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Die maschinelle Entwicklung gegen Ende des [[18. Jahrhundert]]s durch mechanische Webstühle und Maschinengarn brachte den Flachsanbau um 1900 zum Erliegen. Die Nachfrage nach Leinen waren stark zurückgegangen und die Nachfrage nach Baumwollgeweben stieg stetig an. Es entwickelte sich die ''Barchent''- und Baumwollweberei. Eine der berühmtesten Schöpfungen aus Baumwolle war eine Hose, die sich 1873 in San Francisco ein Einwanderer aus dem bayerischen Buttenheim mit dem Namen ''Levi (Löb) Strauss'' schneidern ließ. Er ließ sich einen ''Köper'' aus dem französischen Nîmes namens ''Denim'' indigoblau färben, dann nach dem Muster einer Genueser Matrosenhose schneidern. Daraus wurde eine Arbeitshose mit dem Namen ''Genes''. Strauss verkaufte sein Patent, gefährdete Stellen einer Hose mit Kupfernieten zu sichern, an den Schneider Jakob W. Davis aus Reno. Es war die Geburtsstunde unserer ''Bluejeans''.  
Die maschinelle Entwicklung gegen Ende des [[18. Jahrhundert]]s durch mechanische Webstühle und Maschinengarn brachte den Flachsanbau um 1900 zum Erliegen. Die Nachfrage nach Leinen waren stark zurückgegangen und die Nachfrage nach Baumwollgeweben stieg stetig an. Es entwickelte sich die ''Barchent''- und Baumwollweberei. Eine der berühmtesten Schöpfungen aus Baumwolle war eine Hose, die sich 1873 in San Francisco ein Einwanderer aus dem bayerischen Buttenheim mit dem Namen ''Levi (Löb) Strauss'' schneidern ließ. Er ließ sich einen ''Köper'' aus dem französischen Nîmes namens ''Denim'' indigoblau färben, dann nach dem Muster einer Genueser Matrosenhose schneidern. Daraus wurde eine Arbeitshose mit dem Namen ''Genes''. Strauss verkaufte sein Patent, gefährdete Stellen einer Hose mit Kupfernieten zu sichern, an den Schneider Jakob W. Davis aus Reno. Es war die Geburtsstunde unserer ''Bluejeans''.  


Der Handwerksberuf des auf [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#St|Stör]]<ref>Im Falle des ''Webers'' pilgert der Handwerker mit seinem Webstuhl und Arbeitszubehör zum Kunden und verrichtet vor Ort seine Tätigkeit.</ref> gehenden Webers gilt im [[Ennstal]] bereits als ausgestorben.
Der Handwerksberuf des auf [[Stör]]<ref>Im Falle des ''Webers'' pilgert der Handwerker mit seinem Webstuhl und Arbeitszubehör zum Kunden und verrichtet vor Ort seine Tätigkeit.</ref> gehenden Webers gilt im [[Ennstal]] bereits als ausgestorben.


== Das Leben eines Webers ==
== Das Leben eines Webers ==
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== Webstuhl ==
== Webstuhl ==
Franz Ackerls Webstuhl ist ein aus Holz gefertigtes 1 bis 1,20 Meter breites Handwerksgerät, welches mit Händen und Füßen bedient wurde. Das Webblatt<ref>Das Blatt schlägt nach jedem Webdurchgang nach unten, um die Textilfläche zu stabilisieren und zu festigen.</ref>  besteht aus einem alten Bambusskistock. Zum Aufspannen der Kette<ref>Die Kette sind die vorgespannten Fäden des Webstuhles.</ref> waren drei Menschen notwendig, um ein optimales Ergebnis zu erziehlen. Je nach Endprodukte waren eine unterschiedliche Anzahl dieser Kettenfäden notwendig. Während bei Loden an die 400 Fäden, mussten bei Leinen bis zu 12&nbsp;000 Fäden gleichmäßig ausgerichtet durch das Webblatt laufen. Mit Betätigen der Fußpedale wurden die Kettenfäden abwechselnd gesenkt und gehoben. Gleichzeitig bewegte sich das Schiffchen mit dem Schussfaden hin und her. Der quer zu den Kettenfäden liegende Schussfaden wurde bei jedem dieses Vorganges durch das Webblatt ''geschlagen'', um die Webfläche zu festigen.
Franz Ackerls Webstuhl ist ein aus Holz gefertigtes 1 bis 1,20 Meter breites Handwerksgerät, welches mit Händen und Füßen bedient wurde. Das Webblatt<ref>Das Blatt schlägt nach jedem Webdurchgang nach unten, um die Textilfläche zu stabilisieren und zu festigen.</ref>  besteht aus einem alten Bambusskistock. Zum Aufspannen der Kette<ref>Die Kette sind die vorgespannten Fäden des Webstuhles.</ref> waren drei Menschen notwendig, um ein optimales Ergebnis zu erziehlen. Je nach Endprodukte waren eine unterschiedliche Anzahl dieser Kettenfäden notwendig. Während bei Loden an die 400 Fäden, mussten bei Leinen bis zu 12&nbsp;000 Fäden gleichmäßig ausgerichtet durch das Webblatt laufen. Mit Betätigen der Fußpedale wurden die Kettenfäden abwechselnd gesenkt und gehoben. Gleichzeitig bewegte sich das Schiffchen mit dem Schussfaden hin und her. Der quer zu den Kettenfäden liegende Schussfaden wurde bei jedem dieses Vorganges durch das Webblatt ''geschlagen'', um die Webfläche zu festigen.
====== Einzelnachweise ======
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== Quellen ==
== Quellen ==
* Eigenartikel von [[Benutzer:Pezibär|Peter Ortner]] nach Gesprächen mit Angehörigen der Familie [[Rottenbichler (Untertal)|Rottenbicher]]
* Eigenartikel von [[Benutzer:Pezibär|Peter Ortner]] nach Gesprächen mit Angehörigen der Familie [[Rottenbichler (Untertal)|Rottenbicher]]
* Palla, Rudi: ''Verschwundene Arbeit'', Christian Brandstätter Verlag, Wien, 2010, ISBN 978-3-85033-327-6
* Palla, Rudi: ''Verschwundene Arbeit'', Christian Brandstätter Verlag, Wien, 2010, ISBN 978-3-85033-327-6
==== Einzelnachweise ====
<references/>


[[Kategorie:Wirtschaft]]
[[Kategorie:Wirtschaft]]
[[Kategorie:Wirtschaft (Geschichte)]]
[[Kategorie:Handwerk]]
[[Kategorie:Handwerk]]
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
 
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Kulturgeschichte]]
[[Kategorie:Kulturgeschichte]]