Erzbach: Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Erzbach''' ist ein [[Wildbach|Wildfluss]] in [[Hieflau]] in der Gemeinde [[Landl]] und mündet bei km 112,407 rechtsufrig in die [[Enns]] . | |||
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== Verlauf == | == Verlauf == | ||
Der Erzbach, im Oberlauf Troffenbach genannt, entspringt in den [[Eisenerzer Alpen]] | Der Erzbach, im Oberlauf Troffenbach genannt, entspringt in den [[Eisenerzer Alpen]] an den Nordhängen des Polsters (1 910 m ü. A.) auf 1 800 m ü. A. Er fließt in einem Sohlkerbtal aus [[Werfener Schichten]] und passiert dabei die Gemeinde Eisenerz. Südwestlich von Eisenerz tritt er in einem Sohlkerbtal durch den [[Wettersteinkalk]] und -[[Wettersteindolomit|dolomit]] und erreicht am Talausgang die [[ehemalige]] Gemeinde [[Hieflau]]. In einer nacheiszeitlichen Ennsterrasse eingeschnitten durchfließt der Erzbach Hieflau und mündet nach einer Gesamtlänge von 22 km im Norden des Ortszentrums von Hieflau rechtsufrig in die Enns. | ||
[[Datei:Hieflau Holztriftrechen Hochofen 1907.jpg|thumb|Die [[Historische Ansichtskarten aus dem Bezirk Liezen|historische Ansichtskarte]] aus dem Jahr 1907 zeigt Hieflau mit dem [[Hieflauer Holztriftrechen|Holztriftrechen]], Hochofen und in der Mitte die Mündung des Erzbachs in die Enns.]] | |||
Der Erzbach stellt auch die Grenze zwischen der im Nordosten liegenden [[Hochschwabgruppe]] und den [[Ennstaler Alpen]] im Südwesten mit dem [[Gesäuse]] dar. Seine Länge im [[Bezirk Liezen]] beträgt etwa neun Kilometer. | |||
Kurz vor seiner Mündung in die Enns wird das [[Kraftwerk Hieflau-Erzbach]] vom Wasser des Erzbachs gespeist. | |||
== Namensgebung == | |||
Da der Erzbach seine Quelle im Bereich des Erzberges hat, wo [[Eisenerzbergbau im Bezirk Liezen|Eisenerz]] abgebaut wird, hat er seinen Namen vom Erzberg. | |||
== Nebenflüsse == | == Nebenflüsse == | ||
* | * Gsollbach, Tullbach, Große und Kleine Fölz, Seebach, Ofenbach, Halsbach, Radmer Bach und Randelseggbach; | ||
== Geologisches Einzugsgebiet == | == Geologisches Einzugsgebiet == | ||
Sein Einzugsgebiet besteht überwiegend aus Wettersteinkalk und -dolomit, aus Werfener Schichten, Grauwackenschiefer, | Sein Einzugsgebiet besteht überwiegend aus Wettersteinkalk und -dolomit, aus Werfener Schichten, Grauwackenschiefer, | ||
aus erzführenden Kalken und aus eiszeitlichen und nacheiszeitlichen Talverfüllungen. Größe des Einzugsgebietes: 252,3 km². | aus erzführenden Kalken und aus eiszeitlichen und nacheiszeitlichen Talverfüllungen. Größe des Einzugsgebietes: 252,3 km². | ||
[[File:Erzbach Enns catchment.png|thumb|Einzugsgebiet des Erzbachs]] | |||
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Aktuelle Version vom 4. Juni 2026, 19:44 Uhr
| Erzbach | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Länge: | 22,420 km |
| Quelle: | Polster |
| Quellhöhe: | 1 800 m ü. A. |
| Mündung: | Enns |
| Mündungshöhe: | 478 m ü. A. |
| Höhenunterschied: | 1 322 m |
| Gewässernummer: | 632 |
Der Erzbach ist ein Wildfluss in Hieflau in der Gemeinde Landl und mündet bei km 112,407 rechtsufrig in die Enns .
Verlauf
Der Erzbach, im Oberlauf Troffenbach genannt, entspringt in den Eisenerzer Alpen an den Nordhängen des Polsters (1 910 m ü. A.) auf 1 800 m ü. A. Er fließt in einem Sohlkerbtal aus Werfener Schichten und passiert dabei die Gemeinde Eisenerz. Südwestlich von Eisenerz tritt er in einem Sohlkerbtal durch den Wettersteinkalk und -dolomit und erreicht am Talausgang die ehemalige Gemeinde Hieflau. In einer nacheiszeitlichen Ennsterrasse eingeschnitten durchfließt der Erzbach Hieflau und mündet nach einer Gesamtlänge von 22 km im Norden des Ortszentrums von Hieflau rechtsufrig in die Enns.

Der Erzbach stellt auch die Grenze zwischen der im Nordosten liegenden Hochschwabgruppe und den Ennstaler Alpen im Südwesten mit dem Gesäuse dar. Seine Länge im Bezirk Liezen beträgt etwa neun Kilometer.
Kurz vor seiner Mündung in die Enns wird das Kraftwerk Hieflau-Erzbach vom Wasser des Erzbachs gespeist.
Namensgebung
Da der Erzbach seine Quelle im Bereich des Erzberges hat, wo Eisenerz abgebaut wird, hat er seinen Namen vom Erzberg.
Nebenflüsse
- Gsollbach, Tullbach, Große und Kleine Fölz, Seebach, Ofenbach, Halsbach, Radmer Bach und Randelseggbach;
Geologisches Einzugsgebiet
Sein Einzugsgebiet besteht überwiegend aus Wettersteinkalk und -dolomit, aus Werfener Schichten, Grauwackenschiefer, aus erzführenden Kalken und aus eiszeitlichen und nacheiszeitlichen Talverfüllungen. Größe des Einzugsgebietes: 252,3 km².

Weblink
- Lage auf AMap, aktualisierter Datenlink 5. Februar 2025
Quellen
- Jungwirth Mathias, Muhar S., Zauner G., Kleeberger J., Kucher T., Haidvogl G., Schwarz M.: Die Steirische Enns. Fischfauna und Gewässermorphologie, Universität für Bodenkultur, Abteilung für Hydrobiologie, Fischereiwirtschaft und Aquakultur, Institut für Wasservorsorge, Gewässerökologie und Abfallwirtschaft, Wien, 1996, ISBN 3-9500562-0-3
- Digitale Gewässerkartei Liezen
- Austrian Map, Teil der Österreichischen Karte des Bundesamts für Eich- Vermessungswesen (BEV), im Internet unter maps.bev.gv.at abrufbar.