Magnesitwerk Lassing: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Magnesitwerk Lassing''' war ein ehemaliger Berbau samt Verarbeitungsbetrieb im [[Lassing|Lassinger]] Ortsteil [[Burgfried]].
Das '''Magnesitwerk Lassing''' war ein ehemaliger Bergbau samt Verarbeitungsbetrieb im [[Lassing]]er Ortsteil [[Burgfried]].


== Geschichte ==
== Geschichte ==
[[1936]] werden von der Feinstahl-AG Zürich bergbauliche Erschließungsarbeiten bei den Lassinger Gehöften [[Widmoser (Lassing)|Widmoser]] und [[Mangner (Lassing)|Mangner]] durchgeführt. Es wird eine größere Lagestätte gefunden und [[1937]] die Lassing-Mineral GmbH gegründet.
[[1936]] werden von der Feinstahl-AG Zürich bergbauliche Erschließungsarbeiten bei den Lassinger Gehöften [[Widmoser (Lassing)|Widmoser]] und [[Mangner (Lassing)|Mangner]] durchgeführt. Es wird eine größere Lagerstätte gefunden und [[1937]] die Lassing-Mineral GmbH gegründet.
Mit dem Abbau wird in diesem Jahr begonnen und eine Materialseilbahn zur Aufbereitungsanlage bei der [[Hauswaldmühle]] errichtet. Dort wird eine Brennanlage für Sintermagnesit gebaut. Betriebleiter ist in dieser Zeit Ing. Theodor April. Die Benützungbweilligungen werden [[1938]] erteilt.
 
Die Abbaurechte liegen bei Wilhelm Fuchs aus Graz, der sie an die Lassing-Mineral Gmbh bzw. Herrn Nicolas Cramer verpachtet.
Mit dem Abbau wird in diesem Jahr begonnen und eine Materialseilbahn zur Aufbereitungsanlage bei der [[Hauswaldmühle]] errichtet. Dort wird eine Brennanlage für Sintermagnesit gebaut. Betriebsleiter ist in dieser Zeit Ing. Theodor April. Die Benützungbweilligungen werden [[1938]] erteilt.
[[1940]] wird er Betrieb eingestellt und nur zeitweise mit einem Mann gearbeitet. Die leitenden Angestellten verlassen Österreich und gehen zurück in die Schweiz.
 
Die Abbaurechte liegen bei Wilhelm Fuchs aus Graz, der sie an die Lassing-Mineral Gmbh bzw. Nicolas Cramer verpachtet.
 
Zeitweise wird nur mit einem Mann gearbeitet. [[1940]] wird der Betrieb eingestellt und die leitenden Angestellten verlassen Österreich und gehen zurück in die Schweiz.


Schließlich kauft [[1949]] die Österreichisch-Amerikanische Magnesit AG in Radenthein den Betrieb und das Gelände. Als Betriebsleiter fungiert ab [[1951]] Dipl.-Ing. Wochesländer.
Schließlich kauft [[1949]] die Österreichisch-Amerikanische Magnesit AG in Radenthein den Betrieb und das Gelände. Als Betriebsleiter fungiert ab [[1951]] Dipl.-Ing. Wochesländer.
Da das Lassinger Rohmagnesit stark eisenhältig ist und dies zu dieser  Zeit für die Produktion von Radex Steinen nicht mehr notwendig ist, wird  die Produktion nach und nach zurückgefahren. Schließlich wird der  Betrieb [[1963]] ganz eingestellt.
Da das Lassinger Rohmagnesit stark eisenhältig ist und dies zu dieser  Zeit für die Produktion von Radex Steinen nicht mehr notwendig ist, wird  die Produktion nach und nach zurückgefahren. Schließlich wird der  Betrieb [[1963]] ganz eingestellt.


== Betriebsanlagen und Belegschaft ==
== Betriebsanlagen und Belegschaft ==
Der Bergbau oberhalb des Gehöftes [[Obermoser (Lassing)|Obermoser]] im Ortsteil Burgfried ist mit einer 1280 Meter langen Materialseilbahn mit der Verarbeitungsstelle verbunden.
Der Bergbau oberhalb des Gehöftes [[Obermoser (Lassing)|Obermoser]] im Ortsteil Burgfried ist mit einer 1 280 Meter langen Materialseilbahn mit der Verarbeitungsstelle verbunden.
Als erstes besteht der sogenannte Barbarastollen als Abbaustelle. Später wird auch noch der sogenannte Hugo-Stollen angeschlagen.  
 
Das Material wird mittels einer Diesellik aus dem Untertagebau ausgefahren und die Seilbahn auf das neue Niveau des Hugo Stollens verlängert.
Als erstes besteht der sogenannte Barbarastollen als Abbaustelle. Später wird auch noch der sogenannte Hugo-Stollen angeschlagen. Das Material wird mittels einer Diesellik aus dem Untertagebau ausgefahren und die Seilbahn auf das neue Niveau des Hugo Stollens verlängert. [[1951]] steigt die Belegschaft auf 50 Beschäftigte und danach auf 75 Personen. Die Betriebsanlagen werden später von Arnold Dreher erworben und stehen lange Jahre als Industrieruinen leer. Nach Kauf des Geländes durch die Paltentaler Kies- und Marmorwerke werden sie schlussendlich abgetragen und vollständig entfernt.
[[1951]] steigt die Belegschaft auf 50 Beschäftigte und danach auf 75 Personen.
Die Betriebsanlagen werden später von Arnold Dreher erworben und stehen lange Jahre als Industrieruinen leer.
Nach Kauf des Geländes durch die Paltentaler Kies- und Marmorwerke werden sie schließendlich abgetragen und vollständig entfernt.


==Quellen==
==Quellen==
* Benedikt Schneider: ''950 Jahre Lassing''. 1986
* Schneider, Benedikt: ''950 Jahre Lassing'', 1986
* Franz Wohlgemuth: ''Geschichte der Pfarre Gaishorn und des Paltentales.'' Röm.-kath. Pfarramt Gaishorn, Gaishorn 1955.
* [[Franz Wohlgemuth|Wohlgemuth, Franz]]: ''Geschichte der Pfarre Gaishorn und des Paltentales.'' Röm.-kath. Pfarramt Gaishorn, Gaishorn 1955  
 


[[Kategorie:Bergbau]]
[[Kategorie:Lassing]]
[[Kategorie:Lassing]]
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Wirtschaft]]
[[Kategorie:Bergbau]]
[[Kategorie:Magnesitbergbau]]