Filialkirche Sankt Johannes: Unterschied zwischen den Versionen

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== Geschichte ==
== Geschichte ==
Das Gemeindegebiet von Ardning gehörte ursprünglich und bereits vor der Gründung des Stiftes Admont ([[1074]]) zur großen Mutterpfarre St. Amandus in Admont. Wegen der von Admont weit entfernten Lage der Siedlung in Ardning erschien es wünschenswert, eine eigene Kirche im Ort zu haben, sodass die Bewohner von Ardning nicht zum Gottesdienstbesuch und zum Empfang der Sakramente nach Admont gehen mussten. Wann allerdings in Ardning der erste Kirchenbau entstand, ist nicht bekannt. Doch muss im späten [[13. Jahrhundert]] schon ein Gotteshaus bestanden haben, weil in einem Urbar des Stiftes Admont aus der Zeit um [[1280]] auch eine „Mesnerkeusche“ genannt wird.  
Das Gemeindegebiet von Ardning gehörte ursprünglich und bereits vor der Gründung des Stiftes Admont ([[1074]]) zur großen Mutterpfarre St. Amandus in Admont. Wegen der von Admont weit entfernten Lage der Siedlung in Ardning erschien es wünschenswert, eine eigene Kirche im Ort zu haben, sodass die Bewohner von Ardning nicht zum Gottesdienstbesuch und zum Empfang der Sakramente nach Admont gehen mussten. Wann allerdings in Ardning der erste Kirchenbau entstand, ist nicht bekannt. Doch muss im späten [[13. Jahrhundert]] schon ein Gotteshaus bestanden haben, weil in einem Urbar des Stiftes Admont aus der Zeit um [[1280]] auch eine "Mesnerkeusche“ genannt wird.  


Nicht ganz zufällig ist wohl auch das [[Patrozinium]] gewählt worden: Johannes dem Täufer hat man häufig solche Kirchen geweiht, die ursprünglich nicht den Sitz einer eigenen Pfarre bildeten, sondern zunächst nur mit dem Taufrecht und meistens auch mit dem Begräbnisrecht versehen waren. In Ardning dürfte beides von Anfang an bestanden haben, denn der Friedhof, der die Kirche umgibt, ist wohl schon sehr früh angelegt worden.  
Nicht ganz zufällig ist wohl auch das [[Patrozinium]] gewählt worden: Johannes dem Täufer hat man häufig solche Kirchen geweiht, die ursprünglich nicht den Sitz einer eigenen Pfarre bildeten, sondern zunächst nur mit dem Taufrecht und meistens auch mit dem Begräbnisrecht versehen waren. In Ardning dürfte beides von Anfang an bestanden haben, denn der Friedhof, der die Kirche umgibt, ist wohl schon sehr früh angelegt worden.  
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Nach alter Überlieferung hatte [[Äbte von Admont|Abt]] [[Georg Lueger]] von Admont das Gotteshaus um [[1410]] im [[gotik|gotischen]] Stil neu errichten lassen, und aus dieser Zeit könnte zumindest noch ein kleiner Teil des Mauerwerks von Presbyterium und Langhaus stammen. Um ebendiese Zeit entstand auf dem nahegelegenen [[Kulm (Ardning)|Kulm]] die bald zu großer Bedeutung gelangte Marienwallfahrt, wo die Seelsorge zunächst ebenfalls direkt vom Stift Admont ausgeübt wurde, bis um die Mitte des [[16. Jahrhundert]]s die selbstständige Pfarre Frauenberg entstand. Ardning mit seiner Johanneskirche wurde nun dieser neuen Pfarre unterstellt. Aus der Zeit um [[1590]] ist bekannt, dass der Pfarrer von Frauenberg oder sein Kaplan an sieben Tagen im Jahr nach Ardning kam, um hier Gottesdienst zu feiern.
Nach alter Überlieferung hatte [[Äbte von Admont|Abt]] [[Georg Lueger]] von Admont das Gotteshaus um [[1410]] im [[gotik|gotischen]] Stil neu errichten lassen, und aus dieser Zeit könnte zumindest noch ein kleiner Teil des Mauerwerks von Presbyterium und Langhaus stammen. Um ebendiese Zeit entstand auf dem nahegelegenen [[Kulm (Ardning)|Kulm]] die bald zu großer Bedeutung gelangte Marienwallfahrt, wo die Seelsorge zunächst ebenfalls direkt vom Stift Admont ausgeübt wurde, bis um die Mitte des [[16. Jahrhundert]]s die selbstständige Pfarre Frauenberg entstand. Ardning mit seiner Johanneskirche wurde nun dieser neuen Pfarre unterstellt. Aus der Zeit um [[1590]] ist bekannt, dass der Pfarrer von Frauenberg oder sein Kaplan an sieben Tagen im Jahr nach Ardning kam, um hier Gottesdienst zu feiern.


Im [[17. Jahrhundert]] ließ der Admonter Abt [[Raimund Freiherr von Rehlingen]] die Ardninger Kirche durchgreifend im Stil des Früh[[barock]] erneuern. Am [[16. August]] [[1666]] nahm er die Neuweihe des Gotteshauses vor. Im Zuge der von Kaiser Joseph II. betriebenen Neuregelung und Verdichtung des Pfarrnetzes war auch an der Johannes-Kirche die Schaffung einer sogenannten „Lokalkuratie“ vorgesehen, die mit einem Admonter [[Benediktiner]] zu besetzen war. Der Seelsorgesprengel wurde zur Gänze dem Pfarrgebiet von Frauenberg entnommen, und im Herbst [[1786]] trat P. Nonnosus Streubl OSB als erster „Lokalkurat“ von Ardning seinen Dienst an, nachdem das alte Mesnerhaus zum Pfarrhof umgestaltet worden war.
Im [[17. Jahrhundert]] ließ der Admonter Abt [[Raimund Freiherr von Rehlingen]] die Ardninger Kirche durchgreifend im Stil des Früh[[barock]] erneuern. Am [[16. August]] [[1666]] nahm er die Neuweihe des Gotteshauses vor. Im Zuge der von Kaiser Joseph II. betriebenen Neuregelung und Verdichtung des Pfarrnetzes war auch an der Johannes-Kirche die Schaffung einer sogenannten "Lokalkuratie“ vorgesehen, die mit einem Admonter [[Benediktiner]] zu besetzen war. Der Seelsorgesprengel wurde zur Gänze dem Pfarrgebiet von Frauenberg entnommen, und im Herbst [[1786]] trat P. Nonnosus Streubl OSB als erster "Lokalkurat“ von Ardning seinen Dienst an, nachdem das alte Mesnerhaus zum Pfarrhof umgestaltet worden war.


[[1878]] wurde diese selbstständige Lokalkuratie Ardning aufgehoben und der Seelsorgesprengel wieder der Mutterpfarre Frauenberg angegliedert, die Johannes-Kirche wurde wieder eine Filialkirche der Pfarre- und Wallfahrtskirche Frauenberg an der Enns.
[[1878]] wurde diese selbstständige Lokalkuratie Ardning aufgehoben und der Seelsorgesprengel wieder der Mutterpfarre Frauenberg angegliedert, die Johannes-Kirche wurde wieder eine Filialkirche der Pfarre- und Wallfahrtskirche Frauenberg an der Enns.
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=== Glocken ===
=== Glocken ===
Im Dachreiter der Filialkirche Ardning hängt ein klangvolles, dreistimmiges Geläut.
Im Dachreiter der Filialkirche Ardning hängt ein klangvolles, dreistimmiges Geläut.
* Große Glocke: „Johannes der Täufer und Maria“, St. Florian 1952, Ton d’’
* Große Glocke: "Johannes der Täufer und Maria“, St. Florian 1952, Ton d’’
* Michaels-Glocke: „Erzengel Michael“, St. Florian 1948, Ton f’’
* Michaels-Glocke: "Erzengel Michael“, St. Florian 1948, Ton f’’
* Sterbeglocke: „Benedikt und Josef“, Grassmayr 1996, Ton g’’
* Sterbeglocke: "Benedikt und Josef“, Grassmayr 1996, Ton g’’


== Bilder==  
== Bilder==