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[[Datei:Luseralm5916.jpg|thumb|Luseralm]]
Die  '''{{PAGENAME}}''' (1&nbsp;587 [[m ü. A.]]) ist eine [[Alpines Lexikon#A|Alm]]<nowiki>hütte</nowiki> im [[Dachsteingebirge]] an der [[Luserwand]] .
[[Datei:Luseralm5920.jpg|thumb|Luseralm]]
<!--==Allgemeines==-->
[[Datei:Luserlalm5934.jpg|thumb|die [[Ditha Hütte]]]]
Die  '''Luseralm''' (1&nbsp;587 [[m ü. A.]]) ist eine Alm im [[Dachsteingebirge]] an der [[Luserwand]].
==Allgemeines==
Die Alm ist über einen Forstweg und alpinen Steig vom Gehöft [[Burgstaller]] in [[Rössing]] erreichbar. Am Jägersteig von der Luseralm zum [[Rössingerhof]] befindet sich die [[Gedenktafel Luserriedel]] zur Erinnerung an einen abgestürzten Jäger.
* Hütten auf der Luseralm: [[Rössingerhütte]], [[Luseralmhütte]] und die [[Ditha Hütte]].
 
== Geschichtliches ==
== Geschichtliches ==
Die Begehung der Dachsteinhoch­fläche zwischen dem Traun- und [[Ennstal]], den alten Bergbauorten [[swiki:Hallstatt|Hallstatt]] und Schladming, auf ausge­tretenen Saumpfaden und Steigen, geht bereits auf vorgeschichtliche Zeit zurück. Der Grund: Das ''weiße Gold'', das Salz. Dem Fels und ''ewigen Eis'' des [[Dachstein]]s schenkte man kaum Beach­tung. Bis 1800 etwa nennt man den Berg ganz schlicht und einfach „Das Schneegebirg", eine sagen­umwobene Welt (auch „Verfallene Alm", „Verschneite Alm" oder „Toter Schnee"), die man nicht be­trat.
Die Begehung der [[Naturschutzgebiet Steirisches Dachsteinplateau|Dachsteinhoch­fläche]] zwischen dem Traun- und [[Ennstal]], den alten Bergbauorten [[Hallstatt]] und [[Schladming]], auf ausge­tretenen Saumpfaden und Steigen, geht bereits auf vorgeschichtliche Zeit zurück. Der Grund: Das ''weiße Gold'', das [[Salz]]. Dem Fels und ''[[Gletscher|ewigen Eis]]'' des [[Dachsteinmassiv]]s schenkte man kaum Beach­tung. Bis 1800 etwa nennt man den Berg ganz schlicht und einfach "Das Schneegebirg", eine sagen­umwobene Welt (auch "Verfallene Alm", "Verschneite Alm" oder "Toter Schnee"), die man nicht be­trat.


Die ungünstige Verkehrslage von Hallstatt hat dazu beigetragen, dass man eben den wenigen Ausfuhr­wegen für das kostbare Hallstätter Salz eben auch den Weg über das [[Dachsteinplateau]] „[[Auf dem Stein]]" wählte. Die Geländeverhältnisse weisen ei­nen Weg vom Salzberg Hallstatt über die Wiesalm, [[Gjaidalm]], [[Moder­eckalm]], [[Lackenmoosalm]] und die Luseralm ins Ennstal. Wir haben hier einen uralten Salzsteig vor uns, der heute noch durch viele Steintauben gekennzeichnet ist.
Die ungünstige Verkehrslage von Hallstatt hat dazu beigetragen, dass man eben den wenigen Ausfuhr­wegen für das kostbare Hallstätter Salz eben auch den Weg über das Dachsteinplateau "[[Auf dem Stein]]" wählte. Die Geländeverhältnisse weisen ei­nen Weg vom Salzberg Hallstatt über die Wiesalm, [[Gjaidalm]], [[Moder­eckalm]], [[Lackenmoosalm]] und die Luseralm ins Ennstal. Wir haben hier einen uralten Salzsteig vor uns, der heute noch durch viele Steintauben gekennzeichnet ist.


Über die „Lusn Alm", „Rott tauben am Stein",  und westlich am „Kripnstein" vorbei nach „Wald­bach" und „Halstat" lässt sich der Salzsteig auf dieser Karte schon deutlich verfolgen. Dass natürlich al­le Dachsteinalmen auf diesem Weg  wertvolle Stützpunkte waren, lag auf der Hand.
Über die "Lusn Alm", "Rott tauben am Stein",  und westlich am "Kripnstein" vorbei nach "Wald­bach" und "Halstat" lässt sich der Salzsteig auf dieser Karte schon deutlich verfolgen. Dass natürlich al­le Dachsteinalmen auf diesem Weg  wertvolle Stützpunkte waren, lag auf der Hand.


== Die Alm ''im Lussen'' ==
== Die Alm ''im Lussen'' ==
Die Luseralm wird [[1520]] erstmals ur­kundlich erwähnt und zwar als die „Ressinger" die Obere und Untere Stang mit dem [[Seetal]] und die [[alpines Lexikon#A|Alm]] „im Lussen" zugesprochen beka­men, die „Puelnberger" (Birnberger) jedoch das [[Silberkar]] (Marchl Hüttn). In den Jahren vorher waren diese Almen gemeinsam bewirtschaftet worden. Das gesamte Gebiet war aber der Luseralm zuge­hörig und im Waldtomus von [[1760]], einer ersten „Bestandsaufnahme", heißt es noch „Lußä- oder hoch und nieder Stangalpen". Im Jahre [[1787]] sind die Almen unter dem vlg. Ange­rer als Besitzer für die obere Stang­alpe und die vulgo Gerharter, Mitt­ner, Krinn, Stallbauer, Jagersberger und die beiden halben „Rössinglehner" als Besitzer für die untere Stangalpe aufgeteilt.
Die Luseralm wird [[1520]] erstmals ur­kundlich erwähnt und zwar als die "Ressinger" die Obere und Untere Stang mit dem [[Seetal]] und die [[alpines Lexikon#A|Alm]] "im Lussen" zugesprochen beka­men, die "Puelnberger" (Birnberger) jedoch das [[Silberkar]] (Marchl Hüttn). In den Jahren vorher waren diese Almen gemeinsam bewirtschaftet worden. Das gesamte Gebiet war aber der Luseralm zuge­hörig und im [[Waldtomus]] von [[1760]], einer ersten "Bestandsaufnahme", heißt es noch "''Lußä- oder hoch und nieder Stangalpen''". Im Jahre [[1787]] sind die Almen unter dem vlg. Ange­rer als Besitzer für die obere Stang­alpe und die vulgo Gerharter, Mitt­ner, Krinn, Stallbauer, Jagersberger und die beiden halben "Rössinglehner" als Besitzer für die untere Stangalpe aufgeteilt.


== Die Hütten verfallen ==
== Die Hütten verfallen ==
Sicher jedenfalls ist, dass die Hoch­fläche „auf dem Stein" sehr leicht über die Luseralm erreicht werden konn­te. So sind die [[Stangalmen]], die [[Lackenmoosalm|Lackenmoos]]-, [[Langkaralm|Langkar]]- und [[Moder­eckalm]] über diesen Steig befahren worden. Heute sind diese Almen verfallen, kaum noch Spuren zu fin­den.
Sicher jedenfalls ist, dass die Hoch­fläche "auf dem Stein" sehr leicht über die Luseralm erreicht werden konn­te. So sind die [[Stangalmen]], die [[Lackenmoosalm|Lackenmoos]]-, [[Langkaralm|Langkar]]- und [[Moder­eckalm]] über diesen Steig befahren worden. Heute sind diese Almen verfallen, kaum noch Spuren zu fin­den.


Noch im Jahre 1926 wurden zwölf Mel­krinder, ein [[Alpines Lexikon#G|Galtrind]], 26 Ziegen, 30 Schafe und vier Schweine auf die 1&nbsp;596 m ü. A.hoch gelegene Luseralm aufge­trieben, 1950 waren es nur noch vier Melk- und fünf Galtrinder.
Noch im Jahre 1926 wurden zwölf Mel­krinder, ein [[Alpines Lexikon#G|Galtrind]], 26 Ziegen, 30 Schafe und vier Schweine auf die 1&nbsp;596 m ü. A.hoch gelegene Luseralm aufge­trieben, 1950 waren es nur noch vier Melk- und fünf Galtrinder.


Die Hütten des vulgo Gerharter (1636) sind längst verfallen, die Krinnhütte wurde völlig um- bzw. neugebaut und nicht mehr an ihrem alten Platz errichtet, über der Tür der Rössingerhütte steht noch die Jah­reszahl [[1634]]. Jetzt ist es still gewor­den um diese Hütten auf der Luser­alm.
Die Hütten des vulgo Gerharter (1636) sind längst verfallen, die Krinnhütte wurde völlig um- bzw. neugebaut und nicht mehr an ihrem alten Platz errichtet, über der Tür der [[Rössingerhütte]] steht noch die Jah­reszahl [[1634]]. Jetzt ist es still gewor­den um diese Hütten auf der Luser­alm.
 
== Der letzte Salzträger ==
Der „Burgstall Heiner" (Heinrich Steiner, wohnhaft in [[Ramsau]]-[[Rös­sing]] Nr. 124) erinnert sich noch ger­ne an die Zeiten, als die Almen noch voll Leben steckten, sind doch auch seine Schwestern Lina (Lina Burgstall) und Seferl (Seferl Rowenger) den Weg über die Luser zur Stang­alm und dann weiter auf [[Modereck]]  gezogen. Er selbst dürfte wohl einer der letzten gewesen sein, die mit der "Krax'n" noch Salz auf diesem Weg getragen haben. „''Des wor no vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriag]]''", erzählt mir der Heiner in seiner Stub'n in Ramsau-Rössing und seine Augen leuchten dabei, „''da hob i mit mein Vota Solz — so graue Stoa san'sg'wesen — von der Gjoadolm g'holt, so für den Hausgebrauch holt.''" Bis zur Gjaidalm hat es ein gewisser Josef Binder getragen, der mit dem Burgstaller befreundet war und als Salinenar­beiter ein bescheidenes Deputat hatte.
 
„''Und [[1924]] han ma vom Jaga Stocker aus Weißenbach zwoa Saula zum Aufziegln kaft. Da Jokl (Ja­kob Steiner, 13. 7. [[1903]] - vermisst [[1944]] auf der Krim) und i ham's über die Luseralm zum Binder nach Hall­statt umitrogn — als Freundschafts­dienst, denn durt drübnham's koa-ne g'habt.''" So einfach war's.
 
== Rott tauben am Stein ==
Und auf diesem Weg, den der Hei­ner so oft gegangen war, liegt süd­westlich der Lackenmoosalm „Rott tauben am Stein", eine ortsunbe­kannt gewordene Siedlung. So ver­mutet man jedenfalls. Das Vorhan­densein einer Wasserstelle, den 2&nbsp;036 m ü. A. hohen [[Lackenofen]] als guten Aussichtspunkt und das Zusam­mentreffen mehrerer Steige lassen diese Annahme durchaus möglich erscheinen.
 
Den Anstoß dazu gab eine 1967 von Walter Abrahamczik veröffentlichte Arbeit „War der östliche Teil des Dachsteinplateaus besiedelt?", wo­rin er auch auf die [[Holzwurmkarte]] zurückgreift,die „Rott tauben am Stein" als festen Platz ohne Schutz­anlage beim Namen nennt. In den letzten Jahren hat sich [[Franz Mandl]] aus [[Gröbming]] um die Beschreibung dieses Ortes bemüht.


== Die erste Alm auf der Dachsteinkarte ==
== Die erste Alm auf der Dachsteinkarte ==
Auf einer Landkarte von [[Isaak Holzwurm|Isaak]] und [[Abraham Holzwurm]], die [[1662]] her­ausgebracht worden war, scheinen auch einige Bergnamen auf: „Kripn-stein", Rott tauben am Stein" und „Camp Möns" für Kammspitze. Von den [[Oberösterreich|oberösterreichischen]] Stän­den erhielten sie Weisung, die „für-nembstengepürg" zu berücksichti­gen. Und die Luseralm wird darauf  als einzige Alm  „ Lusn – Alm““ festgehalten.
Auf einer Landkarte von [[Isaak Holzwurm|Isaak]] und [[Abraham Holzwurm]], die [[1662]] her­ausgebracht worden war, scheinen auch einige Bergnamen auf: "Kripn-stein", "[[Rott tauben am Stein|Rott tauben am Stein]]" und "Camp Möns" für [[Kammspitze]]. Von den [[Oberösterreich|oberösterreichischen]] Stän­den erhielten sie Weisung, die "für-nembstengepürg" zu berücksichti­gen. Und die Luseralm wird darauf  als einzige Alm  " Lusn – Alm"" festgehalten.
<!--== Erreichbarkeit == -->
<!--== Erreichbarkeit == -->
<!--==Lage==-->
<!--==Lage==-->
==Bewirtschaftung==
==Bewirtschaftung==
Die {{PAGENAME}} ist nicht bewirtschaftet.
Die Luseralm ist nicht bewirtschaftet.
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== Bildergalerie ==
== Bilder ==
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Datei:Luseralm5920.jpg|
==Weblink==
Datei:Luserlalm5934.jpg|
* Position auf [https://maps.bev.gv.at/#/center/13.7339,47.4495/zoom/16 AMap]  (korrigierter neuer Link, Datenstand, 06.06.2023)
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== Quellen==
 
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== Quellen ==
* [[Walter Bastl]] - Archiv [[Alpenverein Sektion Haus im Ennstal]]
* [[Walter Bastl]] - Archiv [[Alpenverein Sektion Haus im Ennstal]]
* Vereinszeitschrift [[Der Berg]]  
* Vereinszeitschrift [[Der Berg]]  
* Wanderführer
{{Quelle WK}}
* [http://www.austrianmap.at/amap/index.php?SKN=1&XPX=637&YPX=492  digitale Karte - {{PAGENAME}} in Suchfeld links eingeben, so findet man diese Alm]


[[Kategorie:Tourismus]]
 
[[Kategorie:Alpinismus]]
[[Kategorie:Haus]]
[[Kategorie:Wandern]]
 
 
[[Kategorie:Almhütte]]
[[Kategorie:Almhütte]]
[[Kategorie:Alpen]]
[[Kategorie:Ostalpen]]
[[Kategorie:Ostalpen]]
[[Kategorie:Kalkalpen]]
[[Kategorie:Kalkalpen]]
[[Kategorie:Dachsteingebirge]]
[[Kategorie:Dachsteingebirge]]