Waltraud Steiner

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Waltraud Steiner (* 4. Mai 1922 in Ramsau am Dachstein) ist Alpinistin.

Leben

Aus dem Artikel Steinerweg:

Anfang September 1943 - Die Töltldirndln in der Südwand
Schon ein Jahr zuvor bestanden die Traudl und die Ida (Anm: ihre Schwester) die „Aufnahmsprüfung" für den Steinerweg: Sie kletterten 1942 den Pichlweg. Die Ida mit dem Heissn Karl, die Traudl mit dem Franzi Steiner, Lodenwalkersohn in Mandling und Sohn des Erstbegehers. Beide Ramsauer Dirndln sah man dann ein Jahr später im Steinerweg klettern, in Zweierseilschaften - so, wie ein Jahr zuvor.

Und da war a Stell, da habn ma durchkriachn miassn" erzählt die Traudl, „der Franzi voran. Von obm habn Kletterer Stoa loslassn und oana hat den Franzi am Kopf dawischt." Zum Glück kletterte an diesem Tag auch der Zoas Engelbert mit einem Bergkameraden aus Haus im Ennstal diesen Weg und verband die blutende Kopfwunde. Da der Franzi doch etwas benommen war und sich nicht mehr so sicher fühlte, wurde er vom Heissn Karl ans Seil genommen, die Ida wurde von dem Hauser Bergsteiger geführt und der Zoas Engelbert nahm die Traudl, eine Schulfreundin der Prugger Kuni ans Seil, welche im gleichen Jahr übrigens auch den Steinerweg meisterte. Die drei Seilschaften erreichten an jenem sonnigen Herbsttag dann ohne Probleme den Gipfel. Der Karl, der Franzi und der Engelbert verbrachten einen Fronturlaub in ihren geliebten Bergen, vom Krieg kamen sie nicht mehr zurück.

Quelle