Rudolf Flechner: Unterschied zwischen den Versionen
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Familie sehr selten betraten. Mit kindlicher Neugierde spähte ich da herum (…).“ | Familie sehr selten betraten. Mit kindlicher Neugierde spähte ich da herum (…).“ | ||
Die baldige Trennung, jedoch ohne Scheidung derEltern bedeutete für Rudolf und seine Schwester eine Zäsur; Pauline kam zurMutter und Rudolf blieb bei seinem Vater. Ab 1845 erhielt Rudolf einehumanistische Erziehung in der Privat-Knabenerziehungsanstalt in Wien. Der jungeMann war musisch und künstlerisch sehr interessiert und auch begabt, wie seineHandzeichnungen in der selbst verfassten „Chronik“ beweisen. 1854 verließRudolf die Erziehungsanstalt und wohnte bis zur Absolvierung des Polytechnikums1858 bei seinem Vater in Wien. Während dieser Zeit kam Flechner öfter nachSchladming. Zusammen mit dem damaligen Bergverwalter Aigner, führte er in denFerien 1857 die Vermessung des gesamten Grubenbesitzes im Obertal durch. MontanistischeAusbildung in Leoben 1858-1860„Während der letzten Jahrgänge des Gymnasiumshatte sich in mir der Entschluss mich dem Montanfach zu widmen immer mehrbefestigt; und mein Ferienaufentalt in Schladming, der Besuch der Nickelgruben,welche mitten in der grossartigsten Hochgebirgslandschaft liegen (…) undendlich die mir damals sehr rosig erscheinende Aussicht einstmals Mitbesitzerder Schladminger Werke zu werden, hatte jenen Entschluss zur unumstösslichenSache gemacht.“ Nach Beendigung des Polytechnikums begann Flechner daszweijährige Studium an der Bergakademie Leoben, im ersten Jahr studierte erBergbaukunde, im zweiten Hüttenkunde. Während des Studiums nahm Rudolf anvielen Exkursionen zu Bergbauen und Hütten im damaligen k. und k. Reichsgebietteil. 1859 wurde eine solche Exkursion unter der Führung der ProfessorenMiller und Richter auch nach Schladming mit Befahrung des Zinkwand-Vötternreviersunternommen. Jahre später verfasste eine Schilderung dieser Begehung und fügteein langes Stimmungsgedicht bei. Das Verfassen von Gedichten war Rudolfsbesondere Vorliebe. | Die baldige Trennung, jedoch ohne Scheidung derEltern bedeutete für Rudolf und seine Schwester eine Zäsur; Pauline kam zurMutter und Rudolf blieb bei seinem Vater. Ab 1845 erhielt Rudolf einehumanistische Erziehung in der Privat-Knabenerziehungsanstalt in Wien. Der jungeMann war musisch und künstlerisch sehr interessiert und auch begabt, wie seineHandzeichnungen in der selbst verfassten „Chronik“ beweisen. 1854 verließRudolf die Erziehungsanstalt und wohnte bis zur Absolvierung des Polytechnikums1858 bei seinem Vater in Wien. Während dieser Zeit kam Flechner öfter nachSchladming. Zusammen mit dem damaligen Bergverwalter Aigner, führte er in denFerien 1857 die Vermessung des gesamten Grubenbesitzes im Obertal durch. MontanistischeAusbildung in Leoben 1858-1860„Während der letzten Jahrgänge des Gymnasiumshatte sich in mir der Entschluss mich dem Montanfach zu widmen immer mehrbefestigt; und mein Ferienaufentalt in Schladming, der Besuch der Nickelgruben,welche mitten in der grossartigsten Hochgebirgslandschaft liegen (…) undendlich die mir damals sehr rosig erscheinende Aussicht einstmals Mitbesitzerder Schladminger Werke zu werden, hatte jenen Entschluss zur unumstösslichenSache gemacht.“ Nach Beendigung des Polytechnikums begann Flechner daszweijährige Studium an der Bergakademie Leoben, im ersten Jahr studierte erBergbaukunde, im zweiten Hüttenkunde. Während des Studiums nahm Rudolf anvielen Exkursionen zu Bergbauen und Hütten im damaligen k. und k. Reichsgebietteil. 1859 wurde eine solche Exkursion unter der Führung der ProfessorenMiller und Richter auch nach Schladming mit Befahrung des Zinkwand-Vötternreviersunternommen. Jahre später verfasste eine Schilderung dieser Begehung und fügteein langes Stimmungsgedicht bei. Das Verfassen von Gedichten war Rudolfsbesondere Vorliebe. | ||
Praktikant im k. u. k. Staatseisenwerk in Neuberga.d. Mürz1860 absolvierte Rudolf die Abschlussprüfung des montanistischen Studiumsmit gutem Erfolg. Flechner trat in Folge als Praktikant im Staatseisenwerk inNeuberg a.d. Mürz eine Stelle an.Im Spätherbst 1861 nahm Rudolf einen sechsmonatigenUrlaub, um zu prüfen, wie sich die Lage in Schladming entwickelte. Als er dortsah, wie sehr sich diese verschlechtert hatte, suchte er um seine Entlassungaus dem Staatsdienst an.Entwicklung und Situation der Nickel - Berg- undHüttenwerke Schladming 1862 - 1868Flechner legte in seinem Tagebuch auch diebisherige Entwicklung und Verwaltungsstruktur des Betriebes dar und -wenngleich er die Qualitäten seines Großvaters herausarbeitet- sparte er nichtmit Kritik. | |||