Johann Gothardt Walcher: Unterschied zwischen den Versionen

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Der über die Grenzen des Schladminger Berg- und Hüttenrevieres hinaus bekannte und als Gutachter und Berater gefragter Montanist Johann Gothardt Walcher wurde als Sohn des Hammerschreibers Johann Georg Walcher geboren.  
Der über die Grenzen des Schladminger Berg- und Hüttenrevieres hinaus bekannte und als Gutachter und Berater gefragter Montanist Johann Gothardt Walcher wurde als Sohn des Hammerschreibers Johann Georg Walcher geboren.  


Zu Beginn [[1765]] heiratete er Maria Rosalia Trachsler, die Tochter eines Schladminger Gastwirtes. Gemeinsam hatten sie elf Kinder. Im Trauregister wird Walcher als „''Nobilis Doctissimus Juvenus''“ und „''Verweser der Stissischen Knappschaft''“ (wohl heyßischen Knappschaft, Anm. d. Verfassers [[Alfred Weiß]]) bezeichnet. Er kaufte noch im selben Jahre das Haus Markt 34 (heute heute [[Martin-Luther-Straße (Schladming)|Martin-Luther-Straße]] 32) in Schladming von seinem Schwiegervater.
Zu Beginn [[1765]] heiratete er Maria Rosalia Trachsler, die Tochter eines Schladminger Gastwirtes. Gemeinsam hatten sie elf Kinder. Im Trauregister wird Walcher als "''Nobilis Doctissimus Juvenus''“ und "''Verweser der Stissischen Knappschaft''“ (wohl heyßischen Knappschaft, Anm. d. Verfassers [[Alfred Weiß]]) bezeichnet. Er kaufte noch im selben Jahre das Haus Markt 34 (heute heute [[Martin-Luther-Straße (Schladming)|Martin-Luther-Straße]] 32) in Schladming von seinem Schwiegervater.


1765 und [[1766]] war er [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#Verweser|Verweser]] des Kiesbergbaues am „Schuhbichl“ in [[Pichl (Schladming)|Pichl]] an der [[Enns]] sowie der Bleierzbergbaue und einer Hütte des Judenburger Kreishauptmannes Johann Joseph Heyß. Er besaß einen eigenen Kobalterzbergbau „Rosaliastollen im Neualpner Boden“. Daneben betreute er noch den k.k. Silber- und Kobaltbergbau. 1766 wurde über das Vermögen von Heyß der Konkurs verhängt und damit verlor Walcher seine Stellung.
1765 und [[1766]] war er [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#Verweser|Verweser]] des Kiesbergbaues am "Schuhbichl“ in [[Pichl (Schladming)|Pichl]] an der [[Enns]] sowie der Bleierzbergbaue und einer Hütte des Judenburger Kreishauptmannes Johann Joseph Heyß. Er besaß einen eigenen Kobalterzbergbau "Rosaliastollen im Neualpner Boden“. Daneben betreute er noch den k.k. Silber- und Kobaltbergbau. 1766 wurde über das Vermögen von Heyß der Konkurs verhängt und damit verlor Walcher seine Stellung.
   
   
[[1770]] wurde von der Hofkammer in Münz- und Bergwesen der damalige Leiter der Messingfabrik in Annaberg, Anton Hutterer, zum Verwalter des k.k. Bergamtes und der
[[1770]] wurde von der Hofkammer in Münz- und Bergwesen der damalige Leiter der Messingfabrik in Annaberg, Anton Hutterer, zum Verwalter des k.k. Bergamtes und der
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an seiner privaten Kutsche nur teilweise vergütet, das Trinkgeld für eine Postillon von den Beamten der Hofkammer in Münz- und Bergwesen als unnötig gestrichen.
an seiner privaten Kutsche nur teilweise vergütet, das Trinkgeld für eine Postillon von den Beamten der Hofkammer in Münz- und Bergwesen als unnötig gestrichen.
   
   
Für seine Verdienste um die „Hervorbringung des Torf- und Steinkohlenbaues“ verlieh ihm [[1797]]  die Hofkammer eine goldene Medaille im Wert von 24 Dukaten. Bei diesen Verdiensten handelte es sich vor allem um den Einsatz von Torf und Braunkohle in der Schladminger Schmelzhütte.
Für seine Verdienste um die "Hervorbringung des Torf- und Steinkohlenbaues“ verlieh ihm [[1797]]  die Hofkammer eine goldene Medaille im Wert von 24 Dukaten. Bei diesen Verdiensten handelte es sich vor allem um den Einsatz von Torf und Braunkohle in der Schladminger Schmelzhütte.


Am 27. Mai 1802 verstarb Walcher in seinem Haus in Schladming an Wassersucht. Seine Witwe erhielt eine jährliche Pension von 200 fl und für die Erziehung von drei
Am 27. Mai 1802 verstarb Walcher in seinem Haus in Schladming an Wassersucht. Seine Witwe erhielt eine jährliche Pension von 200 fl und für die Erziehung von drei