Gipsbergbau Admont: Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Gipsbergbau Admont''' bezieht sich auf eine Lagerstätte im [[Kematengraben]] | Der '''Gipsbergbau Admont''' bezieht sich auf eine Lagerstätte im [[Kematengraben]] im südöstliche Marktgemeindegebiet von [[Admont]] am Westabhang der [[Schildmauer]]. | ||
== Geschichte == | |||
Hier wurde im Jahr [[1961]] durch die [[Franz Deisl GmbH]] mit der Gewinnung von [[Gips]] im Tagbaubetrieb begonnen, später von der Firma [[Wietersdorfer & Peggauer Zement GmbH]] übernommen und in den 2000er Jahren still gelegt. Zur ordnungsgemäßen Rekultivierung des Steinbruchs erfolgte eine Aufforstung der Abbauflächen durch den letztgenannten Betreiber. | |||
== Geologie == | == Geologie == | ||
[[Datei:Geologische Karte Gipsbergbau Admont.png|thumb|Geologische Karte und Profile der Gipslagerstätte Admont]] | [[Datei:Geologische Karte Gipsbergbau Admont.png|thumb|Geologische Karte und Profile der Gipslagerstätte Admont]] | ||
Die Gipsvorkommen der Region sind an die Deckengrenzen zwischen der [[Grauwackenzone]] und den [[nördliche Kalkalpen|nördlichen Kalkalpen]] gebunden und treten als [[Haselgebirge]] innerhalb der [[Werfener Schichten]] auf. | Die Gipsvorkommen der Region sind an die Deckengrenzen zwischen der [[Grauwackenzone]] und den [[nördliche Kalkalpen|nördlichen Kalkalpen]] gebunden und treten als [[Haselgebirge]] innerhalb der [[Werfener Schichten]] auf. | ||
Am Fuße der Schildmauer kommen mehrere Gips-Linsen, mit einer maximalen Mächtigkeit von 100 m, zu Tage. Hauptfokus beim Abbau lag jedoch auf der Lagerstätte im Kematengraben. Das Liegende | |||
Am Fuße der Schildmauer kommen mehrere Gips-Linsen, mit einer maximalen Mächtigkeit von 100 m, zu Tage. Hauptfokus beim Abbau lag jedoch auf der Lagerstätte im Kematengraben. Das [[Liegendes|Liegende]] bilden die Werfener Schichten und [[Dolomit]]e, das [[Hangendes|Hangende]] der [[Ramsaudolomit]]. Der Gips ist in den Lagerstätten-Linsen teilweise mit Dolomit verwachsen, begleitend treten [[Anhydrit]], [[Calcit]] und Eisenminerale auf. Erwähnenswert sind auch das erst später detektierte lagerstättenspezifischen Boratmineral [[Admontit]] und bis heute undefinierte [[Uranminerale Admont|Uran-haltige Boratsulfate]]. | |||
== Bergbau == | == Bergbau == | ||
Der Abbau des Gips´ erfolgte in Etagenbauweise. In Zeiten der Firmenführung durch die Franz Deisl GmbH wurden jährlich ca. 20000 bis 30000 Rohgips gewonnen. Die Verwendung galt hauptsächlich der Zementindustrie. | Der Abbau des Gips´ erfolgte in Etagenbauweise. In Zeiten der Firmenführung durch die Franz Deisl GmbH wurden jährlich ca. 20000 bis 30000 Rohgips gewonnen. Die Verwendung galt hauptsächlich der Zementindustrie. | ||
== | == Siehe auch == | ||
* [[Flussspat-Vorkommen Admont]] | |||
== Quellen == | == Quellen == | ||
* Preßlinger, H. & Köstler, H. J. (Hrsg.) (1993). ''Bergbau und Hüttenwesen im Bezirk Liezen''. Trautenfels: Verein Schloss Trautenfels | * Preßlinger, H. & Köstler, H. J. (Hrsg.) (1993). ''Bergbau und Hüttenwesen im Bezirk Liezen''. Trautenfels: Verein Schloss Trautenfels | ||
* Haditsch, J. G. (1965). ''Die Gipslagerstätte Schildmauer bei Admont und ihre Kupfererzspuren''. Arch. f. Lagerst.-Forschung i. d. Ostalpen., Bd. 3, 125-142 | * Haditsch, J. G. (1965). ''Die Gipslagerstätte Schildmauer bei Admont und ihre Kupfererzspuren''. Arch. f. Lagerst.-Forschung i. d. Ostalpen., Bd. 3, 125-142 | ||
[[Kategorie:Wirtschaft]] | |||
[[Kategorie:Bergbau]] | |||
[[Kategorie:Admont]] | |||