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[[Datei:Zaun 1.jpg|thumb|Zäune entstanden lange ohne die Verwendung eines Nagels, hier im Freilichtmuseum Großgmain, Salzburg]]
[[Datei:Donnersbach 26783 2010-08-08.jpg|thumb|Ein traditioneller Holzzaun in [[Donnersbach]].]]
[[Datei:Flechtzaun 2.jpg|thumb|Der Flechtzaun war lange Zeit die vorherrschende Zaunform; Freilichtmuseum Großgmain, Salzburg]]
[[Datei:Zaun 1.jpg|thumb|Zäune entstanden lange ohne die Verwendung eines Nagels, hier ein Beispiel im [[swiki:Salzburger Freilichtmuseum]]<ref>{{salzburgwiki}}</ref>]]
[[Datei:Girschtenzaun.jpg|thumb|Der im Ennstal übliche [[Girschtenzaun]]; Freilichtmuseum Großgmain]]
[[Datei:Flechtzaun 2.jpg|thumb|Der Flechtzaun war lange Zeit die vorherrschende Zaunform; Salzburger Freilichtmuseum.]]
[[Datei:Lungauer Bänderzaun.jpg|thumb|Ein Blick über die Landesgrenze: der Lungauer Bänderzaun; Freilichtmuseum Großgmain]]
[[Datei:Girschtenzaun.jpg|thumb|Der im Ennstal übliche [[Girschtenzaun]]; Salzburger Freilichtmuseum.]]
[[Datei:Lungauer Bänderzaun.jpg|thumb|Ein Blick über die Landesgrenze: der Lungauer Bänderzaun; Salzburger Freilichtmuseum.]]
Ein '''Holzzaun''' als uralte Äußerungen einer überwiegend doch nur friedlichen Regungen entsprießenden Volkskultur stellt im Rahmen einer Haus- und Hofforschung oder einer Beschäftigung mit Siedlungskultur, Architektur und Holzbauweisen einen interessanten Aspekt innerhalb der Alltagskultur dar. Kulturanthropologen dokumentieren dabei  die Bedeutung und den Formenreichtum des für den alpinen Raum so charakteristischen Landschaftselements.
Ein '''Holzzaun''' als uralte Äußerungen einer überwiegend doch nur friedlichen Regungen entsprießenden Volkskultur stellt im Rahmen einer Haus- und Hofforschung oder einer Beschäftigung mit Siedlungskultur, Architektur und Holzbauweisen einen interessanten Aspekt innerhalb der Alltagskultur dar. Kulturanthropologen dokumentieren dabei  die Bedeutung und den Formenreichtum des für den alpinen Raum so charakteristischen Landschaftselements.


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Ein ''Friedzaun'' galt als Zeichen für Eigentum und Sicherheit:  innerhalb der Umzäunungen kam der sogenannte ''Königsfrieden'' zum Tragen. Die Salzburger ''Taidinge''(festgelegte Orte der Rechtsprechung; diese Bezeichnung hat ihren Ursprung in der germanischen Rechtstradition) bestimmten genau, dass die Zäune bis Sankt Georg und St. Philipp und Jakobi fertiggestellt sein mussten. Das Zaunholz wurde durch Servitutsrecht dem Bauern zugestanden (unter Servitut ist ein beschränktes Nutzungsrecht an einer fremden Sache zu verstehen).
Ein ''Friedzaun'' galt als Zeichen für Eigentum und Sicherheit:  innerhalb der Umzäunungen kam der sogenannte ''Königsfrieden'' zum Tragen. Die Salzburger ''Taidinge''(festgelegte Orte der Rechtsprechung; diese Bezeichnung hat ihren Ursprung in der germanischen Rechtstradition) bestimmten genau, dass die Zäune bis Sankt Georg und St. Philipp und Jakobi fertiggestellt sein mussten. Das Zaunholz wurde durch Servitutsrecht dem Bauern zugestanden (unter Servitut ist ein beschränktes Nutzungsrecht an einer fremden Sache zu verstehen).
== Hagzissa==
''Hagzissa'' oder ''Hagzussa'', sind althochdeutsche Name für Wesen, die "auf dem Hag bzw. Zaun sitzen", im übertragenen Sinne mit einem Bein in der Welt der Menschen (der Welt innerhalb des Zaunes), mit dem anderen in der der Geister (Wildnis) stehen. Aus diesen Bezeichnungen entwickelte sich schließlich das Wort ''Hexe''.


==Zaunformen und Herstellung==
==Zaunformen und Herstellung==
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Doch bekommen aus Holz gefertigte Zäune wieder neuen Aufschwung, da man die Bedeutung und Schönheit der fast schon verschwundenen Zeitzeugen wieder neu erfasst hat. Speziell in Freilichtmuseen, wie die Fotos aus dem Freilichtmuseum Großgmain in Salzburg zeigen, wird auf die Präsentation dieser Zaunformen besonderes Augenmerk gelegt.
Doch bekommen aus Holz gefertigte Zäune wieder neuen Aufschwung, da man die Bedeutung und Schönheit der fast schon verschwundenen Zeitzeugen wieder neu erfasst hat. Speziell in Freilichtmuseen, wie die Fotos aus dem Freilichtmuseum Großgmain in Salzburg zeigen, wird auf die Präsentation dieser Zaunformen besonderes Augenmerk gelegt.


== Quellen ==
== Quelle ==
* ''Da Schau Her. Beiträge aus dem Kulturleben des Bezirkes Liezen'', 14. Jahrgang. Nr. 3, Juli 1993
* ''[[Da schau her]]. Beiträge aus dem Kulturleben des Bezirkes Liezen'', 14. Jahrgang. Nr. 3, Juli 1993
 
==== Fußnote ====
<references/>
 


[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
[[Kategorie:Kultur]]
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Kulturgeschichte]]
[[Kategorie:Kulturgeschichte]]