Rudolf Flechner: Unterschied zwischen den Versionen

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Kindheit und Jugendjahre 1837-1858
Kindheit und Jugendjahre 1837-1858
Rudolf Flechner wurde 1837 in Schlögelmühl bei Gloggnitz geboren, als Sohn von  Emmerich
Rudolf Flechner wurde 1837 in Schlögelmühl bei Gloggnitz geboren, als Sohn von  Emmerich
Anton Flechner und Flora, einer Tochter des Rudolf von Gersdorff. Rudolf war
Anton Flechner und Flora, einer Tochter des Rudolf von Gersdorff. Rudolf war
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Montanistische Ausbildung in Leoben 1858-1860
Montanistische Ausbildung in Leoben 1858-1860
„Während der letzten Jahrgänge des Gymnasiums hatte sich in mir der Entschluss mich dem Montan­fach zu widmen immer mehr befestigt; und mein Ferienaufentalt in Schladming, der Besuch der Nickelgruben, welche mitten in der grossartigsten Hochgebirgslandschaft liegen (…) und endlich die mir damals sehr rosig erscheinende Aussicht einstmals Mitbesitzer der Schladminger Werke zu werden, hatte jenen Entschluss zur unumstösslichen Sache gemacht.“ Nach Beendigung des Polytechnikums begann Flechner das zweijährige Studium an der Bergakademie Leoben, im ersten Jahr studierte er Bergbaukunde, im zweiten Hüttenkunde. Während des Studiums nahm Rudolf an vielen Exkursionen zu Bergbauen und Hüt­ten im damaligen k. und k. Reichsgebiet teil. 1859 wurde eine solche Ex­kursion unter der Führung der Professoren Miller und Richter auch nach Schladming mit Befahrung des Zink­wand-Vötternreviers unternommen. Jahre später verfasste er eine Schilderung dieser Begehung und fügte ein langes Stimmungsgedicht bei. Das Verfassen von Gedichten war Rudolfs besondere Vorliebe.
„Während der letzten Jahrgänge des Gymnasiums hatte sich in mir der Entschluss mich dem Montan­fach zu widmen immer mehr befestigt; und mein Ferienaufentalt in Schladming, der Besuch der Nickelgruben, welche mitten in der grossartigsten Hochgebirgslandschaft liegen (…) und endlich die mir damals sehr rosig erscheinende Aussicht einstmals Mitbesitzer der Schladminger Werke zu werden, hatte jenen Entschluss zur unumstösslichen Sache gemacht.“ Nach Beendigung des Polytechnikums begann Flechner das zweijährige Studium an der Bergakademie Leoben, im ersten Jahr studierte er Bergbaukunde, im zweiten Hüttenkunde. Während des Studiums nahm Rudolf an vielen Exkursionen zu Bergbauen und Hüt­ten im damaligen k. und k. Reichsgebiet teil. 1859 wurde eine solche Ex­kursion unter der Führung der Professoren Miller und Richter auch nach Schladming mit Befahrung des Zink­wand-Vötternreviers unternommen. Jahre später verfasste er eine Schilderung dieser Begehung und fügte ein langes Stimmungsgedicht bei. Das Verfassen von Gedichten war Rudolfs besondere Vorliebe.


Praktikant im k. u. k. Staatseisenwerk in Neuberg a.d. Mürz
Praktikant im k. u. k. Staatseisenwerk in Neuberg a.d. Mürz
1860 absolvierte Rudolf die Abschlussprüfung des montanistischen Studiumsmit gutem Erfolg. Flechner trat in Folge als Praktikant im Staatseisenwerk inNeuberg a.d. Mürz eine Stelle an.Im Spätherbst 1861 nahm Rudolf einen sechsmonatigenUrlaub, um zu prüfen, wie sich die Lage in Schladming entwickelte. Als er dortsah, wie sehr sich diese verschlechtert hatte, suchte er um sei­ne Entlassungaus dem Staatsdienst an.Entwicklung und Situation der Nickel - Berg- undHüttenwerke Schladming 1862 - 1868Flechner legte in seinem Tagebuch auch diebisherige Entwicklung und Verwaltungsstruktur des Betriebes dar und -wenngleich er die Qualitäten seines Großvaters herausarbeitet- sparte er nichtmit Kritik.Nach dem plötzlichen Tod Gersdorffs 1849 übertrugendie fünf Geschwister die Ober­leitung des Werkes ihrem Bruder Gustav vonGersdorff, der zwar eine montanistische Ausbildung genossen hatte, aber seinerVerpflichtung in keiner Weise nachkam. Im Jahre 1853 trat Gustav schließlichvon der Leitung des Werkes zurück. Carl Stegmaier, auch Montanakademiker, wurdedie Leitung übertragen. Der 1854 neu eingestekllte Bergverwalter Aigner hatteaber ebenso einen sehr schweren Stand, konnte sich gegenüber den Erben nichtdurchsetzen, denen nach wie vor die Einsicht in die wirtschaftliche Situationder Pro­duktion fehlte. 1860 war es durch diese Misswirtschaft so­weitgekommen, dass der Betrieb „auf das Äusserste eingeschränkt werden musste.Stegmaier ward entlassen und Aigner kündigte.Als Flechner nun im Alter von 25 Jahren die Leitung einesdarniederliegenden Betriebes, dem es nun schon seit Jahren an Aufsicht undFührung mangelte, übernahm, stand er vor einem Trümmerhaufen und ihn plagten nebenGeldproblemen nun auch personelle Schwierigkeiten. Der Nickelpreis war im Laufeder Jahre stetig ge­fallen. Flechner plante eine entsprechende Umstrukturierungdes Betriebes, doch wieder scheiterte er an der Weigerung zweier Erben und Mitbesitzer.Schließlichmusste er vorübergehend den Betrieb einstellen lassen. In dieser schwierigenund angespannten Zeit suchte er immer wieder Er­holung bei seiner Mutter undSchwester in Schladming. Speziell freute er sich über die Erfolge seiner SchwesterPauline, die bereits mit ihrer Blumenmalerei hervorgetreten war und zusehendskünstlerisches Ansehen genoss sowie immer wieder Preise auf Ausstellungenerrang.Studienreisen in Europa und kurzzeitige TätigkeitenStudienreisen undAuslandsaufenthalte festigten Rudolfs umfangreiches Wissen und Können undmachten ihn zu einem anerkannten Fachmann, wie zahlreiche Fachaufsätze undVorträge bewiesen. Flechner unternahm Studienreisen nach Freiberg,Annaberg/Sachsen,  St. Joachimstal,Gottesgab (Bozi Dar/Tschechien) -dort studierte er Uran- und Silbergewinnung-und Dobschau (Došina/Slowakei) um seine technischen Kenntnisse zu erweitern. Daraufhinnahm Flechner 1869 eine lukrative Stelle als technischer Leiter derNickelfabrik in Naumburg am Bober (Nowogrod/Polen) an. Dort lernte er auchseine zukünftige Frau Maria-Helena kennen. Ab 1872 arbeitete er in Sagmyra(Schweden) als technischer Direktor der Nickelhütte an Verbesserungen von Ofensystemen. Dort wurdesein einziger Sohnes Richard geboren. Flechner bereiste von Sagmyra aus auchdie Nickelhütte in Ringeriges, wo er auch später eine leitende Stelle bekommenhätte. Doch noch bevor sein Vertrag mit Sagmyra auslief, veranlasste ihn eineplötzlich aufgetretene Nickelpreiserhöhung zu einer Wiederaufnahme des Betriebesin Schladming. Flechner kündigte vorzeitig seine Stelle in Schweden, obwohl ihmdies große finanzielle Einbußen bescherte. „Diese Ungewissheit der Gestaltungmeiner Existenz, die Möglichkeit ja sogar Wahrscheinlichkeit, dass ich durchdie Eigentümlichkeit der Verhältnisse in jeder Bewegung gehemmt demSchladminger Werke nicht empor helfen werde können, dabei der Gedanke, dass ichdie­ser Unsicherheit gutes Einkommen und geachtete Stel­lung geopfert, und nurder Aufzehrung meiner kleinen Ersparnisse entgegen gehe, vermehrten in unsallen im hohen Grade den verstimmenden Druck.“ Trotz dieser Bedenken, brachteer erneut dieses persönliche Opfer für das Schladminger Werk.Niedergang desSchladminger Nickelabbaus und -verhüttung1876, nach seiner Rückkehr nachSchladming, bezog Flechner mit Frau und Kind eine bescheidene Wohnung inMandling.Der Nickelpreis war gut und daher versuchte Flechner nun mit großenAnstrengungen Käufer für das Nickelwerk zu finden. Doch nach französischenzogen sich auch deutsche Interessenten wieder zurück, da ein krasserNickelpreisverfall einsetzte. Durch das Hereindrängen neukaledonischer undkanadischer Erze kamen nach und nach die Nickelerzbergbaue in ganz Europa zumErliegen.Der französische Adelige Gustave de Vernouillet, ein enger undlangjähriger Freund, half der jungen Familie aus. Der Gruben- und Hüttenbetriebkonnte mit seiner finanziellen Unterstützung und den „schwedischen Ersparnissen“Flechners in bescheidenem Maß, mit ungeschultem Personal in Mandling und 8 bis11 Mann in der Grube wieder aufgenommen werden. Der niegrige Nickelpreis underneut aufflammende Streitigkeiten mit den Erben verhinderten jedoch eineErholung: der Betrieb musste schließlich endgültig stillgelegt werden.DieSchließung der Nickelfabrik bedeutete für viele Familien den Verlust ihrerExistenzgrundlage. Um dem entgegenzuwirken, wurde im Gebäude der ehemaligenSchmelzwerksgebäude von Rudolfs Schwester Pauline Flechner-Halm eineKunstblumenfabrik eingerichtet. Vor allem Frauen und Töchter von arbeitslosenBergarbeitern wurden eingestellt.Umzugnach Salzburg 1878 und Wien – Neue WirkungskreiseDie Familie Flechnerübersiedelte im Herbst 1878 in eine kleine Wohnung nach Salzburg. Man führteein ruhiges, bescheidenes Leben, Flechner hielt Vorträge, schrieb Artikel inFachzeitschriften und arbeitete in Folge als beratender Montanist fürverschiedene Firmen. 1880 übernahm Rudolf Flechner die Leitung der Kupferwerkein Balán in Siebenbürgen. 1882 übersiedelte die Familie Flechner wieder nachWien; Rudolf hielt dort Vorträge und verfasste wissenschaftliche Abhandlungen,unter anderen über Bergbau und Verhüttung in Schladming und Mandling. Der Rufseiner umfassenden Kenntnisse und praktischen Erfahrung eilte ihm voraus, sowurde ihm 1887 von der bosnisch-herzegowinischen Montanverwaltung dieInstandsetzung und Inbetriebsetzung der Kupferhütte Sinijako in Bosnienübertragen, die er dort unter vielen Schwierigkeiten und Entbehrungendurchführte. Dort blieb Flechner jedoch nur fünf Monate, da man ihm die weitereLeitung der Hütte nicht anvertraute. Diese erneut unerfreuliche Episode seinesLebens bildete den Abschluss seiner montanistischen Laufbahn. 1880 trat er insGewerbeinspektorat ein, zuerst als Assistent, dann als Inspektor in Innsbruckund Linz.Rudolfs Gattin verstarb im Jahr 1885. Ihr gemeinsamer Sohn Richardschlug die militärische Laufbahn ein und brachte es bis zum Oberst.1902erfolgte sein Eintritt in den Ruhestand. Im Jahre 1909 starb Rudolf Flechnermit 72 Jahren.
 
1860 absolvierte Rudolf die Abschlussprüfung des montanistischen Studiums mit gutem Erfolg. Flechner trat in Folge als Praktikant im Staatseisenwerk in Neuberg a.d. Mürz eine Stelle an. Im Spätherbst 1861 nahm Rudolf einen sechsmonatigen Urlaub, um zu prüfen, wie sich die Lage in Schladming entwickelte. Als er dort sah, wie sehr sich diese verschlechtert hatte, suchte er um sei­ne Entlassung aus dem Staatsdienst an.
 
Entwicklung und Situation des Nickel -, Berg- und Hüttenwerkes Schladming 1862 - 1868
 
Flechner legte in seinem Tagebuch auch die bisherige Entwicklung und Verwaltungsstruktur des Betriebes dar und -wenngleich er die Qualitäten seines Großvaters herausarbeitete- sparte er nicht mit Kritik. Nach dem plötzlichen Tod Gersdorffs 1849 übertrugen die fünf Geschwister die Ober­leitung des Werkes ihrem Bruder Gustav von Gersdorff, der zwar eine montanistische Ausbildung genossen hatte, aber seiner Verpflichtung in keiner Weise nachkam. Im Jahre 1853 trat Gustav schließlich von dieser Verantwortung zurück. Carl Stegmaier, auch Montanakademiker, wurde die Leitung übertragen. Der 1854 neu eingestellte Bergverwalter Aigner hatte aber ebenso einen sehr schweren Stand und konnte sich gegenüber den Erben nicht durchsetzen, denen nach wie vor die Einsicht in die wirtschaftliche Situation der Pro­duktion fehlte. 1860 war es durch diese Misswirtschaft so­weit gekommen, dass der Betrieb nur eingeschränkt weiterlaufen konnte.Stegmaier wurde entlassen und Aigner kündigte. Als Flechner nun im Alter von 25 Jahren die Führung eines darniederliegenden Betriebes übernahm, stand er vor einem Trümmerhaufen und ihn plagten neben Geldproblemen nun auch personelle Schwierigkeiten. Der Nickelpreis war im Laufe der Jahre stetig ge­fallen. Flechner plante eine entsprechende Umstrukturierung des Betriebes, doch wieder scheiterte er an der Weigerung zweier Erben und Mitbesitzer. Schließlich musste er vorübergehend den Betrieb einstellen lassen. In dieser schwierigen und angespannten Zeit suchte er immer wieder Er­holung bei seiner Mutter und Schwester in Schladming. Speziell freute er sich über die Erfolge seiner Schwester Pauline, die bereits mit ihrer Blumenmalerei hervorgetreten war und zusehends künstlerisches Ansehen genoss sowie immer wieder Preise auf Ausstellungen errang.
 
Studienreisen in Europa und kurzzeitige Tätigkeiten 1868-1876
 
Studienreisen und Auslandsaufenthalte festigten Rudolfs umfangreiches Wissen und Können und machten ihn zu einem anerkannten Fachmann, wie zahlreiche Fachaufsätze und Vorträge bewiesen. Flechner unternahm Studienreisen nach Freiberg, Annaberg/Sachsen,  St. Joachimstal, Gottesgab (Bozi Dar/Tschechien) - dort studierte er Uran- und Silbergewinnung- und Dobschau (Došina/Slowakei)um seine technischen Kenntnisse zu erweitern. Daraufhin nahm Flechner 1869 eine lukrative Stelle als technischer Leiter der Nickelfabrik in Naumburg am Bober (Nowogrod/Polen) an. Dort lernte er auch seine zukünftige Frau Maria-Helena kennen. Ab 1872 arbeitete er in Sagmyra(Schweden) als technischer Direktor der Nickelhütte an Verbesserungen von Ofensystemen. Dort wurde sein einziger Sohnes Richard geboren. Flechner bereiste von Sagmyra aus auch die Nickelhütte in Ringeriges, wo er auch später eine leitende Stelle bekommen hätte. Doch noch bevor sein Vertrag mit Sagmyra auslief, veranlasste ihn eine plötzlich aufgetretene Nickelpreiserhöhung zu einer Wiederaufnahme des Betriebes in Schladming. Flechner kündigte vorzeitig seine Stelle in Schweden, obwohl ihm dies große finanzielle Einbußen bescherte. „Diese Ungewissheit der Gestaltung meiner Existenz, die Möglichkeit ja sogar Wahrscheinlichkeit, dass ich durch die Eigentümlichkeit der Verhältnisse in jeder Bewegung gehemmt dem Schladminger Werke nicht empor helfen werde können, dabei der Gedanke, dass ich die­ser Unsicherheit gutes Einkommen und geachtete Stel­lung geopfert, und nur der Aufzehrung meiner kleinen Ersparnisse entgegen gehe, vermehrten in uns allen im hohen Grade den verstimmenden Druck.“ Trotz dieser Bedenken, brachte er erneut dieses persönliche Opfer für das Schladminger Werk.
 
Der Niedergang der Schladminger Nickelerzeugung 1876-1878
 
1876, nach seiner Rückkehr nach Schladming, bezog Flechner mit Frau und Kind eine bescheidene Wohnung in Mandling.Der Nickelpreis war gut und daher versuchte Flechner nun mit großen Anstrengungen Käufer für das Nickelwerk zu finden. Doch nach französischen zogen sich auch deutsche Interessenten wieder zurück, da ein krasser Nickelpreisverfall einsetzte. Durch das Hereindrängen neukaledonischer und kanadischer Erze kamen nach und nach die Nickelerzbergbaue in ganz Europa zum Erliegen.Der französische Adelige Gustave de Vernouillet, ein enger und langjähriger Freund, half der jungen Familie aus. Der Gruben- und Hüttenbetrieb konnte mit seiner finanziellen Unterstützung und den „schwedischen Ersparnissen“ Flechners in bescheidenem Maß, mit ungeschultem Personal in Mandling und 8 bis 11 Mann in der Grube wieder aufgenommen werden. Der niegrige Nickelpreis und erneut aufflammende Streitigkeiten mit den Erben verhinderten jedoch eine Erholung: der Betrieb musste schließlich endgültig stillgelegt werden. Die Schließung der Nickelfabrik bedeutete für viele Familien den Verlust ihrer Existenzgrundlage. Um dem entgegenzuwirken, wurde im Gebäude der ehemaligen Schmelzwerksgebäude von Rudolfs Schwester Pauline Flechner-Halm eine Kunstblumenfabrik eingerichtet. Vor allem Frauen und Töchter von arbeitslosen Bergarbeitern wurden eingestellt.
 
Umzug nach Salzburg 1878 und Wien – Neue Wirkungskreise
 
Die Familie Flechner übersiedelte im Herbst 1878 in eine kleine Wohnung nach Salzburg. Man führte ein ruhiges, bescheidenes Leben, Flechner hielt Vorträge, schrieb Artikel in Fachzeitschriften und arbeitete in Folge als beratender Montanist für verschiedene Firmen. 1880 übernahm Rudolf Flechner die Leitung der Kupferwerkein Balán in Siebenbürgen. 1882 übersiedelte die Familie Flechner wieder nach Wien; Rudolf hielt dort Vorträge und verfasste wissenschaftliche Abhandlungen,unter anderen über Bergbau und Verhüttung in Schladming und Mandling. Der Ruf seiner umfassenden Kenntnisse und praktischen Erfahrung eilte ihm voraus, so wurde ihm 1887 von der bosnisch-herzegowinischen Montanverwaltung die Instandsetzung und Inbetriebsetzung der Kupferhütte Sinijako in Bosnien übertragen, die er dort unter vielen Schwierigkeiten durchführte. Dort blieb Flechner jedoch nur fünf Monate, da man ihm die weitere Leitung der Hütte nicht anvertraute. Diese erneut unerfreuliche Episode seines Lebens bildete den Abschluss seiner montanistischen Laufbahn. 1880 trat er ins Gewerbeinspektorat ein, zuerst als Assistent, dann als Inspektor in Innsbruck und Linz. 1902 erfolgte sein Eintritt in den Ruhestand. Am 29. März 1909 starb Rudolf Flechner mit 72 Jahren. Sein Sohn Richard schlug die militärische Laufbahn ein und brachte es bis zum Oberst.