Austriahütte: Unterschied zwischen den Versionen

Aus EnnstalWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Alex (Diskussion | Beiträge)
K Textersetzung - „Kategorie:Wandern“ durch „“
 
(28 dazwischenliegende Versionen von 4 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
[[Datei:AustriahütteIMG 7337.jpg|thumb|Austriahütte]]
[[Datei:AustriahütteIMG 7337.jpg|thumb|Austriahütte]]
[[Datei:Winter_1933_endlich_Schnee.jpg|thumb|Endlich Schnee! schreibt  die [[Bilder-Welt]] erst am [[22. Jänner]] [[1933]], Bild rechts oben zeigt  [[Schladming]], rechts unten die Austriahütte vor dem  [[Dachsteinmassiv]]]]  
Die '''Austriahütte''' (1 638 [[m ü. A.]]) ist eine Schutzhütte an den südlichen Hängen des [[Dachsteinmassiv]]s im Bereich der [[Brandalm (Ramsau)|Brandalm]] nördlich des [[Brandriedel]]s in der [[Ramsau]].


[[Datei:Austriahütte-ramsau 16-03-09 0010-2000x1333.jpg|thumb|Die Austriahütte im Winter]]
==Allgemeines==
Die '''{{PAGENAME}}''' (1 638 [[m ü. A.]]) ist eine Schutzhütte im [[Dachsteingebirge]] am [[Brandriedel]] in der [[Ramsau]].
Die Austriahütte ist eine Hütte des [[Alpenverein Austria|Alpenvereins Austria]]. Sie liegt am Fuße des Dachsteinmassivs im nördlichen Gemeindegebiet von [[Ramsau am Dachstein]]. In der Hütte gibt es zwei gemütliche Stuben mit Blick auf die [[Dachstein Südwand]] und [[Bischofsmütze]]n und 30 Betten in Zwei-, Drei- und Vierbettzimmern sowie 16 Betten in Lagern.
 
[[Datei:Ansichtskarte-dachsteinmassiv-847.jpg|thumb|Historische Ansichtskarte vor 1950, interessant die Höhenangabe des [[Hoher Dachstein|Hohen Dachsteins]] mit 3 004 [[m ü. A.]] (aktuell ist er 2 995 m ü. A. hoch).]]
 
Durch ihre leichte Erreichbarkeit ist die Austriahütte für Familien und Ausflügler geeignet, dient als Stützpunkt für alle alpinen Unternehmungen am Dachstein (Klettersteige, Klettern, Wandern, Bergsteigen) und ist aufgrund des Seminarraumes (Sonnenstube) auch für Kurse, Seminare und Feiern passend.
 
In der Austriahütte gibt es das [[Dachstein Museum Austriahütte]] zu sehen.
 
== Geschichte ==
Die Hütte wurde [[1880]] erbaut und ist somit die älteste bestehende Schutzhütte im Dachsteinmassiv. Sie beheimatet das höchstgelegene Museum der [[Steiermark]].
 
Der direkte Südanstieg blieb dem Bergsteiger lange vorenthalten. Nur auf langen Umwegen gelangte man auf den [[Schladminger Gletscher]] und damit auf den Gipfel des [[Hohen Dachstein]]s. Bergführer [[Johann Schrempf vulgo Auhäusler|Johann Schrempf]], vlg. Auhäusler, beobachtete [[1860]] auf einer Gamspirsch, wie [[Gämse]]n über die Wand zur [[Hunerscharte]] aufstiegen. Zusammen mit [[Johann Steiner]] erkundete er diesen möglichen Durchstieg am [[10. Juni]] [[1875]] und fanden den "neuen Ramsauer Dachsteinweg", der in den folgenden Jahren mit Klammern, Stiften und Seilen versichert wurde.
 
[[Datei:Ansichtskarte-dachsteinmassiv-849.jpg|thumb|In der Austriahütte, historische Ansichtskarte, undatiert.]]
 
Der neue Zugang von Ramsau machte "mangels geeigneter Unterkünfte" den Bau einer Schutzhütte notwendig. Und in den "Auszügen aus den Jahres-Berichten der Sectionen für 1880", dem Band XII, Jg. 1881 des [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Oesterreichischen Alpenverein]] entnommen, steht: "Die Section hat am [[28. Juni]] die Austriahütte am Brandriedel eröffnet und nunmehr mit dem zunächst der Hütte befindlichen Besitzer einer Alpenwirtschaft, dem Schütterbauer, ein Übereinkommen zur Betreuung und Bewirtschaftung der Hütte getroffen, so dass Besucher in der Reisesaison auf gute Unterkunft bei mässigen und fixierten Preisen rechnen können."
 
Die Gesamtkosten (Bau und Einrichtung) beliefen sich auf insgesamt 4.015 [[swiki:Gulden]]<ref>{{salzburgwiki}}</ref>, die Ausführung lag in den Händen des [[Gröbming]]er Baumeisters Josef Winkler. Der Sektion Austria stand damals seine Excellenz Freiherr von Hofmann vor, im Mitgliederverzeichnis [[1881]] findet man u. a. [[Karl Ritter von Adamek]], Paul Grohmann, [[Adolf Ritter von Guttenberg]], [[Friedrich Simony]], [[Emil Zsigmondy|Emil]] und [[Otto Zsigmondy]].


==Allgemeines==
[[Datei:Ansichtskarte-dachsteinmassiv-844.jpg|thumb|In der Austriahütte, historische Ansichtskarte, undatiert.]]
Die {{PAGENAME}} bietet auch Übernachtungsmöglichkeiten und ist Ausgangspunkt für Wanderungen im [[Dachsteingebirge]]. Die Hütte verfügt über 37 Betten in Zimmern sowie über ein Matratzenlager mit 22 Schlafstellen.  Als Besonderheit befindet sich in der Hütte ein  [[Alpinmuseum Austriahütte|Alpinmuseum]].


== Geschichtliches ==
[[Josef Reiter|Sepp Reiter]], der "[[Eberlehnerhof|Eberlehner]] Seppei", Berg- und Skiführer aus der Ramsau, schrieb ein gutes Stück Hütten- und Bergsteigergeschichte am Fuße des Hohen Dachsteins. Am [[1. Oktober]] [[1924]] übernahm er mit seiner Frau Kathi die Schutzhütte mit der Auflage, sie auch im Winter zu bewirtschaften. Keine einfache Zeit für eine junge Familie mit ihren Kindern Helga (* [[1928]]) und Dieter (* [[1943]]). In den [[1920er]]-Jahren wurden noch alle Lasten getragen, dann erleichterte ein im [[swiki:Lungau]] gekauftes Muli die Arbeit und noch [[1951]] ging es mit einem Pferd zur Hütte. Im schneereichen Winter [[1954]] wurde der Weg vom [[Alpengasthaus Edelbrunn|Edelbrunn]] zur Austriahütte dreizehnmal freigeschaufelt, um die Versorgung sicherzustellen.
Der direkte Südanstieg blieb dem Bergsteiger lange vorenthalten, nur auf langen Umwegen gelangte man auf den Gletscher und damit auf den Gipfel des [[Hoher Dachstein|Hohen Dachsteins]]. Bergführer [[Johann Schrempf (Bergführer)|Johann Schrempf]], vlg. Auhäusler, beobachtete 1860 auf einer Gamspirsch, wie [[Gämse]] über die Wand zur Hunerscharte aufstiegen. Zusammen mit [[Johann Steiner]] erkundete er diesen möglichen Durchstieg am [[10. Juni]] [[1875]] und fanden den "''neuen Ramsauer Dachsteinweg''",  der in den folgenden Jahren mit Klammern, Stiften und Seilen versichert wurde. Der neue Zugang von Ramsau machte „mangels geeigneter Unterkünfte" den Bau einer Schutzhütte notwendig. Und in den „Auszügen aus den Jahres-Berichten der Sectionen für [[1880]]", dem Band XII, Jg. 1881 des Deutschen und [[Oesterreichischer Alpenverein|Oesterreichischen Alpenvereins]] entnommen, steht: „''Die Section hat am [[28. Juni]] die Austriahütte am [[Brandriedel]] eröffnet und nunmehr mit dem zunächst der Hütte befindlichen Besitzer einer Alpenwirtschaft, dem Schütterbauer, ein Übereinkommen zur Betreuung und Bewirtschaftung der Hütte getroffen, so dass Besucher in der Reisesaison auf gute Unterkunft bei massigen und fixierten Preisen rechnen können.''" Die Gesamtkosten (Bau und Einrichtung) beliefen sich auf insgesamt 4.015 [[swiki:Gulden]], die Ausführung lag in den Händen des [[Gröbming]]er Baumeisters Josef Winkler. Der Sektion Austria stand damals seine Excellenz Freiherr von Hofmann vor, im Mitgliederverzeichnis 1881 findet man u. a. [[Karl Ritter von Adamek]], Paul Grohmann, Adolf Ritter von Guttenberg, [[Friedrich Simony]], [[Emil Zsigmondy|Emil]] und Otto Zsigmondy.


[[Josef Reiter|Sepp Reiter]] der „Eberlehner Seppei", Berg- und Skiführer aus der Ramsau, schrieb ein gutes Stück Hütten- und Bergsteigergeschichte am Fuße des Hohen Dachstein. Am [[1. Oktober]] [[1924]] übernahm er mit seiner Frau Kathi die Schutzhütte mit der Auflage, sie auch im Winter zu bewirtschaften. Keine einfache Zeit für eine junge Familie mit ihren Kindern Helga (geb. 1928) und Dieter (geb. 1943). In den [[1920er]] Jahren wurden noch alle Lasten getragen, dann erleichterte ein im [[swiki:Lungau]] gekauftes Muli die Arbeit und noch 1951 ging's mit einem Pferd zur Hütte. Im schneereichen Winter 1954 wurde der Weg vom [[Edelbrunn]] zur Austriahütte dreizehnmal freigeschaufelt, um die Versorgung sicherzustellen.
Der Sepp war schon [[1921]] oben, noch als die Nelli [[Simonbauer]] ([[Cornelia Perhab|Nelli Perhab]]), spätere [[Guttenberghaus]]<nowiki>wirtin</nowiki> bis [[1966]] als verheiratete [[Stocker]], die Austriahütte in Pacht nahm  und in diese lange Zeit als Hüttenwirt fiel auch der Bau der neuen Austriahütte. Sie wurde nach kurzer Bauzeit im Sommer [[1932]] errichtet und am [[16. Oktober]] des gleichen Jahres in einer kleinen Feier ihrer Bestimmung übergeben.


Der Sepp war schon 1921 oben, noch als die Simonbauer Nelli (N. Perhab), spätere [[Guttenberghaus]]<nowiki>wirtin</nowiki> bis 1966 als verheiratete Stocker, die Austriahütte in Pacht nahm — und in diese lange Zeit als Hüttenwirt fiel auch der Bau der neuen Austriahütte. Sie wurde nach kurzer Bauzeit im Sommer [[1932]] errichtet und am [[16. Oktober]] des gleichen Jahres in einer kleinen Feier ihrer Bestimmung übergeben.
Bergbegeisterung und Naturverbundenheit ließen Sepp und Kathi Reiter einen schweren, aber auch einen erlebnisreichen gemeinsamen Weg gehen. Da kamen die Ramsauer Bergführer und Bergsteiger "der guten, alten Zeit", [[Hubert Peterka]], [[Kurt Maix]] mit Ulfi Höfler, Fritz Proksch, der [[Georg Steiner|Steiner Irg]], Harald Gödel, und später die jungen Gipfelstürmer mit [[Helmut Gebauer|Heli Gebauer]], [[Raimund Otte]], Gerhard Vikas, Sepp Moosbrugger, Bernhard Stücklschweiger, Karl Hirschmugl, [[Josef Strasser|Sepp Strasser]], Werner Hollomey, Otto Stiegler und andere zu Besuch in Hütte vorbei.


Bergbegeisterung und Naturverbundenheit ließen Sepp und Kathi Reiter einen schweren, aber auch einen erlebnisreichen gemeinsamen Weg gehen. Da kamen die Ramsauer Bergführer und Bergsteiger der guten, alten Zeit, [[Hubert Peterka]], [[Kurt Maix]] mit Ulfi Höfler, Fritz Proksch, der [[Georg Steiner|Steiner Irg]], Harald Gödel, und später die jungen Gipfelstürmer mit [[Helmut Gebauer|Heli Gebauer]], Raimund Otte, Gerhard Vikas, Sepp Moosbrugger, Bernhard Stücklschweiger, Karl Hirschmugl, [[Josef Strasser|Sepp Strasser]], Werner Hollomey, Otto Stiegler.
=== Ereignis ===
am Sonntagnachmittag, den [[31. August]] [[2025]], war gegen 17:45 Uhr war ein älteres Ehepaar aus Wien gemeinsam mit seinem Hund  auf einem [[Forstweg]] vom [[Berghotel Türlwand]] in Richtung Austriahütte unterwegs. Dabei stießen der 85-Jährige und seine Frau (82) kurz vor der Austriahütte auf eine Kuhherde. Diese bestand unter anderem aus drei Kälbern sowie Mutterkühen. Die Murbodner Rinder dürften es Zeugenangaben zufolge auf den mitgeführten Hund des Ehepaares abgesehen haben. In der Folge wurden die beiden Pensionisten von der Kuhherde attackiert und niedergetrampelt. Zufällig anwesende Wanderer sowie die Hüttenbetreiber leisteten sofort Erste Hilfe und alarmierten die Rettungskräfte. Der 85-Jährige und seine 82-jährige Frau erlitten schwere Verletzungen. Der 85-Jährige wurde vom [[Christophorus 14|Rettungshubschrauber C14]] ins [[swiki:Kardinal Schwarzenberg Klinikum]]<ref>{{salzburgwiki}}</ref>nach [[swiki:Schwarzach im Pongau]] geflogen. Dort ist er seinen schweren Verletzungen noch auf dem Weg zu einer Notoperation erlegen. Die 82-Jährige wurde vom Rettungshubschrauber C17 ins [[swiki:Unfallkrankenhaus Salzburg]] geflogen. Sie befand sich aktuellen Informationen zufolge nicht in Lebensgefahr. Beim mitgeführten Hund dürfte es sich um einen Mischlingshund handeln. Er ergriff während der Kuhattacke die Flucht in Richtung Türlwandhütte und dürfte lediglich leichte Verletzungen erlitten haben. Das Tier konnte bereits an Angehörige des Pensionistenpaares übergeben werden.<ref>[[swiki:Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/panorama/oesterreich/ehepaar-hund-kuhherde-dachstein-jaehriger-weg-notoperation-183729664 1. September 2025]</ref>


== Erreichbarkeit ==
== Erreichbarkeit ==
* Vom [[Parkplatz Türlwandhütte]] (1&nbsp;695 m) in einer Gehzeit von etwa 30 Minuten.
Von der Ramsau zum Parkplatz beim [[Alpengasthaus Edelbrunn]], dann entweder am Forstweg vorbei am [[Dachsteinhaus]] und der Brandalm oder über den [[Roseggersteig]] (''a bisi'' anstrengender) in 60 min. zur Hütte.
* Von der Ramsau, [[Gasthof Edelbrunn]] (1&nbsp;340 m), in einer Gehzeit von etwa 1,5 Stunden.
 
Von der Ramsau über die [[Mautstraße]] [[Dachsteinstraße]] zur Talstation der [[Dachstein Gletscherbahn]]und zum Parkplatz [[Türlwandhütte]]; dann ohne Steigung in 30 min. zuerst über einen schönen [[Steig]] und dann über einen [[Forstweg]] zur Hütte.


== Hüttenwirte ==
== Hüttenwirte ==
# 1880 - 1886      der „Schütterbauer", ein Almnachbar einfachste Betreuung und Bewirtschaftung
[[Datei:AustriahütteIMG 6136.jpg|thumb|Die Hütte im Herbst]]
# 1887            Christian Göll, Kaufmann aus Schladming
# 1888 - 1890      Franz Würschinger, Eisenbahnrestaurateur aus Stainach
# 1891 - 1896      Konrad Keller, Brauer und Gastwirt in Schladming
# 1897            Rosina Kramer, Ramsau
# 1898 - 1901      Frau Rössl (oder Rössler?)
# 1902          Herr Seebacher, Schladming
# 1903 - 1911      Cilli Strohmayer
# 1912 - 1920      Franz Steiner mit Schwester Susi und deren Mann Otto Reiter, Ramsau
# 1921 - 1924      Nelli Perhab, Ramsau
# 1924 - 1963      Sepp und Katharina Reiter, Ramsau
# 1963 - 1971      Bernhard Stücklschweiger, Ramsau
# 1972 - 1975      Gerhard Schön, Wien
# 1975 - 1976      Josef Hammerl, Mondsee
# 1976 - 1978      Wolf Dieter Florian, Wien
# 1979 - 1982      [[Hermann Franzel]], Ramsau
# 1982 - 1983      Johann Jaroschka, Wien
# 1983          Alois und Elfriede Huber, Ramsau
# ?              Familie König
# ?              Tilo Wolf


==Bewirtschaftung==
* [[1880]]–[[1886]]: der "Schütterbauer", ein Almnachbar einfachste Betreuung und Bewirtschaftung  
Tilo Wolf<br>
* [[1887]]: Christian Göll, Kaufmann aus Schladming
Anschrift Hütte: p/A Türlwandhütte, Schildlehen 48<br>
* [[1888]]–[[1890]]: Franz Würschinger, Eisenbahnrestaurateur aus [[Stainach]]
8972 Ramsau am Dachstein<br>
* [[1891]]–[[1896]]: Konrad Keller, Brauer und Gastwirt in Schladming
Telefon Mobil 06 76 - 706 38 36<br>
* [[1897]]: Rosina Kramer, Ramsau
E-Mail: [mailto:austriahuette@gmail.com austriahuette@gmail.com]


== Bildergalerie ==
[[Datei:DSC (17).JPG|thumb|Blick auf die winterliche Austriahütte]]
<gallery>
Datei:AustriahütteIMG 6136.jpg|Im Herbst.
Datei:Austriahütte070.jpg|Austriahütte
Datei:AustriahütteIMG 7974.jpg|Austriahütte
</gallery>


==Quellen==
* [[1898]]–[[1901]]:  Frau Rössl (oder Rößler?)
* [[Walter Bastl]] - Archiv [[Alpenverein Sektion Haus im Ennstal]]
* [[1902]]: Herr Seebacher, Schladming
* Festschrift zum 70 jährigen Bestand des Zweiges Austria OAV 1862 1932. Wien 1932
* [[1903]]–[[1911]]: Cilli Strohmayer
* Wanderführer und Landkarten
* [[1912]]–[[1920]]: [[Franz Steiner]] mit Schwester Susi und deren Mann Otto Reiter, Ramsau
* [[1921]]–1924: [[Cornelia Perhab|Nelli Perha]], Ramsau
* [[1924]]–1963: Katharina und Sepp Reiter, Ramsau
* [[1963]]–[[1971]]: Bernhard Stücklschweiger, Ramsau
* [[1972]]–[[1975]]: Gerhard Schön, Wien
 
[[Datei:Austriahütte-ramsau 16-03-09 0010-2000x1333.jpg|thumb|Die Austriahütte im Winter, März 2016.]]
 
* [[1974]]–1975 Josef Hammerl, Mondsee
* [[1976]]–[[1978]]: Wolf Dieter Florian, Wien
* [[1979]]–[[1982]]: Hermann Franzel, Ramsau
* [[1983]]: Johann Jaroschka, Wien
* [[1984]]-1998:  Alois Huber, Ramsau
* [[1998]]-[[2000]]:  Elfriede Huber, Ramsau
* [[2001]]-2003: Manfred Schütter
* [[2003]]-[[2010]] : Robert und Helga König
* [[2011]]-[[2016]] : Tilo Wolf mit Annemarie Schablinger
* [[2017]]-[[2019]]: Alexander und Christian Bödenler
* [[2020]]-[[2024]]:  Christoph Weninger
* seit [[2025]]:  Katharina Wallner
 
== Kontakt==
:''Anschrift Hütte: [[Schildlehen]] 48
:''8972 Ramsau am Dachstein
:''Telefon Mobil: (06 76) 7 06 38 36
:''E-Mail: info@austriahuette.at
 
[[Datei:Austriahütte070.jpg|thumb|Historische Ansicht der Austriahütte.]]


== Weitere Fotos ==
== Bilder ==
{{Bildkat}}
{{Bildkat}}
{{Commonscat|Austriahütte}}
{{Commonscat|Austriahütte}}
==Weblink==
== Weblinks ==
* [http://www.alpenverein.at/huettenHome/DE/Home/index.php?huetteNr=0016 Austriahütte]
* [https://www.facebook.com/VintageAlps/photos/pb.100063446124896.-2207520000./2115520808472943/?type=3  www.facebook.com/VintageAlps], historische Aufnahme  
* [https://www.facebook.com/austriahuette/ im facebook]
* Lage auf [https://maps.bev.gv.at/*/center/13.61931,47.44315/zoom/16.2 AMap] (aktualisierter Datenlink 18. März 2023)


==Quellen==
* [[Walter Bastl]], Archiv [[Alpenverein Sektion Haus im Ennstal]]
* Festschrift zum 70 jährigen Bestand des Zweiges Austria OAV 1862  1932. Wien 1932
* Wanderführer und Landkarten
* [http://www.austriahuette.at www.austriahuette.at]
* Änderungen und Ergänzungen durch [[Benutzer:Alpenverein Austria]] (Benutzer ist Admin. [[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] bekannt)


[[Kategorie:Tourismus]]
[[Kategorie:Ramsau am Dachstein]]
[[Kategorie:Alpinismus]]
[[Kategorie:Alpinismus]]
[[Kategorie:Wandern]]
[[Kategorie:Alpinismus (Geschichte)]]
 
[[Kategorie:Wirtschaft]]
[[Kategorie:Wirtschaft]]
[[Kategorie:Gastronomie]]
[[Kategorie:Gastronomie]]
[[Kategorie:Übernachtung]]
 
[[Kategorie:Schutzhütte]]
[[Kategorie:Schutzhütte]]
[[Kategorie:Alpen]]
[[Kategorie:Ostalpen]]
[[Kategorie:Ostalpen]]
[[Kategorie:Kalkalpen]]
[[Kategorie:Kalkalpen]]
[[Kategorie:Dachsteingebirge]]
[[Kategorie:Dachsteingebirge]]
[[Kategorie:Dachsteinmassiv]]
[[Kategorie:Ereignis]]

Aktuelle Version vom 31. August 2026, 08:27 Uhr

Austriahütte

Die Austriahütte (1 638 m ü. A.) ist eine Schutzhütte an den südlichen Hängen des Dachsteinmassivs im Bereich der Brandalm nördlich des Brandriedels in der Ramsau.

Allgemeines

Die Austriahütte ist eine Hütte des Alpenvereins Austria. Sie liegt am Fuße des Dachsteinmassivs im nördlichen Gemeindegebiet von Ramsau am Dachstein. In der Hütte gibt es zwei gemütliche Stuben mit Blick auf die Dachstein Südwand und Bischofsmützen und 30 Betten in Zwei-, Drei- und Vierbettzimmern sowie 16 Betten in Lagern.

Historische Ansichtskarte vor 1950, interessant die Höhenangabe des Hohen Dachsteins mit 3 004 m ü. A. (aktuell ist er 2 995 m ü. A. hoch).

Durch ihre leichte Erreichbarkeit ist die Austriahütte für Familien und Ausflügler geeignet, dient als Stützpunkt für alle alpinen Unternehmungen am Dachstein (Klettersteige, Klettern, Wandern, Bergsteigen) und ist aufgrund des Seminarraumes (Sonnenstube) auch für Kurse, Seminare und Feiern passend.

In der Austriahütte gibt es das Dachstein Museum Austriahütte zu sehen.

Geschichte

Die Hütte wurde 1880 erbaut und ist somit die älteste bestehende Schutzhütte im Dachsteinmassiv. Sie beheimatet das höchstgelegene Museum der Steiermark.

Der direkte Südanstieg blieb dem Bergsteiger lange vorenthalten. Nur auf langen Umwegen gelangte man auf den Schladminger Gletscher und damit auf den Gipfel des Hohen Dachsteins. Bergführer Johann Schrempf, vlg. Auhäusler, beobachtete 1860 auf einer Gamspirsch, wie Gämsen über die Wand zur Hunerscharte aufstiegen. Zusammen mit Johann Steiner erkundete er diesen möglichen Durchstieg am 10. Juni 1875 und fanden den "neuen Ramsauer Dachsteinweg", der in den folgenden Jahren mit Klammern, Stiften und Seilen versichert wurde.

In der Austriahütte, historische Ansichtskarte, undatiert.

Der neue Zugang von Ramsau machte "mangels geeigneter Unterkünfte" den Bau einer Schutzhütte notwendig. Und in den "Auszügen aus den Jahres-Berichten der Sectionen für 1880", dem Band XII, Jg. 1881 des Deutschen und Oesterreichischen Alpenverein entnommen, steht: "Die Section hat am 28. Juni die Austriahütte am Brandriedel eröffnet und nunmehr mit dem zunächst der Hütte befindlichen Besitzer einer Alpenwirtschaft, dem Schütterbauer, ein Übereinkommen zur Betreuung und Bewirtschaftung der Hütte getroffen, so dass Besucher in der Reisesaison auf gute Unterkunft bei mässigen und fixierten Preisen rechnen können."

Die Gesamtkosten (Bau und Einrichtung) beliefen sich auf insgesamt 4.015 swiki:Gulden[1], die Ausführung lag in den Händen des Gröbminger Baumeisters Josef Winkler. Der Sektion Austria stand damals seine Excellenz Freiherr von Hofmann vor, im Mitgliederverzeichnis 1881 findet man u. a. Karl Ritter von Adamek, Paul Grohmann, Adolf Ritter von Guttenberg, Friedrich Simony, Emil und Otto Zsigmondy.

In der Austriahütte, historische Ansichtskarte, undatiert.

Sepp Reiter, der "Eberlehner Seppei", Berg- und Skiführer aus der Ramsau, schrieb ein gutes Stück Hütten- und Bergsteigergeschichte am Fuße des Hohen Dachsteins. Am 1. Oktober 1924 übernahm er mit seiner Frau Kathi die Schutzhütte mit der Auflage, sie auch im Winter zu bewirtschaften. Keine einfache Zeit für eine junge Familie mit ihren Kindern Helga (* 1928) und Dieter (* 1943). In den 1920er-Jahren wurden noch alle Lasten getragen, dann erleichterte ein im swiki:Lungau gekauftes Muli die Arbeit und noch 1951 ging es mit einem Pferd zur Hütte. Im schneereichen Winter 1954 wurde der Weg vom Edelbrunn zur Austriahütte dreizehnmal freigeschaufelt, um die Versorgung sicherzustellen.

Der Sepp war schon 1921 oben, noch als die Nelli Simonbauer (Nelli Perhab), spätere Guttenberghauswirtin bis 1966 als verheiratete Stocker, die Austriahütte in Pacht nahm und in diese lange Zeit als Hüttenwirt fiel auch der Bau der neuen Austriahütte. Sie wurde nach kurzer Bauzeit im Sommer 1932 errichtet und am 16. Oktober des gleichen Jahres in einer kleinen Feier ihrer Bestimmung übergeben.

Bergbegeisterung und Naturverbundenheit ließen Sepp und Kathi Reiter einen schweren, aber auch einen erlebnisreichen gemeinsamen Weg gehen. Da kamen die Ramsauer Bergführer und Bergsteiger "der guten, alten Zeit", Hubert Peterka, Kurt Maix mit Ulfi Höfler, Fritz Proksch, der Steiner Irg, Harald Gödel, und später die jungen Gipfelstürmer mit Heli Gebauer, Raimund Otte, Gerhard Vikas, Sepp Moosbrugger, Bernhard Stücklschweiger, Karl Hirschmugl, Sepp Strasser, Werner Hollomey, Otto Stiegler und andere zu Besuch in Hütte vorbei.

Ereignis

am Sonntagnachmittag, den 31. August 2025, war gegen 17:45 Uhr war ein älteres Ehepaar aus Wien gemeinsam mit seinem Hund auf einem Forstweg vom Berghotel Türlwand in Richtung Austriahütte unterwegs. Dabei stießen der 85-Jährige und seine Frau (82) kurz vor der Austriahütte auf eine Kuhherde. Diese bestand unter anderem aus drei Kälbern sowie Mutterkühen. Die Murbodner Rinder dürften es Zeugenangaben zufolge auf den mitgeführten Hund des Ehepaares abgesehen haben. In der Folge wurden die beiden Pensionisten von der Kuhherde attackiert und niedergetrampelt. Zufällig anwesende Wanderer sowie die Hüttenbetreiber leisteten sofort Erste Hilfe und alarmierten die Rettungskräfte. Der 85-Jährige und seine 82-jährige Frau erlitten schwere Verletzungen. Der 85-Jährige wurde vom Rettungshubschrauber C14 ins swiki:Kardinal Schwarzenberg Klinikum[2]nach swiki:Schwarzach im Pongau geflogen. Dort ist er seinen schweren Verletzungen noch auf dem Weg zu einer Notoperation erlegen. Die 82-Jährige wurde vom Rettungshubschrauber C17 ins swiki:Unfallkrankenhaus Salzburg geflogen. Sie befand sich aktuellen Informationen zufolge nicht in Lebensgefahr. Beim mitgeführten Hund dürfte es sich um einen Mischlingshund handeln. Er ergriff während der Kuhattacke die Flucht in Richtung Türlwandhütte und dürfte lediglich leichte Verletzungen erlitten haben. Das Tier konnte bereits an Angehörige des Pensionistenpaares übergeben werden.[3]

Erreichbarkeit

Von der Ramsau zum Parkplatz beim Alpengasthaus Edelbrunn, dann entweder am Forstweg vorbei am Dachsteinhaus und der Brandalm oder über den Roseggersteig (a bisi anstrengender) in 60 min. zur Hütte.

Von der Ramsau über die Mautstraße Dachsteinstraße zur Talstation der Dachstein Gletscherbahnund zum Parkplatz Türlwandhütte; dann ohne Steigung in 30 min. zuerst über einen schönen Steig und dann über einen Forstweg zur Hütte.

Hüttenwirte

Die Hütte im Herbst
  • 1880–1886: der "Schütterbauer", ein Almnachbar einfachste Betreuung und Bewirtschaftung
  • 1887: Christian Göll, Kaufmann aus Schladming
  • 1888–1890: Franz Würschinger, Eisenbahnrestaurateur aus Stainach
  • 1891–1896: Konrad Keller, Brauer und Gastwirt in Schladming
  • 1897: Rosina Kramer, Ramsau
Blick auf die winterliche Austriahütte
Die Austriahütte im Winter, März 2016.
  • 1974–1975 Josef Hammerl, Mondsee
  • 1976–1978: Wolf Dieter Florian, Wien
  • 1979–1982: Hermann Franzel, Ramsau
  • 1983: Johann Jaroschka, Wien
  • 1984-1998: Alois Huber, Ramsau
  • 1998-2000: Elfriede Huber, Ramsau
  • 2001-2003: Manfred Schütter
  • 2003-2010 : Robert und Helga König
  • 2011-2016 : Tilo Wolf mit Annemarie Schablinger
  • 2017-2019: Alexander und Christian Bödenler
  • 2020-2024: Christoph Weninger
  • seit 2025: Katharina Wallner

Kontakt

Anschrift Hütte: Schildlehen 48
8972 Ramsau am Dachstein
Telefon Mobil: (06 76) 7 06 38 36
E-Mail: info@austriahuette.at
Historische Ansicht der Austriahütte.

Bilder

  • Austriahütte – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien bei Ennstalwiki

    Austriahütte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Weblinks

Quellen

  1. ↑ Verlinkung(en) mit "swiki:" beginnend führen zu Artikeln im SALZBURGWIKI, dem Mutterwiki des EnnstalWikis
  2. ↑ Verlinkung(en) mit "swiki:" beginnend führen zu Artikeln im SALZBURGWIKI, dem Mutterwiki des EnnstalWikis
  3. ↑ swiki:Salzburger Nachrichten vom 1. September 2025