Ennsgletscher: Unterschied zwischen den Versionen

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BirgitStrohmaier (Diskussion | Beiträge)
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Der '''Ennstalgletscher''' bedeckte während des [[Quartär]] einen Großteil des steirischen Ennstals und reichte nicht über das Gesäuse hinaus.
[[Datei:Da schau her 2016 02.jpg|thumb|Das Titelbild von [[Da schau her 2016 Ausgabe 2]]  stammt von Erich Messner und zeigt den Ennsgletscher, der sich zurückzieht. Öl auf Leinwand, 2016.]]
 
Der '''Ennsgletscher''' bedeckte während des [[Quartär]] einen Großteil des steirischen Ennstals und reichte nicht über das Gesäuse hinaus.


== Allgemeines ==
== Allgemeines ==
Bis zum Ende der [[Würm]]<nowiki>eiszeit</nowiki> bis vor ca. 10&nbsp;000 Jahren ragten nur die höchsten Bergspitzen aus dem bis zu 1&nbsp;000 m mächtigen Ennstalgletscher als Nunatakker<ref name="nunatakker">ist ein isolierter Berg oder eine Felsspitze, der über das Eis hinausragt und von Eis umgeben ist</ref> hinaus; unter Anderem auch der[[Grimming]].
Bis zum Ende der [[Würm]]<nowiki>eiszeit</nowiki> bis vor ca. 10&nbsp;000 Jahren ragten nur die höchsten Bergspitzen aus dem mächtigen Ennsgletscher als [[Nunatak]]ker hinaus; unter Anderem auch der [[Grimming]].
 
Zur Zeit der maximalen Vereisung (vor ca. 20&nbsp;000 Jahren) reichte der von Westen nach Osten fließende Ennsgletscher in folgende Höhen:
* [[Mandlingpass]]: ca. 2&nbsp;000 m
* St. Martin: ca. 1&nbsp;800 m
* [[Trautenfels]]: ca. 1&nbsp;600 m
* [[Wörschach]]: ca. 1&nbsp;400 m
* [[Admont]]: ca. 1&nbsp;100 m
* [[Buchauer Sattel]]: ca. 900 - 1&nbsp;000 m
* [[Gesäuseeingang]]: ca. 850 - 900 m


Zur Zeit der maximalen Vereisung (vor ca. 20000 Jahren) reicht der Ennstalgletscher in folgende Höhen:
Details hierzu sind dem Artikel "[[Würm]]" zu entnehmen.
* [[Mandlingpass]]: ca. 2000 m
* Aufgezählter Listeneintrag


Infolge seiner Höhenlage und insbesondere durch seine Mächtigkeit floss ein Teil des Ennstalgletschers auch über die Hochfläche [[Auf dem Stein]] des [[Dachsteinplateau]]s, um den Grimming herum bis in die Tallandschaften des [[Ausseerland]]s und [[Hinterbergertal]]s. In diesem Bereich traf er auf die Eisströme aus nördlicher Richtung des [[Totes Gebirge|Toten Gebirges]].
Infolge seiner Höhenlage und insbesondere durch seine Mächtigkeit floss ein Teil des Ennsgletschers auch über die Hochfläche [[Auf dem Stein]] des [[Dachsteinplateau]]s, um den Grimming herum bis in die Tallandschaften des [[Ausseerland]]s und [[Hinterbergertal]]s. In diesem Bereich traf er auf die Eisströme aus nördlicher Richtung des [[Totes Gebirge|Toten Gebirges]].


Wie der Ennstalgletscher längs der Felsen des Grimmings in das hochgelegene Becken um das heutige [[Bad Mitterndorf]] gelangen konnte, untersuchte der österreichische Geograf und Alpinist August Böhm von Böhmersheim (* 27. April 1858 in Wien; † 19. Oktober 1930 in Graz)<ref>mehr siehe [https://de.wikipedia.org/wiki/August_B%C3%B6hm_von_B%C3%B6hmersheim wikipedia-de]</ref>
Wie der Ennsgletscher längs der Felsen des [[Grimmingstock]]s in das hochgelegene [[Mitterndorfer Becken]] um das heutige [[Bad Mitterndorf]] gelangen konnte, untersuchte der österreichische Geograf und Alpinist [[August Böhm|August Böhm von Böhmersheim]] (* 27. April 1858 in Wien; † 19. Oktober 1930 in Graz)


== Quellen ==  
== Quellen ==  
* [https://www.museum-joanneum.at/upload/file/Programm_2011.pdf www.museum-joanneum.at]
* [https://www.museum-joanneum.at/upload/file/Programm_2011.pdf www.museum-joanneum.at]
* [http://www.zobodat.at/pdf/MittNatVerSt_39_0403-0419.pdf Der Hallstätter See und die Ödenseer Torflager in ihrer Beziehung zur Eiszeit]
* [http://www.zobodat.at/pdf/MittNatVerSt_39_0403-0419.pdf Der Hallstätter See und die Ödenseer Torflager in ihrer Beziehung zur Eiszeit]
* Kellerer-Pirklbauer, A., Proske, T. & Untersweg, Th. (2012): ''Darstellung der Talbodenbereiche des Steirischen Ennstals'' (Forschungsbericht), Graz: Institut für digitale Bildverarbeitung


== Fußnoten ==
==== Einzelnachweise ====
<references/>
<references/>



Aktuelle Version vom 4. Juni 2026, 20:01 Uhr

Das Titelbild von Da schau her 2016 Ausgabe 2 stammt von Erich Messner und zeigt den Ennsgletscher, der sich zurückzieht. Öl auf Leinwand, 2016.

Der Ennsgletscher bedeckte während des Quartär einen Großteil des steirischen Ennstals und reichte nicht über das Gesäuse hinaus.

Allgemeines

Bis zum Ende der Würmeiszeit bis vor ca. 10 000 Jahren ragten nur die höchsten Bergspitzen aus dem mächtigen Ennsgletscher als Nunatakker hinaus; unter Anderem auch der Grimming.

Zur Zeit der maximalen Vereisung (vor ca. 20 000 Jahren) reichte der von Westen nach Osten fließende Ennsgletscher in folgende Höhen:

Details hierzu sind dem Artikel "Würm" zu entnehmen.

Infolge seiner Höhenlage und insbesondere durch seine Mächtigkeit floss ein Teil des Ennsgletschers auch über die Hochfläche Auf dem Stein des Dachsteinplateaus, um den Grimming herum bis in die Tallandschaften des Ausseerlands und Hinterbergertals. In diesem Bereich traf er auf die Eisströme aus nördlicher Richtung des Toten Gebirges.

Wie der Ennsgletscher längs der Felsen des Grimmingstocks in das hochgelegene Mitterndorfer Becken um das heutige Bad Mitterndorf gelangen konnte, untersuchte der österreichische Geograf und Alpinist August Böhm von Böhmersheim (* 27. April 1858 in Wien; † 19. Oktober 1930 in Graz)

Quellen

Einzelnachweise