Unwetter

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geknickter Strommast unter der Ramsauer Straße

Unwetter ereignen sich immer wieder in ganz Österreich statt. Auch das Ennstal ist davon nicht ausgenommen. Neben allgemeinen Informationen zu Unwettern finden sich in diesem Artikel spezifische Informationen zu Unwetter im Bezirk Liezen.

1922

In der Nacht vom 11. auf 12. des Monats ? ging über dem Enns- und Paltental ein schweres Unwetter mit Hagelschlag nieder. Strichweise hatte der Hagelschlag an den Feldfrüchten großen Schaden angerichtet[1].

2010

Juli

Am 17. Juli 2010 verwüstete ein Unwetter den Naturpark Sölktäler: zahlreiche Parkplätze und Wanderwege werden zerstört, Keller werden überflutet und Almweiden großflächig vernichtet. Am 12. September fand dann ein Aktionstag Ennstaler helfen im Sölktal statt, die Spendengelder für Betroffene des Unwetters brachte.

2014

Mai

Rund 600 Einsätze von 302 Wehren mit rund 3 000 Helfern zählte der Landesfeuerwehrverband bei den Einsätzen am 16. Mai 2014 bei Starkregen, Sturm und Murenabgängen. Zentren des Unwetters war die Bezirke Bruck-Mürzzuschlag, Liezen, Leoben sowie Hartberg.

Daten

166 Liter pro Quadratmeter hat es innerhalb von 48 Stunden bis Freitagnachmittag in Altaussee geregnet, in Frein an der Mürz waren es 138 Liter, in Bad Aussee 119 und in Mariazell 100 Liter.

Mit 140 km/h war der Sturm am Schöckl am intensivsten. In Fischbach und auf der Stolzalpe wurden 93 km/h gemessen, in St. Radegund 89 km/h und am Präbichl 82. Bei der Grazer Universität wehte der Wind bei 61 km/h.

160 Kubikmeter pro Sekunde betrug der Durchfluss der Salza Freitagmittag, 150 maß der Hydrografische Dienst Steiermark in Neuberg an der Mürz.

August

Im Gebiet von Haus im Ennstal und Schladming kam es am 1. August 2014 gegen 22:30 Uhr zu einem schweren Gewitter mit Starkregen. Dieser löste in der Folge eine Schlammmure in Haus im Ennstal, die die Erzherzog-Johann-Straße komplett verschüttete. Das abfließende Wasser bahnte sich seine Weg über die Mure und ergoss sich über die Ennstal Straße (B 320). Die Freiwilllige Feuerwehr Haus im Ennstal und Arbeitern der Gemeinde mussten das Wasser ableiten. Der Traforaum einer Seilbahn-Talstation wurde auf eine Höhe von etwa 1,5 Metern überschwemmt. Bis in die Morgenstunden dauerten die Aufräumarbeiten.

Nördlich von Schladming, im Bereich der Ramsauer Straße (L 711) wurde am Abend des 1. August bei dem Unwetter eine so genannte Krainerwand unterspült. Die folgende Hangrutschung knickte einen 220-KV-Hochspannungsmastes. Zwei unterhalb dieses Bereiches gelegene Wohnhäuser mussten wegen Gefahr im Verzug evakuiert werden. Die evakuierten Personen fanden in einem Hotel und bei Bekannten Unterkunft. Die Bewohner konnten nach einer Begehung durch Sachverständige am 2. August wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Alle Bilder vom August

  • Unwetter – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien bei Ennstalwiki

Quellen

Einzelnachweise

    • Der Ennstaler, Sonderausgabe 100 Jahre Der Ennstaler, August 2006