Großer Ödstein: Unterschied zwischen den Versionen
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
K Textersetzung - „Kategorie:Alpinismus“ durch „“ |
||
| (32 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
{{Googlemapsort|Großer_Ödstein}} | [[Datei:Oedstein.jpg|thumb|Der Große Ödstein vom [[Gesäuse]].]]{{Googlemapsort|Großer_Ödstein}} | ||
Der '''Große Ödstein''' ist ein Berg | Der '''Große Ödstein''' ist ein Berg im Südosten von [[Admont]]. Er gehört zu den [[Ennstaler Alpen]] ist 2 335 [[m ü. A.]] hoch. | ||
== Schutzhütten | == Geografie == | ||
In | Der Große Ödstein ist der Hauptgipfel der [[Ödsteingruppe]], einer südwestlichen kleinen Untergruppe der [[Hochtorgruppe]]. | ||
* [[ | === Schutzhütten - Almhütten === | ||
In unmittelbarer Nähe des Berges befinden sich keine Schutz- oder Almhütten. Nördlich in etwa eineinhalb Kilometer Luftlinie entfernt steht die [[Haindlkarhütte]], der nördliche Ausgangspunkt zur Ersteigung des Großen Ödsteins. Südöstlich in etwa zwei Kilometer Luftlinienentfernung gibt es die [[Untere Koderalm]] mit Almhütten. Südlicher Ausgangspunkt zur Ersteigung ist der [[Gasthof Kölblwirt]] im Johnsbachtal. | |||
[[Datei:Hochtorgruppe 1957.jpg|thumb|Historische Flugaufnahme 1957. Blick nach Nordosten: Über der Mitte: [[Hochtor (Ennstaler Alpen)|Hochtor]], links unten: Großer Ödstein, links oben: [[Tamischbachturm]], rechts oben: [[Hochzinödl]].]] | |||
== Geschichte== | |||
Johann Grill, vlg. Kederbacher, war am [[12. Juni]] [[1877]] mit Josef Pöschl der Erstbesteiger (touristisch) des Großen Ödsteins im [[Gesäuse]]. Jedoch soll Überlieferungen zu Folge der [[Johnsbach]]er Jäger Fehringer Ferstl schon um [[1850]] am Gipfel des Großen Ödsteins gestanden haben. | |||
Bei der [[Touristenkatastrophe 1925 bei Schneesturm im Gesäuse]] im Sommer waren sieben Wiener Bergsteiger erfroren, einer am Anstieg auf den Großen Ödstein. | |||
Mitte Juli [[1926]] stürzte der 22-jährige Exportakademiker Otto Bernhard aus Wien tödlich abgestürzt. Sein Begleiter, der Mediziner Lengsfeld erlitt leichtere Verletzungen.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19260720&query=%22Haberleitner%22+%22Admont%22&ref=anno-search&seite=7 ANNO], [[swiki:Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 20. Juli 1926, Seite 7</ref> | |||
Erste Wintererstbesteigung am [[2. März]] [[1930]] durch [[Kurt Reifschneider]] und Marianne Konrath (beide aus Wien).<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=otz&datum=19360004&query=(text:Haindlkarturm)&ref=anno-search&seite=91 ANNO], "[[Österreichische Touristenzeitung]]", 1936, Seite 91</ref> | |||
[[Datei:Nigmann-1winterbegehung ödsteinkante-1946.jpg|thumb|Hans Nigmann, erste Winterbegehung der [[Ödsteinkante]], [[1946]].]] | |||
Am [[6. Jänner]] [[1946]] wurde von den Leobner Bergsteigern Hans Nigmann und Franz Schauer in stundenschwerster Kletterei die [[Ödsteinkante|Nordwestkante]] des Großen Ödsteins das erste Mal im Winter bezwungen. Damit war nach der winterlichen Begehung der [[Dachstein-Südwand]] und der [[Hochtor (Ennstaler Alpen)|Hochtor]]nordwand eines der größten bergsteigerischen Probleme im winterlichen Fels der steirischen Berge gelöst worden. | |||
Das "Linzer Volksblatt"<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=lvb&datum=19460202&query=%22Nigmann%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], "Linzer Volksblatt", Ausgabe vom 2. Februar 1946, Seite 3</ref> berichtete ebenso wie andere Zeitungen:<blockquote>''Beachtliche Winter-Erstbesteigung im Gesäuse. Kürzlich wurde von den Leobener Bergsteigern Nigmann und Schauer in 52-stündiger schwerster Kletterei die Nordwestkante des Großen Goldsteins in den Gesäusebergen das erstemal im Winter bezwungen. Damit ist nach der Winterbegehung der Dachsteinsüdwand und Hochtornordwand eines der größten bergsteigeritchen Probleme im winterlichen Fels gelöst worden.''</blockquote> Das "[[swiki:Salzburger Tagblatt]]"<ref>{{salzburgwiki}}</ref> wusste in seiner Ausgabe vom 31. Jänner 1946 auch die beiden Vornamen: Hans Nigmann und Franz Schauer.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbt&datum=19460131&query=%22Nigmann%22&ref=anno-search&seite=6 ANNO], Salzburger Tagblatt, Ausgabe vom 31. Jänner 1946, Seite 6</ref> | |||
Wie den digitalisierten Zeitschriften der Österreichischen Nationalbibliothek ([[ANNO]]) zu entnehmen ist, waren die Berge der Ödstein- und Hochtorgruppe in den ersten Jahrzehnten des [[20. Jahrhundert]]s beliebte Wochenendziele für Wiener Alpinisten. Man fuhr mit dem Nachtzug von Freitag auf Samstag zum [[Bahnhof Gstatterboden]] an der [[Enns]], unternahm eine Bergtour und kehrte mit dem Abendzug am Sonntag wieder nach Wien zurück. | |||
== Bilder== | |||
{{Bildkat}} | |||
== Literatur == | |||
* [[Josef Hasitschka|Hasitschka, Josef]]; [[Ernst Kren|Kren, Ernst]]; [[Adolf Mokrejs|Mokrejs, Adolf]]: "[[Der Ödstein]]", Schall Verlag, 2010, 978-3900533618 | |||
==Weblink== | |||
* Position auf [https://maps.bev.gv.at/#/center/14.6199,47.5556/zoom/16 AMap] (korrigierter neuer Link, Datenstand 1. Dezember 2022) | |||
== Quellen == | == Quellen == | ||
* [ | * [[GIS]] ([https://gis.stmk.gv.at/wgportal/atlasmobile/map/Adressen%20-%20Orte%20-%20Grenzen/Grenzen%20-%20Regionale%20Gliederung gis.stmk.gv.at] Grenzen - Regionale Gliederung)= | ||
{{Quelle | * [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Grill Grill] | ||
{{Quelle AMap}} | |||
* [ | * [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbt&datum=19460131&seite=6&zoom=33&query=%22Hans%2BNigmann%22&ref=anno-search ANNO], "Salzburger Tagblatt", Ausgabe vom 31. Jänner 1946 Seite 6 | ||
==== Einzelnachweise ==== | |||
<references/> | |||
{{SORTIERUNG: Ödstein, Großer}} | |||
[[Kategorie:Admont]] | |||
[[Kategorie:Johnsbach]] | |||
[[Kategorie:Geografie]] | |||
[[Kategorie:Landschaft]] | |||
[[Kategorie:Ostalpen]] | |||
[[Kategorie:Kalkalpen]] | |||
[[Kategorie:Ennstaler Alpen]] | |||
[[Kategorie:Gesäuse]] | |||
[[Kategorie:Berg]] | |||
[[Kategorie:Nationalpark Gesäuse]] | |||
[[Kategorie: | [[Kategorie:Alpinismus (Geschichte)]] | ||