Erdbeben: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Erdbeben''' kamen und kommen im [[Ennstal]] immer wieder vor, mit schwächeren und stärkeren Beben.
[[Datei:Erdbebenkarte_Österreich.png|thumb|Erdbebenkarte von Österreich, Stand 2010.]]'''Erdbeben''' kamen und kommen im [[Ennstal]] immer wieder vor, mit schwächeren und stärkeren Beben.


==Über Erdbeben==
==Über Erdbeben==
Die etwa 700 Erdbebenwarten weltweit registrieren und zeichnen Erdbeben mit so genannten Seismographen auf. Gemessen werden Erdbeben nach der Richterskala<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Richterskala Wikipedia Richterskala]</ref> oder der Mercalli-Sieberg-Skala<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Mercalli-Sieberg-Skala Wikipedia Mercalli-Sieberg-Skala]</ref>.
Die etwa 700 Erdbebenwarten weltweit registrieren und zeichnen Erdbeben mit so genannten Seismographen auf. Gemessen werden Erdbeben nach der Richterskala<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Richterskala Wikipedia Richterskala]</ref> oder der Mercalli-Sieberg-Skala<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Mercalli-Sieberg-Skala Wikipedia Mercalli-Sieberg-Skala]</ref>.


Die Richterskala ist eine nach oben unbegrenzte moderne Erdbebenskala, deren Wert für sehr schwache Beben bei 0 und für das stärkste Beben etwa bei 7,7 bis  8,6 liegt. Ein Punkt auf der Skala bedeutet etwa eine Verzehnfachung (!) der Stärke des Bebens.
Die Richterskala ist eine nach oben unbegrenzte, moderne Erdbebenskala, deren Wert für sehr schwache Beben bei 0 und für das stärkste Beben etwa bei 7,7 bis  8,6 liegt. Ein Punkt auf der Skala bedeutet etwa eine Verzehnfachung (!) der Stärke des Bebens.


Die Mercalli-Sieberg-Skala  misst den Intensitätsgrad eines Erdbebens, wobei die der Grad 1 nur bei instrumentell nachweisbaren Erschütterungen liegt, 4 bei stärkeren Gebäudeerschütterungen und 10 bei Zerstörung von Häusern, Hangrutschungen und anderem. Dem Intensivitätsgrad 12 werden totale Zerstörungen sowie vielfältige Verwüstungen der Landschaft zugeordnet.
Die Mercalli-Sieberg-Skala  misst den Intensitätsgrad eines Erdbebens, wobei die der Grad 1 nur bei instrumentell nachweisbaren Erschütterungen liegt, 4 bei stärkeren Gebäudeerschütterungen und 10 bei Zerstörung von Häusern, Hangrutschungen und anderem. Dem Intensivitätsgrad 12 werden totale Zerstörungen sowie vielfältige Verwüstungen der Landschaft zugeordnet.
      
      
Wo nun finden Erdbeben statt? Es gibt da mehrere Bruchlinien rund um die  Erde, meistens in T-förmig zusammenstoßenden Bögen. In Österreich zieht sich eine Erdbebenzone vom östlichen Wiener Becken in das Mur-Mürz-Tal  hin und endet in Oberitalien im Friaul (Erdbeben im Mai und September 1976). Bei den meisten mittleren und großen Oberflächen nahen Beben folgen sogar bis über Monate hin zahlreiche kleinere Beben in der Umgebung des ursprünglichen Bebens (Nachbeben). Was die Nachbeben angeht, so hat man z. B. nach dem großen Erdbeben auf Rat Island auf den Aleuten 1965 in den nächsten 24 Tagen mehr als 750 Nachbeben registriert.
===Wo nun finden Erdbeben statt? ===
Es gibt mehrere Bruchlinien rund um die  Erde, meistens in T-förmig zusammenstoßenden Bögen. In Österreich zieht sich eine Erdbebenzone vom östlichen Wiener Becken in das Mur-Mürz-Tal  hin und endet in Oberitalien im Friaul (Erdbeben im Mai und September 1976). Bei den meisten mittleren und großen Oberflächen nahen Beben folgen sogar bis über Monate hin zahlreiche kleinere Beben in der Umgebung des ursprünglichen Bebens (Nachbeben). Was die Nachbeben angeht, so hat man z. B. nach dem großen Erdbeben auf Rat Island auf den Aleuten 1965 in den nächsten 24 Tagen mehr als 750 Nachbeben registriert.
      
      
Als eine der Erklärungen von Erdbeben gilt die Theorie vom amerikanischen Geologen Bruce A. Bolt: Der grundlegende Gedanke besteht darin, dass die äußerste Schale der Erde ... aus mehreren großen und recht stabilen Platten besteht. Diese Platten reichten bis zu einer Tiefe von etwa 80 km und bewegten sich vorwiegend in horizontaler Richtung. An den Plattenrändern "kommt es zur Übertragung starker deformierender Kräfte, je nachdem, ob diese  kollidieren, sich parallel verschieben oder voneinander entfernen. Die Entstehung von Hochgebirgen vollzieht sich an diesen Plattenrändern.  
Als eine der Erklärungen von Erdbeben gilt die Theorie vom amerikanischen Geologen Bruce A. Bolt: Der grundlegende Gedanke besteht darin, dass die äußerste Schale der Erde ... aus mehreren großen und recht stabilen Platten besteht. Diese Platten reichten bis zu einer Tiefe von etwa 80 km und bewegten sich vorwiegend in horizontaler Richtung. An den Plattenrändern "kommt es zur Übertragung starker deformierender Kräfte, je nachdem, ob diese  kollidieren, sich parallel verschieben oder voneinander entfernen. Die Entstehung von Hochgebirgen vollzieht sich an diesen Plattenrändern.  
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Österreich  verfügt über 25 Messstellen, die alle Signale und Bewegungen in die Wiener Zentrale übermitteln. Ab einer Magnitude von 4,5 nach Richter  wird ein Beben von jeder Messstelle auf der Welt wahrgenommen.
Österreich  verfügt über 25 Messstellen, die alle Signale und Bewegungen in die Wiener Zentrale übermitteln. Ab einer Magnitude von 4,5 nach Richter  wird ein Beben von jeder Messstelle auf der Welt wahrgenommen.


== Im Ennstal ==
== Erdbeben im Bezirk Liezen ==
[[1348]] war ein Erdbebenjahr im Ennstal<ref>Quelle [http://www.feuerwehr-aigen.at/index.php?option=com_content&view=article&id=55&Itemid=64 www.feuerwehr-aigen.at]</ref>. [[1714]] erschütterte ein schweres Erdbeben [[Schloss Donnersbach]]. [[1907]] gab es in der Region um [[Irdning]] ein schweres Erdbeben.  
Seit 1900 gab es in Österreich nur acht Erdbeben, deren Magnitude größer als fünf war. Die Gefahr solch großer Beben ist für das Obere Ennstal  gering, aber auch die kleineren können Rutschungen in einem geologisch  instabilen Gebiet wie dem hiesigen auslösen.


Seismische Aktivität kennzeichnet die großen Störungszonen in den Ostalpen, unter anderen auch die Salzach-Enns Störung als Segment der SEMP (Salzach-Enns-Mariazell-Puchberg Störung). Im Oberen Ennstal ist die Seismizität nicht besonders intensiv, aber sie existiert. Seit 1897 wurden 137 Erdbeben innerhalb des Rasters Ennstal (N 47.30 – O 13.20; N 47.30 – O 14.20; N 47.60 – O 14.20; N 47.60 – O 13.20) registriert, Magnituden lagen zwischen 0.7 und 4.1. Die meisten dieser Ereignisse werden von der
Seismische Aktivität kennzeichnet die großen Störungszonen in den Ostalpen, unter anderen auch die [[Ennstal-Störung]] als Segment der SEMP (Salzach-Ennstal-Mariazell-Puchberg Störung). Im Oberen Ennstal ist die Seismizität nicht besonders intensiv, aber sie existiert. Seit 1897 wurden 137 Erdbeben innerhalb des Rasters Ennstal (N 47.30 – O 13.20; N 47.30 – O 14.20; N 47.60 – O 14.20; N 47.60 – O 13.20) registriert, Magnituden lagen zwischen 0.7 und 4.1. Die meisten dieser Ereignisse werden von der Bevölkerung kaum wahrgenommen.
Bevölkerung kaum wahrgenommen. Eines der letzten Erdbeben geschah am Samstag,19. Juli 2008, um 00h54, ca. 10 km nordöstlich von Schladming und erreichte eine
Magnitude von 3.8. Seit 1900 gab es in Östereich nur acht Erdbeben, deren Magnitude größer als fünf war, die Gefahr solch großer Beben ist für das Obere Ennstal gering, aber auch die kleineren können Rutschungen in einem geologisch instabilen Gebiet wie dem hiesigen auslösen.


== Quellen ==
[[1201]] erschütterte ein furchtbares Erdbeben das Ennstal<ref>Quelle Eintrag Geschichte [[Aigen im Ennstal]]</ref>. [[1348]] war ein Erdbebenjahr im Ennstal<ref>Quelle [http://www.feuerwehr-aigen.at/index.php?option=com_content&view=article&id=55&Itemid=64 www.feuerwehr-aigen.at]</ref>. [[1714]] erschütterte ein schweres Erdbeben [[Schloss Donnersbach]] und beschädigte auch die damals oberhalb des Ortes Donnersbach noch bestehende Ägydikirche, heute als [[Kirchenruine St. Ägydius]] bekannt. [[1907]] gab es in der Region um [[Irdning]] ein schweres Erdbeben.
* Salzburger Nachrichten, 15. September 1999 und 20. Oktober 2010
 
* Salzburgwiki
=== Beben im 19. Jahrhundert ===
* EnnstalWiki
Mehrere Quellen geben an, dass am [[18. Juli]] [[1810]] ein Beben in [[Admont]] Gebäude beschädigt habe<ref name="Landesmuseum">Quelle [http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/MittNatVerSt_39_0157-0296.pdf Landesmuseum Steiermark]</ref>.
 
Am [[26. März]] [[1826]] findet sich im  Tagebuch des Pater [[Urban Ecker|Urban]] folgender Eintrag: "''1826, 26.  März (Ostersonntag) starker Erdstoß, um 3/4 auf 2 Uhr  nachmittag.''"<ref>Quelle [http://www.zamg.ac.at/cms/de/forschung/geophysik/historische-erdbebenforschung/steiermark  www.zamg.ac.at]</ref>. Nachdem sich in Admont leichte Erschütterungen vom Dezember 1825 bis März 1826 sieben bis acht Mal wiederholt hatten, die stets von einem unterirdischen Getöse begleitet waren, erfolgte am Ostersonntag, dem 26. März, um zwei Uhr nachmittags ein so heftiger Erdstoß, dass die Mauern des Stiftsgebäudes wankten. Die Erschütterung wurde auch in Oberösterreich, in Kremsmünster, Vöcklabruck und Umgebung wahrgenommen. Am 18. April 1826 kam es abermals zu einer starken Erschütterung in Admont. Und am [[15. Mai]] 1826 folgte "''Einige Minuten nach 02:45 Uhr morgens ein ziemlich heftiges Erdbeben zu Admont, welchem schon seit Dezember zahlreiche leichtere Stöße vorangegangen waren. Die Erschütterung kam von Osten, aus der Gegend des [[Gesäuse|Gsäus]] und dehnte sich über [[Rottenmann]] und Gallenstein aus.''"  Am 15. Mai ''war jedoch die Erschütterung noch viel heftiger als jene am Ostersonntag. Ein allmähliches dumpfes, näher und immer vernehmbarer rückendes unterirdisches Getöse machte den Anfang, darauf folgte ein heftiger Erdstoß von einem heftigen Knalle, dem eines großen Geschützes in einiger Entfernung nicht unähnlich, begleitet, worauf Schwingungen eintraten, die anfangs ziemlich heftig waren, endlich allmählich sich verloren. Der Knall, verbunden mit dem heftigen Stoße, setzte alle Bewohner in Schrecken und viele entflohen aus den Häusern in das Freie. Die Heftigkeit des Erdstoßes läßt sich aus dem ermessen, daß die Uhren anschlugen und die Schlafenden aus den Betten gehoben wurden.''" (Sueß, Erdbeben N.-Ö. pag. 28 S. A. in Quelle<ref name="Landesmuseum"></ref>).
 
Gegen 05:30 Uhr morgens des [[4. Februar]] [[1830]] wird eine schwache Erderschütterung mit Brausen, dem eines Sturmwindes zu vergleichen, in [[Hieflau]] registiert. Eine Viertelstunde später folgt  eine heftige schaukelnde Bewegung mit einem gewaltigen Stoß und donnerähnlichem dumpfen Getöse. Die Dauer der schaukelnden Bewegung wurde mit fünf Sekunden, ihre Richtung mit Nordost - Südwest angegeben. Schlafende vermeinten aus den Betten geworfen zu werden, die Fenster klirrten, hölzerne Gebäude und Brücken krachten, lockeres Gemäuer fiel von den Decken<ref name="Landesmuseum"></ref>.
 
Um 13:56 Uhr am [[6. August]] [[1841]] erschütterten drei schnell hintereinander folgende Stöße die Bezirken von [[Hieflau]] und Großlobming<ref name="Landesmuseum"></ref>.
 
[[1847]] wurden zwei Erdbeben im [[Bezirk Liezen]] registriert. Das erste fand am [[10. Februar]] um 16:30 Uhr statt. Drei kurz nacheinander folgende, an Intensität abnehmende Erschütterungen, die sowohl im Innern des [[Sandling|Ausseer Salzberg]]es als über Tag verspürt wurden. Der erste Stoß wurde als ungemein heftig bezeichnet. Nach jeder der Erschütterung war ein von Nordost kommender, dumpfer Knall hörbar. Die Erschütterung war ganz lokal, in [[Altaussee]] schwach, [[Bad Aussee|Aussee]] gar nicht wahrnehmbar. Das zweite Beben erfolgt am [[2. Mai]] um ungefähr um ein Uhr Früh in den Bezirken Ehrnau und Hieflau<ref name="Landesmuseum"></ref>.
 
Am [[9. Februar]] [[1855]] wurde um 20:35 Uhr eine Erschütterung in Admont wahrgenommen<ref name="Landesmuseum"></ref>.
 
Vom [[24. Dezember|24.]] und [[25. Dezember]] [[1857]] wurde folgende Erdstöße gemeldet. Am Nachmittag des 24. Dezember, und zwar meldete Admont um 13:45 Uhr, 16 Uhr, 22:10 Uhr und 23:45 Uhr heftige Erschütterungen, die in der gesamten Obersteiermark und auch in Oberösterreich, in Windischgarsten und Spital am Pyhrn wahrgenommen wurden. Weitere Wahrnehmungen dieses Bebens kamen aus [[Frauenberg an der Enns]], [[Liezen]], [[Sankt Gallen]], [[Altenmarkt bei Sankt Gallen]] und [[Rottenmann]]. Der Stoß um 01:47 Uhr verursachte in Frauenberg, wo er mit 14 Uhr angegeben wurde, Risse in den Mauern und Bewegung der Gerätschaften in den Zimmern. Das wurde auch aus Admont und Liezen gemeldet. Die weiteren Erschütterungen waren schwächer, desgleichen eine Erschütterung, welche in den Morgenstunden des 25. Dezembers auftrat und von Admont gegen 4 Uhr, von Frauenberg gegen 3 Uhr, von Windischgarsten um 4 Uhr gemeldet wurde<ref name="Landesmuseum"></ref>.
 
Am [[18. März]] [[1860]] meldete A. Perrey (beglischer Erdbebenforscher) ein Erdbeben um 21:45 Uhr in Admont<ref>Quelle "Erdbeben in der Steiermark vom Jahre 1750 bis 1870" von R. Hoernes</ref>.
 
Eine Viertelstunde nach Mittag am [[15. Mai]] [[1862]] erschütterte ein Beben Admont, das im ersten Stockwerke des Stiftes schwach, stärker im zweiten wahrgenommen wurde<ref name="Landesmuseum"></ref>.
 
[[1866]] wurden am [[21. Juni]]  04:10 Uhr morgens zwei Erdstöße in Admont verspürt. Eine andere Quelle sagt "bald nach 4 ", eine dritte "nach 3  morgens". Am Morgen des nächsten Tages ([[22. Juni]]) wurde eine weitere, schwächere Erschütterung wahrgenommen<ref name="Landesmuseum"></ref>.
 
[[8. September]] [[1870]]: Zwischen 2 und 3 Uhr zwei leichte Erdstöße in [[Bad Aussee|Aussee]]<ref name="Landesmuseum"></ref>.
 
Am [[27. November]] [[1898]] wurde in der gesamten Obersteiermark ein Erdbeben um 01:30 Uhr registriert (die Zeitangaben schwankten je nach  Ortsangaben). Insgesamt 32 Gemeinden meldeten davon. So meldete der  Fachlehrer Victor Konsefhegg aus [[Bad Aussee|Aussee]], er hätte um 01:20  Uhr ein ganz leichtes Beben verspürt. in [[Gaishorn am See|Gaishorn]]  wurde ein deutlich merkbares, einige Sekunden dauerndes Schaukeln von  mehreren Personen registriert, dem ein donnerartiges Getöse voran ging.  In [[Haus]] wurde das Beben nur im ersten Stockwerk der  dortigen Herrschaftstaferne zwischen l  Uhr und 2 Uhr als Gepolter und  Klirren an den Fenstern wahrgenommen. Diese  Erscheinung war zweimal im  Abstand von etwa fünf Minuten zu bemerken, wie Oberlehrer Franz Puchwein  mitteilte. Aus [[Hieflau]] meldete Lehrer Valentin Brunner von einem  paar Sekunden dauernden Beben um 01:25 Uhr, das keine Schäden  anrichtete. Wirkungen auf bewegliche Gegenstände wurden in [[Johnsbach]]  nicht wahrgenommen, doch war Quellwasser getrübt (Schulleiter W. H.  Lux). Aus [[Sankt Gallen]] berichtete Oberlehrer Adolf Bischofberger,  dass das Erdbeben um  0l:30 Uhr aber nur von Personen wahrgenommen  wurde, die nicht schliefen. Das Beben wurde als wellenförmige, zwei bis  drei  Sekunden andauernde, von Ost nach West gerichtete Bewegung  wahrgenommen.
 
Das Abendblatt der »Tagespost« vom Montag den 28. November meldet: »''Aus [[Trieben]] berichtet man uns: In der Nacht
von Samstag auf Sonntag, um 1 /22h Früh, wurde hier in der Richtung von E nach W eine überaus starke, 3—4 S andauernde, mit tosendem Geräusche verbundene Erderschütterung verspürt''«. Ebendieselbe Mitteilung brachte auch die Abendausgabe des »Grazer Tagblatt« vom 28. November 1898.
 
In [[Weißenbach bei Liezen]] wurde es von einzelnen Personen im ersten Stockwerk des Hauses Nr. 1, ungefähr um 01:30 Uhr wahrgenommen. Die Bewegung wird als Rollen bezeichnet, ihre Dauer mit drei Sekunden angegeben (Schulleiter [[Karl Reiterer]]).
 
=== Beben im 19. Jahrhundert ===
Am [[31. März]] [[1905]] wurde um 11 Uhr 40 Minuten mittags in [[Wörschach]] ein Erdbeben mit starkem donnerartigem Getöse während zwei Sekunden wahrnehmbar. In den Wohnungen klirrte das
Geschirr, von der [[Burgruine Wolkenstein]] fiel eine große Menge Steine herab.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=apt&datum=19050401&query=%22Franz+Sulzer%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], "[[Steirische Alpenpost]]", Ausgabe vom 1. April 1905, Seite 3</ref>
 
=== Beben im 21. Jahrhundert ===
Am Samstag, [[19. Juli]] [[2008]], bebte e um 00:54, ca. zehn Kilometer nordöstlich von Schladming und erreichte eine Magnitude von 3,8.
 
Am [[20. Jänner]] [[2013]] bebte um 04:08 Uhr in der Früh die Erde im Raum [[Admont]]. Laut ZAMG<ref>Quelle [http://www.zamg.ac.at/cms/de/geophysik/news/erdbeben-im-jaenner-2013 Erdbeben im Jänner 2013]</ref> war es eines von zwölf Beben, die man im Jänner 2013 in Österreich registrierte. Es wies eine Magnitude von 2,1 auf. Das Epizentrum lag acht Kilometer östlich von Admont.
 
Im Raum [[Altaussee]] und [[Grundlsee (Ort)|Grundlsee]] ereignete sich am [[12. März]] 2013 um 06:28 Uhr mitteleuropäischer Zeit ein Beben mit einer Magnitude<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Magnitude_%28Erdbeben%29 Wikipedia Magnitude (Erdbeben)]</ref> von  2,6, die Epizentralintensität betrug vier Grad auf der Europäischen Makroseismischen Skala (EMS-98)<ref>vier Grad: Deutlich fühlbar: In Gebäuden von vielen Personen und im Freien vereinzelt wahrgenommen. Einige Schlafende erwachen. Geschirr und Fenster klirren, Türen rütteln</ref><ref>Quelle [http://www.zamg.ac.at/cms/de/geophysik/news/erdbeben-im-maerz-2013 www.zamg.ac.at]</ref>.
 
Ein Erdbeben am [[17. September]] 2013 um 07:47 Uhr mitteleuropäischer Zeit, das eine Magnitude von 1,5 aufwies, hatte sein Epizentrum bei [[Hieflau]]. Das Beben, bei dem ein Knall zu  hören war, wurde vereinzelt wahrgenommen und erreichte eine Intensität  von 2-3 Grad<ref>[http://www.zamg.ac.at/cms/de/geophysik/news/erdbeben-im-september-2013 www.zamg.ac.at]</ref>
 
Am [[9. Jänner]] [[2016]] ereignet sich im Gebiet von [[Altaussee]] um 18:04 Uhr MEZ ein Erdbeben der Magnitude 3,0, das im Bereich des Epizentrums mit einer Intensität von 4 Grad auf der EMS-98 deutlich verspürt wurde.
 
==== Beben Jänner 2021 mit Schäden ====
[[Datei:Wallfahrtskirche Frauenberg Schäden Erdbeben Jänner 2021.jpg|thumb|20. Jänner 2021: Schäden in der Deckenmalerei in der [[Wallfahrtskirche Frauenberg]].]]
Um 08:30 Uhr am [[20. Jänner]] [[2021]] wurde ein Erdbeben mit der Magnitude 4,5 mit Epizentrum sechs Kilometer westlich von [[Admont]] in etwa acht Kilometer Tiefe registriert. Das Beben wurde von Bewohnern nahe des Epizentrums sehr deutlich gespürt, Tische wackelten und Kastentüren mit Mangetverschlüssen sprangen auf, hieß es von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).<ref>[https://www.sn.at/panorama/oesterreich/kraeftiges-erdbeben-nahe-dem-obersteirischen-admont-98621323 www.sn.at/panorama], 20. Jänner 2021</ref>
 
Für die weltberühmte [[Stiftsbibliothek Admont|Klosterbibliothek]] im [[Benediktinerstift Admont]] sowie das [[Blasius-Münster]], der Stiftskirce, gab es vorerst Entwarnung, da seien bisher keine Schäden bemerkt worden. Doch die wenige Kilometer entfernt liegende [[Wallfahrtskirche Frauenberg]] hat es laut  Mario Brandmüller vom Stift Admont schwer getroffen: Fensterschreiben seien zerbrochen und Deckenmalereien bröckelten ab. Die Wallfahrtskirche sei deshalb so schwer getroffen, weil sie nahezu über dem Epizentrum, das unter dem [[Pleschberg (Ardning)|Pleschberg]] (1&nbsp;720 [[m ü. A.]]) lag, stehe, erklärte Brandmüller.<ref>[https://www.sn.at/panorama/oesterreich/erste-schaeden-nach-erdbeben-nahe-dem-obersteirischen-admont-98621323 www.sn.at], 20. Jänner 2021</ref>
 
== Quellen ==
* [[swiki:Salzburger Nachrichten]], 15. September 1999 und 20. Oktober 2010
* [[swiki:Salzburgwiki]]
* [[EnnstalWiki]]
* Lenhardt et al. (2007)
* Lenhardt et al. (2007)
* Keil (2008)
* Keil (2008)
* [https://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/SBAWW_108_0443-0470.pdf Quelle Beben 27. November 1898]
* [https://www.zamg.ac.at/cms/de/geophysik/news/erdbeben-im-jaenner-2016 www.zamg.ac.at Jänner 2016]


==Fußnoten==
== Einzelnachweise ==
<references/>
<references/>


[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Geologie]]
[[Kategorie:Geologie]]
[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Sonstiges]]
[[Kategorie:Ereignis]]
[[Kategorie:Ereignis]]
[[Kategorie:Katastrophe]]
[[Kategorie:Katastrophe]]