Kainisch Ödensee Moorkomplex: Unterschied zwischen den Versionen
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Im Zuge des Abschmelzens der [[Würm]]-Eismassen entstand im Bereich von [[Kainisch]] kurzzeitig ein Schmelzwassersee. Dabei lagerten sich schluffige Bändertone ab, die stellenweise entlang der [[Kainisch Traun]] aufgeschlossen sind. Der Schmelzwassersee wurde von der damaligen [[Traun]] durchflossen, doch sie konnte nicht Richtung [[Koppentraun-Tal | Im Zuge des Abschmelzens der [[Würm]]-Eismassen entstand im Bereich von [[Kainisch]] kurzzeitig ein Schmelzwassersee. Dabei lagerten sich schluffige Bändertone ab, die stellenweise entlang der [[Kainisch Traun]] aufgeschlossen sind. Der Schmelzwassersee wurde von der damaligen [[Traun]] durchflossen, doch sie konnte nicht Richtung [[Koppentraun]]-Tal abfließen, da dies noch durch Gletschermassen verstopft war. So verlegte die Traun ihren Flusslauf in Richtung Osten, südlich des Kamps vorbei und durch das [[Salzatal (Hinterberg)|Salzatal]] hindurch bis zur [[Enns]]. | ||
Das Becken des [[Ödensee]]s wurde im Würm beim letzten Gletschervorstoß aus dem östlichen [[Dachsteinplateau]] vor 15 000 Jahren in den gebankten [[Dachsteinkalk]] eingeschürft. Im Zuge dessen entstanden auch die [[Moräne]]n-Wälle, die im Nordosten den See begrenzen und den Bändertonen auflagern. Mit den steigenden Temperaturen siedelten sich nach der Eisschmelze torfbildende Pflanzen, wie etwa Seggen und Braunmoose, darauf an. | Das Becken des [[Ödensee]]s wurde im Würm beim letzten Gletschervorstoß aus dem östlichen [[Dachsteinplateau]] vor 15 000 Jahren in den gebankten [[Dachsteinkalk]] eingeschürft. Im Zuge dessen entstanden auch die [[Moräne]]n-Wälle, die im Nordosten den See begrenzen und den Bändertonen auflagern. Mit den steigenden Temperaturen siedelten sich nach der Eisschmelze torfbildende Pflanzen, wie etwa Seggen und Braunmoose, darauf an. | ||
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Das [[Ausseerland]] und das [[Hinterberg (Salzkammergut)|Hinterbergertal]] boten und bieten gute Bedingungen für die Bildung und den Fortbestand von Mooren. Einerseits waren die Seebecken, ihre Verlandung und die wasserstauenden Bändertone eine gute Basis und andererseits waren und sind die außergewöhnlich hohen Niederschläge von mehr als 1 500 mm wichtig. Grund für das Klima ist die Staulage der vom Atlantik her kommenden, regenbringenden Nordwest- und Westwinde. | Das [[Ausseerland]] und das [[Hinterberg (Salzkammergut)|Hinterbergertal]] boten und bieten gute Bedingungen für die Bildung und den Fortbestand von Mooren. Einerseits waren die Seebecken, ihre Verlandung und die wasserstauenden Bändertone eine gute Basis und andererseits waren und sind die außergewöhnlich hohen Niederschläge von mehr als 1 500 mm wichtig. Grund für das Klima ist die Staulage der vom Atlantik her kommenden, regenbringenden Nordwest- und Westwinde. | ||
Als nach Ende des Würms dann vor ca. 8 000 Jahren schlussendlich das Klima feuchter und wärmer wurde, siedelten sich in den Mooren Torfmoose an und es entstand dieses 28 Hektar große Hochmoor. Durch die Torfwirtschaft blieben östlich und westlich der Ödensee-Traun Resttorfflächen erhalten. Sie sind gut anhand der Latschen-Gruppen im zentralen Bereich erkennbar. Im Randbereich bildeten sich über den abgebauten Flächen Nieder- und Übergangsmoore. Um den ursprünglichen Wasserhaushalt wiederherzustellen, haben die Österreichischen Bundesforste in einem Renaturierungsprojekt die alten Entwässerungsgräben im Moorgebiet westlich der Ödensee-Traun mit Holzpiloten abgedämmt. | Als nach Ende des Würms dann vor ca. 8 000 Jahren schlussendlich das Klima feuchter und wärmer wurde, siedelten sich in den Mooren Torfmoose an und es entstand dieses 28 Hektar große Hochmoor. Durch die Torfwirtschaft blieben östlich und westlich der Ödensee-Traun Resttorfflächen erhalten. Sie sind gut anhand der Latschen-Gruppen im zentralen Bereich erkennbar. Im Randbereich bildeten sich über den abgebauten Flächen Nieder- und Übergangsmoore. Um den ursprünglichen Wasserhaushalt wiederherzustellen, haben die Österreichischen Bundesforste in einem Renaturierungsprojekt die alten Entwässerungsgräben im Moorgebiet westlich der Ödensee-Traun mit Holzpiloten abgedämmt. | ||
== Torfwirtschaft == | == Torfwirtschaft == | ||