Almabtrieb: Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Almabtrieb''' beendet die Sommerviehweide auf der [[ | [[Datei:Sarstein almabtrieb 001.jpg|thumb|Almabtrieb von der [[Sarsteinalm]].]] | ||
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[[Datei:Sarstein almabtrieb 004.jpg|thumb|Almabtrieb von der [[Sarsteinalm]].]] | |||
Der '''Almabtrieb''' beendet die Sommerviehweide auf der [[Alm]]. Um den Almabtrieb haben sich mehrere Bräuche lebendig erhalten, die im ganzen [[Ennstal]] und seinen Nebentälern fast ident sind. | |||
== Allgemein == | == Allgemein == | ||
In der ersten Septemberwoche wird das Vieh von der [[Hochalm]] auf die [[Niederalm]] bzw. das [[Lehen]] abgetrieben. Bereits einige Tage vor dem eigentlichen Almabtrieb ins Tal werden die Zäune wieder zu Boden gelegt, damit sie nicht von der kommenden Schneelast erdrückt werden und in den Almhütten wird noch einmal "[[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#A|aufgekast]]". | In der ersten Septemberwoche wird das Vieh von der [[Hochalm]] auf die [[Niederalm]] bzw. das [[Lehen]] abgetrieben. Bereits einige Tage vor dem eigentlichen Almabtrieb ins Tal werden die Zäune wieder zu Boden gelegt, damit sie nicht von der kommenden Schneelast erdrückt werden und in den Almhütten wird noch einmal "[[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#A|aufgekast]]". | ||
Einen Tag bevor das Vieh von den Almen abgetrieben wird, muss die Sennerin den [[Süßer Schotten|süßen Schotten]] rühren. Er besteht aus der letzten Almmilch dieses Jahres. Der Kupferkessel wird dafür mit Butter ausgeschmiert, dann wird die Milch der letzten drei Tage in den Kessel geleert und fast zum Kochen gebracht. Danach wird Buttermilch oder Sauermilch dazu gegeben. Nach dem Stocken wird der grobe Schotten in Schüsseln verteilt und muss von den Helfern noch so lange weiter gerührt werden, bis er ganz fein ist. | Einen Tag bevor das Vieh von den Almen abgetrieben wird, muss die [[Sennerin]] den [[Süßer Schotten|süßen Schotten]] rühren. Er besteht aus der letzten Almmilch dieses Jahres. Der Kupferkessel wird dafür mit Butter ausgeschmiert, dann wird die Milch der letzten drei Tage in den Kessel geleert und fast zum Kochen gebracht. Danach wird Buttermilch oder Sauermilch dazu gegeben. Nach dem Stocken wird der grobe Schotten in Schüsseln verteilt und muss von den Helfern noch so lange weiter gerührt werden, bis er ganz fein ist. | ||
In der [[Schladming]]er Gegend geben einige Sennerinnen auch noch Weinbeeren, Zimt, ein wenig Essig und kleine Butterstückchen dazu. Ein Teil dieses besonders guten Schottens wird gleich zum Almabschied gegessen, der andere Teil wird auf den Hof für die Hausleute mitgenommen. | In der [[Schladming]]er Gegend geben einige Sennerinnen auch noch Weinbeeren, Zimt, ein wenig Essig und kleine Butterstückchen dazu. Ein Teil dieses besonders guten Schottens wird gleich zum Almabschied gegessen, der andere Teil wird auf den Hof für die Hausleute mitgenommen. | ||
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In der [[Kleine Sölk|kleinen]] und [[Große Sölk|großen Sölk]] gibt es um den 20. September den Almabtrieb. Hier wird von den Sennerinnen eine besondere Kochkunst praktiziert. Sie servieren ihren Almbesuchern auf Wunsch ein herrliches [[Rahmkoch]] und als Spezialität die [[Neunhäutnudeln]], die ein besonderes Geschick der Köchin verlangen. | In der [[Kleine Sölk|kleinen]] und [[Große Sölk|großen Sölk]] gibt es um den 20. September den Almabtrieb. Hier wird von den Sennerinnen eine besondere Kochkunst praktiziert. Sie servieren ihren Almbesuchern auf Wunsch ein herrliches [[Rahmkoch]] und als Spezialität die [[Neunhäutnudeln]], die ein besonderes Geschick der Köchin verlangen. | ||
Bereits einen Monat vorher, am [[ | Bereits einen Monat vorher, am [[Bartholomäus]]<nowiki>tag</nowiki> ([[24. August]]) werden im Ennstal die Pferde von der Alm herunter geführt. | ||
Das Abschlussfest, - in Schladming als "[[Schladminger Dult]]" bekannt - bei dem die bäuerliche Bevölkerung sich eine Woche nach dem Almabtrieb in einem Gasthaus traf, gibt es in dieser Form nicht mehr. | Das Abschlussfest, - in Schladming als "[[Schladminger Dult]]" bekannt - bei dem die bäuerliche Bevölkerung sich eine Woche nach dem Almabtrieb in einem Gasthaus traf, gibt es in dieser Form nicht mehr. | ||
== Siehe auch == | |||
* [[Treglwanger Almabtrieb]] im Jahr [[1926]] | |||
== Quelle == | == Quelle == | ||
{{Quelle Bräuche}} | |||
[[Kategorie:Kultur]] | [[Kategorie:Kultur]] | ||
[[Kategorie:Volkskultur]] | [[Kategorie:Volkskultur]] | ||
[[Kategorie: | [[Kategorie:Brauch]] | ||
[[Kategorie:Landwirtschaft]] | |||
[[Kategorie:Almwirtschaft]] | [[Kategorie:Almwirtschaft]] | ||
[[Kategorie:Alm]] | |||
{{Heimatkunde}} | |||
[[Kategorie:Leader-Projekt Heimatkunde heimatkundig]] | |||
[[Kategorie:Leader-Projekt Bräuche im Bezirk Liezen]] | |||