Maria Elisabeth Stampfer: Unterschied zwischen den Versionen

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{{Quellenangabe}}'''Maria Elisabeth Stampfer''' (* Februar [[1638]] in Graz; † [[1700]] in Obervellach), gebürtige ''Dellatorre'', war eine frühe Historikerin.
gebürtige ''Dellatorre'').


== Leben ==
== Leben ==
Bekannt wurde Maria Elisabeth Stampfer durch ihr Hausbüchl, welches die Arbeit und das Leben im 17. Jahrhundert von 1679 bis 1699 beschreibt.
Bekannt wurde Maria Elisabeth Stampfer durch ihr ''Hausbüchl'', welches die Arbeit und das Leben im [[17. Jahrhundert]] von [[1679]] bis [[1699]] beschreibt.
Ihr Mann, den sie 1656 heiratete, war der Gewerke Hans Adam Stampfer, der Radmeister in Vordernberg war und ab 1666 einen Kupferbergbau in der Walchen übernommen hatte. Einen weiteren übernahm er 1692 in Fragant bei Obervellach in Kärnten, wohin die Familie dann auch übersiedelte.


Maria Elisabeth Stampfer beschreibt in ihrem Werk neben allgemeinen zeitgenössischen Begebenheiten, wie die Türkenkriege oder die Plagen der Pest und Plattern auch die schwierigen Wetterverhältnisse, die von Lawinen und Hochwassern geprägt waren ebenso, wie die familiären Ereignisse, von den Geburten ihrer zahlreichen Kinder und deren oftmaligen Tod im Kindesalter. So sind von ihren 16 Kindern nur 6 über das 10. Lebensjahr hinausgekommen und eine Tochter im Kindbett erlegen.
Ihr Mann, den sie [[1656]] heiratete, war der [[Gewerke]] [[Hans Adam Stampfer]], der Radmeister in Vordernberg war und ab [[1666]] einen [[Kupferbergbau Walchen|Kupferbergbau in der Walchen]] übernommen hatte. Einen weiteren übernahm er [[1692]] in Fragant bei Obervellach in Kärnten, wohin die Familie dann auch übersiedelte.


So ist neben dem geschichtlichen Wert der Aufzeichnung auch die menschliche Wärme und die mit viel Gedult und Gottesfurcht ertragene Schwere des Lebens beachtenswert. Auch konnte sie die Arbeit und den technischen Hochverstand ihres Gatten gut beschreiben und wußte über die wirtschaftliche Situation der Familie bestens Bescheid.
Maria Elisabeth Stampfer beschreibt in ihrem Werk neben allgemeinen zeitgenössischen Begebenheiten (wie die Türkenkriege oder die Plagen der [[Pest]] und Plattern) auch die schwierigen Wetterverhältnisse, die von [[Lawine]]n und [[Hochwasser]]n geprägt waren. Ebenso schildert sie familiäre Ereignisse wie die Geburten ihrer zahlreichen Kinder und deren oftmaligen Tod im Kindesalter. So sind von ihren 16 Kindern nur sechs über das zehnte Lebensjahr hinausgekommen und eine Tochter im Kindbett erlegen.


Interessant ist auch der lange Weg des Büchels, welches von Obervellach nach Vordernberg bis Meran gelangte und schließlich in die Hände von Erzherzog Johann gelangte, der es wiederum dem Steiermärkischen Landesarchiv schenkte. Im Jahr 1887 wurde dann vom damaligen Direktor des Landesarchivs der Text in einer nahezu unveränderter Form, nur mit einem Vorwort und einem Glossar ergänzten Version veröffentlicht.
Neben dem geschichtlichen Wert der Aufzeichnung ist auch die menschliche Wärme und die mit viel Geduld und Gottesfurcht ertragene Schwere des Lebens beachtenswert. Auch konnte sie die Arbeit und den technischen Hochverstand ihres Gatten gut beschreiben und wusste über die wirtschaftliche Situation der Familie bestens Bescheid.


Interessant ist auch der lange Weg des Büchels, welches von Obervellach nach Vordernberg bis Meran gelangte und schließlich in die Hände von [[Erzherzog Johann]] gelangte, der es wiederum dem [[Steiermärkischen Landesarchiv]] schenkte. Im Jahr 1887 wurde dann vom damaligen Direktor des Landesarchivs der Text in einer nahezu unveränderten Form - als eine nur mit einem Vorwort und einem Glossar ergänzte Version - veröffentlicht.


== Weblinks ==
== Weblinks ==
{{Homepage|http://www.kupferweg.at}}
* [[Media:STAMPFERIN.PDF|Das Hausbüchl der Stampferin (40 Seiten, 396 kB)]]
((Download|http://tgi19.telekom.at/pls/portal/docs/PAGE/GEM_61118_VORDERNBERG_PG/GEM_61118_STAMPFERIN/STAMPFERIN.PDF))


[[Kategorie:Person|Stampfer, Maria Elisabeth]]
 
{{SORTIERUNG: Stampfer, Mar}}ia Elisabeth}}
[[Kategorie:Person]]
[[Kategorie:Person (Familie)]]
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
 
[[Kategorie:Person (Wissenschaft)]]
[[Kategorie:Historiker]]

Aktuelle Version vom 11. Dezember 2019, 13:54 Uhr

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Maria Elisabeth Stampfer (* Februar 1638 in Graz; † 1700 in Obervellach), gebürtige Dellatorre, war eine frühe Historikerin.

Leben

Bekannt wurde Maria Elisabeth Stampfer durch ihr Hausbüchl, welches die Arbeit und das Leben im 17. Jahrhundert von 1679 bis 1699 beschreibt.

Ihr Mann, den sie 1656 heiratete, war der Gewerke Hans Adam Stampfer, der Radmeister in Vordernberg war und ab 1666 einen Kupferbergbau in der Walchen übernommen hatte. Einen weiteren übernahm er 1692 in Fragant bei Obervellach in Kärnten, wohin die Familie dann auch übersiedelte.

Maria Elisabeth Stampfer beschreibt in ihrem Werk neben allgemeinen zeitgenössischen Begebenheiten (wie die Türkenkriege oder die Plagen der Pest und Plattern) auch die schwierigen Wetterverhältnisse, die von Lawinen und Hochwassern geprägt waren. Ebenso schildert sie familiäre Ereignisse wie die Geburten ihrer zahlreichen Kinder und deren oftmaligen Tod im Kindesalter. So sind von ihren 16 Kindern nur sechs über das zehnte Lebensjahr hinausgekommen und eine Tochter im Kindbett erlegen.

Neben dem geschichtlichen Wert der Aufzeichnung ist auch die menschliche Wärme und die mit viel Geduld und Gottesfurcht ertragene Schwere des Lebens beachtenswert. Auch konnte sie die Arbeit und den technischen Hochverstand ihres Gatten gut beschreiben und wusste über die wirtschaftliche Situation der Familie bestens Bescheid.

Interessant ist auch der lange Weg des Büchels, welches von Obervellach nach Vordernberg bis Meran gelangte und schließlich in die Hände von Erzherzog Johann gelangte, der es wiederum dem Steiermärkischen Landesarchiv schenkte. Im Jahr 1887 wurde dann vom damaligen Direktor des Landesarchivs der Text in einer nahezu unveränderten Form - als eine nur mit einem Vorwort und einem Glossar ergänzte Version - veröffentlicht.

Weblinks


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