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Aus einer urbarialen Aufzeichnung im Jahr [[1686]] geht hervor, dass Margaretha von Springenfels, verwitwete Schragl, in einem Umschreibungsbuch Grundstücke in Kammern auf ihren Sohn Hans Adam Schragl umschreiben lies. In der Stammtafel der Familie von Schragl nach Anton von [[Pantz]] scheint jedoch kein Sohn Hans Adam der Margaretha von Springenfeld auf. Es ist ein Umschreibungsgesuch der Margaretha von Springenfels erhalten über 4 Pfund 7 Schillinge 14 Pfennig, bestehend aus einem Haus in Kalwang mit 2 Pfund 7 Schilling 8 Pfennig, einem Grundstück in Kammern mit 1 Schilling 6 Pfennige und drei Tagwerken, an der Leiten mit 7 Schilling, von Hans Schragl auf ihren Sohn Hanns Adam Schragl im Jahre 1686; gleichfalls eine Umschreibung von 6 Schilling 16 Pfennig, bestehend aus dem Hübl am Stadlsberg mit der halben Hochalm mit 16 Pfennig und einem Haus und einer Schmiede in Kalwang mit 6 Schilling, von Hans Schragl auf seinen Sohn Peter Christof Schragl im Jahre 1686. Im Jahre 1712 erfolgte die Umschreibung dieser 6 Schilling 16 Pfund auf Christof Andree von Springenfels, Hammermeister in Kalwang; ebenso wurden die obigen 3 Pfund 7 Schilling 14 Pfennig im Jahre 1717 auf Christof Andree von Springenfels umgeschrieben. Im Jahre 1747 erfolgte dann die Umschreibung der vorstehenden Gülten<ref>Pfandrecht, siehe [https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BClt_%28Pfand%29 wikipedia Gült (Pfand)]</ref> mit insgesamt 4 Pfund 6 Schilling auf Franz Anthoni Hackh, Hammerherr in Kalwang und seine Frau Maria Theresia, geb. Springenfels. Am 12. Jänner 1750 erfolgte die Einlage über das mit 4 Pfund 6 Schilling beansagte Freigut (Raffelherberge) mit einer Schmiede in Kalwang durch Franz Anthoni Hackh, Hammergewerke in Kalwang. | Aus einer urbarialen Aufzeichnung im Jahr [[1686]] geht hervor, dass Margaretha von Springenfels, verwitwete Schragl, in einem Umschreibungsbuch Grundstücke in Kammern auf ihren Sohn Hans Adam Schragl umschreiben lies. In der Stammtafel der Familie von Schragl nach Anton von [[Pantz]] scheint jedoch kein Sohn Hans Adam der Margaretha von Springenfeld auf. Es ist ein Umschreibungsgesuch der Margaretha von Springenfels erhalten über 4 Pfund 7 Schillinge 14 Pfennig, bestehend aus einem Haus in Kalwang mit 2 Pfund 7 Schilling 8 Pfennig, einem Grundstück in Kammern mit 1 Schilling 6 Pfennige und drei Tagwerken, an der Leiten mit 7 Schilling, von Hans Schragl auf ihren Sohn Hanns Adam Schragl im Jahre 1686; gleichfalls eine Umschreibung von 6 Schilling 16 Pfennig, bestehend aus dem Hübl am Stadlsberg mit der halben Hochalm mit 16 Pfennig und einem Haus und einer Schmiede in Kalwang mit 6 Schilling, von Hans Schragl auf seinen Sohn Peter Christof Schragl im Jahre 1686. Im Jahre 1712 erfolgte die Umschreibung dieser 6 Schilling 16 Pfund auf Christof Andree von Springenfels, Hammermeister in Kalwang; ebenso wurden die obigen 3 Pfund 7 Schilling 14 Pfennig im Jahre 1717 auf Christof Andree von Springenfels umgeschrieben. Im Jahre 1747 erfolgte dann die Umschreibung der vorstehenden Gülten<ref>Pfandrecht, siehe [https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BClt_%28Pfand%29 wikipedia Gült (Pfand)]</ref> mit insgesamt 4 Pfund 6 Schilling auf Franz Anthoni Hackh, Hammerherr in Kalwang und seine Frau Maria Theresia, geb. Springenfels. Am 12. Jänner 1750 erfolgte die Einlage über das mit 4 Pfund 6 Schilling beansagte Freigut (Raffelherberge) mit einer Schmiede in Kalwang durch Franz Anthoni Hackh, Hammergewerke in Kalwang. | ||
Das Geschlecht der Schragl teilte sich mit [[Hans Josef Schragl|Hans Josef]] (* [[1654]]) und [[Peter Christof Schragl|Peter Christof]] (* [[1663]] | Das Geschlecht der Schragl teilte sich mit [[Hans Josef Schragl|Hans Josef]] (* [[1654]]) und [[Peter Christof Schragl|Peter Christof]] (* [[1663]]; † [[1733]]), den Söhnen des [[1682]] in Kalwang verstorbenen Hans Schragl in zwei Stämme. | ||
Der jüngere, mit Peter Christof, gegründete Stamm teilte sich mit seinen Enkeln Karl Thaddäus († [[21. Oktober]] [[1748]] in Vordernberg) und Franz Cajetan in weitere zwei Linien. Die letztere besaß Hammerwerke bei Kapfenberg (Erlachhammer) und erlosch vor der Mitte des [[20. Jahrhundert]]s. Die ältere Linie des Karl Thaddäus, der von seinem Großvater das Radwerk Nr. 5 in Vordernberg übernommen hatte, teilte sich durch seine Söhne Johann Joachim († [[1744]]), Johann Karl (* [[1735]]) und Ignaz Christof (* [[1744]]) wiederum in drei Zweige, von welchen der älteste sich dem Eisenwesen entfremdete. Johann Joachim erlangte als landesfürstlicher Rat in Krain [[1777]] den Adel. Seine Nachkommen verschwanden Mitte des [[20. Jahrhundert]]s. | Der jüngere, mit Peter Christof, gegründete Stamm teilte sich mit seinen Enkeln Karl Thaddäus († [[21. Oktober]] [[1748]] in Vordernberg) und Franz Cajetan in weitere zwei Linien. Die letztere besaß Hammerwerke bei Kapfenberg (Erlachhammer) und erlosch vor der Mitte des [[20. Jahrhundert]]s. Die ältere Linie des Karl Thaddäus, der von seinem Großvater das Radwerk Nr. 5 in Vordernberg übernommen hatte, teilte sich durch seine Söhne Johann Joachim († [[1744]]), Johann Karl (* [[1735]]) und Ignaz Christof (* [[1744]]) wiederum in drei Zweige, von welchen der älteste sich dem Eisenwesen entfremdete. Johann Joachim erlangte als landesfürstlicher Rat in Krain [[1777]] den Adel. Seine Nachkommen verschwanden Mitte des [[20. Jahrhundert]]s. | ||
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Die Hammerwerke in Kalwang übernahm Johann Karl, an dessen Nachkommen nach dem Tode seines kinderlos gebliebenen Bruders , Franz Sales († [[1791]]) und seiner Witwe Eva Rosina, geb. Ledermayer von Maynfeld († [[1809]]), das Radwerk Nr. 5 in Vordernberg fiel. | Die Hammerwerke in Kalwang übernahm Johann Karl, an dessen Nachkommen nach dem Tode seines kinderlos gebliebenen Bruders , Franz Sales († [[1791]]) und seiner Witwe Eva Rosina, geb. Ledermayer von Maynfeld († [[1809]]), das Radwerk Nr. 5 in Vordernberg fiel. | ||
Der Sohn Johann Karls, Carl Maria (* [[1769]] | Der Sohn Johann Karls, Carl Maria (* [[1769]]; † [[1816]] in Graz), war Hammergewerke in Kalwang. Er heiratete Kunigunde Blumauer. Joachim Schragl (* [[1803]]; † [[8. August]] [[1888]] in Graz), ein Sohn Carl Marias, scheint noch [[1840]] als Oberschützenmeister der [[Kalwanger Schützengesellschaft]] auf. [[1843]] verkauften seine Kinder das Vordernberger Radwerk Nr. 5 ''am Plotsch'' an [[Erzherzog Johann]]. [[1844]] verkaufte er selbst seinen ganzen Besitz in Kalwang, zu dem auch das Hammerwerk Kaiserau in der Teichen gehörte, an das [[Benediktinerstift Admont]]. Damit trennte sich dieser Zweig der Schragl vom Eisenwesen, der mehrhundertjährige Besitz ging in fremde Hände über. Bereits nach zwei Jahren ([[1846]]) musste das Stift Admont den Betrieb in den Hämmern wegen Mangel an [[Holzkohle]] und des hohen Preises derselben einstellen. Es verkaufte den eben erst erworbenen Besitz samt den alten stiftischen Hämmern in Stegmühl und Kalwang an die Vordernberger Radmeister-Kommunität. | ||
[[1802]] findet man noch auf der Primschhube einen Martin Schragl. Ein Matthäus Schragl († [[1734]]), Radwerksbeamter in Vordernberg, hinterließ zwei Töchter: Maria ∞ Franz Anton von Scheuchenstuel, Kastner in [[ Weißenbach an der Enns]], die zweite Tochter ∞ Martin Ehrenreich Walzl, Arzt in [[ Rottenmann]]. | [[1802]] findet man noch auf der Primschhube einen Martin Schragl. Ein Matthäus Schragl († [[1734]]), Radwerksbeamter in Vordernberg, hinterließ zwei Töchter: Maria ∞ Franz Anton von Scheuchenstuel, Kastner in [[ Weißenbach an der Enns]], die zweite Tochter ∞ Martin Ehrenreich Walzl, Arzt in [[ Rottenmann]]. | ||