Unsere schönsten Hütten

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Unsere schönsten Hütten
Titelbild, es zeigt die Büllelejochhütte in Südtirol auf 2 528 m ü. A.
]
Buchdaten
Autor: Sissi Pärsch
Verlag: Bergwelten in der swiki:Benevento Publishing Group[1]
Erschienen: 2019
ISBN: ISBN 13 9783711200051
Seiten: 256

Unsere schönsten Hütten bringt 50 Portraits aus dem Alpenraum.

Inhalt

Wohlfühlen am Berg

Naturnähe und Ursprünglichkeit, Geborgenheit und Genuss – dafür stehen die Hütten im alpinen Raum. Sie sind Orte voller Geschichte und Heimat, bieten Kulinarik und Erholung, Platz für Rast und mehr.

Hütten bieten in abgelegenen Bergregionen Zuflucht vor Unwettern und Schneefall. Doch ihr Charakter liegt längst nicht mehr nur in ihrer Einfachheit: Sowohl Freunde internationaler Haubenküche als auch Familien mit Kleinkindern finden in der alpinen Hüttenwelt den richtigen Platz zum Erholen und Genießen. Mit Sissi Pärsch als Wegbegleiterin führt dieses Buch zu den schönsten Hütten in Österreich, Bayern, der Schweiz und Südtirol und porträtiert die Menschen und Geschichten, die hinter den heimeligen Zufluchtsorten stehen.

Mit hochwertigen Fotografien und verständlichen Wegbeschreibungen.

Rezension 1

Irgendwie falscher Titel, weil mit interessanten Beschreibungen der Hüttenwirte

Ich bin nicht recht schlau aus diesem Buch geworden. „Unsere schönsten Hütten“ – welche Kriterien wurden für „schön“ angelegt? Bei der Gollinghütte in den Schladminger Tauern schreibt Pärsch, dass diese Hütte weder durch ihre Lage noch durch ein besonderes Panorama „sich anbiedert“ und schon gar nicht durch „Holladrio-Gemütlichkeit“. Am Ende derselben Seite steht dann aber „geradezu paradiesisch mutet die Gollinghütte dagegen heute an – in erster Linie auch wegen ihrer Lage“. Also was nun: Gar nicht schön wegen ihrer Lage oder doch schön?

Ich bleibe noch bei der Gollinghütte, weil dieser Beitrag charakteristisch für viele weitere Beschreibung ist: Acht Seiten, davon eine Seite mit einem Pferdebild, zwei Seiten Landschaftsbilder (wahrscheinlich in der Umgebung, denn es fehlt ein Bildtexte wie bei der überwiegenden Zahl der Bilder), ein doppelseitiges Bild, auf dem man die Lage der Hütte sieht, eine Seite mit Bildern vom Hüttenwirt und seinem nepalesischen Koch und schließlich auf zwei Seiten Text. Text, der über die Geschichte der Hütte informiert, über nepalesische Teigtaschen und einige philosophische Betrachtungen des Hüttenwirts.

Was gänzlich fehlt sind weiter Hütten-, vor allem Innenaufnahmen – wie bei fast allen Hütten. Also nochmals die Frage, welche Schönheitskriterien wurden da angelegt? Lese ich weiter, so ergibt sich fast immer dasselbe Bild: Es werden die Hüttenleute mehr oder weniger ausführlichen beschrieben (oder ihr Lebenslauf), das eine oder andere kulinarische Hüttenschmankerl erwähnt und viele ganzseitige Bilder mit Landschaften ohne nähere Beschreibungen (wobei z. B. ein Almboden mit Kühen wohl austauschbar ist mit jeder Bergregion).

Bei einigen „Hütten“ habe ich den Eindruck, sowohl beim Text als auch bei den Bildern, dass es sich mehr schon um Hotels (Lindauer Hütte, Österreich, über 100 Betten in Zimmern, neben Matrazenlager) oder edlere Restaurants (z. B. Pralongià, Südtirol) handelt als um „Berghütten“.

Es fiel mir auch auf, dass etliche Hütten mit fünf oder mehr Seiten präsentiert werden (wenngleich viele Seite mit allgemeinen Landschaftsbildern gefüllt sind), aber auch einige nur mit ein paar Zeilen, dafür einem großen Bild. Bei diesen Hütten fehlen auch die Tipps „das ist besonders“ und der „Kulinariktipp“, die bei allen ausführlich beschriebenen Hütten zu finden sind. Diese sehr kurz und allgemein präsentierten Hütten scheinen als Füller für das Buch verwendet worden zu sein, da sie inhaltlich komplett von den anderen Hüttenbeschreibungen abweichen. Übrigens bei vielen Kulinariktipps wundere ich mich über die fast schon haubenküchenartigen Gerichte und über den Umstand, dass einerseits oft steht, es gäbe kaum Wasser, andererseits aber diese Kulinariktipps auf umfangreiche Küchen- und Abwascharbeiten schließen lassen.

Aber ich möchte nicht verabsäumen zu schreiben, dass das Buch nicht uninteressant ist. Es hat vielleicht nur den falschen Titel. Die Geschichten über die Menschen, die diese Hütten betreiben, sind durchaus lesenswert. Sie geben auch einen guten Einblick in das – teilweise – harte Leben in den Bergen („Duschen kann man bei uns nicht“, „Wenn das Schmelzwasser aufgebraucht ist, gibt es eben kein Wasser mehr“). Am Buchende werden noch die Mitwirkenden Personen (zwölf) erwähnt und bei welcher Hüttenbeschreibung mitgewirkt haben. Dann folgt eine Kurzbeschreibung jeder Hütte (Lage, Hüttenwirt, Anschrift, Zustieg, Touren).

Wie eingangs geschrieben, werde ich aus diesem Buch nicht recht schlau. Nett zum Blättern mit netten Geschichten, aber es hat sich mir nicht erschlossen, weshalb es „unsere schönsten Hütten“ sein sollen.

Aus den Ennstaler beschriebene Hütten

Rezension 2

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Quelle

Fußnote

  1. Verlinkung(en) mit "swiki:" beginnend führen zu Artikeln im Salzburgwiki, dem Mutterwiki des EnnstalWiki