Wörschacher Alternative Liste

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Der Wörschacher Bürgermeister Ing. Franz Lemmerer überreicht Barbara Stangel die Silberne Ehrennadel der Gemeinde für ihre 10-jährige Tätigkeit als Gemeinderätin

Die Wörschacher Alternative Liste – WAL – war in zwei Gemeinderatsperioden von 1990 bis 2000 mit Barbara Stangel im Gemeinderat von Wörschach vertreten.

Die Gründung der WAL – ein logischer Schritt

Die Entstehung der Wörschacher Alternativen Liste hängt eng mit dem Kampf für die Erhaltung des Ennstals ohne die ursprünglich geplante Transitachse zwischen der Pyhrnautobahn und swiki:Tauernautobahn und mit der Gründung der Bürgerinitiative Schönes Ennstal zusammen. Vielen in dieser Initiative Engagierten war klar, dass die Möglichkeit, innerhalb der Gemeindegremien politisch mitzuarbeiten, ein wichtiges gestalterisches Element zusätzlich zur Bürgerinitiativenarbeit sein würde. Überdies könnte das Engagement damit von der reinen „Ennstrassenarbeit“ ausgeweitet werden, und zwar hauptsächlich auf umweltrelevante und demokratiepolitische Bereiche. Deshalb konstituierte sich im Jahr 1989 für die Gemeinderatswahlen 1990 die Wörschacher Alternative Liste. Die für eine Kandidatur notwendigen Unterstützungserklärungen wahlberechtigter Wörschacherinnen und Wörschacher waren schnell erreicht. Zur notwendigen „Wahlwerbung“ und um die WAL bekannt zu machen, wurde die Zeitschrift Wörschacher Sonnentau gegründet, „Blätter für notwendige Nachrichten“.

Als WAL-Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat präsentierten sich unter anderem Barbara Stangel als Spitzenkandidatin und der akademische Bildhauer Mag. Günter Knapp, Schöpfer der den Eingangsbereich des Wörschacher Gemeindeamts schmückenden Statue der „Fortuna“.

Ein Novum für Wörschach – vier Fraktionen im Gemeinderat

Bei den Gemeinderatswahlen vom 25. März 1990 erreichte die WAL ein sicheres Mandat, ausgeübt von Barbara Stangel, die auch in den Prüfungsausschuss der Gemeinde gewählt wurde. Der Einzug der WAL in den Gemeinderat stellte für Wörschach ein absolutes Novum dar: Erstmals war eine „grüne“ Liste im Gemeinderat vertreten und ebenfalls zum ersten Mal gab es vier Fraktionen in der Gemeindestube: ÖVP, SPÖ, Liste 90/FPÖ und WAL, wodurch ein Prozess, größere Meinungsvielfalt zu akzeptieren, erst in Gang gesetzt werden musste beziehungsweise konnte. Vom Eintritt der WAL in den Gemeinderat im Jahre 1990 über die Wiederwahl im Jahr 1995 bis zum Ausscheiden von Barbara Stangel aus dem Gemeinderat im Jahr 2000 wurden in einem fortschreitenden Prozess in der Gemeindestube auf vielen Gebieten kontinuierlich der Abbau von Vorurteilen und die Respektierung verschiedenster politischer Meinungen entwickelt und konstruktive Zusammenarbeit zunehmend gewürdigt. Dies zeigte sich zum Beispiel auch darin, dass Barbara Stangel in der zweiten Gemeinderatsperiode einstimmig in folgende Ausschüsse gewählt wurde: Straßen-, Wege- und Brückenausschuss, Kanalausschuss, Müll- und Umweltausschuss, Gesundheits- und Sozialausschuss, Kultur-, Sport- und Jugendausschuss.

Quellen