Ostalpin: Unterschied zwischen den Versionen

Aus EnnstalWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
BirgitStrohmaier (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
(28 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
Als '''Ostalpin''' oder auch '''ostalpine Decken''' wird die oberste Schicht des alpidischen Deckenkomplexes bezeichnet, welcher im Zuge der [[Alpidische Orogenese|alpidischen Orogenese]] entstanden ist.<br />
Als '''Ostalpin''', auch ''ostalpines Deckensystem'', wird die oberste Schicht des im Zuge der [[Alpidische Orogenese|alpidischen Orogenese]] entstanden alpidischen Deckenkomplexes bezeichnet.  
 
== Beschreibung ==  
== Beschreibung ==  
Das Ostalpin wird in Unterostalpin und Oberostalpin gegliedert. Im Bezirk Liezen Einheiten beider ostalpinen Decken vor, wobei das Oberostalpin wesentlich mehr Anteil einnimmt. Das Oberostalpin wird vom Liegenden (unten) ins Hangende (oben) in folgende Deckensysteme untergliedert:<br />
Das Ostalpin ist eine vielfältig zusammengesetzte Einheit aus Gesteinen, die über einen sehr langen Zeitraum hinweg entstanden sind. Es beinhaltet, je nach Tiefe der Entstehung, kristalline Gesteine, metamorphe und nicht metamorphe [[Sedimentgestein]]e. Ursprünglich lagerten diese Gesteine am Nordrand der afrikanischen Platte, wurden durch die [[Plattentektonik]] an den Nordrand der Adria geschoben, im Zuge der Hauptauffaltung der [[alpidische Orogenese|alpidischen Orogenese]] von dort abgeschert und zu einem Deckenstapel geformt. Heute bauen sie die [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]] und die Zentralalpen der Ostalpen auf.
* Silvretta-Seckau Deckensystem<br />
 
* Koralpen-Wölz (Hochdruck-)Deckensystem<br />
Der mächtige Deckenstapel wird in zwei Decken unterteilt. Vom [[Liegendes|Liegenden]] ins [[Hangendes|Hangende]] sind dies
* Ötztal-Bundschuh Deckensystem <br />
*[[Unterostalpin]]
* Drauzug-Gurktal Deckensystem<br />
*[[Oberostalpin]].  
* [[Grauwackenzone]]<br />
Im [[Bezirk Liezen]] liegen Gesteinseinheiten beider ostalpiner Deckenstapel vor, wobei das Oberostalpin flächenmäßig wesentlich mehr Anteil einnimmt.
* [[Nördliche Kalkalpen]]<br /><br />
 
== Bedeutung für den Bezirk Liezen ==
== Quellen ==  
Sowohl das [[Kristallin]] des steirischen Anteils der [[Niedere Tauern|Niederen Tauern]], als auch die [[Grauwackenzone]] und die [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]] sind Teil des Ostalpins. Die Gesteinseinheiten der [[Schladminger Tauern|Schladminger]] und [[Rottenmanner Tauern]] gehören demnach zum Silvretta-Seckau Deckensystem. Die Gesteinsheinheiten der [[Wölzer Tauern]] hingegen werden dem Koralpen-Wölz (Hochdruck-)Deckensystem zugeordnet.<br />
* Schuster, R., Daurer, A., Krenmayr, H.G., Linner, M., Mandl, G.W., Pestal, G. & Reitner, J.M. (2013). ''Rocky Austria. Geologie von Österreich - kurz und bunt''. Wien: Geologische Bundesanstalt
== Quellen ==
 
* [[Universalmuseum Joanneum Schloss Trautenfels]], [[Benutzer:BirgitStohmaier|Birgit Strohmaier]]
[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Geografie (Begriff)]]
[[Kategorie:Geologie]]

Aktuelle Version vom 5. Juni 2026, 12:22 Uhr

Als Ostalpin, auch ostalpines Deckensystem, wird die oberste Schicht des im Zuge der alpidischen Orogenese entstanden alpidischen Deckenkomplexes bezeichnet.

Beschreibung

Das Ostalpin ist eine vielfältig zusammengesetzte Einheit aus Gesteinen, die über einen sehr langen Zeitraum hinweg entstanden sind. Es beinhaltet, je nach Tiefe der Entstehung, kristalline Gesteine, metamorphe und nicht metamorphe Sedimentgesteine. Ursprünglich lagerten diese Gesteine am Nordrand der afrikanischen Platte, wurden durch die Plattentektonik an den Nordrand der Adria geschoben, im Zuge der Hauptauffaltung der alpidischen Orogenese von dort abgeschert und zu einem Deckenstapel geformt. Heute bauen sie die Nördlichen Kalkalpen und die Zentralalpen der Ostalpen auf.

Der mächtige Deckenstapel wird in zwei Decken unterteilt. Vom Liegenden ins Hangende sind dies

Im Bezirk Liezen liegen Gesteinseinheiten beider ostalpiner Deckenstapel vor, wobei das Oberostalpin flächenmäßig wesentlich mehr Anteil einnimmt.

Quellen

  • Schuster, R., Daurer, A., Krenmayr, H.G., Linner, M., Mandl, G.W., Pestal, G. & Reitner, J.M. (2013). Rocky Austria. Geologie von Österreich - kurz und bunt. Wien: Geologische Bundesanstalt