Lassing: Unterschied zwischen den Versionen

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Bis in das 13. Jahrhundert ist die [[Freistift]] die häufigste Besitzform, der Grundherr kann den Bauern jederzeit an- oder abstiften. In frühester Zeit wird ein Hof nur auf ein Jahr vergeben, später wird dies durch das [[Leibgedinge]] abgelöst – ein Hof gehört für eine Lebenszeit dem darauf sitzenden Bauern.
Bis in das 13. Jahrhundert ist die [[Freistift]] die häufigste Besitzform, der Grundherr kann den Bauern jederzeit an- oder abstiften. In frühester Zeit wird ein Hof nur auf ein Jahr vergeben, später wird dies durch das [[Leibgedinge]] abgelöst – ein Hof gehört für eine Lebenszeit dem darauf sitzenden Bauern.
Die [[Grundherrschaft|Grundherrschaften]] existieren bis [[1848]], in der Gemeinde Lassing sind die am meisten begüterten Herrschaften, die Herrschaft [[Burg Strechau|Strechau]], [[Schloss Friedstein|Friedstein]] und das [[Stift Rottenmann]].
Die [[Grundherrschaft|Grundherrschaften]] existieren bis [[1848]], in der Gemeinde Lassing sind die am meisten begüterten Herrschaften, die Herrschaft [[Burg Strechau|Strechau]], [[Schloss Friedstein|Friedstein]] und das [[Stift Rottenmann]].
In früherer Zeit wurde im Gemeindegebiet hauptsächlich Getreide angebaut. Durch die günstige Lage als Hochtal und geschützt vor dem Hochwasser der [[Enns]] war das Lassinger Getreide bei den Bäckern im ganzen Bezirk gefragt, was den Bauern der Gemeinde einen gewissen Wohlstand brachte.
Auch die Viehwirtschaft wurd schon früh betrieben, jedoch hauptsächlich zur Fleischerzeugung. Die heute vorherrschende intensive Milschwirtschaft kam erst Mitte des 20. Jahrhundert auf, obwohl bereits im Mittelalter Milchprodukte wie Käse produziert wurden.
   
   
Viele Bauern in der Gemeinde arbeiten nebenbei als Salzfuhrleute für die Saline in Aussee oder verdingen sich nebenbei als Köhler für die Eisenindustrie um den Erzberg. Mit dem Bahnbau fällt diese Einnahmequelle weg.
[[1848]] werden die Grundherrschaften aufgelöst und die Bauern Eigentümer ihres Besitzes. Es kommt zu einem regelrechten Bauernsterben, da viele mit der neugewonnen Freiheit ohne den wirtschaftlichen Schutz der Herrschaft nicht umgehen können. [[1868]] fällt auch noch das Belastungsverbot für bäuerliche Liegenschaften und die Genehmigungspflicht bei bäuerlichem Besitzverkauf. Durch die Verschuldung kommt es zu häufigen Zwangsversteigerungen von Bauerngütern. Oft kaufen den Besitz wieder Bauern, die ihn dann zerstückeln und weiterverkaufen, sogenannte "Güterschlächter".
Im Ortsteil [[Burgfried]] wird durch den Wiener Industriellen [[Dr. Julius Hofmeier]] dadurch ein Gutsbetrieb aus ehemals insgesamt 18 eigenständigen Bauerngütern errichtet. Mit einem Gutshof beim vulgo Nichtl. Die meisten Güter verschwinden im Laufe der Jahre gänzlich.
[[1853]] folgt die Verteilung des Waldes an die Bauern, der Wald auf dem Mitterberg wird sofort auf die ansässigen Bauern aufgeteilt, auf der Schattseite wird eine Waldgenossenschaft gegründet, die bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts besteht und danach aufgelöst wird.
Viele Bauern übernehmen auch Almrechte, die in sogenannten [[Regulierungsvergleich|Regulierungsvergleichen]] festgeschrieben werden. Meist verpflichtet sich die ehemalige Grundherrschaft gegenüber dem Bauern, ihm dieses Recht einzuräumen. Die Zahl der Tiere und sonstigen Rechte ist genau festgeschrieben. Da diese Rechte nicht verjähren und auf dem Besitz bestehen bleiben, müssen sie vom Grundeigentümer abgelöst werden. Viele Bauern lassen sich in den Jahren nach 1900 ihre Alm und Weiderechte ablösen oder verkaufen ihre Eigenalmen, die meist im Paltental, am Triebener Tauern, aber auch im Donnersbachtal gelegen sind.
Hinsichtlich der Arrondierung der bäuerlichen Wiesen im Gemeindegebiet ist anzumerken, dass diese bereits in den 1950er Jahren abgeschlossen ist.
Um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert werden in der Gemeinde ausschließlich Murdbodner Rinder, Ennstaler Bergschecken und Pinzgauer Rinder gezüchtet. Das ändert sich erst ab den 1950 Jahren, vor allem wegen der Umstellung auf intensive Milchwirtschaft. Heute sind es meist Fleckvieh, Braunvieh, aber auch Schwarzbunte Rinder.
Seit dem Beitritt zur EU haben auch in der Gemeinde einige Landwirte aufgegeben, die Umstellung von der Anbindhaltung zu Laufstallungen ist im Gange, was sich an der regen Bautätigkeit an Laufställen in der Gemeinde zeigt.
===Gastronomie===
===Gastronomie===
Folgende Gasthäuser und Lokale gibt es heute in der Gemeinde:  
Folgende Gasthäuser und Lokale gibt es heute in der Gemeinde: