]], ein Simony-Gedenkstein in [[swiki:Hallstatt]], Simonystraßen in Wien, Linz und in anderen Gemeinden Österreichs, in der [[swiki:Venedigergruppe]] der [[swiki:Hohen Tauern|swiki:Hohen Tauern]] gibt es zwei Simonyspitzen, eine Simonyschneide und ein Simonykees (kees = Gletscher);


Das „Hotel Simony“ eine Bezeichnung für eine winzige Unterstandshöhle im Wildkar nördlich der heutigen Simonyhütte. [[1843]] hatte Simony selbst diesen Rastplatz errichtet, der dann von den Dachsteinpionieren seiner Zeit scherzhaft „Hotel“ betitelt wurde.
Das "Hotel Simony“ eine Bezeichnung für eine winzige Unterstandshöhle im Wildkar nördlich der heutigen Simonyhütte. [[1843]] hatte Simony selbst diesen Rastplatz errichtet, der dann von den Dachsteinpionieren seiner Zeit scherzhaft "Hotel“ betitelt wurde.


Der Simonygletscher im nördlichen Polarmeer auf dem Franz-Josef-Land wurde nach dem Forscher benannt. „Simonyit“ ist ein seltenes Begleitmineral des Steinsalzes (Natrium-Magnesium-Sulfat), das ebenfalls nach ihm benannt wurde.
Der Simonygletscher im nördlichen Polarmeer auf dem Franz-Josef-Land wurde nach dem Forscher benannt. "Simonyit“ ist ein seltenes Begleitmineral des Steinsalzes (Natrium-Magnesium-Sulfat), das ebenfalls nach ihm benannt wurde.


Am [[3. September]] [[1887]] brachten Hallstätter Bergführer eine [[Gedenktafel Friedrich Simony]] auf dem Gipfel des Hohen Dachsteins an.
Am [[3. September]] [[1887]] brachten Hallstätter Bergführer eine [[Gedenktafel Friedrich Simony]] auf dem Gipfel des Hohen Dachsteins an.
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{{Commonscat|Friedrich Simony}}
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== Literatur ==
== Literatur ==
* Friedrich Simony: „Das Dachsteingebiet. Ein geographisches Charakterbild aus den österreichischen Nordalpen. Nach eigenen photographischen und Freihandaufnahmen illustriert und beschrieben“, Wien, 1895, im Internet abrufbar unter [https://austria-forum.org/web-books/dasdachsteingebiet00de1895iicm/ev0001 austria-forum.org/web-books]
* Friedrich Simony: "Das Dachsteingebiet. Ein geographisches Charakterbild aus den österreichischen Nordalpen. Nach eigenen photographischen und Freihandaufnahmen illustriert und beschrieben“, Wien, 1895, im Internet abrufbar unter [https://austria-forum.org/web-books/dasdachsteingebiet00de1895iicm/ev0001 austria-forum.org/web-books]
* „[[Ansichten vom Ewigen Eis]], die Geschichte der Dachsteingletscher in Bildern und Texten“, mit zahlreichen Zeichnungen und Bildern von Friedrich Simony
* "[[Ansichten vom Ewigen Eis]], die Geschichte der Dachsteingletscher in Bildern und Texten“, mit zahlreichen Zeichnungen und Bildern von Friedrich Simony
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==Quellen==
==Quellen==
* [https://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=BR0102_A.pdf opac.geologie.ac.at], pdf, "Die frühen Jahre des Dachsteinpioniers"
* [https://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=BR0102_A.pdf opac.geologie.ac.at], pdf, "Die frühen Jahre des Dachsteinpioniers"
* Kristian Sotriffer: „Das [[Salzkammergut]]“, mit Beiträgen von Franz Carl Lipp und Karl Lukan, erschienen 1969 im Oberösterreichischen Landesverlag
* Kristian Sotriffer: "Das [[Salzkammergut]]“, mit Beiträgen von Franz Carl Lipp und Karl Lukan, erschienen 1969 im Oberösterreichischen Landesverlag
* „Die Weite des Eises, Arktis und Alpen von 1860 bis heute“, Hrsg. Monika Faber, Albertina, Wien, 2008, ISBN 978-3-7757-2252-0
* "Die Weite des Eises, Arktis und Alpen von 1860 bis heute“, Hrsg. Monika Faber, Albertina, Wien, 2008, ISBN 978-3-7757-2252-0
* [https://www.zobodat.at/pdf/STAPFIA_0043_0009-0041.pdf www.landesmuseum.at Ein Leben für den Dachstein von Prof. Rudolf Lehr]
* [https://www.zobodat.at/pdf/STAPFIA_0043_0009-0041.pdf www.landesmuseum.at Ein Leben für den Dachstein von Prof. Rudolf Lehr]
* Stammbaum der Familie [[Benutzer:Peter Krackowizer]]
* Stammbaum der Familie [[Benutzer:Peter Krackowizer]]