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== Wahrheitsfindungsversuche == | == Wahrheitsfindungsversuche == | ||
Herta und [[Franz Mandl]] haben nun versucht herauszufinden, wer die Verstorbene gewesen ist und wann sich das Unglück ereignet hat. Auf der Suche nach Gewährsleuten, die etwas darüber wissen könnten, befragten die Mandl folgende Personen:<br /> | Herta und [[Franz Mandl junior]] haben nun versucht herauszufinden, wer die Verstorbene gewesen ist und wann sich das Unglück ereignet hat. Auf der Suche nach Gewährsleuten, die etwas darüber wissen könnten, befragten die Mandl folgende Personen:<br /> | ||
*Johanna Huber, vlg. Rainhaber<br /> | *Johanna Huber, vlg. Rainhaber<br /> | ||
*Ida Gruber, geb. Huber, <br /> | *Ida Gruber, geb. Huber, <br /> | ||
*Rainhabertochter, beide | *Rainhabertochter, beide [[Sennerin]]nen auf der Schiltenwang- und Plankenalm, <br /> | ||
*Matthias Gruber, vlg. Linharter<br /> | *Matthias Gruber, vlg. Linharter<br /> | ||
*Sepp Hoala, alle aus [[Weißenbach (Haus | *Sepp Hoala, alle aus [[Weißenbach (Haus)|Weißenbach]] bei [[Haus]], <br /> | ||
*Franz Fuchs, vlg. Jagl aus Weyern, [[Gröbming]]-[[ | *Franz Fuchs, vlg. Jagl aus Weyern, [[Gröbming]]-[[Winkl]] <br /> | ||
*und den bereits 93-jährigen Simon Gruber, der selbst von [[1916]] bis [[1929]] [[Stornalm]]-Hüter war. | *und den bereits 93-jährigen Simon Gruber, der selbst von [[1916]] bis [[1929]] [[Stornalm]]-Hüter war. | ||
Johanna Huber berichtete, dass ihre Großtante, Rosalia Huber, die von [[1907]] bis [[1935]] Sennerin auf der Schiitenwang- und der Plankenalm gewesen war, ihr gegenüber erwähnt habe, dass das Unglück vor [[1928]] geschehen sei. Auch Franz Fuchs vlg. Jagl meinte, dass das | Johanna Huber berichtete, dass ihre Großtante, Rosalia Huber, die von [[1907]] bis [[1935]] Sennerin auf der Schiitenwang- und der Plankenalm gewesen war, ihr gegenüber erwähnt habe, dass das Unglück vor [[1928]] geschehen sei. Auch Franz Fuchs vlg. Jagl meinte, dass das "Ganze" in den 1920er-Jahren passiert sei. Simon Gruber glaubte zu wissen, sie sei zwischen [[1908]] und [[1910]] verstorben. Eine Durchsicht der Sterbematriken der [[Katholische Pfarre Haus|Pfarre Haus im Ennstal]] von [[1900]] bis [[1930]] verlief ergebnislos. Alle Gewährsleute meinen, dass die Leiche einige Zeit unentdeckt blieb. Simon Gruber weiß darüber hinaus, dass ein gewisser Raimund Müllner die Agerl durch einen Zufall gefunden habe. Am Abhang des Kessels - nur 50 Meter neben der jetzigen Grabstelle - soll sie bereits ganz zerfallen gelegen haben. Diese Aussage deckt sich auch mit jener von Matthias Gruber, der den Fund auch Raimund Müllner (vlg. Müllner, Weißenbach, Raimund Kolb, lediger Auszügler, * [[29. September]] [[1880]] in [[Großsölk]]; † [[25. Juli]] [[1944]] in Weißenbach) zuschrieb, der sich auch gerne als "Gweihsuacha" (Suche nach Abwurfstangen) betätigte. Er soll den Leichnam auch "eingstoant" haben. | ||
Schließlich wurde der Hoala Lipp beauftragt, die Tote zu bergen und zu Tal zu bringen. Der durch einen riesigen Kropf verunstaltete Lipp war aufgrund der schlechten Wirtschaftslage gezwungen, sich mit Gelegenheitsarbeiten durchs Leben zu schlagen. Er half bei verschiedenen Bauern aus, hielt aber auch Totenwachen und verrichtete Hilfsarbeiten bei Begräbnissen. Wegen seiner schönen Handschrift wurde dieser durchaus gescheite Mann auch immer wieder mit Schreibarbeiten beauftragt. Da die Leiche schon sehr zerfallen war, konnte sie nicht mehr geborgen werden. Laut Angaben von Franz Fuchs habe sie der Kaplan von Haus im Ennstal eingesegnet. Johanna Huber meinte, der Geistliche sei Dinawitzer gewesen. Auch Ida Huber berichtet von Dinawitzer, der den Lipp begleitet habe. Dazu sei angemerkt, dass Univ. Doz. Msgr. Dr. [[Johann Dinawitzer]] schon als junger Geistlicher eifriger Jäger war und gerne dieses Berggebiet aufsuchte. Da Johann Dinawitzer, der am [[2. Juli]] [[1923]] zum Priester geweiht wurde, die Verstorbene einsegnete, kann der Zeitpunkt dieses Unglücks als | Schließlich wurde der Hoala Lipp beauftragt, die Tote zu bergen und zu Tal zu bringen. Der durch einen riesigen Kropf verunstaltete Lipp war aufgrund der schlechten Wirtschaftslage gezwungen, sich mit Gelegenheitsarbeiten durchs Leben zu schlagen. Er half bei verschiedenen Bauern aus, hielt aber auch Totenwachen und verrichtete Hilfsarbeiten bei Begräbnissen. Wegen seiner schönen Handschrift wurde dieser durchaus gescheite Mann auch immer wieder mit Schreibarbeiten beauftragt. Da die Leiche schon sehr zerfallen war, konnte sie nicht mehr geborgen werden. Laut Angaben von Franz Fuchs habe sie der Kaplan von Haus im Ennstal eingesegnet. Johanna Huber meinte, der Geistliche sei Dinawitzer gewesen. Auch Ida Huber berichtet von Dinawitzer, der den Lipp begleitet habe. Dazu sei angemerkt, dass Univ. Doz. Msgr. Dr. [[Johann Dinawitzer]] schon als junger Geistlicher eifriger Jäger war und gerne dieses Berggebiet aufsuchte. Da Johann Dinawitzer, der am [[2. Juli]] [[1923]] zum Priester geweiht wurde, die Verstorbene einsegnete, kann der Zeitpunkt dieses Unglücks als "vor 1928 geschehen" realistisch sein. | ||
== Geheimnisvolles Weiblgrab == | == Geheimnisvolles Weiblgrab == | ||
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*Herta und Franz Mandl, [[Alpenverein Sektion Haus im Ennstal|ÖAV Haus im Ennstal]] | *Herta und Franz Mandl, [[Alpenverein Sektion Haus im Ennstal|ÖAV Haus im Ennstal]] | ||
[[Kategorie:Sagen und Legenden]] | [[Kategorie:Sagen und Legenden]] | ||
[[Kategorie:Volkssagen]] | [[Kategorie:Volkssagen]] | ||
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