Steinerweg: Unterschied zwischen den Versionen

K überarbeitet
K →1931: Linkfix (zu Salzburgwiki korrigiert Passrugger - nicht Passrucker)
Zeile 23: Zeile 23:


==== 1931 ====
==== 1931 ====
* [[swiki:Barbara Passrucker|Barbara Passrucker]] aus Filzmoos erkletterte am [[31. August]] 1931 mit ihrem Bruder und Bergführer Franz Hofer, vlg. Rettenegg, über den Steinerweg Steiermarks höchsten Berg. Auch sie nahmen - wie alle frühen Damenbegehungen - das Salzburgerband. Mit Barbara Passrucker in deren Heimatort Filzmoos bei einem Kaffee und Barbara erzählt:
* [[swiki:Barbara Passrugger|Barbara Passrugger]] aus Filzmoos erkletterte am [[31. August]] 1931 mit ihrem Bruder und Bergführer Franz Hofer, vlg. Rettenegg, über den Steinerweg Steiermarks höchsten Berg. Auch sie nahmen - wie alle frühen Damenbegehungen - das Salzburgerband. Mit Barbara Passrucker in deren Heimatort Filzmoos bei einem Kaffee und Barbara erzählt:


Mit ihrem Bruder Franz kletterte sie schon auf die Bischofsmütze (2455 m) und durch die Südwand der Mitterspitze (2922 m), ehe der Plan reifte, über den Steinerweg auf den Dachstein zu steigen. Zu Hause beim vlg. Bögrein durfte selbstverständlich niemand von derartigen Unternehmungen eines Mädchens wissen. Nur der Filzmooser Schmiedemeister, der übrigens Barbara einen Trainingsanzug für diese Bergfahrt kaufte, war darüber informiert. Auf der Neßlau-Alm traf sie auf Bruder Franz und gemeinsam traten sie den Weg zur Südwandhütte an, wo genächtigt wurde. In der Früh musste der Hüttenwirt noch lachen, als ihm zu verstehen gegeben worden war, dass man gemeinsam den Steinerweg machen wolle. Um 3/4 6 Uhr stiegen Franz und seine 21jährige Schwester, ein wendiges, schlank und rankes Dirndl, in die Wand ein. Als Schuhwerk versahen "lockere Patschen" mit einer Hanfsohle ihren Dienst, die am Fels übrigens sehr gut hielten. Man kam gut voran, ließ sich auch durch das Salzburger Band nicht lange aufhalten - Barbara kroch direkt auf diesem vorwärts - und meisterte in der ausgezeichneten Zeit von nur 3 3/4 Stunden diesen klassischen Südwandanstieg. Zwei Touristen, die man überholt hatte, entdeckten beide noch am späten Nachmittag in der Wandmitte. Barbaras "heimliche" Kletterzeit fiel in die Zeit von [[1929]] bis [[1936]].  
Mit ihrem Bruder Franz kletterte sie schon auf die Bischofsmütze (2455 m) und durch die Südwand der Mitterspitze (2922 m), ehe der Plan reifte, über den Steinerweg auf den Dachstein zu steigen. Zu Hause beim vlg. Bögrein durfte selbstverständlich niemand von derartigen Unternehmungen eines Mädchens wissen. Nur der Filzmooser Schmiedemeister, der übrigens Barbara einen Trainingsanzug für diese Bergfahrt kaufte, war darüber informiert. Auf der Neßlau-Alm traf sie auf Bruder Franz und gemeinsam traten sie den Weg zur Südwandhütte an, wo genächtigt wurde. In der Früh musste der Hüttenwirt noch lachen, als ihm zu verstehen gegeben worden war, dass man gemeinsam den Steinerweg machen wolle. Um 3/4 6 Uhr stiegen Franz und seine 21jährige Schwester, ein wendiges, schlank und rankes Dirndl, in die Wand ein. Als Schuhwerk versahen "lockere Patschen" mit einer Hanfsohle ihren Dienst, die am Fels übrigens sehr gut hielten. Man kam gut voran, ließ sich auch durch das Salzburger Band nicht lange aufhalten - Barbara kroch direkt auf diesem vorwärts - und meisterte in der ausgezeichneten Zeit von nur 3 3/4 Stunden diesen klassischen Südwandanstieg. Zwei Touristen, die man überholt hatte, entdeckten beide noch am späten Nachmittag in der Wandmitte. Barbaras "heimliche" Kletterzeit fiel in die Zeit von [[1929]] bis [[1936]].


==== 1932 ====
==== 1932 ====