Zwiesling

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Gipfelstatue
Gipfel
Karte

Der Zwiesling ist ein Berg zwischen dem mittleren Untertal und dem hinteren Seewigtal. Er gehört zu den Schladminger Tauern und ist 2 469 m ü. A. hoch.

Geschichte

Das Zwiesling-Gipfelbuch erzählt seit 1922 auf seine ihm eigene Art die Geschichte eines einsamen Berges in den Tauern, der "im Schatten" seines bekannten Nachbarn und Begleiters, des 2 543 m ü. A. hohen Höchsteins, liegt. Auf der ersten Seite des Gipfelbuches, vom 13. August 1922 datiert, steht die alte Bezeichnung "Zwilling". Obwohl später gestrichen und durch Zwiesling ersetzt, ist der ursprüngliche Bergname nicht falsch . Hans Wödl, der Erschließer der Schladminger Tauern, verwendet 1886 in seinem Bericht "Aus den Niederen Tauern" den Namen "Zwilling" und führt diesen formschönen Doppelgipfel, für welchen beide Benennungen ihre Berechtigung haben, mit einer Höhe von 2 247 m ü. A. In diesem Aufsatz schlägt Wödl übrigens erstmals die "spezielle Bezeichnung als Schladminger Tauern" vor und schreibt u. a. nicht von der Planai, sondern verwendet den damals gebräuchlichen Namen "Schladminger Kaibling".

Mit 2 480 m ü. A. taucht nun im Gipfelbuch des Zwieslings eine dritte Höhenangabe auf. Das lässt den Schluss zu, dass anders als sein großen Arbeitsgebiet der Alpinen Gesellschaft Krummholz gelegen, ziert daher auch das Vereinszeichen der Krummholzer die Seite 1. Und Krummholzer waren es auch, welche das Gipfelbuch am 14. August 1922 auf dem Zwiesling hinterlegten. Schon einen Tag später stieg Franz Wimmer vlg. Strohberger auf den Zwiesling. Und Oberhausberger waren es, die auch schon vor der ersten Hinterlegung eines Gipfelbuches von ihrem Berg Besitz ergriffen hatten.

Bekannte Namen im Gipfelbuch:

  • Der Hauser Oberlehrer Friedrich Kabusch war Krummholzer und nannte sich dem Vereinsstatut gemäß, mit dem Namen auch eine Bergbezeichnung zu führen , vlg. Zwieslinger,
  • Hans Puchwein vlg. Buchsteiner und Louis Puchwein vlg. Hochgollinger
  • Der Puchwein Stach, damals Lehrer in Kindberg und Mitglied der ÖAV S. Bruck, und
  • Anna Ruckrigel von der ÖAV S. Wr. Lehrer

Eintragungen im Gipfelbuch

  • 14. Juli 1927: Gregor Planitzer (Gründungsmitglied der Ortsstelle Haus des Bergrettungsdienstes im Jahre 1952 und Obmann bis 1973), auf der Suche nach zwei Touristen.
  • 4. Juli 1930: Bei herrlichem Wetter den Zwilling über den Ostgrat bestiegen. Peter Stiegler und Karl Promberger. Derzeit auf der Kaiblingalm die neue Hütte gebaut, Zimmerer bei der Baufirma Stabel , abgegangen in den Edelweiß.
  • 6. September 1930: Mimi Anselmi, Gregor Planitzer
  • 11. Juli 1934: Dr. Franz Möstl, Kaplan in Haus. Aufstieg durch die Nordflanke.
  • 9. Juli 1939: Karl Dietmayer, Hans Moser, Karl Stabel
  • 9. August 1942: Von der Stirne heiß - rinnen muß der Schweiß. Peperl Lankmaier, Herbert Lankmaier, Franz Reiter und Anderl Moser
  • 25. August 1946: Friedl Steiner, Wien, Hannerl Neumayer: Die Männerwelt, die blieb zu Haus. So zogen wir alleine aus!
  • 30. Juli 1972: Zum 50jährigen Bestand des Gipfelbuches treffen sich Bergrettungsdienstmänner der Ortsstellen Haus, Gröbming, Kleinsölk und Schladming auf dem Gipfel.
  • 13. Juni 1976: Karin Kotrasch, Franz Neumayer
  • 9. September 1976: Waltraud Sommersacher, Gerhard Neumayer, Gerhard und Franz Neumayer ... (Gerhard Neumayer, Mitglied der HG Luserwand der OAV S. Haus, war schon 50mal auf seinem Hausberg!), Engelbert Gribnitz, Hans Ladreiter, Hanns Gruber, Franz und Hans Kolb, Franz und Renale Steinlechner, Fanny Neumayer, Hans Krammel.
  • 15. Oktober 1978: Gregor Planitzer mit Bergkameraden des Bergrettungsdienstes anlässlich seines 80. Geburtstages. Gregor Planitzer schreibt: "Buama i dank Euch von Herzen Euer Vater Planitzer. Zur Erinnerung an den 80er v. Gori."
  • 21. August 1985: Franz Neumayer mit Daniela (6 Jahre) und Hund Arko im Rucksack.
  • 28. August 1985: Gerhard Neumayer mit Doris (6 Jahre)

Schutzhütten

In der Nähe des Bergs befinden sich keine Schutzhütten.

Bilder

  • Zwiesling – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien bei Ennstalwiki

Quellen

Weblinks