Adolf Eisler: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Adolf Eisler''' (* [[27. Juni]] [[1891]] in [[Liezen]]; † [[10. November]] [[1942]] im KZ Auschwitz ermordet) war [[Fotograf]] und ein [[Shoah‑Opfer]].


'''Adolf Eisler''' (* [[27. Juni]] [[1891]] in [[Liezen]]; † [[10. November]] [[1942]] in [[Ausschwitz]];
== Leben ==
) war Fotograf und ein Shoahopfer.
Bei dem in Liezen Geborenen handelt es sich um einen Sohn von [[Emanuel Eisler]] und dessen Frau [[Maria Eisler|Maria]]. Er erlernte den Beruf des Fotografen.
 
Er war der Jüngste der Eisler-Familie, die von den Verfolgungen während der [[Nationalsozialismus|NS-Zeit]] betroffen war. Sein Bruder [[Leonhard Eisler|Leo]] konnte nach England flüchten und von dort wanderte er in die USA aus. Seine Brüder [[Karl Eisler|Karl]], [[Ignaz Eisler|Ignaz]] und [[Siegmund Eisler|Siegmund]] wurden Opfer der Verfolgung während der NS-Zeit.


== Leben ==
[[1927]] zog die Familie nach Wien, wo er bis [[1938]] gemeldet war.<ref>lt. Schreiben von Martin Aigner in einem E-Mail am 21. Dez. 2022 an Admin. Peter</ref> Er gelangte [[1939]] nach Brüssel, wo er in Lindestadt Nr. 83 wohnte. Am [[28. April]] [[1939]] versuchte er in Antwerpen als blinder Passagier auf dem Schiff "Zuidland" nach England zu flüchten. Unglücklicherweise wurde er zusammen mit zwei anderen Passagieren entdeckt und verhaftet. Er blieb in der Folge in Brüssel, bis er im Mai [[1940]] nach Frankreich in das Lager Saint-Cyprien<ref>[https://www.gedenkbuch-wuppertal.de/de/ort/saint-cyprien www.gedenkbuch-wuppertal.de] Saint-cyprien</ref> verschleppt wurde. Später kam er nach ''Rivesaltes''. Von dort kam er im Oktober 1942 mit einen der letzten Konvois aus der freien Zone in das Sammellager Drancy bei Paris. Am [[4. November]] 1942 wurde er mit den RSHA-Transport Nr. 40 nach Auschwitz deportiert. Dort wurde er am 10. November 1942 ermordet.
In Liezen am 27. Juni  1891 geboren ist anzunehmen das er ein Sohn von [[Emanuel Eisler]] war, urkundlich gibt es zur Zeit noch keinen Nachweis.


Wie fast alle Mitglieder der Familie Eisler, zog er nach Wien, um sich hier besser vor der Verfolgung zu schützen. Er gelangte 1939 nach Brüssel, wo er in Lindestadt Nr83 wohnte. Am [[28. April]] [[1939]] versuchte er in Antwerpen als blinder Passagier auf dem Schiff „Zuidland“ nach England zu flüchten. Unglücklicherweise wurde er zusammen mit zwei anderen Passagieren entdeckt und verhaftet. Er blieb in der Folge in Brüssel, bis er im Mai [[1940]] nach Frankreich in das Lager Staint-Cyprin verschleppt wurde. Später kam er nach Rivesaltes. Von dort kam er im Oktober [[1942]] mit einen der letzten Convois aus der freien Zone in das Sammellager Drancy bei Paris. Am [[4. November]] [[1942]] wurde er mit den RSHA-Transport Nr40 nach Auschwitz deportiert. Dort wurde er am 10.November 1942 ermordet.
Er wurde erst am [[8. März]] [[1973]] lt. Beschluss des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien für tot erklärt.


== Quellen ==
== Quellen ==
*Akten des Wasserschutzamtes Antwerpen  
* Akten des Wasserschutzamtes Antwerpen  
*[https://brill.com/downloadpdf/book/9783657775644/B9783657775644-s006.pdf] Fluchthilfe und falsche Papiere von Insa Meinen und Ahlrich Mayer
* [https://brill.com/downloadpdf/book/9783657775644/B9783657775644-s006.pdf brill.com pdf] Fluchthilfe und falsche Papiere von Insa Meinen und Ahlrich Mayer
* Jüdische Holocaust-Gedenkstätten und jüdische Einwohner Deutschlands 1939-1945 MyHeritage.com [online database], MyHeritage Ltd.https://www.myheritage.at/research/collection-10789/judische-holocaust-gedenkstatten-und-judische-einwohner-deutschlands-1939-1945
* Jüdische Holocaust-Gedenkstätten und jüdische Einwohner Deutschlands 1939-1945 MyHeritage.com [online database], [https://www.myheritage.at/research/collection-10789/judische-holocaust-gedenkstatten-und-judische-einwohner-deutschlands-1939-1945 www.myheritage.at]
*https://www.myheritage.at/research/collection-10789/judische-holocaust-gedenkstatten-und-judische-einwohner-deutschlands-1939-1945?itemId=9529&action=showRecord
* [https://www.myheritage.at/research/collection-10789/judische-holocaust-gedenkstatten-und-judische-einwohner-deutschlands-1939-1945?itemId=9529&action=showRecord www.myheritage.at]
* [http://www.doew.at/ Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes]
* [http://www.doew.at/ Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes]
* "Zwischenwelt Zeitschrift für Kultur des Exils und des Widerstands" 33. Jg, Nr. 3, Okt. 2016, Karl Wimmler: "Die Eislers von Liezen",  Verlag: Theodor Kramer Gesellschaft [https://emea01.safelinks.protection.outlook.com/?url=http%3A%2F%2Ftheodorkramer.at%2Fzwischenwelt%2Fausgaben%2Fviele-wege%2F&amp;data=04%7C01%7C%7C5333cd7e0b844b6bc06f08d9a51ae3a9%7C84df9e7fe9f640afb435aaaaaaaaaaaa%7C1%7C0%7C637722357198631433%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJWIjoiMC4wLjAwMDAiLCJQIjoiV2luMzIiLCJBTiI6Ik1haWwiLCJXVCI6Mn0%3D%7C1000&amp;sdata=CbsIyvzXwte7QfvjhqW0dGusMyqM7pwvRP3kKXlFonM%3D&amp;reserved=0]
==== Einzelnachweise ====
<references/>


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[[Kategorie:Gestorben 1942]]

Aktuelle Version vom 10. Februar 2026, 09:08 Uhr

Adolf Eisler (* 27. Juni 1891 in Liezen; † 10. November 1942 im KZ Auschwitz ermordet) war Fotograf und ein Shoah‑Opfer.

Leben

Bei dem in Liezen Geborenen handelt es sich um einen Sohn von Emanuel Eisler und dessen Frau Maria. Er erlernte den Beruf des Fotografen.

Er war der Jüngste der Eisler-Familie, die von den Verfolgungen während der NS-Zeit betroffen war. Sein Bruder Leo konnte nach England flüchten und von dort wanderte er in die USA aus. Seine Brüder Karl, Ignaz und Siegmund wurden Opfer der Verfolgung während der NS-Zeit.

1927 zog die Familie nach Wien, wo er bis 1938 gemeldet war.[1] Er gelangte 1939 nach Brüssel, wo er in Lindestadt Nr. 83 wohnte. Am 28. April 1939 versuchte er in Antwerpen als blinder Passagier auf dem Schiff "Zuidland" nach England zu flüchten. Unglücklicherweise wurde er zusammen mit zwei anderen Passagieren entdeckt und verhaftet. Er blieb in der Folge in Brüssel, bis er im Mai 1940 nach Frankreich in das Lager Saint-Cyprien[2] verschleppt wurde. Später kam er nach Rivesaltes. Von dort kam er im Oktober 1942 mit einen der letzten Konvois aus der freien Zone in das Sammellager Drancy bei Paris. Am 4. November 1942 wurde er mit den RSHA-Transport Nr. 40 nach Auschwitz deportiert. Dort wurde er am 10. November 1942 ermordet.

Er wurde erst am 8. März 1973 lt. Beschluss des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien für tot erklärt.

Quellen

Einzelnachweise

  1. ↑ lt. Schreiben von Martin Aigner in einem E-Mail am 21. Dez. 2022 an Admin. Peter
  2. ↑ www.gedenkbuch-wuppertal.de Saint-cyprien