Austriahütte: Unterschied zwischen den Versionen

Aus EnnstalWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K Weblinks akualisiert
K Textersetzung - „Kategorie:Wandern“ durch „“
 
(12 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
[[Datei:AustriahütteIMG 7337.jpg|thumb|Austriahütte]]
[[Datei:AustriahütteIMG 7337.jpg|thumb|Austriahütte]]
[[Datei:Ansichtskarte-dachsteinmassiv-849.jpg|thumb|In der Austriahütte, historische Ansichtskarte, undatiert.]]
Die '''Austriahütte''' (1 638 [[m ü. A.]]) ist eine Schutzhütte an den südlichen Hängen des [[Dachsteinmassiv]]s im Bereich der [[Brandalm (Ramsau)|Brandalm]] nördlich des [[Brandriedel]]s in der [[Ramsau]].
[[Datei:Austriahütte-ramsau 16-03-09 0010-2000x1333.jpg|thumb|Die Austriahütte im Winter]]
[[Datei:Austriahütte070.jpg|thumb|historische Ansicht der Austriahütte]]
[[Datei:Ansichtskarte-dachsteinmassiv-844.jpg|thumb|In der Austriahütte, historische Ansichtskarte, undatiert.]]
[[Datei:Ansichtskarte-dachsteinmassiv-847.jpg|thumb|Historische Ansichtskarte vor 1950, interessant die Höhenangabe des [[Hoher Dachstein|Hohen Dachsteins]] mit 3 004 [[m ü. A.]] (aktuell ist er 2 995 m ü. A. hoch).]]
[[Datei:AustriahütteIMG 6136.jpg|thumb|die Hütte im Herbst]]
[[Datei:DSC (17).JPG|thumb|Blick auf die winterliche Austriahütte]]
Die '''{{PAGENAME}}''' (1 638 [[m ü. A.]]) ist eine Schutzhütte an den südlichen Hängen des [[Dachsteinmassiv]]s im Bereich der [[Brandalm (Ramsau)|Brandalm]] nördlich des [[Brandriedel]]s in der [[Ramsau]].


==Allgemeines==
==Allgemeines==
Die Austriahütte ist eine Hütte des [[Oesterreichischer Alpenverein Sektion Austria|Oesterreichischen Alpenvereins Sektion Austria]]. Sie liegt am Fuße des Dachsteinmassivs im nördlichen Gemeindegebiet von [[Ramsau am Dachstein]]. In der Hütte gibt es zwei gemütliche Stuben mit Blick auf die Dachsteinsüdwand und Bischofsmütze und 37 Betten in Zwei-, Drei- und Vierbettzimmern sowie 22 Betten in Lagern.
Die Austriahütte ist eine Hütte des [[Alpenverein Austria|Alpenvereins Austria]]. Sie liegt am Fuße des Dachsteinmassivs im nördlichen Gemeindegebiet von [[Ramsau am Dachstein]]. In der Hütte gibt es zwei gemütliche Stuben mit Blick auf die [[Dachstein Südwand]] und [[Bischofsmütze]]n und 30 Betten in Zwei-, Drei- und Vierbettzimmern sowie 16 Betten in Lagern.
 
[[Datei:Ansichtskarte-dachsteinmassiv-847.jpg|thumb|Historische Ansichtskarte vor 1950, interessant die Höhenangabe des [[Hoher Dachstein|Hohen Dachsteins]] mit 3 004 [[m ü. A.]] (aktuell ist er 2 995 m ü. A. hoch).]]


Durch ihre leichte Erreichbarkeit ist die Austriahütte für Familien und Ausflügler geeignet, dient als Stützpunkt für alle alpinen Unternehmungen am Dachstein (Klettersteige, Klettern, Wandern, Bergsteigen) und ist aufgrund des Seminarraumes (Sonnenstube) auch für Kurse, Seminare und Feiern passend.
Durch ihre leichte Erreichbarkeit ist die Austriahütte für Familien und Ausflügler geeignet, dient als Stützpunkt für alle alpinen Unternehmungen am Dachstein (Klettersteige, Klettern, Wandern, Bergsteigen) und ist aufgrund des Seminarraumes (Sonnenstube) auch für Kurse, Seminare und Feiern passend.


In der Austriahütte gibt es das [[Alpinmuseum Austriahütte]] zu sehen.
In der Austriahütte gibt es das [[Dachstein Museum Austriahütte]] zu sehen.


== Geschichte ==
== Geschichte ==
Die Hütte wurde [[1880]] erbaut und ist somit die älteste bestehende Schutzhütte des Dachsteinmassivs. Sie beheimatet das höchstgelegenste Museum der Steiermark.
Die Hütte wurde [[1880]] erbaut und ist somit die älteste bestehende Schutzhütte im Dachsteinmassiv. Sie beheimatet das höchstgelegene Museum der [[Steiermark]].


Der direkte Südanstieg blieb dem Bergsteiger lange vorenthalten. Nur auf langen Umwegen gelangte man auf den [[Schladminger Gletscher]] und damit auf den Gipfel des [[Hoher Dachstein|Hohen Dachsteins]]. Bergführer [[Johann Schrempf vulgo Auhäusler|Johann Schrempf]], vlg. Auhäusler, beobachtete [[1860]] auf einer Gamspirsch, wie [[Gämse]]n über die Wand zur [[Hunerscharte]] aufstiegen. Zusammen mit [[Johann Steiner]] erkundete er diesen möglichen Durchstieg am [[10. Juni]] [[1875]] und fanden den "''neuen Ramsauer Dachsteinweg''", der in den folgenden Jahren mit Klammern, Stiften und Seilen versichert wurde.  
Der direkte Südanstieg blieb dem Bergsteiger lange vorenthalten. Nur auf langen Umwegen gelangte man auf den [[Schladminger Gletscher]] und damit auf den Gipfel des [[Hohen Dachstein]]s. Bergführer [[Johann Schrempf vulgo Auhäusler|Johann Schrempf]], vlg. Auhäusler, beobachtete [[1860]] auf einer Gamspirsch, wie [[Gämse]]n über die Wand zur [[Hunerscharte]] aufstiegen. Zusammen mit [[Johann Steiner]] erkundete er diesen möglichen Durchstieg am [[10. Juni]] [[1875]] und fanden den "neuen Ramsauer Dachsteinweg", der in den folgenden Jahren mit Klammern, Stiften und Seilen versichert wurde.  


Der neue Zugang von Ramsau machte „mangels geeigneter Unterkünfte" den Bau einer Schutzhütte notwendig. Und in den „''Auszügen aus den Jahres-Berichten der Sectionen für 1880''", dem Band XII, Jg. 1881 des [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein]] entnommen, steht: „''Die Section hat am [[28. Juni]] die Austriahütte am Brandriedel eröffnet und nunmehr mit dem zunächst der Hütte befindlichen Besitzer einer Alpenwirtschaft, dem Schütterbauer, ein Übereinkommen zur Betreuung und Bewirtschaftung der Hütte getroffen, so dass Besucher in der Reisesaison auf gute Unterkunft bei massigen und fixierten Preisen rechnen können.''"
[[Datei:Ansichtskarte-dachsteinmassiv-849.jpg|thumb|In der Austriahütte, historische Ansichtskarte, undatiert.]]


Die Gesamtkosten (Bau und Einrichtung) beliefen sich auf insgesamt 4.015 [[swiki:Gulden]], die Ausführung lag in den Händen des [[Gröbming]]er Baumeisters Josef Winkler. Der Sektion Austria stand damals seine Excellenz Freiherr von Hofmann vor, im Mitgliederverzeichnis 1881 findet man u. a. [[Karl Ritter von Adamek]], Paul Grohmann, Adolf Ritter von Guttenberg, [[Friedrich Simony]], [[Emil Zsigmondy|Emil]] und Otto Zsigmondy.
Der neue Zugang von Ramsau machte "mangels geeigneter Unterkünfte" den Bau einer Schutzhütte notwendig. Und in den "Auszügen aus den Jahres-Berichten der Sectionen für 1880", dem Band XII, Jg. 1881 des [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Oesterreichischen Alpenverein]] entnommen, steht: "Die Section hat am [[28. Juni]] die Austriahütte am Brandriedel eröffnet und nunmehr mit dem zunächst der Hütte befindlichen Besitzer einer Alpenwirtschaft, dem Schütterbauer, ein Übereinkommen zur Betreuung und Bewirtschaftung der Hütte getroffen, so dass Besucher in der Reisesaison auf gute Unterkunft bei mässigen und fixierten Preisen rechnen können."


[[Josef Reiter|Sepp Reiter]], der „Eberlehner Seppei", Berg- und Skiführer aus der Ramsau, schrieb ein gutes Stück Hütten- und Bergsteigergeschichte am Fuße des Hohen Dachstein. Am [[1. Oktober]] [[1924]] übernahm er mit seiner Frau Kathi die Schutzhütte mit der Auflage, sie auch im Winter zu bewirtschaften. Keine einfache Zeit für eine junge Familie mit ihren Kindern Helga (* 1928) und Dieter (* 1943). In den [[1920er]] Jahren wurden noch alle Lasten getragen, dann erleichterte ein im [[swiki:Lungau]] gekauftes Muli die Arbeit und noch 1951 ging es mit einem Pferd zur Hütte. Im schneereichen Winter 1954 wurde der Weg vom [[Alpengasthaus Edelbrunn|Edelbrunn]] zur Austriahütte dreizehnmal freigeschaufelt, um die Versorgung sicherzustellen.
Die Gesamtkosten (Bau und Einrichtung) beliefen sich auf insgesamt 4.015 [[swiki:Gulden]]<ref>{{salzburgwiki}}</ref>, die Ausführung lag in den Händen des [[Gröbming]]er Baumeisters Josef Winkler. Der Sektion Austria stand damals seine Excellenz Freiherr von Hofmann vor, im Mitgliederverzeichnis [[1881]] findet man u. a. [[Karl Ritter von Adamek]], Paul Grohmann, [[Adolf Ritter von Guttenberg]], [[Friedrich Simony]], [[Emil Zsigmondy|Emil]] und [[Otto Zsigmondy]].


Der Sepp war schon 1921 oben, noch als die Simonbauer Nelli (N. [[Perhab]]), spätere [[Guttenberghaus]]<nowiki>wirtin</nowiki> bis 1966 als verheiratete [[Stocker]], die Austriahütte in Pacht nahm — und in diese lange Zeit als Hüttenwirt fiel auch der Bau der neuen Austriahütte. Sie wurde nach kurzer Bauzeit im Sommer [[1932]] errichtet und am [[16. Oktober]] des gleichen Jahres in einer kleinen Feier ihrer Bestimmung übergeben.
[[Datei:Ansichtskarte-dachsteinmassiv-844.jpg|thumb|In der Austriahütte, historische Ansichtskarte, undatiert.]]


Bergbegeisterung und Naturverbundenheit ließen Sepp und Kathi Reiter einen schweren, aber auch einen erlebnisreichen gemeinsamen Weg gehen. Da kamen die Ramsauer Bergführer und Bergsteiger ''der guten, alten Zeit'', [[Hubert Peterka]], [[Kurt Maix]] mit Ulfi Höfler, Fritz Proksch, der [[Georg Steiner|Steiner Irg]], Harald Gödel, und später die jungen Gipfelstürmer mit [[Helmut Gebauer|Heli Gebauer]], [[Raimund Otte]], Gerhard Vikas, Sepp Moosbrugger, Bernhard Stücklschweiger, Karl Hirschmugl, [[Josef Strasser|Sepp Strasser]], Werner Hollomey, Otto Stiegler und andere zu Besuch in Hütte vorbei
[[Josef Reiter|Sepp Reiter]], der "[[Eberlehnerhof|Eberlehner]] Seppei", Berg- und Skiführer aus der Ramsau, schrieb ein gutes Stück Hütten- und Bergsteigergeschichte am Fuße des Hohen Dachsteins. Am [[1. Oktober]] [[1924]] übernahm er mit seiner Frau Kathi die Schutzhütte mit der Auflage, sie auch im Winter zu bewirtschaften. Keine einfache Zeit für eine junge Familie mit ihren Kindern Helga (* [[1928]]) und Dieter (* [[1943]]). In den [[1920er]]-Jahren wurden noch alle Lasten getragen, dann erleichterte ein im [[swiki:Lungau]] gekauftes Muli die Arbeit und noch [[1951]] ging es mit einem Pferd zur Hütte. Im schneereichen Winter [[1954]] wurde der Weg vom [[Alpengasthaus Edelbrunn|Edelbrunn]] zur Austriahütte dreizehnmal freigeschaufelt, um die Versorgung sicherzustellen.
 
Der Sepp war schon [[1921]] oben, noch als die Nelli [[Simonbauer]] ([[Cornelia Perhab|Nelli Perhab]]), spätere [[Guttenberghaus]]<nowiki>wirtin</nowiki> bis [[1966]] als verheiratete [[Stocker]], die Austriahütte in Pacht nahm  und in diese lange Zeit als Hüttenwirt fiel auch der Bau der neuen Austriahütte. Sie wurde nach kurzer Bauzeit im Sommer [[1932]] errichtet und am [[16. Oktober]] des gleichen Jahres in einer kleinen Feier ihrer Bestimmung übergeben.
 
Bergbegeisterung und Naturverbundenheit ließen Sepp und Kathi Reiter einen schweren, aber auch einen erlebnisreichen gemeinsamen Weg gehen. Da kamen die Ramsauer Bergführer und Bergsteiger "der guten, alten Zeit", [[Hubert Peterka]], [[Kurt Maix]] mit Ulfi Höfler, Fritz Proksch, der [[Georg Steiner|Steiner Irg]], Harald Gödel, und später die jungen Gipfelstürmer mit [[Helmut Gebauer|Heli Gebauer]], [[Raimund Otte]], Gerhard Vikas, Sepp Moosbrugger, Bernhard Stücklschweiger, Karl Hirschmugl, [[Josef Strasser|Sepp Strasser]], Werner Hollomey, Otto Stiegler und andere zu Besuch in Hütte vorbei.
 
=== Ereignis ===
am Sonntagnachmittag, den [[31. August]] [[2025]], war gegen 17:45 Uhr war ein älteres Ehepaar aus Wien gemeinsam mit seinem Hund  auf einem [[Forstweg]] vom [[Berghotel Türlwand]] in Richtung Austriahütte unterwegs. Dabei stießen der 85-Jährige und seine Frau (82) kurz vor der Austriahütte auf eine Kuhherde. Diese bestand unter anderem aus drei Kälbern sowie Mutterkühen. Die Murbodner Rinder dürften es Zeugenangaben zufolge auf den mitgeführten Hund des Ehepaares abgesehen haben. In der Folge wurden die beiden Pensionisten von der Kuhherde attackiert und niedergetrampelt. Zufällig anwesende Wanderer sowie die Hüttenbetreiber leisteten sofort Erste Hilfe und alarmierten die Rettungskräfte. Der 85-Jährige und seine 82-jährige Frau erlitten schwere Verletzungen. Der 85-Jährige wurde vom [[Christophorus 14|Rettungshubschrauber C14]] ins [[swiki:Kardinal Schwarzenberg Klinikum]]<ref>{{salzburgwiki}}</ref>nach [[swiki:Schwarzach im Pongau]] geflogen. Dort ist er seinen schweren Verletzungen noch auf dem Weg zu einer Notoperation erlegen. Die 82-Jährige wurde vom Rettungshubschrauber C17 ins [[swiki:Unfallkrankenhaus Salzburg]] geflogen. Sie befand sich aktuellen Informationen zufolge nicht in Lebensgefahr. Beim mitgeführten Hund dürfte es sich um einen Mischlingshund handeln. Er ergriff während der Kuhattacke die Flucht in Richtung Türlwandhütte und dürfte lediglich leichte Verletzungen erlitten haben. Das Tier konnte bereits an Angehörige des Pensionistenpaares übergeben werden.<ref>[[swiki:Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/panorama/oesterreich/ehepaar-hund-kuhherde-dachstein-jaehriger-weg-notoperation-183729664 1. September 2025]</ref>


== Erreichbarkeit ==
== Erreichbarkeit ==
Von der Ramsau zum Parkplatz beim [[Alpengasthaus Edelbrunn]], dann entweder am Forstweg vorbei am [[Dachsteinhaus]] und der Brandalm oder über den [[Roseggersteig]] (''a bisi'' anstrengender) in 60 min. zur Hütte.
Von der Ramsau zum Parkplatz beim [[Alpengasthaus Edelbrunn]], dann entweder am Forstweg vorbei am [[Dachsteinhaus]] und der Brandalm oder über den [[Roseggersteig]] (''a bisi'' anstrengender) in 60 min. zur Hütte.


Von der Ramsau über die Mautstraße [[Dachsteinstraße]] zur Talstation der [[Dachstein Gletscherbahn]]und zum Parkplatz [[Türlwandhütte]];  dann ohne Steigung in 30 min. zuerst über einen schönen [[Steig]] und dann über einen [[Forstweg]] zur Hütte.
Von der Ramsau über die [[Mautstraße]] [[Dachsteinstraße]] zur Talstation der [[Dachstein Gletscherbahn]]und zum Parkplatz [[Türlwandhütte]];  dann ohne Steigung in 30 min. zuerst über einen schönen [[Steig]] und dann über einen [[Forstweg]] zur Hütte.


== Hüttenwirte ==
== Hüttenwirte ==
# [[1880]]–[[1886]]: der „Schütterbauer", ein Almnachbar einfachste Betreuung und Bewirtschaftung  
[[Datei:AustriahütteIMG 6136.jpg|thumb|Die Hütte im Herbst]]
# [[1887]]: Christian Göll, Kaufmann aus Schladming
 
# [[1888]]–[[1890]]: Franz Würschinger, Eisenbahnrestaurateur aus [[Stainach]]  
* [[1880]]–[[1886]]: der "Schütterbauer", ein Almnachbar einfachste Betreuung und Bewirtschaftung  
# [[1891]]–[[1896]]: Konrad Keller, Brauer und Gastwirt in Schladming  
* [[1887]]: Christian Göll, Kaufmann aus Schladming
# [[1897]]: Rosina Kramer, Ramsau
* [[1888]]–[[1890]]: Franz Würschinger, Eisenbahnrestaurateur aus [[Stainach]]  
# [[1898]]–[[1901]]:  Frau Rössl (oder Rössler?)  
* [[1891]]–[[1896]]: Konrad Keller, Brauer und Gastwirt in Schladming  
# [[1902]]: Herr Seebacher, Schladming
* [[1897]]: Rosina Kramer, Ramsau
# [[1903]]–[[1911]]: Cilli Strohmayer
 
# [[1912]]–[[1920]]: [[Franz Steiner]] mit Schwester Susi und deren Mann Otto Reiter, Ramsau
[[Datei:DSC (17).JPG|thumb|Blick auf die winterliche Austriahütte]]
# [[1921]]–[[1924]]: [[Cornelia Perhab|Nelli Perhab]], Ramsau
 
# 1924–[[1963]]: Katharina und Sepp Reiter, Ramsau
* [[1898]]–[[1901]]:  Frau Rössl (oder Rößler?)  
# 1963–[[1971]]: Bernhard Stücklschweiger, Ramsau  
* [[1902]]: Herr Seebacher, Schladming
# [[1972]]–[[1975]]: Gerhard Schön, Wien  
* [[1903]]–[[1911]]: Cilli Strohmayer
# 1975–[[1976]]: Josef Hammerl, Mondsee  
* [[1912]]–[[1920]]: [[Franz Steiner]] mit Schwester Susi und deren Mann Otto Reiter, Ramsau
# 1976–[[1978]]: Wolf Dieter Florian, Wien  
* [[1921]]–1924: [[Cornelia Perhab|Nelli Perha]], Ramsau
# [[1979]]–[[1982]]: [[Hermann Franzel]], Ramsau  
* [[1924]]–1963: Katharina und Sepp Reiter, Ramsau
# 1982–[[1983]]: Johann Jaroschka, Wien  
* [[1963]]–[[1971]]: Bernhard Stücklschweiger, Ramsau  
# [[1983]]:  Elfriede und  Alois Huber, Ramsau
* [[1972]]–[[1975]]: Gerhard Schön, Wien  
# ? : Familie König
 
# ? : Tilo Wolf
[[Datei:Austriahütte-ramsau 16-03-09 0010-2000x1333.jpg|thumb|Die Austriahütte im Winter, März 2016.]]
# Seit [[2017]]: Alexander mit Bruder Christian Bödenler
 
* [[1974]]–1975 Josef Hammerl, Mondsee  
* [[1976]]–[[1978]]: Wolf Dieter Florian, Wien  
* [[1979]]–[[1982]]: Hermann Franzel, Ramsau  
* [[1983]]: Johann Jaroschka, Wien  
* [[1984]]-1998:  Alois Huber, Ramsau
* [[1998]]-[[2000]]:  Elfriede Huber, Ramsau
* [[2001]]-2003:  Manfred Schütter
* [[2003]]-[[2010]] : Robert und Helga König
* [[2011]]-[[2016]] : Tilo Wolf mit Annemarie Schablinger
* [[2017]]-[[2019]]: Alexander und Christian Bödenler
* [[2020]]-[[2024]]:  Christoph Weninger
* seit [[2025]]:  Katharina Wallner


== Kontakt==
== Kontakt==
:''Die Brüder Christian und Alexander Bödenler 
:''Anschrift Hütte: [[Schildlehen]] 48  
:''Anschrift Hütte: p/A Türlwandhütte, Schildlehen 48  
:''8972 Ramsau am Dachstein  
:''8972 Ramsau am Dachstein  
:''Telefon Mobil: (06 76) 7 06 38 36  
:''Telefon Mobil: (06 76) 7 06 38 36  
:''E-Mail: info@austriahuette.at
:''E-Mail: info@austriahuette.at
 
[[Datei:Austriahütte070.jpg|thumb|Historische Ansicht der Austriahütte.]]


== Bilder ==
== Bilder ==
Zeile 71: Zeile 86:
== Weblinks ==
== Weblinks ==
* [https://www.facebook.com/VintageAlps/photos/pb.100063446124896.-2207520000./2115520808472943/?type=3  www.facebook.com/VintageAlps], historische Aufnahme   
* [https://www.facebook.com/VintageAlps/photos/pb.100063446124896.-2207520000./2115520808472943/?type=3  www.facebook.com/VintageAlps], historische Aufnahme   
* [http://www.austriahuette.at www.austriahuette.at]
* [https://www.facebook.com/austriahuette/ im facebook]
* [https://www.facebook.com/austriahuette/ im facebook]
* Lage auf [https://maps.bev.gv.at/#/center/13.61931,47.44315/zoom/16.2 AMap] (aktualisierter Datenlink 18. März 2023)
* Lage auf [https://maps.bev.gv.at/*/center/13.61931,47.44315/zoom/16.2 AMap] (aktualisierter Datenlink 18. März 2023)


==Quellen==
==Quellen==
Zeile 79: Zeile 93:
* Festschrift zum 70 jährigen Bestand des Zweiges Austria OAV 1862  1932. Wien 1932
* Festschrift zum 70 jährigen Bestand des Zweiges Austria OAV 1862  1932. Wien 1932
* Wanderführer und Landkarten
* Wanderführer und Landkarten
* [http://www.austriahuette.at www.austriahuette.at]
* Änderungen und Ergänzungen durch [[Benutzer:Alpenverein Austria]] (Benutzer ist Admin. [[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] bekannt)


[[Kategorie:Tourismus]]
[[Kategorie:Ramsau am Dachstein]]
[[Kategorie:Alpinismus]]
[[Kategorie:Alpinismus]]
[[Kategorie:Wandern]]
[[Kategorie:Alpinismus (Geschichte)]]
 
[[Kategorie:Wirtschaft]]
[[Kategorie:Wirtschaft]]
[[Kategorie:Gastronomie]]
[[Kategorie:Gastronomie]]
[[Kategorie:Übernachtung]]
 
[[Kategorie:Schutzhütte]]
[[Kategorie:Schutzhütte]]
[[Kategorie:Ostalpen]]
[[Kategorie:Ostalpen]]
Zeile 91: Zeile 108:
[[Kategorie:Dachsteingebirge]]
[[Kategorie:Dachsteingebirge]]
[[Kategorie:Dachsteinmassiv]]
[[Kategorie:Dachsteinmassiv]]
[[Kategorie:Ramsau am Dachstein]]
[[Kategorie:Ereignis]]

Aktuelle Version vom 31. August 2026, 08:27 Uhr

Austriahütte

Die Austriahütte (1 638 m ü. A.) ist eine Schutzhütte an den südlichen Hängen des Dachsteinmassivs im Bereich der Brandalm nördlich des Brandriedels in der Ramsau.

Allgemeines

Die Austriahütte ist eine Hütte des Alpenvereins Austria. Sie liegt am Fuße des Dachsteinmassivs im nördlichen Gemeindegebiet von Ramsau am Dachstein. In der Hütte gibt es zwei gemütliche Stuben mit Blick auf die Dachstein Südwand und Bischofsmützen und 30 Betten in Zwei-, Drei- und Vierbettzimmern sowie 16 Betten in Lagern.

Historische Ansichtskarte vor 1950, interessant die Höhenangabe des Hohen Dachsteins mit 3 004 m ü. A. (aktuell ist er 2 995 m ü. A. hoch).

Durch ihre leichte Erreichbarkeit ist die Austriahütte für Familien und Ausflügler geeignet, dient als Stützpunkt für alle alpinen Unternehmungen am Dachstein (Klettersteige, Klettern, Wandern, Bergsteigen) und ist aufgrund des Seminarraumes (Sonnenstube) auch für Kurse, Seminare und Feiern passend.

In der Austriahütte gibt es das Dachstein Museum Austriahütte zu sehen.

Geschichte

Die Hütte wurde 1880 erbaut und ist somit die älteste bestehende Schutzhütte im Dachsteinmassiv. Sie beheimatet das höchstgelegene Museum der Steiermark.

Der direkte Südanstieg blieb dem Bergsteiger lange vorenthalten. Nur auf langen Umwegen gelangte man auf den Schladminger Gletscher und damit auf den Gipfel des Hohen Dachsteins. Bergführer Johann Schrempf, vlg. Auhäusler, beobachtete 1860 auf einer Gamspirsch, wie Gämsen über die Wand zur Hunerscharte aufstiegen. Zusammen mit Johann Steiner erkundete er diesen möglichen Durchstieg am 10. Juni 1875 und fanden den "neuen Ramsauer Dachsteinweg", der in den folgenden Jahren mit Klammern, Stiften und Seilen versichert wurde.

In der Austriahütte, historische Ansichtskarte, undatiert.

Der neue Zugang von Ramsau machte "mangels geeigneter Unterkünfte" den Bau einer Schutzhütte notwendig. Und in den "Auszügen aus den Jahres-Berichten der Sectionen für 1880", dem Band XII, Jg. 1881 des Deutschen und Oesterreichischen Alpenverein entnommen, steht: "Die Section hat am 28. Juni die Austriahütte am Brandriedel eröffnet und nunmehr mit dem zunächst der Hütte befindlichen Besitzer einer Alpenwirtschaft, dem Schütterbauer, ein Übereinkommen zur Betreuung und Bewirtschaftung der Hütte getroffen, so dass Besucher in der Reisesaison auf gute Unterkunft bei mässigen und fixierten Preisen rechnen können."

Die Gesamtkosten (Bau und Einrichtung) beliefen sich auf insgesamt 4.015 swiki:Gulden[1], die Ausführung lag in den Händen des Gröbminger Baumeisters Josef Winkler. Der Sektion Austria stand damals seine Excellenz Freiherr von Hofmann vor, im Mitgliederverzeichnis 1881 findet man u. a. Karl Ritter von Adamek, Paul Grohmann, Adolf Ritter von Guttenberg, Friedrich Simony, Emil und Otto Zsigmondy.

In der Austriahütte, historische Ansichtskarte, undatiert.

Sepp Reiter, der "Eberlehner Seppei", Berg- und Skiführer aus der Ramsau, schrieb ein gutes Stück Hütten- und Bergsteigergeschichte am Fuße des Hohen Dachsteins. Am 1. Oktober 1924 übernahm er mit seiner Frau Kathi die Schutzhütte mit der Auflage, sie auch im Winter zu bewirtschaften. Keine einfache Zeit für eine junge Familie mit ihren Kindern Helga (* 1928) und Dieter (* 1943). In den 1920er-Jahren wurden noch alle Lasten getragen, dann erleichterte ein im swiki:Lungau gekauftes Muli die Arbeit und noch 1951 ging es mit einem Pferd zur Hütte. Im schneereichen Winter 1954 wurde der Weg vom Edelbrunn zur Austriahütte dreizehnmal freigeschaufelt, um die Versorgung sicherzustellen.

Der Sepp war schon 1921 oben, noch als die Nelli Simonbauer (Nelli Perhab), spätere Guttenberghauswirtin bis 1966 als verheiratete Stocker, die Austriahütte in Pacht nahm und in diese lange Zeit als Hüttenwirt fiel auch der Bau der neuen Austriahütte. Sie wurde nach kurzer Bauzeit im Sommer 1932 errichtet und am 16. Oktober des gleichen Jahres in einer kleinen Feier ihrer Bestimmung übergeben.

Bergbegeisterung und Naturverbundenheit ließen Sepp und Kathi Reiter einen schweren, aber auch einen erlebnisreichen gemeinsamen Weg gehen. Da kamen die Ramsauer Bergführer und Bergsteiger "der guten, alten Zeit", Hubert Peterka, Kurt Maix mit Ulfi Höfler, Fritz Proksch, der Steiner Irg, Harald Gödel, und später die jungen Gipfelstürmer mit Heli Gebauer, Raimund Otte, Gerhard Vikas, Sepp Moosbrugger, Bernhard Stücklschweiger, Karl Hirschmugl, Sepp Strasser, Werner Hollomey, Otto Stiegler und andere zu Besuch in Hütte vorbei.

Ereignis

am Sonntagnachmittag, den 31. August 2025, war gegen 17:45 Uhr war ein älteres Ehepaar aus Wien gemeinsam mit seinem Hund auf einem Forstweg vom Berghotel Türlwand in Richtung Austriahütte unterwegs. Dabei stießen der 85-Jährige und seine Frau (82) kurz vor der Austriahütte auf eine Kuhherde. Diese bestand unter anderem aus drei Kälbern sowie Mutterkühen. Die Murbodner Rinder dürften es Zeugenangaben zufolge auf den mitgeführten Hund des Ehepaares abgesehen haben. In der Folge wurden die beiden Pensionisten von der Kuhherde attackiert und niedergetrampelt. Zufällig anwesende Wanderer sowie die Hüttenbetreiber leisteten sofort Erste Hilfe und alarmierten die Rettungskräfte. Der 85-Jährige und seine 82-jährige Frau erlitten schwere Verletzungen. Der 85-Jährige wurde vom Rettungshubschrauber C14 ins swiki:Kardinal Schwarzenberg Klinikum[2]nach swiki:Schwarzach im Pongau geflogen. Dort ist er seinen schweren Verletzungen noch auf dem Weg zu einer Notoperation erlegen. Die 82-Jährige wurde vom Rettungshubschrauber C17 ins swiki:Unfallkrankenhaus Salzburg geflogen. Sie befand sich aktuellen Informationen zufolge nicht in Lebensgefahr. Beim mitgeführten Hund dürfte es sich um einen Mischlingshund handeln. Er ergriff während der Kuhattacke die Flucht in Richtung Türlwandhütte und dürfte lediglich leichte Verletzungen erlitten haben. Das Tier konnte bereits an Angehörige des Pensionistenpaares übergeben werden.[3]

Erreichbarkeit

Von der Ramsau zum Parkplatz beim Alpengasthaus Edelbrunn, dann entweder am Forstweg vorbei am Dachsteinhaus und der Brandalm oder über den Roseggersteig (a bisi anstrengender) in 60 min. zur Hütte.

Von der Ramsau über die Mautstraße Dachsteinstraße zur Talstation der Dachstein Gletscherbahnund zum Parkplatz Türlwandhütte; dann ohne Steigung in 30 min. zuerst über einen schönen Steig und dann über einen Forstweg zur Hütte.

Hüttenwirte

Die Hütte im Herbst
  • 1880–1886: der "Schütterbauer", ein Almnachbar einfachste Betreuung und Bewirtschaftung
  • 1887: Christian Göll, Kaufmann aus Schladming
  • 1888–1890: Franz Würschinger, Eisenbahnrestaurateur aus Stainach
  • 1891–1896: Konrad Keller, Brauer und Gastwirt in Schladming
  • 1897: Rosina Kramer, Ramsau
Blick auf die winterliche Austriahütte
Die Austriahütte im Winter, März 2016.
  • 1974–1975 Josef Hammerl, Mondsee
  • 1976–1978: Wolf Dieter Florian, Wien
  • 1979–1982: Hermann Franzel, Ramsau
  • 1983: Johann Jaroschka, Wien
  • 1984-1998: Alois Huber, Ramsau
  • 1998-2000: Elfriede Huber, Ramsau
  • 2001-2003: Manfred Schütter
  • 2003-2010 : Robert und Helga König
  • 2011-2016 : Tilo Wolf mit Annemarie Schablinger
  • 2017-2019: Alexander und Christian Bödenler
  • 2020-2024: Christoph Weninger
  • seit 2025: Katharina Wallner

Kontakt

Anschrift Hütte: Schildlehen 48
8972 Ramsau am Dachstein
Telefon Mobil: (06 76) 7 06 38 36
E-Mail: info@austriahuette.at
Historische Ansicht der Austriahütte.

Bilder

  • Austriahütte – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien bei Ennstalwiki

    Austriahütte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Weblinks

Quellen

  1. ↑ Verlinkung(en) mit "swiki:" beginnend führen zu Artikeln im SALZBURGWIKI, dem Mutterwiki des EnnstalWikis
  2. ↑ Verlinkung(en) mit "swiki:" beginnend führen zu Artikeln im SALZBURGWIKI, dem Mutterwiki des EnnstalWikis
  3. ↑ swiki:Salzburger Nachrichten vom 1. September 2025