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'''Josef Matl''' (* [[10. März]] [[1897]] in Machersdorf [heute Slowenien: Mahovci], Gemeinde Schirmdorf [Črnci], Bezirk Radkersburg, ehemalige Untersteiermark [Abstaller Becken]; † [[12. Juni]] [[1974]] in [[Rottenmann]]) war Slavist und Balkanologe.


== Leben ==
== Leben ==
1897 in eine deutschsprachige Bauernfamilie hinein geboren, erlebte Matl seine Heimat an der steirischen deutsch-slovenischen-ungarischen Sprach- und Volksgrenze noch in der Österreichisch-ungarischen Monarchie. Er wuchs im Spannungsfeld zweier Sprachen auf, was sicherlich mitbestimmend für seinen späteren Werdegang als Serbokroatischlehrer, Balkanologe und Slavist war.
1897 in eine deutschsprachige Bauernfamilie hinein geboren, erlebte Matl seine Heimat an der steirischen deutsch-slovenischen-ungarischen Sprach- und Volksgrenze noch in der Österreichisch-ungarischen Monarchie. Er wuchs im Spannungsfeld zweier Sprachen auf, was sicherlich mitbestimmend für seinen späteren Werdegang als Serbokroatischlehrer, Balkanologe und Slavist war.


1916 maturierte er vorzeitig am Fürstbischöflichen Gymnasium in Graz. Schon 1915 rückte er als Freiwilliger zum Gebirgsschützenregiment in Klagenfurt zum Kriegsdienst in den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] ein. Anfang Oktober kam er an die Front nach Galizien, wo er im Juli 1917 verwundet wurde und der Kriegsdienst für ihn zu Ende war. Nach Ende des Krieges begann Matl mit dem Studium der Slavistik und Germanistik in Graz und Wien, das er 1921 mit der Promotion zum Dr. phil. in Wien und 1928 mit der Habilitation für das Fach Slavische Philologie an der Universität Graz abschloss. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war er abermals von 1939 bis 1945 im Militärdienst am Balkan.
1916 maturierte er vorzeitig am Fürstbischöflichen Gymnasium in Graz. Schon 1915 rückte er als Freiwilliger zum Gebirgsschützenregiment in Klagenfurt zum Kriegsdienst in den [[Ersten Weltkrieg]] ein. Anfang Oktober kam er an die Front nach Galizien, wo er im Juli 1917 verwundet wurde und der Kriegsdienst für ihn zu Ende war. Nach Ende des Krieges begann Matl mit dem Studium der Slavistik und Germanistik in Graz und Wien, das er 1921 mit der Promotion zum Dr. phil. in Wien und 1928 mit der Habilitation für das Fach Slavische Philologie an der Universität Graz abschloss. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war er abermals von 1939 bis 1945 im Militärdienst am Balkan.


Von 1948 bis 1968 war er Vorstand des Seminars für Slavische Philologie (später: Institut für Slawistik und Südostforschung) der Universität Graz.
Von 1948 bis 1968 war er Vorstand des Seminars für Slavische Philologie (später: Institut für Slawistik und Südostforschung) der Universität Graz.
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== Quelle ==
== Quelle ==
* [http://archiv.pavelhaus.at/publikationen/signal01_deutsch/signal01_02.htm archiv.pavelhaus.at ausführliche Biografie]
* [http://archiv.pavelhaus.at/publikationen/signal01_deutsch/signal01_02.htm archiv.pavelhaus.at ausführliche Biografie]
== Weblinks ==
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Aktuelle Version vom 6. Juni 2026, 17:29 Uhr

Josef Matl (* 10. März 1897 in Machersdorf [heute Slowenien: Mahovci], Gemeinde Schirmdorf [Črnci], Bezirk Radkersburg, ehemalige Untersteiermark [Abstaller Becken]; † 12. Juni 1974 in Rottenmann) war Slavist und Balkanologe.

Leben

1897 in eine deutschsprachige Bauernfamilie hinein geboren, erlebte Matl seine Heimat an der steirischen deutsch-slovenischen-ungarischen Sprach- und Volksgrenze noch in der Österreichisch-ungarischen Monarchie. Er wuchs im Spannungsfeld zweier Sprachen auf, was sicherlich mitbestimmend für seinen späteren Werdegang als Serbokroatischlehrer, Balkanologe und Slavist war.

1916 maturierte er vorzeitig am Fürstbischöflichen Gymnasium in Graz. Schon 1915 rückte er als Freiwilliger zum Gebirgsschützenregiment in Klagenfurt zum Kriegsdienst in den Ersten Weltkrieg ein. Anfang Oktober kam er an die Front nach Galizien, wo er im Juli 1917 verwundet wurde und der Kriegsdienst für ihn zu Ende war. Nach Ende des Krieges begann Matl mit dem Studium der Slavistik und Germanistik in Graz und Wien, das er 1921 mit der Promotion zum Dr. phil. in Wien und 1928 mit der Habilitation für das Fach Slavische Philologie an der Universität Graz abschloss. Während des Zweiten Weltkrieges war er abermals von 1939 bis 1945 im Militärdienst am Balkan.

Von 1948 bis 1968 war er Vorstand des Seminars für Slavische Philologie (später: Institut für Slawistik und Südostforschung) der Universität Graz.

Quelle

Weblinks

  • Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Josef Matl"