Victor Hecht: Unterschied zwischen den Versionen

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Dr. jur. Hof- und Gerichtsadvokat '''Victor Hecht''' (* [[1847]] Haslau bei Eger, heute Hazlov, heb, Böhmen; † [[16. Juni]] [[1904]] in Linz) war ein österreichischer Jurist und Alpinist.
Dr. jur. '''Victor Hecht''' (* [[1847]] Haslau bei Eger, heute Hazlov, heb, Böhmen; † [[16. Juni]] [[1904]] in Linz) war Hof- und Gerichtsadvokat und Alpinist.


== Leben ==
== Leben ==
Er war bis kurz vor seinem Lebensende Inhaber einer der angesehensten Anwaltskanzleien in Prag, Tschechoslowakei.  
Er war bis kurz vor seinem Lebensende Inhaber einer der angesehensten Anwaltskanzleien in Prag, Tschechoslowakei.  


Unter den Führertouristen der Bergsteiger war er eine markante Persönlichkeit. In der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s bestieg er in den [[Ostalpen|Ost]]- und Westalpen über 300 Gipfel. [[1890]] wurde er Mitglied des [[Österreichischer Alpenklub|Österreichischen Alpenklubs]].
Unter den Führertouristen der Bergsteiger war er eine markante Persönlichkeit. In der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s bestieg er in den [[Ostalpen|Ost]]- und Westalpen über 300 Gipfel. [[1890]] wurde er Mitglied des [[Österreichischer Alpenklub|Österreichischen Alpenklubs]].


== Bergfahrten ==
== Bergfahrten ==
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: [[1869]]: [[Niedere Tauern]]: [[Hochwildstelle]] (dritte bekannte Besteigung);  
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:: Hohe Tauern: Hochschober von der Kalser Seite   
:: Hohe Tauern: Hochschober von der Kalser Seite   
: 1870 Ortlergruppe: Hohe Angelusspitze (2. Best.)
: [[1870]]: Ortlergruppe: Hohe Angelusspitze (2. Best.)
: 1871 Ortlergruppe: Tschenglser Hochwand;  
: [[1871]]: Ortlergruppe: Tschenglser Hochwand;  
:: Ötztaler Alpen: Hohe Weiße; Hohe Tauern: Granatkogelgruppe, Gradöz (1. tourist. Best.), Luckenkogel (1. tourist. Best.).  
:: Ötztaler Alpen: Hohe Weiße; Hohe Tauern: Granatkogelgruppe, Gradöz (1. tourist. Best.), Luckenkogel (1. tourist. Best.).  
:1872 Ortlergruppe: Hochofenwand; Ötztaler Alpen: Similaun (tw. neuer Weg), Östliche Marzellspitze, Liebener Spitze, Ferwalljoch;  
: [[1872]]: Ortlergruppe: Hochofenwand; Ötztaler Alpen: Similaun (tw. neuer Weg), Östliche Marzellspitze, Liebener Spitze, Ferwalljoch;  
::Stubaier Alpen: Sonnklarspitze (2. Best.) von S (1. Erst.).  
::Stubaier Alpen: Sonnklarspitze (2. Best.) von S (1. Erst.).  
: 1873 Ortlergruppe: Palon della Mare (2. Best., tw. neuer Weg);  
: [[1873]]: Ortlergruppe: Palon della Mare (2. Best., tw. neuer Weg);  
:: Hohe Tauern: Malchalmspitze, Hochgrabe, Keilscharte (2. tourist. Überschr.).  
:: [[swiki:Hohe Tauern]]<ref>{{salzburgwiki}}</ref>: Malchalmspitze, Hochgrabe, Keilscharte (2. tourist. Überschr.).  
: 1874 Ötztaler Alpen: Petersenspitze, Taschachhochjoch, Tiefenbachkogel (1. tourist. Best.), Innere Schwarze Schneide (1. tourist. Best.);  
: [[1874]]: Ötztaler Alpen: Petersenspitze, Taschachhochjoch, Tiefenbachkogel (1. tourist. Best.), Innere Schwarze Schneide (1. tourist. Best.);  
:: Stubaier Alpen: Schrankogel (1. beschriebene Best.), Zuckerhütl über Pfaffenscharte.  
:: Stubaier Alpen: Schrankogel (1. beschriebene Best.), Zuckerhütl über Pfaffenscharte.  
: 1875 Rieserfernergruppe: Wildgall;  
: [[1875]] : Rieserfernergruppe: Wildgall;  
:: Adamellogruppe: Monte Nero (5. Best., neuer Abstieg);  
:: Adamellogruppe: Monte Nero (5. Best., neuer Abstieg);  
:: Zillertaler Alpen: Hochfeiler (neuer Abstieg nach N).  
:: Zillertaler Alpen: Hochfeiler (neuer Abstieg nach N).  
: 1876 Zillertaler Alpen: Schwarzensteinjoch (1. Abstieg in die Floite).  
: [[1876]]: Zillertaler Alpen: Schwarzensteinjoch (1. Abstieg in die Floite).  
: 1877 Lechtaler Alpen: Leiterspitze (1. tourist. Best.);  
: [[1877]]: Lechtaler Alpen: Leiterspitze (1. tourist. Best.);  
:: Venedigergruppe: Westliche Simonyspitze (1. direkter Abstieg zum Krimmler Kees);  
:: [[swiki:Venedigergruppe]]: Westliche [[swiki:Simonyspitzen|swiki:Simonyspitze]] (1. direkter Abstieg zum Krimmler Kees);  
:: Zillertaler Alpen: Zillerplatte.  
:: [[swiki:Zillertaler Alpen]]: Die [[swiki:Rainbachspitze]] wurde am [[24. Juli]] [[1877]] von Dr. Victor Hecht und Stefan Kirchler vom [[swiki:Rainbachtal]] aus erstbestiegen. Laut Erkenntnis von Dr. Fritz Koegel dürften die beiden aber die [[swiki:Zillerplattenspitze]] mit der von ihnen tatsächlich bestiegenen Zillerschartenspitze, heute Rainbachspitze, verwechselt haben.  
: 1878 Lechtaler Alpen: Parseierspitze (7. Best., Wegänderung);  
: [[1878]]: Lechtaler Alpen: Parseierspitze (7. Best., Wegänderung);  


== Quellen ==
== Quellen ==
* [http://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_H/Hecht_Victor_1847_1904.xml www.biographien.ac.at] →  Fahrtenschilderungen in Z-DÖAV 1872, 1873, 1874, 1877, 1878, 1883  
* [http://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_H/Hecht_Victor_1847_1904.xml www.biographien.ac.at] →  Fahrtenschilderungen in Z-DÖAV 1872, 1873, 1874, 1877, 1878, 1883  
: → ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 8, 1958), S. 233
: → ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 8, 1958), S. 233
 
== Fußnote ==
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[[Kategorie:Alpinismus (Geschichte)]]
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[[Kategorie:Niedere Tauern]]
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[[Kategorie:Schladminger Tauern]]
[[Kategorie:Schladminger Tauern]]
[[Kategorie:Geboren 1847]]
[[Kategorie:Gestorben 1904]]

Aktuelle Version vom 31. August 2026, 10:34 Uhr

Dr. jur. Victor Hecht (* 1847 Haslau bei Eger, heute Hazlov, heb, Böhmen; † 16. Juni 1904 in Linz) war Hof- und Gerichtsadvokat und Alpinist.

Leben

Er war bis kurz vor seinem Lebensende Inhaber einer der angesehensten Anwaltskanzleien in Prag, Tschechoslowakei.

Unter den Führertouristen der Bergsteiger war er eine markante Persönlichkeit. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bestieg er in den Ost- und Westalpen über 300 Gipfel. 1890 wurde er Mitglied des Österreichischen Alpenklubs.

Bergfahrten

solche ohne besondere Kennzeichnung sind erste Besteigungen, Erstbesteigungen, Erstbegehungen im Aufstieg oder Erstüberschreitungen:

1869: Niedere Tauern: Hochwildstelle (dritte bekannte Besteigung);
Hohe Tauern: Hochschober von der Kalser Seite
1870: Ortlergruppe: Hohe Angelusspitze (2. Best.)
1871: Ortlergruppe: Tschenglser Hochwand;
Ötztaler Alpen: Hohe Weiße; Hohe Tauern: Granatkogelgruppe, Gradöz (1. tourist. Best.), Luckenkogel (1. tourist. Best.).
1872: Ortlergruppe: Hochofenwand; Ötztaler Alpen: Similaun (tw. neuer Weg), Östliche Marzellspitze, Liebener Spitze, Ferwalljoch;
Stubaier Alpen: Sonnklarspitze (2. Best.) von S (1. Erst.).
1873: Ortlergruppe: Palon della Mare (2. Best., tw. neuer Weg);
swiki:Hohe Tauern[1]: Malchalmspitze, Hochgrabe, Keilscharte (2. tourist. Überschr.).
1874: Ötztaler Alpen: Petersenspitze, Taschachhochjoch, Tiefenbachkogel (1. tourist. Best.), Innere Schwarze Schneide (1. tourist. Best.);
Stubaier Alpen: Schrankogel (1. beschriebene Best.), Zuckerhütl über Pfaffenscharte.
1875 : Rieserfernergruppe: Wildgall;
Adamellogruppe: Monte Nero (5. Best., neuer Abstieg);
Zillertaler Alpen: Hochfeiler (neuer Abstieg nach N).
1876: Zillertaler Alpen: Schwarzensteinjoch (1. Abstieg in die Floite).
1877: Lechtaler Alpen: Leiterspitze (1. tourist. Best.);
swiki:Venedigergruppe: Westliche swiki:Simonyspitze (1. direkter Abstieg zum Krimmler Kees);
swiki:Zillertaler Alpen: Die swiki:Rainbachspitze wurde am 24. Juli 1877 von Dr. Victor Hecht und Stefan Kirchler vom swiki:Rainbachtal aus erstbestiegen. Laut Erkenntnis von Dr. Fritz Koegel dürften die beiden aber die swiki:Zillerplattenspitze mit der von ihnen tatsächlich bestiegenen Zillerschartenspitze, heute Rainbachspitze, verwechselt haben.
1878: Lechtaler Alpen: Parseierspitze (7. Best., Wegänderung);

Quellen

→ ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 8, 1958), S. 233

Fußnote

  1. ↑ Verlinkung(en) mit "swiki:" beginnend führen zu Artikeln im SALZBURGWIKI, dem Mutterwiki des EnnstalWikis