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Die [[1991]] vom Lokalhistoriker [[Hubert Walter]] verfasste Biografie war bisher die einzige Quelle zur Geschichte der Familie Fankhauser. Neue Erkenntnisse haben jedoch einige der darin aufgestellten Thesen widerlegt. So ist es zum Beispiel fraglich, ob die Familie tatsächlich aus dem Emmental in der Schweiz stammt; vielmehr deutet alles darauf hin, dass ihre Herkunft im Zillertal in Tirol liegt. Sicher ist hingegen, dass Pius und Maria Fankhauser im Jahr [[1845]] im Innsbrucker Stadtteil Hötting Nr. 412 wohnten, wo am [[24. August]] ihr Sohn Franz Xaver als viertes von sieben Kindern zur Welt, der das Handwerk des Buchbinders erlernte. | Die [[1991]] vom Lokalhistoriker [[Hubert Walter]] verfasste Biografie war bisher die einzige Quelle zur Geschichte der Familie Fankhauser. Neue Erkenntnisse haben jedoch einige der darin aufgestellten Thesen widerlegt. So ist es zum Beispiel fraglich, ob die Familie tatsächlich aus dem Emmental in der Schweiz stammt; vielmehr deutet alles darauf hin, dass ihre Herkunft im Zillertal in Tirol liegt. Sicher ist hingegen, dass Pius und Maria Fankhauser im Jahr [[1845]] im Innsbrucker Stadtteil Hötting Nr. 412 wohnten, wo am [[24. August]] ihr Sohn Franz Xaver als viertes von sieben Kindern zur Welt, der das Handwerk des Buchbinders erlernte. | ||
Laut Todesanzeige aus dem Jahr [[1898]] war Vater Pius Fankhauser ab etwa [[1873]] in Kufstein und später in Reutte als landwirtschaftlicher Tierarzt tätig. Nicht geklärt ist die Frage, aus welchen Gründen [[Franz Fankhauser|Franz]], der damals erst 20 Jahre alt war, ins steirische [[Ennstal]] gekommen war. Vielleicht kam er als Buchbindergeselle auf der traditionellen Wanderschaft nach Admont – möglich ist aber auch, dass er bereits Kontakte zu anderen Tirolern vor Ort hatte. Jedenfalls kam Franz im Laufe des Jahres [[1865]] nach Admont, wo er als Buchbinder reichlich Arbeit fand und neben seiner fotografischen Tätigkeit bis [[1892]] diesem Handwerk nachging. | Laut Todesanzeige aus dem Jahr [[1898]] war Vater Pius Fankhauser ab etwa [[1873]] in Kufstein und später in Reutte als landwirtschaftlicher Tierarzt tätig. Nicht geklärt ist die Frage, aus welchen Gründen [[Franz Fankhauser (Fotograf)|Franz]], der damals erst 20 Jahre alt war, ins steirische [[Ennstal]] gekommen war. Vielleicht kam er als Buchbindergeselle auf der traditionellen Wanderschaft nach Admont – möglich ist aber auch, dass er bereits Kontakte zu anderen Tirolern vor Ort hatte. Jedenfalls kam Franz im Laufe des Jahres [[1865]] nach Admont, wo er als Buchbinder reichlich Arbeit fand und neben seiner fotografischen Tätigkeit bis [[1892]] diesem Handwerk nachging. | ||
Die Recherche zu seinen Wohnsitzen in Admont erwies sich als schwierig. Standesmeldungen belegen jedoch, dass er zunächst im Haus der Buchbinder-Tochter Karoline Finsterwalder Nr. 12, genannt Schneider-Weigl, wohnte. Entgegen anderer Annahmen zog die Familie erst um [[1877]] in das Haus Windhager Nr. 72, das [[vulgo Steinmetzhäusl]]. Ein Hinweis aus dem Jahr [[1898]], wonach Franz Fankhauser als Hausbesitzer geführt wird, konnte nicht bestätigt werden. | Die Recherche zu seinen Wohnsitzen in Admont erwies sich als schwierig. Standesmeldungen belegen jedoch, dass er zunächst im Haus der Buchbinder-Tochter Karoline Finsterwalder Nr. 12, genannt Schneider-Weigl, wohnte. Entgegen anderer Annahmen zog die Familie erst um [[1877]] in das Haus Windhager Nr. 72, das [[vulgo Steinmetzhäusl]]. Ein Hinweis aus dem Jahr [[1898]], wonach Franz Fankhauser als Hausbesitzer geführt wird, konnte nicht bestätigt werden. | ||
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Mit viel Fleiß und wirtschaftlichem Geschick gründete Franz Fankhauser schon acht Jahre nach seiner Ankunft seinen eigenen Fotobetrieb. Auch privat war das Jahr [[1873]] bedeutend: Am [[17. Juni]] heiratete er die gebürtige Admonterin Elisabeth Echer, die am [[12. November]] ihren Sohn Franz junior zur Welt brachte. Dem Erstgeborenen folgten noch zwölf weitere Geschwister. | Mit viel Fleiß und wirtschaftlichem Geschick gründete Franz Fankhauser schon acht Jahre nach seiner Ankunft seinen eigenen Fotobetrieb. Auch privat war das Jahr [[1873]] bedeutend: Am [[17. Juni]] heiratete er die gebürtige Admonterin Elisabeth Echer, die am [[12. November]] ihren Sohn Franz junior zur Welt brachte. Dem Erstgeborenen folgten noch zwölf weitere Geschwister. | ||
Franz Fankhauser, der Firmengründer, erlebte in seiner neuen Heimat Jahrzehnte des Wiederaufbaus und wurde Zeuge großer Veränderungen, darunter auch die Eröffnung der [[Kronprinz-Rudolf-Bahn]] im Jahr [[1872]], die die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse der gesamten Region nachhaltig prägte. | Franz Fankhauser, der Firmengründer, erlebte in seiner neuen Heimat Jahrzehnte des Wiederaufbaus und wurde Zeuge großer Veränderungen, darunter auch die Eröffnung der [[Kronprinz-Rudolf-Bahn]] im Jahr [[1872]], die die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse der gesamten Region nachhaltig prägte. Franz Fankhauser starb am [[23. März]] [[1913]]. | ||
== Familienmitglieder | == Familienmitglieder == | ||
* | * Engelbert Fankhauser (* [[1. November]] [[1877]]; † [[4. Oktober]] [[1918]]), er erlag im 41. Lebensjahr einer Lungentuberkulose; | ||
* [[Conrad Fankhauser]] | * [[Conrad Fankhauser]] (* [[19. November]] [[1887]]; † [[25. November]] [[1976]]) | ||
* [[Konrad Fankhauser|Konrad August Fankhauser]] (* [[19. April]] [[1923]]; † [[5. Juni]] [[1999]]) | |||
== Unternehmen == | == Unternehmen == | ||
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== Literatur == | == Literatur == | ||
* [[Ernst Kren|Kren Ernst ]]: "[[Fankhauser - Eine Admonter Fotografendynastie]]" | * [[Ernst Kren|Kren Ernst]]: "[[Fankhauser - Eine Admonter Fotografendynastie]]" | ||
== Bildergalerie == | |||
'''Bild 1:''' Das Wohn- und Geschäftshaus Fankhauser in der [[Bahnhofstraße (Admont)|Bahnhofstraße]] Nr. 157.<br /> | |||
'''Bild 2:'''Engelbert Fankhauser<br /> | |||
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Datei:Fankhauser_Atelier_in_Admont_(HBEA).jpg|Das Wohn- und Geschäftshaus [[Fankhauser]] in der [[Bahnhofstraße (Admont)|Bahnhofstraße]] Nr. 157. | |||
Datei:Fankhauser Engelbert Fotograf Admont.jpg|Engelbert Fankhauser | |||
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== Quelle == | == Quelle == | ||