Kapuzinerkloster Falkenburg: Unterschied zwischen den Versionen

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== Geschichte ==
== Geschichte ==
Bereits im [[8. Jahrhundert]] stand an selbiger Stelle der ''Hof Pfaffing'', der in der Zeit der bayrischen Frühbesiedelungen entstand. Bis um [[1530]] gehörte dieser Hof (auch als ''Widemhof'' bekannt) der [[Pfarrkirche hl. Petrus und Paulus|Irdninger Kirche]], musste jedoch aufgrund der hohen Türkensteuer<ref>Ehemalige Steuer zur Finanzierung der Türkenkriege und sonstigen Maßnahmen zur Abwehr dieser Gefahr.</ref> an [[Hans Adam Praunfalkh]] des [[Schloss Trautenfels|Schlosses Trautenfels]] (früher ''Neuhaus'' genannt) verkauft werden. In den Jahren [[1612]] bis [[1615]] stellten dessen Nachfahren die Falkenburg fertig. Nach mehreren Besitzerwechsel bekam [[1695]] die Falkenburg [[Sigmund Friderich Freiherrn von Welsersheimb]], dem auch das [[Schloss Gumpenstein]] gehörte. [[1708]] bat ihn seine im Sterben liegende Ehefrau, dass die Falkenburg in ein Kapuzinerkloster umgewandelt werden solle. Nach dem Tod seiner Frau trat er [[1710]] an den [[Kapuzinerorden]] heran und baute das Kloster. Am [[27. April]] 1711 wurden den Kapuzinermönchen der Schlüssel des bis dahin als Herrenhaus fungierten Klosters übergeben. [[1714]] war der Umbau fertiggestellt. Am [[7. Februar]] [[1718]] wurde die [[Klosterkirche hl. Joseph]] eingeweiht.<br />
Bereits im [[8. Jahrhundert]] stand an selbiger Stelle der ''Hof Pfaffing'', der in der Zeit der bayrischen Frühbesiedelungen entstand. Bis um [[1530]] gehörte dieser Hof (auch als ''Widemhof'' bekannt) der [[Katholische Pfarrkirche hl. Petrus und Paulus|Irdninger Kirche]], musste jedoch aufgrund der hohen Türkensteuer<ref>Ehemalige Steuer zur Finanzierung der Türkenkriege und sonstigen Maßnahmen zur Abwehr dieser Gefahr.</ref> an [[Hans Adam Praunfalkh]] des [[Schloss Trautenfels|Schlosses Trautenfels]] (früher ''Neuhaus'' genannt) verkauft werden. In den Jahren [[1612]] bis [[1615]] stellten dessen Nachfahren die Falkenburg fertig. Nach mehreren Besitzerwechseln bekam [[1695]] die Falkenburg [[Sigmund Friderich Freiherrn von Welsersheimb]], dem auch das [[Schloss Gumpenstein]] gehörte. [[1708]] bat ihn seine im Sterben liegende Ehefrau, dass die Falkenburg in ein Kapuzinerkloster umgewandelt werden solle. Nach dem Tod seiner Frau trat er [[1710]] an den [[Kapuzinerorden]] heran und baute das Kloster. Am [[27. April]] 1711 wurden den Kapuzinermönchen der Schlüssel des bis dahin als Herrenhaus fungierten Klosters übergeben. [[1714]] war der Umbau fertiggestellt. Am [[7. Februar]] [[1718]] wurde die [[Klosterkirche hl. Joseph]] eingeweiht.<br />
Wie [[Josef Graf Welsersheimb]], ein Nachkomme der seinerzeitigen Stifterfamilie, anlässlich der 300-Jahr-Feier im Mai [[2011]] schilderte, dürfte es im [[18. Jahrhundert]] gar nicht so einfach gewesen sein, einem Orden ein derartiges Geschenk zu machen. Es waren eine Vielzahl an Genehmigungen notwendig: vom Ordenskapitel über ''Seine Majestät dem Kaiser'', des [[swiki:Salzburger Erzbischof|Salzburger Erzbischof]] bis hin zum [[Äbte von Admont|Abt]] von [[Benediktinerstift Admont|Admont]].<br />
Wie [[Josef Graf Welsersheimb]], ein Nachkomme der seinerzeitigen Stifterfamilie, anlässlich der 300-Jahr-Feier im Mai [[2011]] schilderte, dürfte es im [[18. Jahrhundert]] gar nicht so einfach gewesen sein, einem Orden ein derartiges Geschenk zu machen. Es waren eine Vielzahl an Genehmigungen notwendig: vom Ordenskapitel über ''Seine Majestät dem Kaiser'', des [[swiki:Salzburger Erzbischof|Salzburger Erzbischof]] bis hin zum [[Äbte von Admont|Abt]] von [[Benediktinerstift Admont|Admont]].<br />
Von 1988 bis 1993 wurde das Kloster renoviert und 1998 dann generalsaniert.
Von 1988 bis 1993 wurde das Kloster renoviert und 1998 dann generalsaniert.