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[[Datei:Beireutalm 90063 2015-06-08.jpg|thumb| | [[Datei:Beireutalm 90063 2015-06-08.jpg|thumb|Auf der [[Beireutalm]] in [[Donnersbachwald]].]] | ||
[[Datei:Untere Glattalm0002.JPG|thumb|Blick in die [[Untere Glattalm]]]] | [[Datei:Untere Glattalm0002.JPG|thumb|Blick in die [[Untere Glattalm]].]] | ||
[[Datei:Almwiese.jpg|thumb|Almwiese im Untertal.]] | [[Datei:Almwiese.jpg|thumb|Almwiese im Untertal.]] | ||
[[Datei:Hinteregger Alm.jpg|thumb| Sonnenuntergang auf der [[ | [[Datei:Hinteregger Alm.jpg|thumb|Sonnenuntergang auf der [[Hinteregg]].]] | ||
[[Datei:Wiesalm-kemetgebirge 97137 2015-07-16.jpg|thumb|Die [[Wiesalm]] im [[Kemetgebirge]].]] | |||
[[Datei:Wiesalm-kemetgebirge 97137 2015-07-16.jpg|thumb|Die [[Wiesalm]] im [[Kemetgebirge]]]] | [[Datei:Lassachalm kleinsölk 99007 2015-08-28.jpg|thumb|In der [[Lassachalm]] im [[Kleinsölker Obertal]] in den [[Schladminger Tauern]].]] | ||
Der Artikel über die '''Almwirtschaft''' schildert die Entwicklung der landwirtschaftlichen Nutzung von höher gelegenen Grasregionen, [[Alm]]en, genannt. Aufgrund der Lage und klimatischen Verhältnisse werden Almen zur Bewirtschaftung, Weidenutzung und Erzeugung von Eigenprodukten nur in den Sommermonaten in Anspruch genommen. | Der Artikel über die '''Almwirtschaft''' schildert die Entwicklung der landwirtschaftlichen Nutzung von höher gelegenen Grasregionen, [[Alm]]en, genannt. Aufgrund der Lage und klimatischen Verhältnisse werden Almen zur Bewirtschaftung, Weidenutzung und Erzeugung von Eigenprodukten nur in den Sommermonaten in Anspruch genommen. | ||
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== Die Geschichte der Almwirtschaft == | == Die Geschichte der Almwirtschaft == | ||
Nur wenige Hinweise geben Aufschluss über den Beginn der systematischen Almwirtschaft. Diese beginnt jedenfalls ab einer intensiven Viehwirtschaft. Belegt ist die Almnutzung während der [[Slawen|slawischen]] Besiedelung seit Ende des [[6. Jahrhundert]]s. Slawische Almbezeichungen und [[Flurname]]n sind Zeugen dieser Besiedelung. Ab dem [[9. Jahrhundert]] und damit seit der bairischen Landnahme sind urkundliche Belege für die Almnutzung vorhanden. Aufgrund der großen Waldflächen im Mittelalter boten sich die waldfreien Almen als Weidemöglichkeit an. Im [[Mittelalter]] waren Privatalmen noch eine Seltenheit, vorherrschend waren Gemeinschaftsalmen ( | Nur wenige Hinweise geben Aufschluss über den Beginn der systematischen Almwirtschaft. Diese beginnt jedenfalls ab einer intensiven Viehwirtschaft. Belegt ist die Almnutzung während der [[Slawen|slawischen]] Besiedelung seit Ende des [[6. Jahrhundert]]s. Slawische Almbezeichungen und [[Flurname]]n sind Zeugen dieser Besiedelung. Ab dem [[9. Jahrhundert]] und damit seit der bairischen Landnahme sind urkundliche Belege für die Almnutzung vorhanden. Aufgrund der großen Waldflächen im Mittelalter boten sich die waldfreien Almen als Weidemöglichkeit an. Im [[Mittelalter]] waren Privatalmen noch eine Seltenheit, vorherrschend waren Gemeinschaftsalmen ("Frei" oder "Gmein") und Herrschaftsalmen. Diese sind auch heute noch im Landschaftsbild erkennbar und bilden Almdörfer. Die später aufgeteilten Gemeinschaftsalmen zeichnen sich durch einzeln dastehende Almhütten aus. | ||
Trotz der verschlechterten klimatischen Bedingungen seit dem [[15. Jahrhundert]] wurden bis zur Mitte des [[16. Jahrhundert]]s weitere Almen errichtet. Grund dafür waren die kaiserlichen Rechte, die den Abbau von Metallen förderten. Folge waren Schlägerungen, die weitere Weidegebiete erschufen. Versuche, der Verdrängung von Waldgebieten durch Weideflächen entgegenzuwirken, scheiterten aber am Widerstand der Bauern, denen es nun möglich war, soviel Vieh auf die Alm zu treiben, wie sie im Winter versorgen konnten. Eisenindustrie und [[Bergbau im Ennstal|Bergbau]] verursachten eine erhöhte Nachfrage nach [[Holz]] und [[Holzkohle]], das Interesse galt nun der Forstwirtschaft. Verbleibende Weideflächen wurden deshalb intensiver genutzt. Waldschädigungen und Überbeanspruchung der Almen wurde schon im 16. Jahrhundert in Form von Gesetzen, Überwachung und Verboten entgegengewirkt. Für das [[Ennstal]] wesentlich war die [[1695]] verordnete [[Landsteirische Waldordnung]]. | Trotz der verschlechterten klimatischen Bedingungen seit dem [[15. Jahrhundert]] wurden bis zur Mitte des [[16. Jahrhundert]]s weitere Almen errichtet. Grund dafür waren die kaiserlichen Rechte, die den Abbau von Metallen förderten. Folge waren Schlägerungen, die weitere Weidegebiete erschufen. Versuche, der Verdrängung von Waldgebieten durch Weideflächen entgegenzuwirken, scheiterten aber am Widerstand der Bauern, denen es nun möglich war, soviel Vieh auf die Alm zu treiben, wie sie im Winter versorgen konnten. Eisenindustrie und [[Bergbau im Ennstal|Bergbau]] verursachten eine erhöhte Nachfrage nach [[Holz]] und [[Holzkohle]], das Interesse galt nun der Forstwirtschaft. Verbleibende Weideflächen wurden deshalb intensiver genutzt. Waldschädigungen und Überbeanspruchung der Almen wurde schon im 16. Jahrhundert in Form von Gesetzen, Überwachung und Verboten entgegengewirkt. Für das [[Ennstal]] wesentlich war die [[1695]] verordnete [[Landsteirische Waldordnung]]. | ||
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Ab der Mitte des [[19. Jahrhundert]]s gab es Anstrengungen, die bäuerliche Situation der steirischen Bauern zu verbessern. In den Beginn des [[20. Jahrhundert]]s fällt die Verabschiedung des ersten steirischen Landesgesetzes zum Schutze der Almen und zur Förderung der Almwirtschaft. | Ab der Mitte des [[19. Jahrhundert]]s gab es Anstrengungen, die bäuerliche Situation der steirischen Bauern zu verbessern. In den Beginn des [[20. Jahrhundert]]s fällt die Verabschiedung des ersten steirischen Landesgesetzes zum Schutze der Almen und zur Förderung der Almwirtschaft. | ||
Das 20. Jahrhundert brachte die Aufgabe der Selbstversorgung durch Handelsdünger und Maschinen. Somit wurde der unrentable Getreidebau im Tal zugunsten von Winterfutterbau aufgegeben. Personalmangel und Molkereigenossenschaften hauptsächlich nach dem [[ | Das 20. Jahrhundert brachte die Aufgabe der Selbstversorgung durch Handelsdünger und Maschinen. Somit wurde der unrentable Getreidebau im Tal zugunsten von Winterfutterbau aufgegeben. Personalmangel und Molkereigenossenschaften hauptsächlich nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] führten dazu, dass die Sennalmen [[Alpines Lexikon#G|Galtvieh]]<nowiki>almen</nowiki> weichen mussten. Jene, die Kuhalmen weiterhin betrieben, mussten für eine entsprechende Infrastruktur sorgen. Somit wurden die Almen in dieser Zeit verkehrsmäßig erschlossen.<ref>Hänsel, Volker: ''Vom Leben auf der Alm.'' Kleine Schriften des Landschaftsmuseums Schloss Trautenfels am Steiermärkischen Landesmuseum Joanneum, Heft 12. Trautenfels 1988, S. 7-14.</ref> | ||
=== Die Geschichte der Almwirtschaft im Bezirk Liezen === | === Die Geschichte der Almwirtschaft im Bezirk Liezen === | ||
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Aus Mangel an Rentabilität ging Mitte des [[20. Jahrhundert]] die Almwirtschaft zurück. Um den Negativtrend zu stoppen, wurden öffentliche Förderungen für die erschwerten Arbeitsbedingungen eingeführt. | Aus Mangel an Rentabilität ging Mitte des [[20. Jahrhundert]] die Almwirtschaft zurück. Um den Negativtrend zu stoppen, wurden öffentliche Förderungen für die erschwerten Arbeitsbedingungen eingeführt. | ||
Im Gebiet um [[ | Im Gebiet um [[Sankt Gallen]] ([[Oberreith]], [[Weng im Gesäuse]], [[Buchau]], [[Admonter Höhe|Admonterhöh]], [[Haferlgraben]], [[Fürstgraben]] und [[Keangraben]] waren zwischen den [[1880er]]-Jahren und [[1908]] mehr als 50 Almwirtschaften verschwunden.<ref>{{Quelle Ennstaler 100}}</ref>. | ||
== Funktionen der Almwirtschaft == | == Funktionen der Almwirtschaft == | ||
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== Quellen == | == Quellen == | ||
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Alm_(Bergweide) Wikipedia] | * [http://de.wikipedia.org/wiki/Alm_(Bergweide) Wikipedia] | ||
* [[Franz Mandl]], Herta Mandl-Neumann: ''Wege in die Vergangenheit rund um den Dachstein'', Tyrolia Verlag Innsbruck-Wien, ISBN 9783702229887 | * [[Franz Mandl junior]], Herta Mandl-Neumann: ''Wege in die Vergangenheit rund um den Dachstein'', Tyrolia Verlag Innsbruck-Wien, ISBN 9783702229887 | ||
== Weblink == | == Weblink == | ||
* [http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Gesamtabfrage&Dokumentnummer=LRST_6630_001&ResultFunctionToken=d16500d1-f5c5-4668-bf5a-5a7fcc84c590&SearchInAsylGH=&SearchInBegut=&SearchInBgblAlt=&SearchInBgblAuth=&SearchInBgblPdf=&SearchInBks=&SearchInBundesnormen=&SearchInDok=&SearchInDsk=&SearchInEbm=&SearchInEbmj=&SearchInGemeinderecht=&SearchInJustiz=&SearchInLgbl=&SearchInLrBgld=&SearchInLrK=&SearchInLrNo=&SearchInLrOO=&SearchInLrSbg=&SearchInLrStmk=&SearchInLrT=&SearchInLrVbg=&SearchInLrW=&SearchInNormenliste=&SearchInPvak=&SearchInRegV=&SearchInUbas=&SearchInUmse=&SearchInUvs=&SearchInVerg=&SearchInVfgh=&SearchInVwgh=&ImRisSeit=Undefined&ResultPageSize=100&Suchworte=almschutzgesetz+steiermark Almschutzgesetz BKA/RIS (Rechtsinformationssystem des Bundeskanzleramtes] | * [http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Gesamtabfrage&Dokumentnummer=LRST_6630_001&ResultFunctionToken=d16500d1-f5c5-4668-bf5a-5a7fcc84c590&SearchInAsylGH=&SearchInBegut=&SearchInBgblAlt=&SearchInBgblAuth=&SearchInBgblPdf=&SearchInBks=&SearchInBundesnormen=&SearchInDok=&SearchInDsk=&SearchInEbm=&SearchInEbmj=&SearchInGemeinderecht=&SearchInJustiz=&SearchInLgbl=&SearchInLrBgld=&SearchInLrK=&SearchInLrNo=&SearchInLrOO=&SearchInLrSbg=&SearchInLrStmk=&SearchInLrT=&SearchInLrVbg=&SearchInLrW=&SearchInNormenliste=&SearchInPvak=&SearchInRegV=&SearchInUbas=&SearchInUmse=&SearchInUvs=&SearchInVerg=&SearchInVfgh=&SearchInVwgh=&ImRisSeit=Undefined&ResultPageSize=100&Suchworte=almschutzgesetz+steiermark Almschutzgesetz BKA/RIS (Rechtsinformationssystem des Bundeskanzleramtes] | ||
== Einzelnachweise == | ==== Einzelnachweise ==== | ||
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