Feuersetzen: Unterschied zwischen den Versionen
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Erfolgreich konnte das Feuersetzen nur in dafür geeigneten Gesteinen, wie quarzreichen [[Gneis]]en, [[Granit]]en, [[Kalk]]en und [[Dolomit]]en sowie in reichlich Quarz führenden Erzvorkommen angewendet werden. Eine weitere Voraussetzung war ein entsprechendes Angebot an Brennmaterial, vor allem von Nadelholz. Zur gefahrlosen Anwendung des Feuersetzens sollte das zu bearbeitende Gestein frei von Schwefelkies und vor allem von arsenhältigen Erzen sein. Beim Einsatz des Feuersetzens musste auch Rücksicht auf die folgende Aufbereitung und Verhüttung der Erze genommen werden. | Erfolgreich konnte das Feuersetzen nur in dafür geeigneten Gesteinen, wie quarzreichen [[Gneis]]en, [[Granit]]en, [[Kalk]]en und [[Dolomit]]en sowie in reichlich Quarz führenden Erzvorkommen angewendet werden. Eine weitere Voraussetzung war ein entsprechendes Angebot an Brennmaterial, vor allem von Nadelholz. Zur gefahrlosen Anwendung des Feuersetzens sollte das zu bearbeitende Gestein frei von Schwefelkies und vor allem von arsenhältigen Erzen sein. Beim Einsatz des Feuersetzens musste auch Rücksicht auf die folgende Aufbereitung und Verhüttung der Erze genommen werden. | ||
Der deutsche Wissenschaftler und „Vater der Mineralogie“, Georgius Agricola (' 1494 | Der deutsche Wissenschaftler und „Vater der Mineralogie“, Georgius Agricola (' 1494; † 1555; De re metallica libri XII), und der deutsche Bergmann und Markscheider, Balthasar Rösler (* 1605; † 1673; Speculum Metallurgiae Politissimum), gingen in ihren Werken auf die Feuersetzarbeit sehr genau ein. Es sollte demnach nur an trockenen Orten vor festem Gestein geschehen. Von großer Bedeutung war eine gute Bewetterung zur Abfuhr des entstehenden Rauches und der sonstigen Abgase. Oft wurden Strecken und Aufbrüche als Wetterkanäle genutzt. Wegen der Hitze und Rauchentwicklung wurde meist liegend gearbeitet; die zum Schüren verwendeten Kratzen und Krücken hatten oft mehrere Meter lange Stiele. Brände in Abbauen wurden bevorzugt am Wochenende gezündet, um ein Ausrauchen über den arbeitsfreien Sonntag sicherzustellen. | ||
In den unteren Giglerbauen sowie im [[Annastollen Bromriesen|Annastollen]] in [[Bromriesen]] sind durch Feuersetzen hergestellte Stollen zugänglich und es sind immer noch starke Verrußung zu erkennen. Das Gestein ist durch die Feuereinwirkung rotbraun verfärbt. | In den unteren Giglerbauen sowie im [[Annastollen Bromriesen|Annastollen]] in [[Bromriesen]] sind durch Feuersetzen hergestellte Stollen zugänglich und es sind immer noch starke Verrußung zu erkennen. Das Gestein ist durch die Feuereinwirkung rotbraun verfärbt. | ||