Gstatterboden: Unterschied zwischen den Versionen

Aus EnnstalWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Markierung: Manuelle Zurücksetzung
 
(13 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
[[Datei:Gstatterboden1560614.JPG|thumb|Gstatterboden]]
[[Datei:Gstatterboden1560614.JPG|thumb|Gstatterboden]]
[[Datei:Gstatterboden60618.JPG|thumb|Gstatterboden]]
'''Gstatterboden''' im [[Gesäuse]] ist ein Ortsteil der der [[Gemeindestrukturreform|ehemaligen]] Gemeinde [[Weng im Gesäuse]] (heute Marktgemeinde [[Admont]]).
[[Datei:Gstatterboden Hotel Gesäuse Bahnhof 1914.jpg|thumb|Historische Aufnahme [[1914]] vom [[Bahnhof Gstatterboden]] und [[Hotel Gesäuse]].]]
'''Gstatterboden''' im [[Gesäuse]] ist ein Ortsteil der der [[Gemeindestrukturreform|ehemals selbständigen]] Gemeinde [[Weng im Gesäuse]] (heute Marktgemeinde [[Admont]]).


== Allgemeines ==
== Allgemeines ==
Im Ort befindet sich die Geologieausstellung im [[Nationalpark Pavillon Gstatterboden]]. Der Ort ist auch Ausgangspunkt für zahlreiche Berg- und Mountainbiketouren.
Im Ort befindet sich die Geologieausstellung im [[Nationalpark Pavillon Gstatterboden]] und die [[Hubertuskapelle Gstatterboden|Hubertuskapelle]]. Der Ort ist auch Ausgangspunkt für zahlreiche Berg- und Mountainbiketouren.
 
==Geschichte==
In diesem Ortsteil befanden sich das [[Hotel Gesäuse]] und der [[Bahnhof Gstatterboden]] der [[Rudolfsbahn]]. Gegenüber dem Hotel Gesäuse lebte [[Katharina Ditz]], "die Bergsteigermutter vom Gstatterboden", die zu [[Gesäuse-Pioniere]]n zählt. Gstatterboden war und ist der Ausgangspunkt für Bergtouren nördlich der Enns (z. B. in die [[Buchsteingruppe]]) und südlich der Enns (z. B. [[Hochtorgruppe]]).


==Geschichtliches==
[[Datei:Gstatterboden Hotel Gesäuse Bahnhof 1914.jpg|thumb|Historische Aufnahme [[1914]] vom [[Bahnhof Gstatterboden]] und [[Hotel Gesäuse]].]]
In diesem Ortsteil befanden sich das [[Hotel Gesäuse]] und der [[Bahnhof Gstatterboden]] der [[Rudolfsbahn]].


* Gstatterboden – [[Almauftrieb]] bergab
* Gstatterboden – [[Almauftrieb]] bergab
Still fließt die ansonsten so schäumende Enns im erweiterten Talkessel bei Gstatterboden. Die Ebene war ursprünglich ein „stader“ – ruhiger Boden. Holzknecht- und Almhütten standen auf dem Schuttkegel der heutigen Ortschaft. Bauern aus dem [[Admonttal]] trieben ihr Vieh durch das [[Gesäuse]]tal herunter - „Almauftrieb bergab“.
Still fließt die ansonsten so schäumende Enns im erweiterten Talkessel bei Gstatterboden. Die Ebene war ursprünglich ein "stader" – ruhiger Boden. Holzknecht- und Almhütten standen auf dem Schuttkegel der heutigen Ortschaft. Bauern aus dem [[Admonttal]] trieben ihr Vieh durch das [[Gesäuse]]tal herunter - "Almauftrieb bergab".


* Verhaftung  
* Verhaftung  
Am [[28. September]] [[1912]] wurde am Gstatterboden der Oberbauarbeiter Albert Riegler (* [[1872]]) nach Piesling in [[Niederösterreich]] zuständig, von der [[Gendarmerie]] aus Admont wegen Schändung zweier Schulmädchen verhaftet und dem k. k. [[Bezirksgericht Liezen]] eingeliefert, von wo er am [[3. Oktober]] dem k. k. Kreisgericht Leoben überstellt wurde.<ref>{{Quelle Ennstaler 100}} sowie [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=awi&datum=19121020&query=%22Albert+Riegler%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], "Arbeiterwille", Ausgabe 20. Oktober 1912, Verurteilung</ref>


Am [[28. September]] [[1912]] wurde am Gstatterboden der Oberbauarbeiter Albert Riegler (* 1872) nach Piesling in Niederösterreich zuständig, von der [[Gendarmerie]] aus Admont wegen Schändung zweier Schulmädchen verhaftet und dem k. k. [[Bezirksgericht Liezen]] eingeliefert, von wo er am 3. Oktober dem k. k. Kreisgericht Leoben überstellt wurde.<ref>{{Quelle Ennstaler 100}} sowie [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=awi&datum=19121020&query=%22Albert+Riegler%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Arbeiterwille, Ausgabe 20. Oktober 1912, Verurteilung</ref>
In den [[1930er]]-Jahren gab es eine [[Schutzbundmusikkapelle Gstatterboden]].


== Hütten und Berge ==
== Almen und Hütten ==
* [[Ennstalerhütte]]
* [[Ennstalerhütte]]
* [[Hörantalm]]
* [[Hörantalm]]
* [[Niederscheibenalm]]
* [[Niederscheibenalm]]
* [[Hochscheibenalm]]
* [[Hochscheibenalm]]
[[Datei:Gstatterboden60618.JPG|thumb|Gstatterboden]]
== Berge, die man von Gstatterboden nördlich der Enns erreicht ==
* [[Tamischbachturm]]
* [[Tamischbachturm]]
* [[Tieflimauer]]
* [[Tieflimauer]]
Zeile 28: Zeile 33:
== Bilder==  
== Bilder==  
{{Bildkat}}
{{Bildkat}}
== Weblink ==
* Lage auf [https://maps.bev.gv.at/#/center/14.648,47.5975/zoom/14.4/basis/karte/compare/karte AMap], aktualisierter Datenlink 8. März 2025
==Quellen==
==Quellen==
* [[Josef Hasitschka]]
* [[Josef Hasitschka]] → Das Beiheft als PDF [[Media:Hasitschka, Wegpunkte Gesäuse red.pdf]]
: → Das Beiheft als PDF [[Media:Hasitschka, Wegpunkte Gesäuse red.pdf]]
{{Quelle AMap}}
 
==== Einzelnachweise ====
==== Einzelnachweise ====
<references/>
<references/>


[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Admont]]
[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Ortsteil]]
[[Kategorie:Ortsteil]]
[[Kategorie:Weng im Gesäuse]]
[[Kategorie:Weng im Gesäuse]]
[[Kategorie:Der Ennstaler 2006]]
[[Kategorie:Ostalpen]]
[[Kategorie:Kalkalpen]]
[[Kategorie:Ennstaler Alpen]]
[[Kategorie:Gesäuse]]
[[Kategorie:Gesäuse]]
[[Kategorie:Der Ennstaler 2006]]
[[Kategorie:Nationalpark Gesäuse]]

Aktuelle Version vom 4. November 2026, 15:10 Uhr

Gstatterboden

Gstatterboden im Gesäuse ist ein Ortsteil der der ehemaligen Gemeinde Weng im Gesäuse (heute Marktgemeinde Admont).

Allgemeines

Im Ort befindet sich die Geologieausstellung im Nationalpark Pavillon Gstatterboden und die Hubertuskapelle. Der Ort ist auch Ausgangspunkt für zahlreiche Berg- und Mountainbiketouren.

Geschichte

In diesem Ortsteil befanden sich das Hotel Gesäuse und der Bahnhof Gstatterboden der Rudolfsbahn. Gegenüber dem Hotel Gesäuse lebte Katharina Ditz, "die Bergsteigermutter vom Gstatterboden", die zu Gesäuse-Pionieren zählt. Gstatterboden war und ist der Ausgangspunkt für Bergtouren nördlich der Enns (z. B. in die Buchsteingruppe) und südlich der Enns (z. B. Hochtorgruppe).

Historische Aufnahme 1914 vom Bahnhof Gstatterboden und Hotel Gesäuse.

Still fließt die ansonsten so schäumende Enns im erweiterten Talkessel bei Gstatterboden. Die Ebene war ursprünglich ein "stader" – ruhiger Boden. Holzknecht- und Almhütten standen auf dem Schuttkegel der heutigen Ortschaft. Bauern aus dem Admonttal trieben ihr Vieh durch das Gesäusetal herunter - "Almauftrieb bergab".

  • Verhaftung

Am 28. September 1912 wurde am Gstatterboden der Oberbauarbeiter Albert Riegler (* 1872) nach Piesling in Niederösterreich zuständig, von der Gendarmerie aus Admont wegen Schändung zweier Schulmädchen verhaftet und dem k. k. Bezirksgericht Liezen eingeliefert, von wo er am 3. Oktober dem k. k. Kreisgericht Leoben überstellt wurde.[1]

In den 1930er-Jahren gab es eine Schutzbundmusikkapelle Gstatterboden.

Almen und Hütten

Gstatterboden

Berge, die man von Gstatterboden nördlich der Enns erreicht

Bilder

  • Gstatterboden – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien bei Ennstalwiki

Weblink

  • Lage auf AMap, aktualisierter Datenlink 8. März 2025

Quellen

Einzelnachweise

  1. ↑
    • Der Ennstaler, Sonderausgabe 100 Jahre Der Ennstaler, August 2006
    sowie ANNO, "Arbeiterwille", Ausgabe 20. Oktober 1912, Verurteilung