Jacob Wichner: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Jacob Wichner''' (* [[1825]]; † [[1903]]) war ein [[Benediktiner]] im [[Benediktinerstift Admont]] und ein Chronist.
''' Jacob Wichner''' (*[[22. Juli]] [[1825]] in Graz; †[[21. Oktober]] [[1903]]) war ein [[Benediktiner]] im [[Benediktinerstift Admont]] und Historiker, Archivar und Schriftsteller.
 
== Leben ==
== Leben ==
Leider konnten bisher keinerlei Lebensstationen des Jacob Wichner gefunden werden. Er war von [[1875]] bis [[1903]] [[Stiftsbibliothek Admont#Bibliothekare von Admont|Stiftsbibliothekar]] und [[Stiftsarchiv Admont#Stiftsarchivare von Admont|Stiftsarchiv]].
Er wurde in Graz als Sohn einer Tischlerfamilie geboren. 
Nach Absolvierung seiner humanistischen und philosophischen Studien trat er am [[7. September]] [[1846]] in das Benediktinerstift Admont ein, legte am [[11. Juli]] [[1851]] die feierliche Profeß ab und feierte am [[10. August]] [[1851]] seine erste heilige Messe.
 
Abt [[Benno Kreil]] sandte ihn [[1852]] als Kaplan nach [[St. Michael ob Leoben]], [[St. Lorenzen im Paltental]] [[1854]] . Danach kam er  als Pfarrvikar nach [[ Kleinsölk]] [[1864]] bis [[1866]]. Im  Jahre 1866 kam als Pfarrvikar nach [[Ardning]], wo er seine literarische Tätigkeit mit Abfassung Pfarrchroniken begann.
Von [[1870]] bis [[1903]] [[Stiftsbibliothek Admont#Bibliothekare von Admont|Stiftsbibliothekar]] und [[Stiftsarchiv Admont#Stiftsarchivare von Admont|Stiftsarchiv]]. Archivar ins Stift,-Er hatte auch von [[1871]] bis [[1873]] das Amt eines Kellermeisters inne. Daneben war er auch als Korrespondent der k. k. Zentralkommissiün für Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen-Denkmale in Wien tätig.
 
===Beschreibung der Begegnung mit Jacob Wichner ===
 
von Prälat Dr. Franz Hottinger in seinem Werke: „Aus Welt und Kirche"
 
Wenig freundlich und ziemlich kurz wurde.ich anfangs von dem Archivar und Bibliothekar Pater Jakob Wichner empfangen, als ich ihn
in seiner Werkstätte aufsuchte, wo ich an der Wand einen Band der gesammelten Urkunden sah, die noch der Bearbeitung und Ordnung harrten. Ich konnte es ihm nicht verdenken; kommen ja doch täglich so viele Unberufene, denen es nur darum zu tun ist, eine Urkunde aus dem Mittelalter sich zeigen. zu lassen oder den berühmten Bibliotheksaal zu besichtigen. Doch bald erheiterte sich sein Angesicht; der ernste, schweigsame Mann, der jahrein, jahraus hier waltet und schafft wie ein Bergmann in seiner Grube und von der Welt nichts kennt wie seine Kodizes und Bücher, ward wider Gewohnheit gesprächig, seine Augen glänzten unter den buschigen Brauen, seine ausdrucksvollen Züge wurden belebt und es  war eine Lust, ihm zuzuhören, als er erzählte, wie es ihm gelang, nach dem Brande das Archiv wieder herzustellen." Ja, das muß eine Riesenarbeit gewesen sein, das reichhaltige Hauptarchiv hatte sich zur Zell der Brandkatastrophe (25. April 1865) in einem gewölbten Lokale des Erdgeschosses befunden, mit einer eisernen Türe verschlossen; man hatte es für feuerfest gehalten, jedoch sich getäuscht. Nur jene Urkunden wurden gerettet, welche in der Prälatur unter ­gebracht waren, aber auch von diesen kam bei der hastigen Übertragung vieles in Unordnung und der für sie neugeschaffene Raum mußte anfangs auch als Kräutermagazin für die Stiftsapotheke dienen. Hieraus mag man ermessen, welches Chaos Pater Jakob zu bewältigen hatte. Seiner Sachkenntnis und rastlosen Tättgkeit ist es zu danken, daß Admont auch nach dem Brande wieder ein Archiv besitzt, welches durch seinen inneren Gehalt und äußeren Umfang manches ähnliche Institut über ­trifft. Mit Recht konnte daher Pater Jakob am Schlüsse seines Berichtes über das Admonter Sttftsarchiv in seinein gegenwärtigen Zustande sagen: „Wenn wir im Jahre 1865 auf den Ruinen der Abtei in die Klage ausbrcchen mußten: „Fuimus….kni Ilium ct ingens gloria“, so kann jetzt nun mit stolzem auf die Pforten des Admonter Archives die Wappendevise des fürstlichen Hauses Hohenlohe geschrieben werden: „Es flammis orior“
 
Am Mittwoch den 21.Oktober 1903 um halb 12 Uhr Mittags erlag Jacob Wichner einem schmerzlichen, mit großer Geduld ertragenen Leiden (einer bösartige Neubildung).
 
 
==Ehrungen==
* Ehrendoktor der Theologie an der Universität Würzburg
* Ritter des. königlich sächsischen Albrecht-Ordens
* Ehrenmitglied des Museum „Franzisko-Karolinum" in Linz und des historischen Vereines für Steiermark und Kärnten
* Besitzer der großen goldenen Medaille für Kunst und Wissenschaft
 
 
== Werke ==


Seine Bücher erschienen in der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s. Er stellte unter anderem umfangreiche Aufzeichnungen über die stiftischen  Bergbaubetriebe und damit auch  über den [[Kupferbergbau in der  Teichen]] zusammen. [[1891]] erschien  seine Arbeit über das „[[Kloster Admont und seine Beziehungen zum  Bergbau und zum  Hüttenbetrieb]]“. Wichner stellt seiner Einleitung den alten  Bergmannspruch  voran:
Seine Bücher erschienen in der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s. Er stellte unter anderem umfangreiche Aufzeichnungen über die stiftischen  Bergbaubetriebe und damit auch  über den [[Kupferbergbau in der  Teichen]] zusammen. [[1891]] erschien  seine Arbeit über das „[[Kloster Admont und seine Beziehungen zum  Bergbau und zum  Hüttenbetrieb]]“. Wichner stellt seiner Einleitung den alten  Bergmannspruch  voran:
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:''muss Gott und dem Glück vertrauen.“''
:''muss Gott und dem Glück vertrauen.“''


== Werke ==
===Auszug der Werke Wichners===
Auszug:
 
* [[Geschichte Des Benediktiner-Stiftes Admont]] in vier Bänden, 1874, 1876, 1878 und 1880
* [[Geschichte Des Benediktiner-Stiftes Admont]] in vier Bänden, 1874, 1876, 1878 und 1880
* ''Das ehemalige [[Admonter Frauenkloster|Nonnenkloster O.S.B. zu Admont]]'' (in Steiermark, Oesterreich), in: Maurus Kinter (Hg.): Wissenschaftliche  Studien und Mittheilungen aus dem Benedictiner-Orden mit besonderer  Berücksichtigung der Ordensgeschichte und Statistik. Zur bleibenden  Erinnerung an das Ordens-Jubiläum begründet und herausgegeben von  Mitgliedern, Freunden und Gönnern des Benedictiner-Ordens, 2. Jg, Bd. 1, Würzburg/Wien 1881.<ref>Quelle [http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenkloster_Admont de.wikipedia.org unter dortigen Quellenangaben]</ref>
* ''Das ehemalige [[Admonter Frauenkloster|Nonnenkloster O.S.B. zu Admont]]'' (in Steiermark, Oesterreich), in: Maurus Kinter (Hg.): Wissenschaftliche  Studien und Mittheilungen aus dem Benedictiner-Orden mit besonderer  Berücksichtigung der Ordensgeschichte und Statistik. Zur bleibenden  Erinnerung an das Ordens-Jubiläum begründet und herausgegeben von  Mitgliedern, Freunden und Gönnern des Benedictiner-Ordens, 2. Jg, Bd. 1, Würzburg/Wien 1881.<ref>Quelle [http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenkloster_Admont de.wikipedia.org unter dortigen Quellenangaben]</ref>
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* [http://www.mgh.de/bibliothek/opac/?wa72ci_url=/cgi-bin/mgh/regsrchindex.pl?wert=ed++15250&recnums=198581:298915:304671:304672&index=8&db=opac www.mgh.de/bibliothek/opac Quelle 1]
* [http://www.mgh.de/bibliothek/opac/?wa72ci_url=/cgi-bin/mgh/regsrchindex.pl?wert=ed++15250&recnums=198581:298915:304671:304672&index=8&db=opac www.mgh.de/bibliothek/opac Quelle 1]
* [http://www.mgh.de/bibliothek/opac/?wa72ci_url=/cgi-bin/mgh/regsrchindex.pl?wert=wichner,+jakob&recnums=32065:32431:32837:33103:33791:34773:34990:35952:151163:198581:213363:219156:299461&index=1&db=opac www.mgh.de/bibliothek/opac Quelle 2]
* [http://www.mgh.de/bibliothek/opac/?wa72ci_url=/cgi-bin/mgh/regsrchindex.pl?wert=wichner,+jakob&recnums=32065:32431:32837:33103:33791:34773:34990:35952:151163:198581:213363:219156:299461&index=1&db=opac www.mgh.de/bibliothek/opac Quelle 2]
 
* Nachruf im Grazer Tagblatt vom 24.10. 1903 Seite 2
==== Einzelnachweise ====
==== Einzelnachweise ====
<references/>
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