Der tote Schnee: Unterschied zwischen den Versionen

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== Einleitung ==
Im Gebiet des [[Dachsteinmassiv]]s soll es mehrere sogenannte "verwunschene" oder "verschniebene" Almen geben. So soll eine das [[Karls-Eisfeld]] gewesen sein, eine andere das [[Gosauer-Eisfeld]]. Ein anderes, muldenförmiges Gletschereis  wird "der tote Schnee" genannt.
== Die Sage ==
== Die Sage ==
Nach einem starken [[Gewitter]], das über dem [[Dachstein]] niedergegangen war, schwollen die [[Wildbach|Wildbäche]] an und rissen Brücken und Stege mit sich.
Mägde, die sich dort im Gebiet aufhielten, fragten die [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#B|Brenntlerin]], ob sie Holzfäller holen sollten, damit diese  die Brücken wieder reparierten. Doch die Brenntlerin meinte, sie könnten die Brücken doch selbst bauen und zwar aus Käse und Schotten (Weißkäse). 


Einst ging ein starkes Gewitter über den Dachstein nieder, und die angeschwollenen Wildbäche rissen die Stege und Brücken hinweg. Die Mägde fragten die Brenntlerin, ob sie hinüber in den Holzschlag gehen sollten, um die Holzfäller herbeizurufen, auf daß sie die Brücken wieder herstellten. Darauf sagte die Brenntlerin: "Ach was, wir brauchen keinen Holzknecht, wir nehmen kein Holz mehr! Wir bauen uns unsere Brücken selbst, und zwar aus purem Käse und Schotten."
Sie gingen ans Werk und verwendeten sogar Butter, damit die einzelnen (Käse)Teile zusammenhielten. Doch die Strafe des Himmels ließ nicht lange warten. Kaum war der letzte Steg fertigt, versank die Alpe und mit ihr die Frevlerinnen. Ihre Hütte verwandelte sich in einen fest gefrorenen Schneehaufen, die Brenntlerin und ihre Mägde sowie das Vieh wurden ebenfalls zu Eis.
Wie gesagt, so getan! Die Brücken wurden wirklich nur aus bestem Käse und aus vortrefflichen Schotten hergestellt und dazu noch extrafeine Butter verwendet, auf daß ja die einzelnen Teile gut und fest aneinanderhielten. Aber als der letzte Steg fertig gebracht worden war, ereilte die Strafe des Himmels die Frevlerinnen, welche die herrlichen Gottesgaben so sündhaft vergeudeten.
 
Die ganze Alpe versank. Ewiger Schnee bedeckt seither den so ergiebig gewesenen Grasboden; auch die Hütte verwandelte sich in einen festgefrorenen Schneehaufen, und die Brenntlerin mitsamt ihren Dirnen und ihrem Vieh wurden gleichfalls zu Eis.
== Weblinks ==
* Zur Sage [http://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/steiermark/sann/dertoteschnee.html www.sagen.at Der tote Schnee]


== Quellen ==
== Quellen ==
* Sagen aus der grünen Mark, Hans von der Sann, Graz 1911
* [http://www.sagen.at www.sagen.at]
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
* Hans von der Sann: ''Sagen aus der grünen Mark'', Graz 1911
 
 
{{SORTIERUNG: Schnee, Der tote }}
 
[[Kategorie:Sagen und Legenden]]
[[Kategorie:Sagen und Legenden]]
[[Kategorie:Volkssagen]]
[[Kategorie:Volkssagen]]

Aktuelle Version vom 4. Juni 2026, 15:04 Uhr

Der tote Schnee heißt eine Sage aus dem Ennstal über eine untergegangene Alm am Dachsteinplateau.

Einleitung

Im Gebiet des Dachsteinmassivs soll es mehrere sogenannte "verwunschene" oder "verschniebene" Almen geben. So soll eine das Karls-Eisfeld gewesen sein, eine andere das Gosauer-Eisfeld. Ein anderes, muldenförmiges Gletschereis wird "der tote Schnee" genannt.

Die Sage

Nach einem starken Gewitter, das über dem Dachstein niedergegangen war, schwollen die Wildbäche an und rissen Brücken und Stege mit sich. Mägde, die sich dort im Gebiet aufhielten, fragten die Brenntlerin, ob sie Holzfäller holen sollten, damit diese die Brücken wieder reparierten. Doch die Brenntlerin meinte, sie könnten die Brücken doch selbst bauen und zwar aus Käse und Schotten (Weißkäse).

Sie gingen ans Werk und verwendeten sogar Butter, damit die einzelnen (Käse)Teile zusammenhielten. Doch die Strafe des Himmels ließ nicht lange warten. Kaum war der letzte Steg fertigt, versank die Alpe und mit ihr die Frevlerinnen. Ihre Hütte verwandelte sich in einen fest gefrorenen Schneehaufen, die Brenntlerin und ihre Mägde sowie das Vieh wurden ebenfalls zu Eis.

Weblinks

Quellen

  • www.sagen.at
  • Hans von der Sann: Sagen aus der grünen Mark, Graz 1911