Buchdrucker: Unterschied zwischen den Versionen

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== Fortpflanzung und Vermehrung ==
== Fortpflanzung und Vermehrung ==
Buchdrucker bevorzugen kranke oder frisch gefällte Fichtenbäume. Daher spielt bei diesem Aspekt der Anfall von [[Windwurf und Windbruch|Sturmholz]] eine wesentliche Rolle. Eine gesunde Fichte kann durch ausreichendem Harzfluss das Anfliegen der Buchdrucker unterbinden. Wobei dieser Abwehrmechanismus der Bäume bei dementsprechend vielen Käferanflügen ''gebrochen'' werden kann. In den Frühjahrsmonaten bohren sich die Männchen durch die Baumrinde bis zum Bastgewebe<ref>Gewebe unterhalb der Rinde, wo die Nährstoffe des Baumes transportiert werden.</ref> und schaffen sich somit einen Hohraum für die Fortpflanzung. Durch Ausstoß von Lockstoffen über die Baumrinden werden andere Käfer (Männchen und Weibchen) angelockt. Mit Fortdauer dieser Prozesse kann dies zu Schwärmanflügen führen. In der Folge kommt es zwischen den Männchen und jeweils zwei bis drei Weibchen zur Paarung. Anschließend legen die Weibchen durch Fraß bis zu dreißig Zentimeter lange Gänge zur Eiablagerung an. In den Nischen legt jedes Weibchen bis zu achtzig Eier ab. Nach etwa ein bis zwei Wochen schlüpfen aus den Eiern die Larven des Buchdruckerkäfers. Diese fressen sich durch den Bast des Baumes. Nach mehrwöchiger Entwicklungsdauer verpuppen sich die Larven. Nach weiteren ein bis zwei Wochen schlüpfen die Jungkäfer aus der Puppe. Bis zur Geschlechtsreife fressen sich die Jungkäfer durch das Bastgewebe der Bäume, bis sie nach mehreren Wochen wegfliegen. Die Zeitangaben sind Richtwerte und sind von der Höhenlage abhängig. Durch länger anhaltenden warme Witterungsverhältnisse ist die massenhafte Vermehrung durch Schwärmanflügen begünstigt. Wobei während eines Sommers bis zu drei solcher Vermehrungsprozesse stattfinden können.
Buchdrucker bevorzugen kranke oder frisch gefällte Fichtenbäume. Daher spielt bei diesem Aspekt der Anfall von [[Windwurf und Windbruch|Sturmholz]] eine wesentliche Rolle. Eine gesunde Fichte kann durch ausreichendem Harzfluss das Anfliegen der Buchdrucker unterbinden. Wobei dieser Abwehrmechanismus der Bäume bei dementsprechend vielen Käferanflügen ''gebrochen'' werden kann. In den Frühjahrsmonaten bohren sich die Männchen durch die Baumrinde bis zum Bastgewebe<ref>Gewebe unterhalb der Rinde, wo die Nährstoffe des Baumes transportiert werden.</ref> und schaffen sich somit einen Hohraum für die Fortpflanzung. Durch Ausstoß von Lockstoffen über die Baumrinden werden andere Käfer (Männchen und Weibchen) angelockt. Mit Fortdauer dieser Prozesse kann dies zu Schwärmanflügen führen. In der Folge kommt es zwischen den Männchen und jeweils zwei bis drei Weibchen zur Paarung. Anschließend legen die Weibchen durch Fraß bis zu dreißig Zentimeter lange Gänge zur Eiablagerung an. In den Nischen legt jedes Weibchen bis zu achtzig Eier ab. Nach etwa ein bis zwei Wochen schlüpfen aus den Eiern die Larven des Buchdruckerkäfers. Diese fressen sich durch den Bast des Baumes. Nach mehrwöchiger Entwicklungsdauer verpuppen sich die Larven. Nach weiteren ein bis zwei Wochen schlüpfen die Jungkäfer aus der Puppe. Bis zur Geschlechtsreife fressen sich die Jungkäfer durch das Bastgewebe der Bäume, bis sie nach mehreren Wochen wegfliegen. Die Zeitangaben sind Richtwerte und sind von der Höhenlage abhängig. Durch anhaltende warme Witterungsverhältnisse ist die massenhafte Vermehrung durch Schwärmanflügen begünstigt. Wobei während eines Sommers bis zu drei solcher Vermehrungsprozesse stattfinden können.


== Natürliche Fressfeinde ==
== Natürliche Fressfeinde ==