Enns: Unterschied zwischen den Versionen

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== Wasserkraft ==
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Im unteren Ennstal errichtete die [[Ennskraftwerke AG]] (''Ennskraft'')  zehn Laufkraftwerke: Schönau, Weyer, Großraming, Losenstein, Ternberg,  Rosenau, Garsten-St. Ulrich, Staning, Mühlrading und St. Pantaleon. Die  Gesamterzeugung dieser zehn Kraftwerke mit Schwellbetrieb betrug 1998  1,8 Milliarden Kilowatt. Hier ist der historischen Wahrheit halber anzumerken, dass wesentliche Teile der Kraftwerke Großraming, Ternberg, Staning und Mühlrading in der NS-Zeit unter zwangsweisem Einsatz einer großen Anzahl von zivilen ausländischen Arbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen errichtet wurden. Wegen der Wasserkraftwerke musste auch die [[Holzflößerei auf der Enns]], bis dahin ein wesentlicher regionaler Wirtschaftszweig, eingestellt werden.
Im unteren Ennstal errichtete die [[Ennskraftwerke AG]] (''Ennskraft'')  zehn Laufkraftwerke: Schönau, Weyer, Großraming, Losenstein, Ternberg,  Rosenau, Garsten-St. Ulrich, Staning, Mühlrading und St. Pantaleon. Die  Gesamterzeugung dieser zehn Kraftwerke mit Schwellbetrieb betrug 1998  1,8 Milliarden Kilowatt. Hier ist der historischen Wahrheit halber anzumerken, dass wesentliche Teile der Kraftwerke Großraming, Ternberg, Staning und Mühlrading in der NS-Zeit unter zwangsweisem Einsatz einer großen Anzahl von zivilen ausländischen Arbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen errichtet wurden. Wegen der Wasserkraftwerke musste auch die [[Holzflößerei auf der Enns]], bis dahin ein wesentlicher regionaler Wirtschaftszweig, eingestellt werden.
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== Siehe auch ==
== Siehe auch ==

Version vom 13. Dezember 2012, 15:22 Uhr

Die Enns bei Aich.
Renaturiertes Teilstück der Enns bei Haus im Ennstal.

Die Enns ist ein rechter Nebenfluss der Donau. Sie entspringt in den Radstädter Tauern im Land Salzburg und mündet bei Mauthausen in Oberösterreich in die Donau.

Allgemeines

Die Enns ist der Hauptfluss der nordwestlichen Steiermark. Er ist ein typischer Wildwasserfluss der nördlichen Ostalpen mit dem fünftgrößten Einzugsgebiet Österreichs (6 080 km²). An der Messstelle Ennsortskai (OÖ) beträgt die mittlere Durchflussmenge 201 m³ pro Sekunde.

Namensherkunft

Der Name kommt vom keltischen "Anisa". Die Enns hat eine Länge von 254 km. Sie ist ein typischer Wildwasserfluss der nördlichen Ostalpen mit dem fünftgrößten Einzugsgebiet Österreichs (6 080 km²).

Verlauf

Die Quelle der Enns befindet sich im Bundesland Salzburg im Pongau in einem Seitental des Flachautals in etwa 2 000 m ü. A. im Bereich der Radstädter Tauern, am Fuße der Ennskraxn. Das Längstal, das die Enns zunächst nach Norden nimmt, ist ein von der Eiszeit geformten, teilweise versumpften Längstal an der Grenze zwischen den Nördlichen Kalkalpen und den Zentralalpen bis zur Paltenmündung. Am Mandlingpass erreicht sie dann die Steiermark und durchbricht zwischen Admont und Hieflau das Gesäuse, eine etwa 15 km langen Schlucht, die den Kalkalpenstock der Ennstaler Alpen durchbricht. Dann fließt sie nach Norden und erreicht bei der Einmündung des Laußabachs Oberösterreich.

Nördlich von Steyr, wo sie wo sie ins Alpenvorland tritt, bildet sie die Grenze zwischen Oberösterreich und Niederösterreich. Daher die alten Namen "Österreich ob der Enns" und "Österreich unter der Enns". Bei Mauthausen mündet sie dann in die Donau.

Um Talböden land- und forstwirtschaftlich besser nutzen zu können, begann man Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Regulierung der rund 70 km langen Strecke zwischen Weißenbach bei Haus im Ennstal und dem Gesäuse begonnen. So konnte bis 1939 der Flusslauf um 19 km verkürzt werden.

Orte

Hauptorte des Ennstals: in Salzburg Radstadt; in der Steiermark sind es Schladming, Gröbming, Liezen, Selzthal und Admont; in Oberösterreich Großraming, Ternberg, Garsten, Steyr und Enns;

Verkehr

Durch das obere Ennstal verläuft eine wichtige Transitstraße von Deutschland nach Slowenien, die Ennstal Straße.

Wasserkraft

Im unteren Ennstal errichtete die Ennskraftwerke AG (Ennskraft) zehn Laufkraftwerke: Schönau, Weyer, Großraming, Losenstein, Ternberg, Rosenau, Garsten-St. Ulrich, Staning, Mühlrading und St. Pantaleon. Die Gesamterzeugung dieser zehn Kraftwerke mit Schwellbetrieb betrug 1998 1,8 Milliarden Kilowatt. Hier ist der historischen Wahrheit halber anzumerken, dass wesentliche Teile der Kraftwerke Großraming, Ternberg, Staning und Mühlrading in der NS-Zeit unter zwangsweisem Einsatz einer großen Anzahl von zivilen ausländischen Arbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen errichtet wurden. Wegen der Wasserkraftwerke musste auch die Holzflößerei auf der Enns, bis dahin ein wesentlicher regionaler Wirtschaftszweig, eingestellt werden.

Die Ennszuflüsse

Laussabach Pyrnbach Schlattenbach
Erbbach Weißenbach Aubergbach
Wolfsbach Retschitzbach Seewigtalbach
Tamischbach Döllachbach Gradenbach
Salza Wörschachbach Gumpenbach
Schwabelbach Gulling Ennslingbach
Erzbach Leistenbach Weißenbach45
Hartelsgraben Schwarzer Graben Dürrenbach
Johnsbach Grimmingbach Talbach
Wengbach Irdningbach Grießbach
Hallbach Niederöblarnbach Preuneggbach
Eßlingbach Salzabach Forstaubach
Lichtmeßbach Walchenbach
Schrabach Moarzbach
Gansmüllerbach Großsölkbach
Ardningbach Spitalgraben
Metschitzbach Tunzendorferbach
Brunnbach Moosheimerbach
Palten Sattentalbach

Siehe auch

Quellen

  • www.aeiou.at
  • Beitrag "Enns" im Salzburgwiki (Urheber dort Peter Krackowizer)
  • Oliver Rathkolb, Florian Freund (Hg.), NS-Zwangsarbeit in der Elektrizitätswirtschaft der "Ostmark", 1938 - 1945, böhlau, Wien - Köln - weimar, 2002