Altenmarkt bei Sankt Gallen: Unterschied zwischen den Versionen
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| Postleitzahl: || 8934 | | Postleitzahl: || 8934 | ||
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| Bürgermeister: || [[Hannes Andrä]] ([[SPÖ]]) | | Bürgermeister: || [[Hannes Andrä]] ([[SPÖ]]) | ||
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| Gemeinderat: ||9 Mitglieder ( | | Gemeinderat: ||9 Mitglieder (2025):<br />7 [[Sozialdemokratische Partei Österreichs|SPÖ]] <br /> 2 [[Österreichische Volkspartei|ÖVP]] | ||
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{| class="toccolours" align="right" cellpadding="4" cellspacing="0" style="margin:0 0 1em 1em; font-size: 95%;" | {| class="toccolours" align="right" cellpadding="4" cellspacing="0" style="margin:0 0 1em 1em; font-size: 95%;" | ||
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=== Ortsgliederung === | === Ortsgliederung === | ||
Das Gemeindegebiet ist in zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner | Das Gemeindegebiet ist in zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025) Altenmarkt bei Sankt Gallen (728) und Eßling (51) unterteilt, die gleichzeitig auch die beiden [[Katastralgemeinden im Bezirk Liezen|Katastralgemeinden]] sind. | ||
=== Nachbargemeinden === | === Nachbargemeinden === | ||
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== Geschichte ==</noinclude> | == Geschichte ==</noinclude> | ||
[[File:004 Altenmarkt im Ennstal - J.F.Kaiser Lithografirte Ansichten der Steiermark 1825.jpg|thumb|Altenmarkt im Jahr 1825, nach einem Stich von j.F.Kaiser]] | [[File:004 Altenmarkt im Ennstal - J.F.Kaiser Lithografirte Ansichten der Steiermark 1825.jpg|thumb|Altenmarkt im Jahr 1825, nach einem Stich von j.F.Kaiser]] | ||
"Zu alten Marchet" ( "der alte Markt" oder "Altenmarkt") erstmals [[1335]] erwähnt, deutet daraufhin, dass Altenmarkt noch vor 1138/1152 entstanden sein muss. Denn zu jener Zeit hatte der Ministerale Kaiser Konrads III. [[Gottfried von Wetternfeld]] schon in einer Waldrodung für die Kirche des hl. Gallus vorgenommen gehabt. Die Kirche schenkte er dann dem [[Benediktinerstift Admont]] schenkte. | "Zu alten Marchet" ("der alte Markt" oder "Altenmarkt") erstmals [[1335]] erwähnt, deutet daraufhin, dass Altenmarkt noch vor 1138/1152 entstanden sein muss. Denn zu jener Zeit hatte der Ministerale Kaiser Konrads III. [[Gottfried von Wetternfeld]] schon in einer Waldrodung für die Kirche des hl. Gallus vorgenommen gehabt. Die Kirche schenkte er dann dem [[Benediktinerstift Admont]] schenkte. | ||
Im [[Mittelalter]] stand die Entwicklung von Altenmarkt in engem Zusammenhang mit dem Eisentransportweg von [[Eisenerzbergbau|Eisenerz]] nach [[Oberösterreich]]. Mit der Admonter Klostergründung hatten die langwierigen Rodungen des weiträumigen und damals noch in höchstem Maß unwirtlichen Waldlandes und dessen Neubesiedlung eingesetzt. Admont wusste ab [[1278]] durch den Ausbau seiner [[Herrschaft Gallenstein]] die bürgerlichen Rechte in Altenmarkt bei Entzug der Burgrechte von ihren Dienstleuten, den [[Gleusser]]n, zu schmälern. Das ursprüngliche [[Patrozinium]] der bei einem festen Haus gelegenen Eigenkirche [[Katholische Pfarrkirche hl. Nikolaus (Altenmarkt)|St. Martha-St. Nikolaus]] kam erst durch Admont in Altenmarkt zu Ehren. Dies weist auf Versorgung mit dem Lebensnotwendigen der auf der alten [[Eisen Straße]] Reisenden hin. Einkünfte hatte der Ort durch eine ''Urfahr'' (Überfahrt auf der [[Enns]]), bis Admont [[1277]] eine Brücke über die Enns bauen durfte. Trotzdem blieb die Erwerbsgrundlage der Bevölkerung in Altenmarkt, das zu einem Straßenmarkt ausgebaut worden war, Handel und Gewerbe, wie der [[Salzhandel]] des [[17. Jahrhundert]]s, die Wochenmarktfreiheit von [[1623]] und die Bäckerordnung von [[1692]] zeigen. Allein die Lage an der Enns mit [[Holzflößerei auf der Enns|Flößerei]], die [[1440]] durch eine Ordnung geregelt wurde, mit dem Treppelweg, wie die [[Eisen Straße|Eisenstraße]] mit der landesfürstlichen Maut bestimmten mit Handel und Fuhrwesen ein märktisches Leben der Bürger, bis der Bau der [[Kronprinz-Rudolf-Bahn]] [[1875]] einen wirtschaftlichen Wandel einleitete, der zum modernen [[Ennskraftwerke AG|Ennskraftwerk]] führte. Das Turbinenrad verbindet sich mit den von Fleiß und Mühe zeugenden Rudern der einstigen Flößerei und dem Wagenrad der ehemaligen Salz- und Eisenfuhrwerke im Wappen, das bestimmt ist durch den Fluss, der nun, neu gebändigt, wieder Kraft spendet. | Im [[Mittelalter]] stand die Entwicklung von Altenmarkt in engem Zusammenhang mit dem Eisentransportweg von [[Eisenerzbergbau|Eisenerz]] nach [[Oberösterreich]]. Mit der Admonter Klostergründung hatten die langwierigen Rodungen des weiträumigen und damals noch in höchstem Maß unwirtlichen Waldlandes und dessen Neubesiedlung eingesetzt. Admont wusste ab [[1278]] durch den Ausbau seiner [[Herrschaft Gallenstein]] die bürgerlichen Rechte in Altenmarkt bei Entzug der Burgrechte von ihren Dienstleuten, den [[Gleusser]]n, zu schmälern. Das ursprüngliche [[Patrozinium]] der bei einem festen Haus gelegenen Eigenkirche [[Katholische Pfarrkirche hl. Nikolaus (Altenmarkt)|St. Martha-St. Nikolaus]] kam erst durch Admont in Altenmarkt zu Ehren. Dies weist auf Versorgung mit dem Lebensnotwendigen der auf der alten [[Eisen Straße]] Reisenden hin. Einkünfte hatte der Ort durch eine ''Urfahr'' (Überfahrt auf der [[Enns]]), bis Admont [[1277]] eine Brücke über die Enns bauen durfte. Trotzdem blieb die Erwerbsgrundlage der Bevölkerung in Altenmarkt, das zu einem Straßenmarkt ausgebaut worden war, Handel und Gewerbe, wie der [[Salzhandel]] des [[17. Jahrhundert]]s, die Wochenmarktfreiheit von [[1623]] und die Bäckerordnung von [[1692]] zeigen. Allein die Lage an der Enns mit [[Holzflößerei auf der Enns|Flößerei]], die [[1440]] durch eine Ordnung geregelt wurde, mit dem Treppelweg, wie die [[Eisen Straße|Eisenstraße]] mit der landesfürstlichen Maut bestimmten mit Handel und Fuhrwesen ein märktisches Leben der Bürger, bis der Bau der [[Kronprinz-Rudolf-Bahn]] [[1875]] einen wirtschaftlichen Wandel einleitete, der zum modernen [[Ennskraftwerke AG|Ennskraftwerk]] führte. Das Turbinenrad verbindet sich mit den von Fleiß und Mühe zeugenden Rudern der einstigen Flößerei und dem Wagenrad der ehemaligen Salz- und Eisenfuhrwerke im Wappen, das bestimmt ist durch den Fluss, der nun, neu gebändigt, wieder Kraft spendet. | ||
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[[1646]] übernachtete Erzherzog Ferdinand, Sohn des Kaisers Ferdinand III. und später römischer König, auf seiner Durchreise in Altenmarkt. Um diese Zeit hatte sich die Lehre Luthers in der Region schon stark verwurzelt. Die Gegenreformation versuchte dem entgegenzuwirken. [[1600]] kam die Reformationskommission nach Sankt Gallen. [[1626]] erreichte der oberösterreichische Bauernaufstand die obersteirischen Landesgrenze. Am [[10. April]] [[1773]] kam es zu einer neuerlichen Brandkatastrophe, bei der wiederum die Kirche samt dem Turm sowie andere Gebäude ein Raub der Flammen wurden. | [[1646]] übernachtete Erzherzog Ferdinand, Sohn des Kaisers Ferdinand III. und später römischer König, auf seiner Durchreise in Altenmarkt. Um diese Zeit hatte sich die Lehre Luthers in der Region schon stark verwurzelt. Die Gegenreformation versuchte dem entgegenzuwirken. [[1600]] kam die Reformationskommission nach Sankt Gallen. [[1626]] erreichte der oberösterreichische Bauernaufstand die obersteirischen Landesgrenze. Am [[10. April]] [[1773]] kam es zu einer neuerlichen Brandkatastrophe, bei der wiederum die Kirche samt dem Turm sowie andere Gebäude ein Raub der Flammen wurden. | ||
Die [[Pfarre Altenmarkt an der Enns]] erlangte [[1786]] ihre Selbständigkeit. Die [[Pfarrkirche Altenmarkt bei Sankt Gallen|Kirche]] war am [[23. September]] [[1152]] vom Salzburger Erzbischof [[swiki:Eberhard I. von Biburg]]<ref>{{salzburgwiki}}</ref> geweiht worden. | Die [[[[Katholische Pfarre Altenmarkt an der Enns|Pfarre Altenmarkt an der Enns]]]] erlangte [[1786]] ihre Selbständigkeit. Die [[Pfarrkirche Altenmarkt bei Sankt Gallen|Kirche]] war am [[23. September]] [[1152]] vom Salzburger Erzbischof [[swiki:Eberhard I. von Biburg]]<ref>{{salzburgwiki}}</ref> geweiht worden. | ||
Ende des [[18. Jahrhundert]]s war auch das Gebiet um Altenmarkt bei Sankt Gallen von nach Wien vordringenden Franzosen bedroht. | Ende des [[18. Jahrhundert]]s war auch das Gebiet um Altenmarkt bei Sankt Gallen von nach Wien vordringenden Franzosen bedroht. | ||
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== Politik == | == Politik == | ||
=== Gemeinderat === | === Gemeinderat === | ||
Der Gemeinderat besteht aus neun Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl [[ | Der Gemeinderat besteht aus neun Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl [[2025]] aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen: | ||
* | * 7 [[Österreichische Volkspartei|ÖVP]] – stellt den Bürgermeister | ||
* | * 2 [[Sozialdemokratische Partei Österreichs|SPÖ]] – stellt den Vizebürgermeister | ||
=== Bürgermeister === | === Bürgermeister === | ||
: ''Hauptartikel [[Bürgermeister der Marktgemeinde Altenmarkt bei Sankt Gallen]] | : ''Hauptartikel [[Bürgermeister der Marktgemeinde Altenmarkt bei Sankt Gallen]] | ||
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{{Städte und Gemeinden im Bezirk Liezen}} | {{Städte und Gemeinden im Bezirk Liezen}} | ||
[[Kategorie:Geografie]] | [[Kategorie:Geografie]] | ||
[[Kategorie:Ort]] | [[Kategorie:Ort]] | ||